Am 14.9. – NPD will an rassistische Stimmung in Rackwitz (Nordsachsen) andocken

Die Welle rassistischer Stimmungsmache hat Sachsen spätestens jetzt erreicht. In Rackwitz (Nordsachsen) stehen BürgerInnen gegen die geplante Einrichtung einer Unterkunft für Asylsuchende auf, die NPD dockt an. Für den 14.9. hat die neonazistische Partei nun eine „Info-Stand“-Kundgebung angemeldet um den sowieso schwelenden Protest gegen die Wohnstätte für sich zu nutzen.
Bei einer BürgerInnenversammlung am 29.8. fanden sich in der 5000 EinwohnerInnen zählenden Gemeinde in Nordsachsen etwa 300 Menschen ein, von denen zahlreiche Stimmung gegen den Plan der Landkreisverwaltung das ehemalige Lehrlingswohnheim als Unterkunft für Asylsuchende zu nutzen, machten. Die Versammlungen in Berlin-Hellersdorf oder Leipzig-Wahren dürften sich in ihrer rassistischen Konnotation wenig von der in Rackwitz unterschieden haben.
1.200 Unterschriften hatten die RackwitzerInnen bis dato bereits gesammelt; gegen 120 geflüchtete Menschen, die vielleicht in „ihrer Stadt“ leben müssen. Der Standort ist nur einer, den der Landkreis derzeit prüft.

Die Szenerie ähnelt sich überall. Kommunen und Landkreise müssen Wohnmöglichkeiten für die wachsende Zahl von Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, schaffen. Eine vollkommen normale Anforderung, die an den meisten Orten dafür sorgt, dass der BürgerInnen-Mob sich erhebt. Die Umnutzung von leer stehenden Häusern wird auf einmal zum Problem, nur weil darin nicht in Deutschland geborene Menschen leben sollen. Und das müssen jene entgegen ihrem Willen, unter vollkommen unzumutbaren Zuständen, die durch die deutsche Asylgesetzgebung bedingt werden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Asylanträge um 90 % von ca. 27.760 (Juli 2012) auf 52.754 erhöht. Was von Medien, Politik und deutscher/m NormalbürgerIn als problematisch, bedrohlich etcpp. bezeichnet wird, ist einerseits Ergebnis internationaler Konflikte (Syrien und Serbien sind unter den „Top 3“ der Herkunfstländer), andererseits reichen die Zahlen bei weitem nicht an die, der 1990er bis Mitte der 2000er heran. Die sukzessive Absenkung der Zahlen war vor allem Resulat einer restriktiven Asylgesetzgebung. Zudem werden heut über 80 % der Anträge abgelehnt. Anträge von den Menschen, die es überhaupt durch die martialischen Grenzwälle und Abwehrmechanismen geschafft haben.

Dass die NPD gegen Unterkünfte für Asylsuchende mobil macht, ist real das kleinste Übel. Das Problem bleibt eine von der Idee her auf biologistischen und Nützlichkeits-Kriterien beruhende Asylpolitik und die damit in Wechselwirkung stehende gesellschaftliche Stimmung.

Es wird sich lohnen den 14.9. frei zu halten und nach Rackwitz zu fahren.

Gefunden: Flugblatt, das in Rackwitz aushängt …

rackwitz

65 Gedanken zu „Am 14.9. – NPD will an rassistische Stimmung in Rackwitz (Nordsachsen) andocken“

  1. Das ist ja wohl nicht dein ernst. Wir die Bürger haben hier eine relativ ruhige friedlebende Gemeinde. Da brauchen wir keine kriminellen meist junge alleinstehende Männer die in ihrem land verfolgt werden…dort flüchten und sich in Deutschland unter falschen Namen einzigeunern und hier weiter kriminell sind.wir wollen nicht mit der NPD verglichen werden und kämpfen weiter für eine umgehung dieser Maßnahme.

  2. tja, niemand will mit der npd verglichen werden. aber bei ihren gewählten worten wird einem der vergleich ja regelrecht eingedeutscht! vorschlag: warum nicht mal mit der npd kämpfen, wenn sich’s so aufdrängt?

  3. Bevor Sie , Werte Frau Nagel, gegen Bürger dieser Gemeinde hetzen, sollten Sie sich über den Sachverhalt informieren. Der Ort Rackwitz hat 2300 Einwohner. Der Landrat hat infomiert das 120 Flüchtlinge erst der Anfang sind, es steht im Raum das aus diesem Gebäude ein Auffanglager bis ca. 400 Leute in Zukunft entstehen kann/soll. Das diese Zahlen die Struktur dieses Ortes komplett auf den Kopf stellt brauch ich Ihnen nicht zu erklären. Weiterhin fühlen sich die Leute durch die Politik veräppelt, da dieses Vorhaben laut Landrat noch gar nicht an die Bürger hätte „rausgegeben“ werden dürfen. Als „Einzugstermin“ stand aber der 01.10.13 im Raum. So kann man mit den Bürgern nicht umgehen. So entstehen dann Listen mit so hoher Anzahl an Unterschriften.
    Wo aber nehmen Sie sich das Recht her ,die Bürger, egal ob Sie die 300 Bürger der Versammlung meinen oder die 1200 Bürger die eine Unterschrift geleistet haben, in eine rassistische Ecke zu stellen?! Waren Sie bei dieser Veranstaltung anwesend?
    Das Parteien wie die NPD auf diesen Zug aufspringt ist doch mehr wie logisch. Das finden die Bürger garantiert nicht gut. Aber dann hüpfen Ihre Genossen fein hinterher und alle die eigentlich dieser Sachverhalt nicht direkt betrifft, machen am 14.09.13 mit erhoben Zeigenfinger ein Kaffekränzchen in Rackwitz. So einfach ist die Welt.

  4. An irgendeiner Stelle müssen Sie jetzt aber mal Farbe bekennen. Die Schaffung neuer „Lager“ kann doch nicht Ihre Zustimmung finden. Jetzt soll in Rackwitz ein Lager geschaffen werden mit voraussichtlich mehr als 120 Menschen. Sie selber haben sich mehrfach zu den Problemen, welche in einer so großen Einrichtung bestehen, geäußert. Warum dürfen die Anwohner von Rackwitz sich nicht gegen die Schaffung eines neuen Lagers aussprechen? Warum halten Sie nicht an der Forderung nach dezentraler Unterbringung fest?

    Viel einfacher ist es 1200 Menschen und ihre Ängste, Befürchtungen und Erfahrungen als Rassisten zu verurteilen. Mit diesem Makel gilt deren Meinung sofort nichts mehr. Sie werden praktisch Entmündigt. Man muss auch mit diesen Menschen nicht mehr reden. Dieses Vorgehen ist äußerst undemokratisch. Wie solch ein Verhalten Demokratie bzw. Friedenspreise rechtfertigt erschließt sich mir nicht.

    Ich glaube auch, dass die große Mehrheit kein Problem mit vor Krieg oder Verfolgung geflohenen Menschen hat. Ich denke, dass diesem Menschen jede Hilfe gegönnt wird. Ich würde sogar so weit gehen, dass ein großer Teil diese Menschen persönlich unterstützen würde. Das sind aber nicht diejenigen um die es den Gegnern von Massenunterkünften geht. Es sind diejenigen welche keinen Asylgrund haben und trotzdem jahrelang in einer aussichtslosen Situation in solchen Heimen leben. Kein Mensch ist illegal. Da gehe ich mit. Aber nicht jeder Mensch hat ein Anrecht auf Asyl.

  5. Ach diese ganzen „Bürger“…

    Von denen ist doch schon die hälfte über die Jahre in den Westen geflüchtet, der Arbeit wegen…

    Und dann rumningeln, wenn Leute vor Terror, Tod und Krieg flüchten…

    Undankbar und unmenschliches Verhalten nennt sich das.

    Reisst euch zusammen und helft den Leuten lieber- schafft positive Kreisläufe, anstatt die negativen ständig zu verstärken!

  6. Wie kann man nur als Stadträtin solch eine Hetze betreiben. Wie kann man nur mit soviel unwahren und falschen Informationen um sich werfen. Wie kann man eine kleine Gemeinde die Angst um ihren Frieden und Ruhe hat in eine Ecke stecken und verurteilen.
    Wie kann man Sich darüber beschweren wenn selbst weit weg von diesem Problem ist?

    Wer diese Gemeine kennt weis dass wir kein Problem haben mit Ausländern, Migranten oder Asylbewerbern.

    Wir sind nur Empört darüber wie der Landrat oder der Bürgermeister der Gemeinde meint mit Informationen umzugehen.
    Genauso wie es mit der zukünftigen Planung aussieht.
    Welche Probleme so was mit sich bringt.
    Welchen Unmut es in Bürgern auslöst.
    Welche Strukturellenprobleme auftreten könnten und werden.

    Wer kümmert sich um die Kinder der Migranten? Wer kümmert sich um Ihre Betreuung?
    Wer kümmert sich um den Medizinischenbedarf? ( Wir haben 1 Arzt in der Gemeinde, der seit Jahren an seinen Grenzen des machbaren Arbeitet)
    Wir besitzen kein Begegnungszentrum wo man aufklären könnte.

    Zu oft hat man einfach negative Erfahrungen damit gesammelt, wenn auch nicht hier aber in anderen Gemeinden und Städten das man einfach nicht will das man ebenfalls solche Probleme vor die Tür gesetzt bekommt und damit alleine gelassen wird.

    Wir verschließen sicher nicht die Augen davor was in der Welt passiert doch müssen wir nicht immer für alles gerade stehen was unsere Politik denkt zu beschließen oder zu tun.
    Gerade die Gemeine Rackwitz trägt ihren ganz eigenen Teil zum Kulturellen Leben bei.

    Die Bürger haben ein Recht darauf zu Erfahrung und mit zu bestimmen was in der Gemeine vor sich geht und geplant is.

  7. Woran soll ich Spaß haben?

    Interessanter Artikel und weiter?!

    Der Ablauf solcher Situationen sind immer die gleichen.
    Viele Versprechen doch nur wenige werden gehalten.
    Ich bin skeptisch was das ganze angeht.
    Genauso viele andere Mitbürger hier in Rackwitz.
    Genossen hin oder her aber schöne Worte kann jeder schreiben.

  8. Es ist einfach nur traurig, wie die Einwohner von Rackwitz behandelt werden. Niemand macht sich die Mühe, sich ernsthaft mit UNS zu beschäftigen. Wir sind KEINE Nazis. Wir wollen NICHT dass die NPD in unser Dorf kommt und unsere Situation für sich ausnutzt. Wir Rackwitzer distanzieren uns ganz klar von der NPD und möchten weder mit ihnen zusammen arbeiten noch von ihnen unterstützt werden. Genauso wenig möchten wir, dass am 14.09. die Antifa in unser Dorf einzieht und wir Bürger Angst um unsere Sicherheit haben müssen! Denn wie soll der nächste Samstag ablaufen?!
    Aber dennoch ist es richtig: Wir möchten kein Asylbewerberheim mit 120 (bis 400) Asylbewerbern in Rackwitz. Unser kleines Dorf ist nicht in der Lage, dies zu stemmen. Familien haben Ängste, Befürchtungen und Sorgen, da so eine enorme Anzahl an Flüchtlingen Probleme in unser Dorf bringen WIRD! Für uns und unsere Sorgen und Wünsche interessiert sich niemand. Statt dessen werden wir in eine nationalsozialistische Ecke gedrängt und mundtot gemacht. Politische Parteien nutzen unsere Lage für ihre ganz persönliche Stimmungsmache. Wirklich helfen will uns keiner…
    Frau Nagel, ich bin gespannt was Sie mit Ihrem Aufruf anrichten. Denn eines ist gewiss: Rackwitz am 14.09.2013 wird kein sicherer Ort sein – und dabei besteht unser Dorf zu einem Großteil aus Familien mit Kindern und älteren Menschen, die dem kommenden Samstag mit Angst entgegensehen!

  9. Erstmal muss ich Sebastian und Rackwiter zustimmen. und zweitens fordere ich Fr. Nagel auf, ihre gewaltbereiten Krawallmacher und Extremisten (ja, ihr seid nicht besser als eure „Gegenseite“)gefälligst zurückzupfeifen. Weder lohnt es sich hier in Rackwitz aufzulaufen noch seid ihr hier in irgendeiner Weise willkommen.

  10. Liebe Rackwitzer,

    aus Erfahrung kann ich sagen, dass von den Gegendemonstranten von Frau Nagel keine Gefahr für Leib und Leben ausgeht. Auch wurde bisher, weitestgehend, Rücksicht auf das Hab und Gut der Anwohner genommen. (Das eine Auto ist inzwischen wieder ganz, und an die Schmierereien gewöhnt man sich.) Es macht allerdings auch keinen Sinn diese Personen mit einer anderen Meinung oder Sichtweise zu konfrontieren. Reflexartig ist man dadurch ein Rassist oder Nazi oder NPD Unterstützer.

    Viele Grüße aus Leipzig-Wahren

  11. RACKWITZ und keine npd Befürworter?? das kann ja nur ein schlechter witz sein…. alleine wenn man durch die freundesliste/gefällt mir angaben auf der facebook seite der Bürgerinitiative rackwitz schaut findet sich der ein oder andere rechte wieder…. gab es nicht auch mal einen tollen jugendclub?? soviel dazu….. des weiteren braucht sich doch keiner der gegen diese unterkunft ist und Unterschrift geleistet hat zu wundern das es ein gefundenes fressen für die npd ist da auch noch mit zu mischen und das es da zum Glück noch Menschen gibt die sich da entgegen stellen und sagen wir möchten euch hier nicht, ist auch klar…. in diesem sinne einfach mal darüber nachdenken!!

  12. @ der andere

    volle Zustimmung, genau wie Leipzig, eine Stadt nur aus NPD Befürwortern, klickt euch mal durch Facebook, dann gab es in Leipzig ach so tolle Jugendclubs und dann noch die Übergriffe auf Menschen mit anderer Nationalität!

    ps. dieser Text enthält Ironie, in diesem sinne einfach mal darüber nachdenken!

  13. Wie wäre es mit dezentraler Unterbringung der Asylbewerber, wie Die Linke es immer fordert?? Bei Fr. Nagel und Ihrem Gefolge sind bestimmt zu Hause genug Zimmer fei um jeweils eine Familie bei sich aufzunehmen. Gehen sie doch mit gutem Beispiel voran. Dann habt ihr euren Willen und die Asylbewerber sind dann direkt bei euch und es geht denen gut und sie sind sicher. Und das lästige Rumreisen und Randalieren in fremden Gemeinden fällt dann auch weg. Nur Vorteile.

  14. An alle Bürger zur Erinnerung, falls es Samstag zu hart wird: „Sämtliche Individualrechtsgüter (etwa die unter § 34 StGB aufgeführten Rechtsgüter Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum) werden vom Notwehrparagraphen abgedeckt“. Also sind auf gut deutsch praktisch straffrei zu verteidigen.

  15. Wei laut Falk ja wohl anscheinend beschädigte Autos und Schmierereien zu erwarten sind. Wenns dabei bleibt, was wohl viele bezweifeln…

  16. Nun ist aber mal gut.
    Ich habe lediglich einen Kommentar verfasst und dabei auf die Situation in Rackwitz, eine angekündigte Kundgebung der NPD, auf die wachsende Zahl von Asylsuchenden in Deutschland und auf die problematischen Reaktionen auf die Ankündigung Flüchtlinge in der Nachbarschaft zu haben, verwiesen.
    Ich habe weder zu irgendwas aufgerufen, noch alle RackwitzerInnen als RassistInnen gezeitigt. Lesen bevor man rumkrakelt, wäre meine Empfehlung.

  17. „Rassistische Grundstimmung“; „BürgerInnen-Mob“; „lohnt sich, dahin zu fahren“ ?? Nein, niemanden denunziert und zu nix aufgerufen. Natürlich nicht. Alle nur zu dumm, die schlaue Politikerin (Dinge so zu drehen, dass sie für ihre Zwecke nützlich sind, kann sie ja schon prima) zu verstehen…

  18. Und wenn ihr schon dabei seid, die Facebook-Seite der Bürgerinitiative und unsere Gemeinde auszuspionieren, dann solltet ihr erkannt haben, dass die NPD am Samstag genausowenig willkommen ist wie ihr. Trefft euch auf `nem Feld, da könnt ihr euch kloppen solange es euch beliebt.

  19. Nettes idyllisches Örtchen,unsere Gemeinde.Oder,Frau Nagel? Hat das Essen geschmeckt im örtlichen Gasthof? War die Bedienung freundlich,obwohl alle Nazis sind? Was haben Sie hier zu suchen? Ich meine garnichts,genauso wenig wie am 14.09.!!! Danke für Nichts! Ihr unterscheidet euch von den Nazis nur im Aussehen,sonst nix!!!

  20. Frau Nagel hat sich, für ihre Verhältnisse, mit Beleidigungen und Verurteilungen in diesem Artikel wirklich zurück gehalten. Wenn man sich die ersten Beiträge zu diesem Thema auf diesem Blog anschaut, wird klar was ich meine. Offenbar hat Frau Nagel sich die damaligen Kritik angenommen und sich mit pauschalen Verurteilungen z.T. zurück gehalten. Einfach mal hier Nachlesen wie Frau Nagel noch vor einem Jahr über einige hundert Wahrener urteilte:

    https://jule.linxxnet.de/index.php/2012/07/burgerinnen-gegen-asylsuchende/
    (diese Version ist, nach Protesten, bereits durch Frau Nagel abgeschwächt worden)

    Wirklich interessant wird es übrigens dann auf diesen Seiten:
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/94567
    http://rackwitz.blogsport.eu/

    Lokal interessant sind dann diese Links:
    https://www.facebook.com/dezentralisierungjetzt?fref=ts
    http://www.menschen-wuerdig.org/
    Diese „Organisationen“ sind unter der Adresse vom Büro Linxxnet angesiedelt, welches maßgeblich durch Frau Nagel geführt wird. Menschen Würdig hat sich zur Aufgabe gemacht die Anwohner zu bekehren. Das spannende dabei ist, dass diese Personen extrem Menschenscheu sind. Sie sind stets bemüht einem Gespräch mit Anwohnern auszuweichen. Umso erstaunlicher ist die Forderung, dass die Anwohner sich mit den zukünftigen Nachbarn am besten im Garten zum gärtnern treffen sollen.

  21. War es nichtmal so, dass kein/e Bürger/in öffentlich informiert wurde dass Asylanten in einem Wohnheim untergebracht werden. Ist das nicht etwas gegen unseres polistisches Modell der Demokratie. Ich habe nichts davon gewusst, bis ein Flyer über die Versammlung dagegen im Briefkasten lag. Selbstverständlich dass man dann aufgebracht ist. In anderen Akrikeln lese ich, dass das Wohnheim „unter aller Sau“ sei um überhaut nach Sicherheitregeln irgendwelche Bewohner unterzubringen. Auf einem „rumhacken“ und „mit dem Finger auf jemanden zeigen“ kann jeder, ohne überhaupt ein Hintergrund zu wissen. Aber sobald einem so ein Problem betrifft, jammert man selber rum. Und für ein Dorf ist es schwerer als für eine Stadt, meiner Meinung nach. Ich habe nichts dagegen, wenn Leute in das Dorf kommen, die es ebenso wie ihre Bewohner auch mit Respekt zu behandeln wissen. Hier gibt es schon genug Leute die Fahrräder vor den eigenen Türen klauen und die Bahnhoftunnel beschmieren oder was auch immer noch anstellen. Das ein Dorf gleich als „Nazi“ und „rassistisch“ abgestempelt wird, empfinde ich nur als Beleidigung. Wobei ich sicher nicht abstreite, das es hier vielleicht den ein oder anderen gibt der so denkt, aber dabei bezweifle das es der Großteil ist. Es ist mehr das Bedenken um das eigene Wohl. Es ist statistisch gesehen, dass Gegenden mit höhren Ausländeranteil auch der Kriminalität höher zugeneigt ist. Und darauf achten eben die Leute mehr und denken nicht dadran, dass solch eine Statistik nicht der Wirklichkeit entspricht. Aber es sind doch immer die Medien die alles aufputschen, überdramatisiere, ausschmücken oder herauslassen um genau solches schönes „Futter“ zu präsentieren. Also mal lieber vorher sich besser belesen, als gleich mit Halbwissen groß darüber zu reden und jeden als „rassistisch“ zu betiteln. Auch ich besitze nicht alles Wissen darüber und äußre nur meine Meinung mit dem was ich weis und in einigen Kommentaren hier gelesen habe. Also macht mich nieder. Und ist es nicht auch schon rassistisch jedmanden als rassistisch zu bezeichnen?

  22. Liebe Frau Nagel,

    wie wäre es, wenigstens den heftig rassistischen Kommentar von Sebastian Berger zu löschen? Solchen Hetzern darf kein Forum geboten werden, am wenigsten auf Seiten von Linken. Wer eine Seite unterhält, der oder die ist auch gefordert, eine ordentliche Moderation zu bewerkstelligen.

    Beste Grüße

  23. @ Egal

    Genau, wieso nicht einfach Zensieren.
    Wieso nicht nur das stehen lassen was selber einem im besten Licht zeigt.

    Wenn wir schon dabei sind, kann der Bericht von Frau Nagel auch gleich gelöscht werden.

    @ Frau Nagel

    Sie haben sicher Ihre worte mit bedacht gewählt.
    Doch lässt sich eine Tendenz zu lesen die sehr wohl den Eindruck erwecken in Rackwitz sei eine „Rechte Gesinnung“ zu spüren oder eine generelle abneigung gegen Ausländer zu spüren und da müsse man dagegen angehen.

    Genauso laden sie mit Ihren Worten „Es wird sich lohnen den 14.9. frei zu halten und nach Rackwitz zu fahren.“ ihresgleichen zu uns.

    Schön das Sie uns am 14.09 besuchen kommen doch stellen Sie uns bitte nicht auf die gleiche Stufe wie die NPD.

  24. Der Grund des Besuchs von Fr. Nagel und ihren Fahrradfreunden in Rackwitz kann nur einem Zweck gedient haben: das Auskundschaften der örtlichen Infrastruktur. Warum? weil man sich anschauen wollte, wie man sich polizeilichen Maßnahmen taktisch klug entziehen kann (was das erklärte Ziel dieser Personen ist-siehe ihre Demo-Anordnung) und schnell irgendwo randalieren, provozieren, schmieren oder noch schlimmeres anstellt um sich dann ungestraft zurückzuziehen. Ein Narr, wer glaubt dass sämtliche Extremisten schön brav mit der Bahn an- und wieder abreisen werden.Augen auf! Achtet auf entsprechend gekleidedete Personen an unübersichtlichen Stellen, an Grundstücken und auf Autos mit fremden Kennzeichen, die anscheinend zufällig irgendwo parken. Denn wer schon im Vorfeld solchen Aufwand betreibt um jeder Konfrontation mit der Staatsmacht zu umgehen (z.B. werden Demonstranten aufgefordert Handys nicht mitzuführen und genau auf Zivilfahnder oder Gruppenfremde zu achten), der kann nichts Gutes im Schilde führen.

  25. … aber die Flüchtlinge dann bitte nicht in unserem Blickfeld unterbringen…

    Die Kommentare offenbaren wieder mal traurig die neurotische deutsche Kleinbürgerseele. So viel Angst vor linken Krawallbrüdern, dabei sind es die von der anderen Seite, die menschenverachtend Leute niederprügeln und ermorden. Aber mit denen macht man es sich dann am Stammtisch gemütlich. Wie können Leute vom privilegiertesten Ende der Welt sich von ‚armen Schweinen‘ wie Asylsuchenden derart ausgenommen und bedroht fühlen? Sie wähnen sich nicht rassistisch und stellen alle Ausländer unter Generalverdacht, asozial und kriminell zu sein. Beschämend. Keiner der da unterschrieben hat, braucht sich zu wundern wenn er in eine Ecke mit der NPD gestellt wird.

    Konstruktiv mit dem Flüchtlingsproblem umgehen ginge anders. Da müsste man sich vielleicht erstmal mit ihnen zusammen in einen Raum setzen und reden, und merken dass es auch nur ganz normale Menschen sind. Aber ich sehe auch politisches Versagen. Warum nicht eine Unterkunft in Plagwitz oder Connewitz, wo die Leute nicht mit meterdicken Brettern vorm Kopf rumlaufen? Rackwitz: Brech.

  26. An meinen Vorredner! Ja, es besteht die Angst vor linken Krawallbrüdern! Die NPD (die wir in Rackwitz auch nicht wollen) steht am Sonnabend mit 15 an ihren Stand, das interessiert kein Schwein! Da geht auch niemand hin, die würden nach zwei Stunden wieder abrücken und alle hätten ihre Ruhe! Was macht aber der Linke Pöbel? Ruft zu ner Demo auf! Ihr macht doch alles nur viel schlimmer! Ich hab keine Angst vor der NPD und ihrem Wahlkampf-Stand! Da geh ich nicht hin das will ich nicht hören! Aber eure Demo geht ja durchs Dorf! Ich wohne leider genau an der Strecke, euch muss ich sehen und euch muss ich auch hören! Das ist das schlimme an euch, diese penetrante Art, jedem EURE Meinung und Sicht der Dinge einzutrichtern! Ihr seid nicht besser als Faschisten! Allen vorran Frau Nagel, sie war hier die erste die inoffiziell zur Demo aufgerufen hat! Wie wärs denn gewesen mal den Kontakt zu unserem Bürgermeister zu suchen? Sie sind doch Politikerin! Oder ist das auch ein Nazi, weil er in Rackwitz wohnt? Ihrer Meinung nach bestimmt der Obernazi, denn er regiert ja die ganzen Nazis in Rackwitz! So kleinkariert wie ihr kann kein anderer denken! Seht zu das ihr nach der Demo so schnell als möglich wieder verschwindet aus unserer Gemeinde!

  27. @ „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“

    welch sinnfreier Beitrag

    Worum es eigentlich geht ist nach allem Kommentaren schon nicht mehr zu erkennen.

    Die „neurotische deutsche Kleinbürgerseele“
    war in erster Line nur darüber erzürnt wie mit der Demokratie und der Informationsweitergabe umgeganngen wird.
    Ohne Mitsprache und Informationen sollen wir vor vollendeten tatsachen gestellt werden.

    „So viel Angst vor linken Krawallbrüdern, dabei sind es die von der anderen Seite, die menschenverachtend Leute niederprügeln und ermorden.“

    Prima das man einsieht das es Krawallbrüder sind.
    Wer soll die andere Seite sein?

    Denn hier wird die „andere Seite“ anscheinend auch unter „Generalverdacht“ gestellt und das sie nur eins tun: „niederprügeln und ermorden“.
    Ohne darüber nach

    dabei lese ich das genauso herraus : “ traurig die neurotische deutsche Kleinbürgerseele.“
    Viel anderst scheinst auch du über gewisse Leute nicht zu denken.

    „Konstruktiv mit dem Flüchtlingsproblem umgehen ginge anders. Da müsste man sich vielleicht erstmal mit ihnen zusammen in einen Raum setzen und reden, und merken dass es auch nur ganz normale Menschen sind.“

    Richtig, vielleicht sollte man erst einmal mit dem Mitbrügern einer Gemeinde reden und sie fragen wie man solche Projekte angehen kann.
    Wie die Gemeinde etwas dazu beitragen kann, anderen zu helfen.
    Sollte man nicht mit uns anfangen.
    Uns zu Fragen und zu Beraten und nicht die Leute hierher brignen und dann zu überlegen wie man Ihnen helfen kann?

    Dem einzigen Punkte den ich voll und ganz akzeptiere ist „Aber ich sehe auch politisches Versagen.“

  28. Wie traurig, Frau Nagel! Ein sachkritischer Beitrag wird hier vom Moderator nicht zugelassen! Hab wohl einen Wunden Punkt erwischt?

  29. He Leute, worum geht es hier? Da sollen „120“ Asylbewerber in einem Dörfchen untergebracht werden das gerade mal 1500 Einwohner zählt(Ortsteile ausgenommen) . Aldi-Nord,Lidl und Deichmann(angeblich da) suche ich seit 10 Jahren vergeblich. Das beste Hotel am Platz wird zum Betreuten Wohnen umgebaut. Ich stimme Frau Nagel in Ihrem Brief über das Asylantenheim in Leipzig voll zu. Wieso hat Sie Ihre Aussagen in dem Artikel über Rackwitz wieder vergessen? Wir haben Bewohner ausländischer Herkunft in Rackwitz. Mir ist bis jetzt noch kein Fall von Fremdenfeindlichkeit zu Ohren gekommen. Und genau vor diesem Theater am Samstag haben wir gewarnt. Kommt nur alle. Das wird lustig.

  30. Was mich am meisten stört, Frau Nagel und ihr Anhang macht doch damit beste Werbung für die npd. Die hätten ihren Infostand aufgebaut und kein Schwein wäre hingegangen. Aber nun werden die interessant. Wenn so viele Ortsunabhängige wegen denen erscheinen und dann eventuell der Ort hinterher aussieht wie Sau (weiter will ich mal nicht ausführen) kann sich die npd nur freuen. Ich gratuliere Frau Nagel schon mal im voraus für die gelungene Aktion.

  31. Ist das schlecht! Sowas nett sich Politikerin. Wohl eher Möchtegern-Politikerin! Erst sagt diese Frau N., dass wir rackwitzer alle nazis sind und jetzt weiß sie nichts mehr davon! Der NPD stand würde ganz in Ruhe da stehen j d niemand aus Rackwitz würde sich drum kümmern, aber nein! Das ist ja von den linken nicht akzeptiert. Die wollen Krawall machen und Unruhe stiften!
    Und nur weil man sich gegen das asylheim ausspricht, muss es nicht gleich heißen, dass man rechtsradikal ist!!!!!
    Frau N. Ist in der Politik unbrauchbar!

  32. Schlecht sind tatsächlich fast ausnahmslos alle Kommentare an dieser Stelle. Wo ist denn das emphatische Statement für die Situation Asylsuchender?
    Dass diese in Deutschland an langwieriges Asylverfahren durchlaufen müssen, in Massenunterkünfte gepfercht werden, sich nur begrenzt bewegen dürfen und zumeist einem Arbeitsverbot unterliegen .. das ist ihnen fast allen doch vollkommen egal, oder?
    Es ist die CDU-geführte Landesregierung, die verhindert, dass Flüchtlinge prinzipiell in eigenen Wohnungen leben dürfen. Wenden Sie sich mit ihren Beschwerden doch an diese, wenn es ihnen wirklich darum geht.
    Denn selbstverständlich geht es (mir) mit dem Statement zur Situation bzw Diskussion in Rackwitz nicht darum das geplante Lager zu verteidigen. Dieser vermeintliche Winkelzug ist so langweilig. Es geht darum, dass hier rassistische Stereotype in einer ummöglichen und beängstigenden Art und Weise vorgetragen wurden und werden. Dass nicht nach Lösungen gesucht wird, die die Situation der Flüchtlinge berücksichtigen (wie es von den beiden Gemeinderäten getan wurde!, das respektiere ich außerordentlich), sondern dass alles niedergebrüllt wird.
    Und ja, ich finde die Vorurteile, die sich zusammenballen, wenn es zum Bsp. um eine solche Unterkunft für Asylsuchende in der eigenen Nachbarschaft geht, genauso beängstigend wie die NPD mit ihren klar rassistischen Parolen und der Gewalt, die oft daraus folgt. Denn diese ganz alltäglichen Denkweisen sind viel breiter getragen als eine klar formulierte rechte Ideologie.
    Ich finde es zudem erstaunlich wie einfach sie es sich machen und mich quasi als Strippenzieherin für alle möglichen Vorgänge stilisieren. Allein das zeugt von einem sehr einfachen Weltbild. Aber ich kann klar sagen, dass es viele Menschen gibt, die die Stimmung in ihrer kleinen Stadt als bedrohlich – für Asylsuchende – empfinden. Menschen, die ich nicht steuere. Deren Sorge und Interventionswillen ich allerdings schätze. Denn die interessieren sich im Gegensatz zu vielen anderen für diese Gesellschaft und nicht nur für den eigenen Vorgarten.
    Und: auch wenn das nicht in ihre Wahrheit der Welt passt. Ich habe am Samstag garantiert nicht die Gemeinde Rackwitz betreten oder angefahren. Sorri, dass ich ihnen hier Wahrnehmungsfähigkeit absprechen muss. Aber haben Sie sich eigentlich auch so echauffiert, als Ober-Nazi Maik Scheffler die geplante Massenunterkunft inspiziert hat?
    Soweit.

  33. Das ist es ja was wir erreichen wollen, die dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden! Sie sollen ja gerade nicht in das marode Lehrlingswohnheim in Rackwitz eingepfercht werden! Gegen eine Unterbringung in Wohnungen in Rackwitz hat ja keiner was! Aber diese ernstgemeinten Vorschläge werden hier ja nicht akzeptiert, man wird ja trotzdem als Nazi hingestellt! Auch die Linke Seite sollte sich mal genau erkundigen!!! Gerne lade ich sie, Frau Nagel, zu einem Aufklärungsgespräch nach Rackwitz ein!!!

  34. So eine überhebliche und freche Möchtegern-Politikerin braucht hier keiner und muss nicht eingeladen werden. Solche kommen eh lieber ohne Einladung. Und absprechen lassen wir uns schon lange nix von der. Und wer hier einfach gestrickt ist und ein entrücktes Weltbild hat das kann ich an ihren Kommentaren lesen. Lösungen kann sie keine anbieten sondern nur dumme Parolen hetzen

  35. Köstlich (und sehr entlarvend), diese Kommentare hier! Der erste Kommentator („Sebastian Berger“) hat mit seinem „einzigeunern“ ja schon mal ordentlich vorgelegt. Bezeichnend, dass sich von all den anderen empörten Rackwitzer_innen niemand an so einem Ausdruck zu stören scheint (und Wahren-Falk selbstverständlich auch nicht) .

    Wahrscheinlich ist es ihnen gar nicht bewusst, aber mit den ganzen dumm-dreisten, wutschnaubenden und empathielosen Äußerungen hier schaden sie dem Bild von Rackwitz mehr als es Jule mit ihrem Blogbeitrag allein je könnte. Herzlichen Glückwunsch dazu! (Oder sind das alles nur geschickte Fakes von fiesen Linken, um Rackwitz in ein schlechtes Licht zu rücken? Aber nö, die akustischen Eindrücke von der öffentlichen Gemeinderatssitzung//Bürgerversammlung Ende August in der Turnhalle klingen ähnlich mobartig: http://www.youtube.com/watch?v=qOFg1t-wXLQ)

    Die mehrfachen Hinweise darauf, dass der NPD-Stand am Sonnabend ja keine Beachtung finden würde („würde ganz in Ruhe da stehen j d niemand aus Rackwitz würde sich drum kümmern“), wenn nicht die bösen Linkenm mit ihrer Demo darauf reagieren würden, ist auch sehr entlarvend: Es stört sich demnach in Rackwitz also niemand an derartiger Nazi-Propaganda? Tja, alles muss man selber machen.

    Hier ein pragmatischer Vorschlag zur Güte (am Beispiel von Berlin-Hellersdorf, aber sicher im kleinen Rahmen auf Rackwitz zu übertragen): http://www.freie-radios.net/58335

    Und etwas weniger polemisch noch dieser Aufruf: http://solidaritaet-statt-rassismus.kritnet.org

  36. @Moi
    Du willst es anscheinend nicht verstehen! Ja es interessiert sich niemand für den NPD Stand! Warum? Weil es doch genau das ist was Parteien in der Situation wollen, Aufmerksamkeit! Die bekommen sie von Rackwitzern nicht! Wenn das ein Infostand Der Linken wäre, würde das auch keinen interessieren! Wenn die da nunmal ne Kundgebung anmelden kann das doch eh keiner verbieten! Mit Desinteresse kann man aber Strafen! Je mehr Antifa am Sonnabend nach Rackwitz pilgert umso mehr freut sich die NPD für die große Aufmerksamkeit die ihrem Stand zu Teil wird!

  37. Es ist schon witzig, dass insbesondere diejenigen welche die Welt als bunt und vielfältig beschreiben sobald es um „Ausländer, Migranten, Flüchtlinge“ geht nur noch die Zustände Schwarz und Weiß kennen. Nach dem Motto „Du bist nicht dafür, also bist Du ein Nazi!“.

    Die Formulierungen welche in diesem Zusammenhang benutzt werden sind sicherlich nicht alle akzeptabel. Nur besteht unsere Gesellschaft nicht nur aus Links Denkenden Menschen. Aus welchem Grund wird, sobald es um ein Flüchtlingsheim geht, linkes Denken voraus gesetzt? Toleranz und Empathie ist sicherlich etwas was universell verlangt werden kann. Dieser Anspruch sollte aber nicht nur gegenüber den Asylsuchenden, Migranten oder Ausländer gelten. Auch die Anwohner haben diese Toleranz und Empathie verdient.

    Was Sie als Winkelzug bezeichnen ist tatsächlich ernst gemeint. Sie befürworten die Deportation von über 120 Menschen nach Rackwitz. Die Forderung, keine Einrichtung größer 50 Personen, ist doch sicherlich auch für Rackwitz zutreffend?

    Meines Erachten wären die Sorgen geringer, wenn sich die Asylsuchenden bei der Wahl des Wohnortes beteiligen könnten. Auch wäre es hilfreich, wenn im Vorfeld definiert würde welche Einrichtung für welche Gruppe geeignet ist. Wenn im Umfeld Familien mit Kindern leben, würde es sich anbieten dort auch Familien mit Kindern unterzubringen. Allein stehende Männer fühlen sich evtl. in einem Urbaneren Umfeld wohler und haben evtl. auch mit einer größeren Unterkunft weniger Probleme. Da wäre Connewitz prädestiniert.

    Auch wäre es Offen und Fair gegenüber den Anwohnern, wenn im Vorfeld geklärt wird was passiert wenn, wider Erwarten, sich die Befürchtungen der Anwohner bewahrheiten. Da dieser Fall ja nicht eintreten wird, besteht doch darin überhaupt kein Risiko. So lange hier keine Regeln bestehen, wird man solchen Projekten skeptisch gegenüber stehen.

  38. Da Fr. Nagel uns ja jetzt vorwirft nichts gegen Herrn Scheffler zu unternehmen und nur gegen sie zu hetzen, versuche ich mal die Gründe dafür zu suchen.
    Vorneweg sei erwähnt, dass ich M. Scheffler nicht persönlich kenne (und mir deshalb auch nicht anmaße ihn als Ober… zu bezeichnen) und auch kein Wähler seiner Partei bin-genau die meisten Deutschen, sonst hätte die NPD wohl bessere Wahlergebnisse?
    Erstens war er wohl hier um sich über die Umstände zu informieren bevor er den Mund aufmacht. Und er tat dies nicht heimlich und konspirativ.
    Zweitens hat er weder das Dorf (ja, wir sind ein Dorf und keine Stadt) noch die Bürgen als rassistisch, kleingeistig, wahrnehmungsgestört, brüllenden Mob et. verunglimpft.
    Drittens will er einen kleinen Parteistand am Konsum aufstellen (logisch im Wahljahr, das hat die SPD gestern auch getan) und rennt nicht wie ein Irrer durch die Gegend und mobilisiert hunderte von Chaoten hierher zu kommen um Leute zu bepöbeln, zu randalieren oder sonstwas zu veranstalten. Dafür wird er wohl keine Preise bekommen, was ihm wahrscheinlich egal ist (im Gegensatz zu anderen). Und Fr. Nagel lässt seine Aktionen durch ihre Vorstellung von Wahlkampf auch noch gut aussehen. Vielleicht verleiht ihr die NPD ja dafür einen Preis, die sammelt sie doch so gerne ;-) !
    und zum Thema CDU sei gesagt: warum sind sie wohl so erfolgreich als Partei? Vielleicht auch wegen ihrer Ausländerpolitik? Was in rot regierten und überfremdeten Städten abgeht, steht ja täglich in der Zeitung. Also Weihnachten am liebsten abzuschaffen käme der CDU (Christlich-Soziale-Union) nie in den Sinn, wohl aber einer SED-und PDS-Nachfolgepartei.

  39. Achso, bevor wieder Erbsen gezählt werden: Christlich-Demokratische-Union natürlich. Von diesen Werten sind die Extremen Parteien leider meilenwert entfernt.

  40. liebe Frau Nagel, wir links denkenden Rackwitzer sehen Ihr kommen als kontraproduktiv. Dorf ist anders als Stadt. Wir Rackwitzer werden die NPD ignorieren, nach der Devise: stellt euch vor die NPD ist da und keiner geht hin. Ihr erscheinen mit der Demo wird den ewig gestrigen nur in die Hände spielen mit „die linken haben den Krach gemacht“. Unterstützen sie uns indem sie nicht demonstrieren.

  41. LVZ DZ/ EIL, 11.9.2013

    Asylbewerberheim – Rackwitzer Gemeinderäte suchen Dialog
    Landrat trifft sich mit Abgeordneten / NPD und Antifa melden Veranstaltungen für Sonnabend an

    Rackwitz. Die Gemeinde Rackwitz soll Asylbewerber aufnehmen. Das ehemalige Lehrlingswohnheim ist im Gespräch, die Stimmung im Ort aufgebracht. Die Einwohner fordern Informationen, der Gemeinderat Mitbestimmung. Die NPD kündigt für Sonnabend einen Info-Stand an, die Antifa einen Aufmarsch. Montagabend saßen die Gemeinderäte mit Landrat Michael Czupalla (CDU) und Dezernentin Angelika Stoye zusammen. Danach stand fest, dass noch nichts fest steht. Das Thema ist vorerst von der Tagesordnung im Kreistag (25. September), weil der potenzielle Heimbetreiber noch keinen Bauantrag eingereicht hat.
    Von Frank Pfütze
    Bürgermeister Manfred Freigang (Unabhängige Wählervereinigung) – steht wegen seiner Zurückhaltung in der Kritik – lobte die Zusammenkunft als zufriedenstellend, es sei sachlich informiert worden. „Ich sehe das akute Betreiben des Lehrlingswohnheimes als vorerst vom Tisch. Der Betreiber hat bisher noch keinen Bauantrag eingereicht.“ Zu den Vorwürfen gegenüber seiner Person sagte er: „Ich habe mich absolut korrekt verhalten.“
    Freigang hatte seinen Gemeinderat erst informiert, als bereits 300 Rackwitzer am 29. August vor dem Rathaus gegen das Heim demonstrierten (wir berichteten). Die Rackwitzer Gemeinderäte Olaf Uhlmann (Unabhängige Wählervereinigung) und Dietmar Schenk (Rackwitzer Bürgerschaft) haben danach einen offenen Brief an Landrat Michael Czupalla und Bürgermeister Manfred Freigang geschrieben und das Treffen am Montagabend angeschoben. Sie wollen „Vertrauen wiederherstellen“. Ziel eines breiten Dialoges ist es, „eine begrenzte Anzahl asylsuchender Menschen in Rackwitz aufzunehmen und ihnen für die Dauer ihres Asylverfahrens Unterkunft, Integration und Akzeptanz durch die Rackwitzer Bürger entgegenzubringen“.
    Aus Sicht von Schenk hat der Landrat am Montag erfolgreich um Vertrauen geworben. Er fasste gestern zusammen: „Kein Bauantrag, keine Vergabe, keine Vorlage. Sollte sich an diesem Stand etwas ändern, wird der Landrat mit uns Gemeinderäten sprechen. Die Menschen in Rackwitz sollen wissen, dass wir Gemeinderäte etwas unternehmen und für sie da sind. Dazu gehört auch, dass wir uns um dieses Problem kümmern.“ Mitstreiter Uhlmann ist zufrieden, dass die Gemeinderäte zukünftig bei allen Entscheidungen einbezogen werden.
    Landrat Czupalla sagte gestern auf Anfrage: „Die Rackwitzer Gemeinderäte haben um eine Gesprächsrunde gebeten, die habe ich kurzfristig ermöglicht und durchgeführt. Wir sind auf dem Weg, gemeinsam Lösungen zu finden. Es wird weitere Gespräche mit dem Gemeinderat und mir geben.“ Zum gleichen Thema hat sich Czupalla gestern mit Vertretern der beiden großen Kirchen des Landkreises, Pfarrer Michael Poschlod und Superintendent Mathias Imbusch, getroffen und „konstruktiv diskutiert“.
    Zum Thema „Die Geister, die ich rief“ steht inzwischen fest, dass die NPD am Sonnabend von 13 bis 17 Uhr einen Info-Stand in der Hauptstraße im Bereich Konsum in Vorbereitung auf die Bundestagswahlen angemeldet hat. Die Antirassistische Initiative Leipzig hat einen Aufzug unter dem Motto „Gegen jeden Rassismus“, von 10 bis 17 Uhr, beantragt. Der soll am Bahnhof starten. „Wir führen morgen ein Kooperationsgespräch mit den Verantwortlichen der Veranstaltungen, dem Bürgermeister und der Polizei durch. Beide Maßnahmen sollen möglichst voneinander getrennt ablaufen. Wir erwarten von den Anmeldern, dass sie sich an die Auflagen halten. Die Polizei ist am Sonnabend in Rackwitz vor Ort“, so Dezernentin Angelika Stoye.
    Was am Sonnabend passieren wird, könne niemand vorhersagen, so Bürgermeister Freigang. In Rackwitz wird auch dieser Tag heiß diskutiert. „Wir sollten es tunlichst vermeiden, Extremisten eine Plattformen zu bieten und zu deren Veranstaltungen zu gehen, dazu möchte ich aufrufen. Ich denke, es wird auch klug sein, die Autos in Sicherheit zu bringen“, so Freigang gestern auf Anfrage.

  42. zitat.dass die NPD am Sonnabend von 13 bis 17 Uhr einen Info-Stand in der Hauptstraße im Bereich Konsum zitat ende

    na das passt ja direkt am sozialen Brennpunkt in rackwitz…..

  43. Wenn man sich als Gegner vom Asylheim ausspricht, hat dies rein gar nichts mit „rechtsradikal“ zu tun. Wir Rackwitzer müssen in irgendeiner Art und Weise Stellung beziehen und es kann nicht sein, dass man dieses Heim unmittelbar in der Nähe der Schule und des Kindergartens errichtet. Dies hat zur Folge, dass alle Eltern in Rackwitz ihre Kinder nicht mehr allein und unbeaufsichtigt lassen können. Immer wieder wird man von Angst begleitet, dass dem Kind etwas zu stossen könnte. Ich als Mutter habe genauso wenig Verständnis für solch eine Errichtung. Ich kann zukünftig, sofern dieses Heim errichtet wird, meine Kinder nicht mehr allein zur Schule gehen lassen. Ich finde es auch frech, zu behaupten, dass Rackwitz rechtsradikal sei, nur weil man sich gegen dieses Heim ausspricht. Dieser Artikel zeigt sehr schön die Gewaltbereitschaft der Migranten in Deutschland:
    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/09/05/pressesperre-migranten-vergewaltigen-deutsche-madchen/
    Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört, Frau Nagel????
    Wir können unsere Meinung frei äußern und müssen uns von IHNEN nicht sagen lassen, dass wir rechtsradikal sind.

  44. LVZ Delitzsch Eilenburg 11.09.2013, S. 29

    Kommentar
    Die Geister, die ich rief

    Von Frank Pfütze

    Rackwitz hat kein rechtes oder linkes Problem. Rackwitz hat vielmehr ein Problem mit Rechten und Linken, die das Thema Asylbewerber für sich missbrauchen. Rackwitz braucht keine linken oder rechten Extremisten, die nun wissen wollen, was gut für den Ort ist und was nicht und die am Sonnabend vermutlich aufeinander losgehen.
    Wenn ein Großteil der Rackwitzer die Lehrlingsheim-Lösung ablehnt, sollte der Bürgermeister für seine Bürger da sein und auch seine Räte viel eher einbeziehen. 1200 Unterschriften sind ein deutliches Zeichen. Die Unterzeichner sind Rackwitzer und keine Nazis! Und deren Wille sollte Gewicht haben, sonst dominieren der braune und rote Abschaum und der Mob auch zukünftig die Nachrichten im Ort bei diesem brisanten Thema. Bürgermeister Manfred Freigang hat zu spät reagiert, zu lange abgewartet und damit viel Vertrauen, Verständnis und Akzeptanz verspielt.
    Auch Rackwitz muss und sollte eine Figur machen, wenn es darum geht, humane Hilfe zu leisten und Menschen in Not ein Asyl zu gewähren. Wo? Wie? Wie viele? Diese und alle weiteren Fragen können nur im Konsens beantwortet werden. Zeitnah und transparent.
    Ob Kundgebung oder Aufmarsch: Wenn die NPD und die Antifa etwas für Rackwitz tun wollen – was sie vorzu-gaukeln versuchen – dann bleiben sie dem Ort am besten fern, den sie auf der Landkarte erst suchen mussten. Rackwitzer Gemeinderäte haben die Initiative übernommen, sind auf einem guten Weg, akzeptable Lösungen mit herbeizuführen.
    @f.pfuetze@lvz.de

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