Auch Luans Familie muss bleiben!

Im Februar 2017 engagierten sich SchülerInnen des Max-Klinger-Gymnasiums in Leipzig-Grünau dafür, dass ihr Mitschüler Luan in Deutschland bleiben darf. Nun droht Luans Eltern und den drei Geschwistern die Abschiebung. Mein Kollege Werner und Kujat fordern ein Bleiberecht auch für die Familie!

Der mit seiner Familie, Mutter, Vater und drei Geschwistern, 2014 aus dem Kosovo geflohene Luan war von einer Abschiebung in den Kosovo bedroht. Für die Forderung nach einem Bleiberecht für den Schüler gab es eine breite gesellschaftliche Unterstützung. Schließlich sprach sich die sächsische Härtefallkommission im Mai 2017 für ein Bleiberecht aus.

Nun droht Luans Eltern und den drei Geschwistern die Abschiebung. Ein Antrag auf Erteilung einer humanitären Aufenthaltserlaubnis wurde abgelehnt. Dabei sprechen viele Gründe dafür. Unter anderem der schlechte gesundheitliche Zustand der Mutter Dijana Zejneli. Die sozialen Probleme und die mangelnde und teure Gesundheitsversorgung im Kosovo sind enorm. Die beiden jüngeren Geschwister von Luan gehen hier in Leipzig zur Schule. Im Kosovo hätten sie vermutlich keine Chance mehr auf eine gute (Aus)Bildung.

Wir meinen: Abschiebungen sind immer ungerecht. In diesem Fall wären sie unverantwortlich, denn die Abschiebung der Familie von Luan würde nichts anderes als eine Familientrennung bedeuten. Wir appellieren an die Verantwortlichen: Lassen Sie zu, dass die Familie von Luan sich hier ein neues, sicheres Leben aufbauen kann.

Nach Auskünften der UnterstützerInnen von Luan wurde dieser Tage ein Antrag an die sächsische Härtefallkommission für ein Bleiberecht für die Familie Zejneli gerichtet. Wir unterstützen die begleitende Petition „Auch Luans Eltern sollen bleiben!“ www.petitionen24.com/auch_luans_eltern_sollen_bleiben und werben um bereite Unterstützung.

PM Fraktion DIE LINKE im Stadtrat zu Leipzig, 8. Januar 2017

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