Seit Juli 2011 versuchen zwei ehemalige Sexualstraftäter im Dorf Insel im Norden Sachsen-Anhalts ein neues Leben zu beginnen.
Dies scheitert am erbitterten Protest von DorfbewohnerInnen und Neonazis, die das Haus, in dem die beiden Männer leben, immer wieder belagern und ihren Protest kund tun.
Anfang Juni 2012 eskalierte die Situation als BürgerInnen des Dorfes und Nazis versuchten in das Wohnhaus einzudringen.
Eine NPD-Versammlung am 8.6.2012 wurde verboten, stattdessen riefen die Abgeordneten des Landtages von Sachsen Anhalt zu einer Kundgebung für den Schutz der Menschenwürde in Insel auf.
Martin Vesely von Miteinander e.V. war vor Ort und berichtet im Gespräch über den Verlauf der Versammlung am Freitag, über Fehler, die im Umgang mit den menschenverachtenden Mobilisierungen in Insel gemacht wurden und über Perspektiven.
Interview anhören (linksdrehendes radio, 9.6.2012)
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Miteinander e.V.: Hintergründe zur Eskalation der Proteste in Insel
Am Abend des 1. Juni 2012 haben Bürger_innen und Neonazis nach einer Spontandemonstration versucht, in Insel gewaltsam in das Haus zweier ehemaliger Sexualstraftäter einzudringen. Der Polizei gelang es nur mühsam eine Stürmung des Hauses zu verhindern. Der Eskalation am vergangenen Freitag ging eine sich über Monate hinziehende Interaktion zwischen protestierenden Bürger_innen und Neonazis voraus.
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Wortmeldung der Initiative „Aufklärung und Transparenz“: Kein Dialog über Menschenrechte! – Inselner Bürgerinitiative ist kein Diskussionspartner! hier nachlesen