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	<title>Anfragen &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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	<title>Anfragen &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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		<title>Nicht nur in Hainichen und Crimmitschau rächt sich Privatisierung – den Kommunen helfen, Wohnungen zurückzukaufen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 18:22:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sowohl die 2008 privatisierte Hainichener Wohnungsgesellschaft ist insolvent, dasselbe gilt für die im Jahr 2016 an ein Jenaer Unternehmensgeflecht verkaufte&#160;Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft CWG. Betroffen sind in Hainichen 800 und in Crimmitschau sogar mehr als tausend Wohnungen. Betroffen sind auch Wohnungsbestände in Brandenburg und Thüringen. Das Jenaer Unternehmen hatte als Lekova 26 oder SIVG GmbH auch in &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/nicht-nur-in-hainichen-und-crimmitschau-raecht-sich-privatisierung-den-kommunen-helfen-wohnungen-zurueckzukaufen-18-02-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nicht nur in Hainichen und Crimmitschau rächt sich Privatisierung – den Kommunen helfen, Wohnungen zurückzukaufen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-21541" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg" alt="" width="300" height="151" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg 680w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Sowohl die 2008 privatisierte Hainichener Wohnungsgesellschaft <a href="https://www.freiepresse.de/mittelsachsen/mittweida/hainichen-grossvermieter-kann-nicht-mehr-zahlen-und-hat-schulden-artikel13896185">ist insolvent</a>, dasselbe gilt für die im Jahr 2016 an ein Jenaer Unternehmensgeflecht verkaufte&nbsp;<a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/zwickau/insolvenz-crimmitschau-wohnunsggesellschaft-100.html">Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft CWG</a>. Betroffen sind in Hainichen 800 und in Crimmitschau sogar mehr als tausend Wohnungen. Betroffen sind auch Wohnungsbestände in Brandenburg und Thüringen. Das Jenaer Unternehmen hatte als Lekova 26 oder SIVG GmbH auch in Klingenthal (Vogtland) und Königswartha (Bautzen) kommunale Bestände aufgekauft. In beiden Fällen ging die Hausverwaltung zügig an die Firma „Sahr Immobilien“ aus Glauchau über. Mein Statement:<span id="more-25401"></span></p>
<p>„Die Leidtragenden jeder Privatisierung sind auch auf lange Sicht die Mieterinnen und Mieter. Die privaten Neueigentümer wollen vor allem Geld abschöpfen. Sanierung und Instandhaltung wurden verschleppt, die Vermieter sind oft nicht erreichbar, stets droht die Kappung der Wärme- und Wasserversorgung.</p>
<p>Die Landesregierung muss es den Kommunen oder deren Unternehmen ermöglichen, Wohnungsbestände zurückzukaufen! Das wäre mit einem Rekommunalisierungs- und Stützungsfonds möglich, der auch staatlichen Wohnungsunternehmen im Krisenfall hilft. Wegen der Finanznot und der Altschulden aus der Zeit nach 1990 stehen viele kommunale, aber auch genossenschaftliche Anbieter unter großem finanziellem Druck.“</p>
<p><strong>Caren Lay, Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag für Mieten- und Wohnungspolitik</strong>, fügt hinzu:</p>
<p>„Der anhaltende Ausverkauf öffentlicher Immobilien ist ein Fehler und muss dringend gestoppt werden. Es ist an der Zeit, Rückkäufe durch Kommunen zu unterstützen, auf Bundesebene zum Beispiel durch einen Altschuldenerlass für kommunale Wohnungsunternehmen. Und, wo nötig, große Immobilienkonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen zu enteignen.“</p>
<p>Juliane Nagel erklärt abschließend: „Obwohl der Verkauf von Wohnungen oder Unternehmensanteilen kurzfristige Entspannung verspricht, ist er der falsche Weg. Die Kommunen verlieren so wichtige Steuerungsmöglichkeiten, zulasten der Miethaushalte. Das zeigen die aktuellen Beispiele deutlich. Wohnraum gehört in öffentliche oder gemeinwohlorientierte Hand. Dafür streitet die Linke grundsätzlich. Die Situation in Crimmitschau und Hainichen ist Anlass genug, jetzt Lösungen auf den Weg zu bringen! Sehr wichtig wäre es freilich, dass kommunale Käufer keine Grunderwerbsteuer zahlen müssen. Das würde es auch Nachbarstädten oder -gemeinden ermöglichen, Unternehmen oder Bestände zu retten. Ich habe dazu bei der Regierung nachgefragt, sie muss bis zum 23. März antworten (Drucksache 8/5987).“</p>
<p>Pm 18.2.206</p>
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		<title>Ausgangsbeschränkungen: Auch in einer angespannten Situation müssen Entscheidungen transparent und rechtskonform getroffen werden</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/ausgangsbeschraenkungen-auch-in-einer-angespannten-situation-muessen-entscheidungen-transparent-und-rechtskonform-getroffen-werden-27-03-2020/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2020 08:20:32 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Wohnungslosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 22. März 2020 erließ das Sächsische Ministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Allgemeinverfügung (Az. 15-5422/10), die weitreichende Eingriffe in die Bewegungsfreiheit von Menschen (Ausgangsbeschränkungen) umfasst. Am 20. März 2020 war der Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Sächsischen Zeitung und weiteren Medien noch zitiert worden: „Eine Ausgangssperre will niemand, da sie das Leben massiv &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/ausgangsbeschraenkungen-auch-in-einer-angespannten-situation-muessen-entscheidungen-transparent-und-rechtskonform-getroffen-werden-27-03-2020/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ausgangsbeschränkungen: Auch in einer angespannten Situation müssen Entscheidungen transparent und rechtskonform getroffen werden“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22. März 2020 erließ das Sächsische Ministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Allgemeinverfügung (Az. 15-5422/10), die weitreichende Eingriffe in die Bewegungsfreiheit von Menschen (Ausgangsbeschränkungen) umfasst.<br />
Am 20. März 2020 war der Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Sächsischen Zeitung und weiteren Medien noch zitiert worden: „Eine Ausgangssperre will niemand, da sie das Leben massiv einschränken würde. Deshalb setzen wir auf die laufenden Maßnahmen und schauen, ob diese in den nächsten 14 Tagen auch die erhoffte Wirkung zeigen“.</p>
<p>Zwar wurde zwei Tage keine Ausgangssperre beschlossen, wohl aber weit reichende Ausgangsbeschränkungen. Den Erlass der Allgemeinverfügung begründete Innenminister Roland Wöller <a href="https://www.mdr.de/sachsen/politik/corona-neue-allgemeinverfuegung-sachsen-100.html">auf der Pressekonferenz</a> damit, dass sich trotz der bereits bestehenden Allgemeinverfügungen „noch immer viele, ich sage zu viele Menschen im öffentlichen Raum“ träfen.</p>
<p>Ich  habe eine Kleine Anfrage eingereicht (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2081&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drs 6/ 2081</a>) , mit der ich nach der Erforderlichkeit der geltenden Allgemeinverfügung frage: <span id="more-20945"></span></p>
<p>Der Erlass von Ausgangsbeschränkungen ist mindestens fragwürdig. Es darf bezweifelt werden, dass es überhaupt ausreichend Daten gab und gibt, die diesen Schritt auch legitimieren.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass der Plan zur Verschärfung der geltenden Regelungen bereits Tage vor dem eigentlichen Erlass getroffen war und aktuelle Entwicklungen überhaupt nichts zur Entscheidung beigetragen haben. Die Unterstellung des Innenministers Roland Wöller jedenfalls, dass noch zu viele Menschen sich im öffentlichen Raum treffen würden, reicht jedenfalls nicht für einen solch tiefgreifenden Eingriff in die Grundrechte. Jurist*innen bezweifeln zudem, dass das noch geltende Infektionsschutzgesetz, das Grundlage auch für die Allgemeinverfügung in Sachsen ist, ausreicht um pauschale Kontaktverbote zu erlassen (vgl. hier: <a href="https://verfassungsblog.de/corona-in-karlsruhe/">https://verfassungsblog.de/corona-in-karlsruhe/</a>). Nicht zuletzt muss gefragt werden, warum der Freistaat Sachsen in Abgrenzung zu den Empfehlungen des Bundes striktere Regelungen erlassen hat.</p>
<p>Dem Eingriff in die Grundrechte kritisch gegenüberzustehen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass die von den Mediziner*innen empfohlenen Maßnahmen des social distancing und Hygienevorkehrungen nicht wichtig und richtig wären. Die Frage ist immer wie man zum Ziel gelangt.</p>
<p>Ich erwarte von der Staatsregierung fundierte Antworten auf meine Fragen. Gerade angesichts der unbestimmten Formulierungen in der Allgemeinverfügung und dem restriktiven und zum Teil widersprüchlichen Handeln der Polizei bei der Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen sind Transparent und Klärung erforderlich. In Leipzig-Reudnitz beschallte die Leipziger Polizei beispielsweise am 25. März 2020 den Lene-Voigt-Park und forderte Menschen auf weiter zu gehen und sich nicht auf Bänken niederzulassen (<a href="https://twitter.com/luna_le/status/1242891651464548352">https://twitter.com/luna_le/status/1242891651464548352</a>). Dies ist von der Allgemeinverfügung nicht gedeckt. Denn auch Bewegung und sportliche Betätigung erfordern eine Pause, insbesondere für ältere und beeinträchtigte Menschen.</p>
<p>Gänzlich ungeklärt ist zudem welche Auswirkungen die Allgemeinverfügung auf die Menschen hat, die keine „häusliche Unterkunft“ haben. Dies können neben Wohnungslosen auch Menschen sein, die ihre Wohnung aufgrund häuslicher Gewalt verlassen müssen oder Haftentlassene, die keine Wohnung haben.</p>
<p><em>PM 27.3.2020</em></p>
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		<title>Unzureichende Gesundheitsversorgung in Sachsens Gefängnissen – keine gute Bilanz für Ex-Justizminister Gemkow</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 14:12:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Kleinen Anfragen (Drucksachen 7/577, 7/728, 7/729, 7/730, 7/731, 7/778 und 6/10377) hat sich die LINKEN-Abgeordnete Juliane Nagel mit der Gesundheitsversorgung im Strafvollzug beschäftigt. Es geht dabei um Gesundheitskosten, Erkrankungen wie Tuberkulose, Hepatitis, HIV, um Ärztinnen und Ärzte sowie um Todesfälle. Die Ergebnisse hat sie mit der Gefangenen-Gewerkschaft ausgewertet. Mein Statement: „Alle Menschen haben das &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/unzureichende-gesundheitsversorgung-in-sachsens-gefaengnissen-keine-gute-bilanz-fuer-ex-justizminister-gemkow-27-02-2020/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Unzureichende Gesundheitsversorgung in Sachsens Gefängnissen – keine gute Bilanz für Ex-Justizminister Gemkow“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/aktionstage-gefängnis.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20867" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/aktionstage-gefängnis-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/aktionstage-gefängnis-300x225.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/aktionstage-gefängnis-768x576.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/aktionstage-gefängnis.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In Kleinen Anfragen (Drucksachen 7/577, 7/728, 7/729, 7/730, 7/731, 7/778 und 6/10377) hat sich die LINKEN-Abgeordnete Juliane Nagel mit der Gesundheitsversorgung im Strafvollzug beschäftigt. Es geht dabei um Gesundheitskosten, Erkrankungen wie Tuberkulose, Hepatitis, HIV, um Ärztinnen und Ärzte sowie um Todesfälle. Die Ergebnisse hat sie <a href="http://www.ggbo.de/sachsen&lt;http://www.ggbo.de/sachsen">mit der Gefangenen-Gewerkschaft ausgewertet</a>. Mein Statement: <span id="more-20865"></span></p>
<p>„Alle Menschen haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit und medizinische Versorgung – auch wenn sie einsitzen. Dem Ex-Justizminister Sebastian Gemkow müssen wir in dieser Hinsicht die Note 6 ausstellen: Die Gesundheitsversorgung im Justizvollzug ist unzureichend. 34 Todesfälle seit 2015, davon 18 Suizide und zwölf krankheitsbedingt, sind 34 zu viel.</p>
<p>Im Justizvollzug gilt das Äquivalenzprinzip: Gefangenen steht die gleiche medizinische Versorgung zu wie gesetzlich Krankenversicherten. Dabei dürfte der Behandlungsbedarf hinter Gittern weitaus höher liegen – der Landesrechnungshof Schleswig Holstein konstatiert etwa, dass ,aus den Lebensumständen und der Lebensführung‘ von Gefangenen ,prinzipiell ein höherer Behandlungsbedarf‘ entsteht. Dennoch lagen die durchschnittlichen Gesundheitskosten, die in Sachsen jährlich entstehen, 2019 bei 1.638 Euro pro Gefangenen, während gesetzliche Krankenkassen 2017 pro Kopf 2.887 Euro aufgewendet haben (<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://ggbo.de/gesundheitskosten/">https://ggbo.de/gesundheitskosten/</a>, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.statistik.sachsen.de/download/200_MI-2019/MI-114-2019.pdf">www.statistik.sachsen.de/download/200_MI-2019/MI-114-2019.pdf</a>).</p>
<p>Die Staatsregierung ist über das Auftreten schwerer Erkrankungen in Gefängnissen nicht vollständig im Bilde, selbst aus dem Haftkrankenhaus der JVA Leipzig liegen keine vollständigen Fallzahlen vor. Betroffenenangaben zufolge wurden selbst schwere Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis und Tuberkulose nicht oder unzureichend behandelt. In der Frauen-JVA Chemnitz führte dies zu einer Tuberkulosewelle, die bis November 2019 anhielt.</p>
<p>Festangestellte Ärztinnen und Ärzte sucht man in der JVA Dresden seit dem 1. April 2019, in der JVA Torgau seit dem 1. Januar 2017 und in der JVA Zeithain seit dem 1. Januar 2016 vergeblich. In der JVA Zeithain kam es im Laufe des Jahres 2019 zu drei Todesfällen, in der JVA Dresden zu zweien. Mindestens zwei Gefangene sollen sich, laut Angaben der Gefangenengewerkschaft GG/BO, in der JVA Zeithain aus Protest den Mund zugenäht haben.</p>
<p>Die Missstände in den Gefängnissen müssen angepackt werden. Dabei könnte sich die Justizministerin Schleswig-Holstein zum Vorbild nehmen: Dort orientiert man sich an den durchschnittlichen Gesundheitskosten pro Kopf und nimmt das Monitoring von Krankheiten ernst.“</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://ggbo.de/sachsen/hiv/">https://ggbo.de/sachsen/hiv/</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://ggbo.de/sachsen/tuberkulose/">https://ggbo.de/sachsen/tuberkulose/</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://ggbo.de/sachsen/hepatitis/">https://ggbo.de/sachsen/hepatitis/</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://ggbo.de/sachsen/aerztinnen-und-aerzte/">https://ggbo.de/sachsen/aerztinnen-und-aerzte/</a></p>
<p>&#8211; Todesfälle in sächsischen Justizvollzugsanstalten in den Jahren 2015, 2016 und 2017 <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=10377&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; Tuberkulose (TBG) im sächsischen Justizvollzug 2019 <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=577&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; Ärztinnen und Arzte im Justizvollzug <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=728&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; Hepatitis im sächsischen Strafvollzug 2019 <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=729&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; HIV im sächsischen Justizvollzug <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=730&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; Vergabeverfahren und Kosten der Arzneimittelversorgung im sächsischen Justizvollzug <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=731&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a><br />
&#8211; Todesfälle im sächsischen Justizvollzug 2017-2019 <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=778&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">download</a></p>
<p><em>PM 27. Februar 2020, Bild: GG/BO</em></p>
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		<title>Vorladung von Medienschaffenden wegen „Ende Gelände“ zeigt fragwürdiges Verhältnis zur Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Feb 2020 13:37:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Massenaktionen von „Ende Gelände“ in den Tagebauen in der Lausitz und im Leipziger Revier liegen zwei Monate zurück. Nun haben Personen und auch Pressevertreterinnen und Pressevertreter polizeiliche Vorladungen erhalten. Ihnen wird Hausfriedensbruch vorgeworfen, also ein Verstoß gegen § 123 Strafgesetzbuch (Tweet von Ende Gelände). Ich war mit meinem Fraktionskollegen Marco Böhme am 30. November &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/vorladung-von-medienschaffenden-wegen-ende-gelaende-zeigt-fragwuerdiges-verhaeltnis-zur-pressefreiheit-05-02-2020/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vorladung von Medienschaffenden wegen „Ende Gelände“ zeigt fragwürdiges Verhältnis zur Pressefreiheit“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20818" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q-300x169.jpeg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q-300x169.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q-1024x575.jpeg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q-768x431.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q-1200x674.jpeg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/02/EKpgxr_X0AAKk8Q.jpeg 1440w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Massenaktionen von „Ende Gelände“ in den Tagebauen in der Lausitz und im Leipziger Revier liegen zwei Monate zurück. Nun haben Personen und auch Pressevertreterinnen und Pressevertreter polizeiliche Vorladungen erhalten. Ihnen wird Hausfriedensbruch vorgeworfen, also ein Verstoß gegen § 123 Strafgesetzbuch (<a href="https://twitter.com/EndeGelaendeLE/status/1223196124200218624">Tweet von Ende Gelände</a>). Ich war mit meinem Fraktionskollegen Marco Böhme am 30. November 2019 als parlamentarische Beobachterin im Leipziger Revier vor Ort. Wir haben eine Kleine Anfrage (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=1597&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drs 7/ 1597</a>) eingereicht und kommentieren:<span id="more-20816"></span></p>
<p>Die Aktion insbesondere im Leipziger Revier war ein starkes Zeichen für ein schnelles Umsteuern bei der Klimapolitik. Über 1.500 Menschen übten am 30. November 2019 im Tagebau Vereinigtes Schleenhain und parallel weitere Tausende in der Oberlausitz zivilen Ungehorsam gegen eine falsche Klimapolitik. Diese Aktionen wurden auch von Pressevertreterinnen und -vertretern begleitet, die aus der Grube berichteten und beispielsweise auch unverhältnismäßiges Agieren der Polizei dokumentierten. Wir als parlamentarische Beobachterinnen bzw. -beobachter unterstützten zudem Verhandlungen der Protestierenden mit der Polizei.</p>
<p>Dass nun offenbar Strafanzeigen der Tagebaubetreiber folgen, ist wenig verwunderlich, politisch allerdings fragwürdig. Wir sind zuversichtlich, dass die Ermittlungsverfahren wie in der Vergangenheit eingestellt werden. Dass die Polizei allerdings auch Journalistinnen und Journalisten vorlädt, halten wir für ein starkes Stück. Dies zeigt ein schwieriges Verhältnis zur Pressefreiheit. Die Polizei sendet damit das Signal, dass in bestimmten Situationen nicht mehr berichtet werden soll. Wir halten es <a href="https://www.deutschlandfunk.de/pressefreiheit-bei-demonstrationen-presseakkreditierung.2907.de.html?dram:article_id=432098">mit dem Medienrechtler Johannes Eisenberg</a>, wonach Medienvertreterinnen und -vertreter ,sich nicht strafbar machen, weil sie als Journalisten ein öffentliches Interesse, ein Wahrnehmungsinteresse an solchen demonstrativen Aktionen selbst dann auch zu befriedigen haben, wenn dabei Straftaten begangen werden.‘ Bei einer solchen Protestbewegung besteht ein öffentliches Interesse daran, sie zu begleiten und zu dokumentieren.</p>
<p><em>PM, 05.02.2019</em></p>
<p>Foto: Marco bras dos Santos</p>
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		<title>Sachsen von Kürzungen der Bundesmittel für sozialen Wohnungsbau betroffen? Mietendeckel gegen Verdrängung!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2019 22:33:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bund wird die Finanzmittel für sozialen Wohnungsbau für die Länder ab 2020 kürzen. Für das kommende Jahr stehen bundesweit statt 1,5 Milliarden Euro nur noch eine Milliarde zur Verfügung. Was das für Sachsen bedeutet, will ich mit einer Kleinen Anfrage (Landtags-Drucksache 7/727) herausfinden, mit der ich mich auch nach wohnungspolitischen Vorhaben der neuen „Kenia“-Koalition &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/sachsen-von-kuerzungen-der-bundesmittel-fuer-sozialen-wohnungsbau-betroffen-mietendeckel-gegen-verdraengung-04-12-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sachsen von Kürzungen der Bundesmittel für sozialen Wohnungsbau betroffen? Mietendeckel gegen Verdrängung!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2017/05/27055533132_1cbe3dd556_z.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-18613" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2017/05/27055533132_1cbe3dd556_z-300x251.jpg" alt="" width="300" height="251" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2017/05/27055533132_1cbe3dd556_z-300x251.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2017/05/27055533132_1cbe3dd556_z-624x523.jpg 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2017/05/27055533132_1cbe3dd556_z.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Der Bund wird die Finanzmittel für sozialen Wohnungsbau für die Länder ab 2020 kürzen. Für das kommende Jahr stehen bundesweit statt 1,5 Milliarden Euro nur noch eine Milliarde zur Verfügung. Was das für Sachsen bedeutet, will ich mit einer Kleinen Anfrage <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=727&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">(Landtags-Drucksache 7/727)</a> herausfinden, mit der ich mich auch nach wohnungspolitischen Vorhaben der neuen „Kenia“-Koalition erkundigt. <span id="more-20668"></span></p>
<p>„Der Freistaat Sachsen hat schon bisher die Bundesmittel für soziale Wohnraumförderung in den vergangenen Jahren <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=16527&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">nicht vollständig für diesen Zweck genutzt.</a> Diese Praxis moniert sogar Bundesbauminister Seehofer. Nun drohen Bundesmittel wegzufallen, während der soziale Wohnungsbau in Sachsen erst anläuft. Allein in Leipzig wären jährlich 53 Millionen Euro notwendig, um die nötigen 1300 Sozialwohnungen zu errichten. (vgl. <a href="https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1014651">Stadtratsanfrage der Linksfraktion</a>). Realisieren kann die Stadt mit dem derzeitigen Förderbudget des Freistaates aber nur 725 Wohnungen.</p>
<p>Nach Schätzungen der Stadtverwaltung Dresden müssten in der Landeshauptstadt jährlich 2000 Sozialwohnungen entstehen, um den Bedarf zu decken. In Leipzig kommt zudem hinzu, dass die subventionierte Miete zirka 1,50 Euro über dem Satz der Kosten der Unterkunft liegt, die Sozialleistungsempfänger*innen beziehen, um ihre Miete zu bezahlen. Die Förderrichtlinie zur Schaffung von mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum muss dahingehend dringend geändert werden.</p>
<p>In der Anfrage will ich auch wissen, wie viele Bundesmittel in Zukunft nach Sachsen fließen werden und was die Landesregierung gegen die Kürzungen des Bundes unternommen hat.</p>
<p>Wir werden die im Koalitionsvertrag von CDU, Grüne und SPD verankerten wohnungspolitischen Zielsetzungen aufmerksam und kritisch begleiten. Vor dem Hintergrund dessen, dass die Mieten laut einer aktuellen Auswertung des Portals „Immowelt“ in der Stadt Leipzig schneller ansteigen als in Berlin und laut dem Städtischen Sozialreport die Angebotsmieten seit 2013 um 30 % gestiegen sind, braucht es durchschlagendere Maßnahmen, als „Kenia“ verhandelt hat. Wir müssen auch in Sachsen über Mietendeckel und Vergesellschaftung von Wohnraum reden und fundamentalere Maßnahmen ergreifen, bevor es zu spät ist und Mieter*innen aus ihren Quartieren verdrängt sind! Wohnen ist keine Ware. Das ist die Richtschnur unserer Politik auch in den nächsten fünf Jahren.</p>
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		<title>Connewitz-Angriff: Zum Stand der Verfahren und Ermittlungen</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/connewitz-angriff-zum-stand-der-verfahren-und-ermittlungen-04-12-2019/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2019 22:26:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Connewitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Neonazi-Angriff auf Connewitz jährt sich am 11. Januar, ist also inzwischen fast drei Jahre her. Die Prozesse laufen seit über einem Jahr. Mit etwa 200 Angeklagten und etwa 100 Verfahren an verschiedenen Gerichten ist die juristische Aufarbeitung zwar eine umfangreiche Aufgabe. Noch immer ist ein Großteil der Verfahren nicht abgeschlossen, oder es wurden Rechtsmittel &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/connewitz-angriff-zum-stand-der-verfahren-und-ermittlungen-04-12-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Connewitz-Angriff: Zum Stand der Verfahren und Ermittlungen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Neonazi-Angriff auf Connewitz jährt sich am 11. Januar, ist also inzwischen fast drei Jahre her. Die Prozesse laufen seit über einem Jahr. Mit etwa 200 Angeklagten und etwa 100 Verfahren an verschiedenen Gerichten ist die juristische Aufarbeitung zwar eine umfangreiche Aufgabe. Noch immer ist ein Großteil der Verfahren nicht abgeschlossen, oder es wurden Rechtsmittel eingelegt. Oft genug wird ein großer zeitlicher Abstand zwischen Straftat und Urteil zu Gunsten des Angeklagten gewertet. Neben der nicht ausreichenden Aufklärung des Angriffs auf Connewitz, was Netzwerke, Strukturen und Absprachen zwischen den Angreifern angeht (<a href="https://www.prozess1101.org/2019/08/16/223/">https://www.prozess1101.org/2019/08/16/223/</a>), gilt es, auch den späten Beginn der Verhandlungen und den schleppenden Fortgang zu kritisieren.</p>
<p>Zum Zwischenstand der Verfahren antwortete die Landesregierung auf <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=331&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">meine Kleine Anfrage </a>(Antwort vom 22.11.2019)<span id="more-20665"></span></p>
<p>Zur Erinnerung: Insgesamt 103 Verfahren gegen 202 Personen waren im Zusammenhang mit #le1101 an Amtsgerichten in Leipzig und Umgebung anhängig. Weitere Verfahren betreffen Mitglieder der als Neonazi-Terrorgruppe angeklagten Freien Kräfte Dresden und werden dort mitverhandelt. Laut Staatsregierung sind, Stand 22.11.2019, von den 103 Verfahren noch 80 &#8222;gerichtsanhängig&#8220;, also noch nicht abgeschlossen. Das betrifft immer noch 156 Angeklagte.</p>
<p>Gegen die Urteile der ersten Instanz haben sowohl Staatsanwaltschaft wie Angeklagte Rechtsmittel eingelegt: Die Staatsanwaltschaft in 14 Fällen, aber auch 13 Angeklagte. Am 2.12.2019 dürfte sich diese Zahl verändert haben: Der Rechtsreferendar Brian E. wurde zweitinstanzlich vom Landgericht Leipzig wegen des besonders schweren Falls von Landfriedensbruch verurteilt.</p>
<p>Zu Verzögerungen bei angesetzten Verhandlungen kam es durch Erkrankungen, auch wegen eines Befangenheitsantrages gegen eine*n Richter*in, wegen Verhinderung des Gerichts und wegen Verhinderung eines Angeklagten, sowie wegen des Scheiterns von Verfahrensabsprachen. Insgesamt verschoben sich dadurch bisher elf Verhandlungstermine um jeweils etwa einen Monat.</p>
<p>Festzuhalten bleibt weiterhin, dass die juristische Aufarbeitung schleppend läuft &#8211; inhaltlich und vom Umfang der Verfahren.</p>
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		<item>
		<title>Antwort der Sächsischen Regierung auf Landtagsanfrage: Polizei versucht weiter die Spontandemonstration ,,Gegen jeden Antisemitismus“ am 9. Oktober 2019 in Leipzig zu kriminalisieren</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/antwort-der-saechsischen-regierung-auf-landtagsanfrage-polizei-versucht-weiter-die-spontandemonstration-gegen-jeden-antisemitismus-am-9-oktober-2019-in-leipzig-zu-kriminalisieren-14-11-2019/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2019 13:01:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Connewitz]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 9. Oktober 2019 fand im Leipziger Süden eine Spontandemonstration ,,Gegen jeden Antisemitismus“ in statt. Diese war eine Reaktion auf den neofaschistisch motivierten Doppelmord in Halle. Die Demonstration wurde seinerzeit von der Polizei gewaltvoll aufgelöst, ohne dass nach Verantwortlichen gefragt wurde. Eine Bereitschaft zur Versammlungsanmeldung wurde von der Polizei ignoriert. Die Antwort der Staatsregierung auf &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/antwort-der-saechsischen-regierung-auf-landtagsanfrage-polizei-versucht-weiter-die-spontandemonstration-gegen-jeden-antisemitismus-am-9-oktober-2019-in-leipzig-zu-kriminalisieren-14-11-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Antwort der Sächsischen Regierung auf Landtagsanfrage: Polizei versucht weiter die Spontandemonstration ,,Gegen jeden Antisemitismus“ am 9. Oktober 2019 in Leipzig zu kriminalisieren“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20634" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269-768x512.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269-624x416.jpg 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/11/7269.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Am 9. Oktober 2019 fand im Leipziger Süden eine Spontandemonstration ,,Gegen jeden Antisemitismus“ in statt. Diese war eine Reaktion auf den neofaschistisch motivierten Doppelmord in Halle. Die Demonstration wurde seinerzeit von der Polizei gewaltvoll aufgelöst, ohne dass nach Verantwortlichen gefragt wurde. Eine Bereitschaft zur Versammlungsanmeldung wurde von der Polizei ignoriert.<span id="more-20633"></span></p>
<p>Die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Juliane Nagel (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=213&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 7/213: Spontandemonstration ,,Gegen jeden Antisemitismus“ in Leipzig-Connewitz am 9. Oktober 2019</a>) schreibt die falsche Darstellung der Polizei fort. Die darin enthaltende skurrile Darstellung lässt Zweifel aufkommen, weshalb dazu heute eine Nachfrage der Landtagsabgordneten Juliane Nagel eingereicht wurde.</p>
<p>&#8222;Nach einem neofaschistisch motivierten Doppelmord, dessen eigentliches Ziel es war, Besucher*innen einer Synagoge zu töten, ist es ein Unding, eine spontane Demonstration, die sich dagegen wendet, zu kriminalisieren&#8220; konstatiert Juliane Nagel angesichts der Antworten seitens der Staatsregierung. &#8222;Entgegen den Darstellungen von Polizei sprechen Augenzeug*innen von einer friedlichen Demonstration, die von der Polizei abrupt und ohne Ansprache der Demonstrierenden gestoppt wurde. Statt nach einer Kontaktperson für die Demo zu fragen, riss die Polizei demnach brutal Menschen zu Boden und trieb die Spontanversammlung auseinander. Die Antwort auf die Kleine Anfrage ergibt, dass der anmeldewilligen Person sogar ein Platzverweis erteilt worden sei. Zudem werden nun versuchte Brandstiftungen erfunden, die es so nicht gegeben hat.</p>
<p>Der 9. Oktober war ein krasser Tag, vor allem auch für die Polizei. Gerade darum hätte ich mir eine sensiblere Reaktion auf die Spontandemonstration gewünscht. Bei einem spontanen Gedenkgang von Studierenden am darauf folgenden Tag wurde seitens der Ordnungsbehörden schließlich auch auf eine Intervention verzichtet.</p>
<p>In Connewitz hat die Polizei in der Nacht des 9.10. klar politisch agiert und dabei das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Füßen getreten.“</p>
<p><em>PM 14.11.2019</em></p>
<p><em>Bildquelle: </em><a href="https://de.indymedia.org/node/3347"><em>de.indymedia.org</em></a></p>
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		<title>9. Oktober 2019 in Leipzig-Connewitz: Polizei tritt Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Füßen</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/9-oktober-2019-in-leipzig-connewitz-polizei-tritt-grundrecht-auf-versammlungsfreiheit-mit-fuessen-15-10-2019/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 10:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe heute zwei Kleine Anfragen zum Versammlungsgeschehen am Abend des 9. Oktober 2019 eingereicht. Zirka 80 Menschen waren dort spontan unter dem Motto &#8222;Gegen jeden Antisemistismus&#8220; auf die Straße gegangen. Anlass war der antisemitische Mordanschlag in Halle, dem zwei Menschen zum Opfer fielen. Entgegen den Darstellungen von Polizei und berichtenden Medien sprechen Augenzeug*innen von &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/9-oktober-2019-in-leipzig-connewitz-polizei-tritt-grundrecht-auf-versammlungsfreiheit-mit-fuessen-15-10-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„9. Oktober 2019 in Leipzig-Connewitz: Polizei tritt Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Füßen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>I<a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/10/cx0910.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20564" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/10/cx0910-277x300.png" alt="" width="277" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/10/cx0910-277x300.png 277w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/10/cx0910.png 600w" sizes="auto, (max-width: 277px) 85vw, 277px" /></a>ch habe heute zwei Kleine Anfragen zum Versammlungsgeschehen am Abend des 9. Oktober 2019 eingereicht. Zirka 80 Menschen waren dort spontan unter dem Motto &#8222;Gegen jeden Antisemistismus&#8220; auf die Straße gegangen. Anlass war der antisemitische Mordanschlag in Halle, dem zwei Menschen zum Opfer fielen.<br />
Entgegen den Darstellungen von Polizei und berichtenden Medien sprechen Augenzeug*innen von einer friedlichen Demonstration, die von der Polizei abrupt und ohne Ansprache der Demonstrierenden gestoppt wurde. Statt nach einer Kontaktperson für die Demo zu fragen, riss die Polizei demnach brutal Menschen zu Boden und trieb die Spontanversammlung auseinander.<br />
Den Ablauf und das Agieren der Polizei will ich nun mittels zwei Kleinen Anfragen (Nr. 1: <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=213&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Spontandemonstration &#8222;Gegen jeden Antisemitismus am 9. Oktober 2019 in Leipzig-Connewitz</a> und Nr. 2 <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=214&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=7&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Straftaten bei der Spontandemonstration &#8222;Gegen jeden Antisemitismus&#8220;</a> an die sächsische Landesregierung hinterfragen.</p>
<p>Ich meine:<br />
&#8222;Der 9. Oktober war ein krasser Tag, vor allem auch für die Polizei. Gerade darum hätte ich mir eine sensiblere Reaktion auf die Spontandemonstration gewünscht, Bei einem spontanen Gedenkgang von Studierenden am darauf folgenden Tag wurde seitens der Ordnungsbehörden schließlich auch auf eine Intervention verzichtet.<br />
In Connewitz hat die Polizei in der Nacht des 9.10. klar politisch agiert und dabei das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Füßen getreten.<br />
Die Polizei hat nicht über das Auftreten und den Zeitpunkt von Versammlungen zu entscheiden. Am 9. Oktober hat sie in Connewitz genau das mal wieder getan.&#8220;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Leipzig-Connewitz: Bereitschaftspolizei-Fußstreifen statt vollmundig angekündigter „Prävention“</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/polizei-in-leipzig-connewitz-fussstreifen-statt-vollmundig-angekuendigter-praevention-21-06-2019/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 09:26:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
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					<description><![CDATA[In Reaktion auf die Ankündigung des Sächsischen Innenministers vom 13. Mai 2019 im Stadtteil Leipzig-Connewitz stärkere Präsenz zu zeigen und Maßnahmen der Prävention und Jugendarbeit zu stärken hat die im Süden direkt gewählte Abgeordnete Juliane Nagel eine Kleine Anfrage gestellt um diese Maßnahmen zu hinterfragen (Drs 6/ 17689). Die Antwort zeigt, dass ein Teil der &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/polizei-in-leipzig-connewitz-fussstreifen-statt-vollmundig-angekuendigter-praevention-21-06-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Leipzig-Connewitz: Bereitschaftspolizei-Fußstreifen statt vollmundig angekündigter „Prävention““ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/03/32697726293_d4fe2fa206_z.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20046" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/03/32697726293_d4fe2fa206_z-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/03/32697726293_d4fe2fa206_z-300x208.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/03/32697726293_d4fe2fa206_z-624x432.jpg 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/03/32697726293_d4fe2fa206_z.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In Reaktion auf die <a href="https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Leipzig-bekommt-weitere-230-Polizisten-bis-2022">Ankündigung des Sächsischen Innenministers vom 13. Mai 2019</a> im Stadtteil Leipzig-Connewitz stärkere Präsenz zu zeigen und Maßnahmen der Prävention und Jugendarbeit zu stärken hat die im Süden direkt gewählte Abgeordnete Juliane Nagel eine Kleine Anfrage gestellt um diese Maßnahmen zu hinterfragen (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=17689&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drs 6/ 17689</a>).<br />
Die Antwort zeigt, dass ein Teil der Ankündigungen des Innenministers nichts als heiße Luft waren. Zudem veranlasst das Innenministerium einmal mehr Kontrollmaßnahmen, die politisch motiviert sind und den Lebensalltag von vielen Bewohner*innen der Viertels beeinträchtigen. Mein Kommentar: <span id="more-20282"></span></p>
<p>Entgegen der vollmundigen Ankündigungen in Connewitz „Prävention und Jugendarbeit“ zu stärken, zeigt meine Antwort, dass hier über die gängigen Maßnahmen der Polizei, nämlich Drogenpräventionsveranstaltungen, Schulwegsicherheitsmaßnahmen und Verkehrsschulungen in Kita sowie Schulen, rein gar nichts Zusätzliches geplant ist. Das ist nicht verwunderlich und gut so, denn Jugendarbeit ist kommunale Angelegenheit und nicht Aufgabe der Polizei. Auch im Bereich der Drogenprävention arbeiten in Leipzig soziale Vereine und Verbände auf einer fachlichen und zeitgemäßen Grundlage.</p>
<p>Stattdessen wird in den letzten Woche massiv Präsenz im Leipziger Süden gezeigt. Ob das „subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“ mit martialischen Fußstreifen der Bereitschaftspolizei „gestärkt wird, wie vom Innenminister behauptet, ist fragwürdig. Ich nehme wahr, dass bei großen Teilen der Bewohner*innen mit diesen Streifen erst ein Unsicherheitsgefühl und Unmut geweckt werden. Die Bepo-Fußstreifen ordnen sich in eine lange währende Stigmatisierung und Kriminalisierung des Stadtteils und seiner Bewohner*innen ein.<br />
Herr Wöller muss anerkennen, dass die Belagerung von Gebieten kein Normal- sondern ein Ausnahmezustand ist. Einer Polizei, die in Sachsen permanent durch Verbindungen zur rechten Szene auffällt kann, insbesondere in einem linksalternativ geprägten Viertel, feindbildorientiertes Agieren unterstellt werden.</p>
<p>Ich fordere die sofortige Einstellung der Fußstreifen und permanenten Streifenfahrten in Connewitz. Für die Maßnahmen gibt es keinerlei Grundlage. Dass als Begründung wieder einmal die Herausbildung „krimineller Strukturen“ herhalten muss, zeigt nichts anderes als dass linksalternative Projekte der Regierung in Sachsen ein Dorn im Auge sind. 2017 hatten der damalige Innenminister und CDU-Politiker auf Grundlage wilder Unterstellungen die Schließung von soziokulturellen Zentren in Connewitz gefordert.</p>
<p>Übrigens erweist sich auch der Polizeiposten in Connewitz nach über fünf Jahren als überflüssig. In der Zeit seiner Existenz hat sich das Kriminalitätsaufkommen im Stadtteil nicht fundamental verändert. Auch das selbst formulierte Ziel ‚der zunehmenden Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Ortsteil Connewitz, insbeson<a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/06/D6hYxwyXkAAKZE5.pnglarge.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20283" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/06/D6hYxwyXkAAKZE5.pnglarge-300x186.png" alt="" width="300" height="186" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/06/D6hYxwyXkAAKZE5.pnglarge-300x186.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/06/D6hYxwyXkAAKZE5.pnglarge.png 602w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>dere im Bereich Wiedebachplatz, Biedermannstraße, Bornaischen Straße entgegen zu wirken2, wurde nicht erreicht. (Vgl. Kriminalitätsentwicklung in Connewitz 2013 – 2018 auf Basis von Kleinen Anfragen).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>PM, 21. Juni 2019</em></p>
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		<title>Wohnsitzauflage als Politik aus dem Bauch heraus entlarvt – Wöller kann nach einem Jahr keine Effekte benennen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2019 15:30:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mehr als ein Jahr Wohnsitzauflage für anerkannte Geflüchtete: Ich fordere eine ehrliche Bilanz und habe dazu als Grundlage mit zwei Kleinen Anfragen von der Staatsregierung Informationen über Fakten abgefordert: Offizielles Argument für den Erlass des sächsischen Innenministeriums, dass Geflüchtete auch nach ihrer Anerkennung den Wohnsitz in bestimmtem Landkreis bzw. kreisfreier Stadt nehmen müssen, war die &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/wohnsitzauflage-als-politik-aus-dem-bauch-heraus-entlarvt-woeller-kann-nach-einem-jahr-keine-effekte-benennen-04-06-2019/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wohnsitzauflage als Politik aus dem Bauch heraus entlarvt – Wöller kann nach einem Jahr keine Effekte benennen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als ein Jahr Wohnsitzauflage für anerkannte Geflüchtete: Ich fordere eine ehrliche Bilanz und habe dazu als Grundlage mit zwei Kleinen Anfragen von der Staatsregierung Informationen über Fakten abgefordert:<span id="more-20246"></span></p>
<p>Offizielles Argument für den Erlass des sächsischen Innenministeriums, dass Geflüchtete auch nach ihrer Anerkennung den Wohnsitz in bestimmtem Landkreis bzw. kreisfreier Stadt nehmen müssen, war die „Entlastung der Großstädte im Hinblick auf die Versorgung mit Wohnraum, Sprachkursen und Integrationsmöglichkeiten in Ausbildung und Arbeit, die bessere Planbarkeit von Integrationsmaßnahmen und das Entgegenwirken von Segregationsrisiken“. Laut Antwort auf die erste Anfrage (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=17459&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=&amp;dok_id=256482">Parlaments-Drucksache 6/17459</a>) wurden binnen eines Jahres 1.857 Wohnsitzauflagen verhängt. Damit wurden zwei Drittel (67,3 Prozent) der potenziellen Betroffenen (für die Anerkennung oder Abschiebeverbot erfolgte) mit einer Wohnsitzauflage belegt. In immerhin 141 Fällen wurde die Wohnsitzauflage aufgehoben, weil die betroffenen Menschen woanders eine sozialversicherungspflichtige Arbeit gefunden hatten, zu ihrer Kernfamilie gezogen sind oder andere Härtefälle vorlagen.</p>
<p>Besonders brisant sind die Antworten auf die Anfrage (<a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=17460&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=&amp;dok_id=256477">Parlaments-Drucksache 8/17460</a>) zu den Effekten des Erlasses. Der Innenminister verzichtet auf jegliche Fakten und eigene Einschätzung. Stattdessen beruft er sich allgemein auf Meinungsäußerungen aus unteren Ausländerbehörden, ohne das im Detail zu begründen. Offenbar lässt sich weder die beabsichtigte „bessere Planbarkeit von Integrationsmaßnahmen“ wie Sprachkurse noch die „Verhinderung von Segregationsrisiken“ irgendwie mit Fakten belegen. Die Staatsregierung macht aus dem Bauch heraus Politik gegen Geflüchtete und will sich dabei nicht stören lassen.</p>
<p>Die vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration <a href="https://www.svr-migration.de/presse/presse-svr/entfristung_wohnsitzregelung/">empfohlene externe Evaluierung</a> der Effekte der Wohnsitzauflage wird von Innenminister Wöller einfach weggewischt. Er will gar nicht genau wissen, ob und wie sich die Wohnsitzauflage auf die Integration im Wohnumfeld und in der Arbeitswelt auswirkt. Für Einheimische wie Geflüchtete aber gilt: Menschen ziehen dorthin, wo sie Perspektiven für sich sehen. Zwangsansiedlungen ersetzen keine Strukturpolitik! Das Mindeste aber ist, eine so umstrittene Maßnahme ordentlich zu evaluieren – ansonsten gerät das Innenministerium in den Verdacht, sich am populistischen Fake-News-Wettbewerb zu beteiligen!</p>
<p><em>PM, 4. Juni 2019</em></p>
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