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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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		<title>Sozialwohnungsbau zügig voranbringen – Sachverständige begrüßen linke Vorschläge</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 14:24:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Infrastrukturausschuss hörte heute Sachverständige zum Antrag der Linksfraktion „Wohnen muss bezahlbar sein &#8211; Mehr Sozialwohnungen schaffen und Fördergelder des Bundes nicht verfallen lassen!“ (Drucksache 8/4162). Mein Kommentar:&#160; „Ein großer Teil der Sachverständigen begrüßten unsere Initiative, die Förderung zu verändern, um beim sozialen Wohnungsbau voranzukommen. In Sachsen werden viel zu wenig bezahlbare Wohnungen gebaut: 2025 &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/sozialwohnungsbau-zuegig-voranbringen-sachverstaendige-begruessen-linke-vorschlaege-23-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sozialwohnungsbau zügig voranbringen – Sachverständige begrüßen linke Vorschläge“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-23758" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-200x300.jpg 200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-683x1024.jpg 683w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-768x1152.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-1024x1536.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-1365x2048.jpg 1365w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-1200x1800.jpg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/10/pexels-kaboompics-com-5533-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 85vw, 200px" /></a>Der Infrastrukturausschuss hörte heute Sachverständige zum Antrag der Linksfraktion „Wohnen muss bezahlbar sein &#8211; Mehr Sozialwohnungen schaffen und Fördergelder des Bundes nicht verfallen lassen!“ (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4162&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/4162</a>). Mein Kommentar:&nbsp;</p>
<p>„Ein großer Teil der Sachverständigen begrüßten unsere Initiative, die Förderung zu verändern, um beim sozialen Wohnungsbau voranzukommen. In Sachsen werden viel zu wenig bezahlbare Wohnungen gebaut: 2025 wurden nur 421 Sozialwohnungen mit Fördermitteln aus der Landesrichtlinie gebundener Mietwohnraum fertiggestellt, davon 392 in Leipzig und 29 in Dresden (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5814&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5814</a>). Ein Grund ist die Richtlinie selbst: Sie berücksichtigt weder die wachsenden Baukosten noch die steigenden Angebotsmieten. Zudem handelt es sich um eine jährliche Förderung – wenn sich Vorhaben verschieben, verfallen die Mittel.<span id="more-25552"></span></p>
<p>Wir wollen die Förderbedingungen verändern, damit das Geld genutzt werden kann. Zudem dürfen geförderte Mieten nicht immer weiter steigen, so dass Menschen mit niedrigem Einkommen sie nicht mehr zahlen können. Deshalb wollen wir die Förderzeiträume flexibilisieren und die Förderung an den Baukostenindex und steigende Angebotsmieten koppeln. Schließlich sind immer mehr Menschen auf geförderte Sozialwohnungen angewiesen.</p>
<p>Mit diesen und weiteren Veränderungen würden auch Dresden und Leipzig mehr Sozialwohnungen bauen können. Alexander Müller – Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der vor allem kommunale Wohnungsgesellschaften organisiert – plädierte dafür, die Förderung auf kleine Kommunen im Umland der Großstädte auszuweiten. Mit Großpösna bei Leipzig bezieht die erste kleine Kommune bereits Mittel für den Sozialwohnungsneubau.</p>
<p>Damit Sozialwohnungen nicht nach 20 Jahren auf dem freien Wohnungsmarkt landen und teurer werden, wollen wir die Bindungsfrist verlängern. Danach sollten mindestens Belegungsrechte durch die Kommunen angekauft werden können.</p>
<p>Auf große Zustimmung stieß unsere Forderung, dass Sachsen die angekündigten höheren Bundeszuwendungen für den sozialen Wohnungsbau ausschöpft. Der Freistaat muss sie kofinanzieren. Auf die veranschlagten 174,37 Millionen Euro packt der Bund 2026 fast 25 Millionen Euro drauf, in den Folgejahren wächst das Budget stark. Das müssen wir nutzen!“</p>
<p>PM 22. April 2026</p>
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		<title>Links wirkt: Geflüchtete erhalten endlich einfacheren Zugang zu Gesundheitsversorgung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 12:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asyl]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stadt Leipzig hat bekanntgegeben die elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete zum 1. Juli einzuführen. Damit wird endlich der von der Linksfraktion initiierte Stadtratsbeschluss aus dem Juni 2020 umgesetzt. Ein kleiner Erfolg, meine ich:&#160; &#8222;Wir freuen uns, dass wir nach sechs Jahren endlich am Ziel sind, Geflüchteten den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern zu können. Nach Dresden &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/links-wirkt-gefluechtete-erhalten-endlich-einfacheren-zugang-zu-gesundheitsversorgung-22-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Links wirkt: Geflüchtete erhalten endlich einfacheren Zugang zu Gesundheitsversorgung“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/05/gesundheit-asyl.png"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-14716" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/05/gesundheit-asyl-300x211.png" alt="" width="300" height="211" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/05/gesundheit-asyl-300x211.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/05/gesundheit-asyl.png 500w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Stadt Leipzig hat bekanntgegeben die elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete zum 1. Juli einzuführen. Damit wird endlich der von der Linksfraktion initiierte <a class="link-extern external" href="https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020?VOLFDNR=1014965" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadtratsbeschluss aus dem Juni 2020</a> umgesetzt. Ein kleiner Erfolg, meine ich:&nbsp;</p>
<p>&#8222;Wir freuen uns, dass wir nach sechs Jahren endlich am Ziel sind, Geflüchteten den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern zu können. Nach Dresden wird Leipzig nun die zweite sächsische Kommune, die hier vorangeht und das Leben von Menschen konkret verbessert.&nbsp;<span id="more-25548"></span></p>
<p>Asylsuchende haben während des Asylverfahrens in den ersten 36 Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland keinen Zugang zur regulären Krankenversicherung und können laut Asylbewerberleistungsgesetz lediglich Akut- und Schmerzbehandlungen sowie Hilfen bei Schwangerschaft und Geburt in Anspruch nehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie nicht einfach zum Arzt gehen können, sondern beim Sozialamt einen Behandlungsschein beantragen müssen, wo zumeist Sachbearbeiter* innen über die Notwendigkeit der Behandlung entscheiden. Dieses Prozedere entspricht nicht fachlichen Standards und ist eine bürokratische Hürde für die Betroffenen wie auch für die behandelnden Ärzt*innen. Dadurch kann es bei den Betroffenen zu einer Chronifizierung von Krankheiten kommen.</p>
<p>Eine Gesundheitskarte erleichtert die Gewährung und Abrechnung von Leistungen erheblich, da sie den direkten Zugang zu Ärzten sicherstellt. Sie nutzt den Betroffenen, entlastete aber auch medizinische Einrichtungen und die Stadtverwaltung.&nbsp;</p>
<p><strong>Am eingeschränkten Leistungsumfang ändert die Gesundheitskarte nichts. Darum werden wir als Linke auf allen Ebenen weiterhin für echte sozialrechtliche Gleichstellung und die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes kämpfen!“</strong></p>
<p><strong>PM 22. April 2026</strong></p>
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		<title>2025 fast sechs Wohnungen pro Tag zwangsgeräumt – besser gegen Wohnungslosigkeit vorsorgen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:38:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungslosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[2025 wurden in Sachsen 2.115 Wohnungen zwangsgeräumt. Insgesamt hatte es 2.628 Räumungsaufträge gegeben. Das zeigt die Antwort auf die jährliche Anfrage der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Juliane Nagel, zu diesem Thema (Drucksache 8/6454). Damit ist die Zahl von Zwangsräumungen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen – 2024 hatte es einen negativen Spitzenwert von 2.704 Zwangsräumungen gegeben. &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/2025-fast-sechs-wohnungen-pro-tag-zwangsgeraeumt-besser-gegen-wohnungslosigkeit-vorsorgen-22-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„2025 fast sechs Wohnungen pro Tag zwangsgeräumt – besser gegen Wohnungslosigkeit vorsorgen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/05/unnamed.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-21981" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/05/unnamed-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/05/unnamed-300x151.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/05/unnamed.jpg 512w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>2025 wurden in Sachsen 2.115 Wohnungen zwangsgeräumt. Insgesamt hatte es 2.628 Räumungsaufträge gegeben. Das zeigt die Antwort auf die jährliche Anfrage der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Juliane Nagel, zu diesem Thema (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6454&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6454</a>). Damit ist die Zahl von Zwangsräumungen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen – 2024 hatte es einen negativen Spitzenwert von 2.704 Zwangsräumungen gegeben. Mein Statement:&nbsp;</p>
<p>„Der Rückgang ist erfreulich, doch von einer Trendwende können wir noch nicht ausgehen. Statistisch gesehen wurden 2025 in Sachsen täglich fast sechs Wohnungen geräumt, mit 618 die meisten im Amtsgerichtsbezirk Leipzig. Jede Wohnungs-Zwangsräumung ist eine zu viel! <span id="more-25546"></span></p>
<p>Meist führen Mietschulden zu dieser letzten Konsequenz, schon ein Mietrückstand von zwei Monaten kann zur Kündigung führen. Die Betroffenen werden dann wohnungslos, viele landen auf der Straße.</p>
<p>Zum Stichtag 31. Januar 2025 <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Wohnungslosigkeit/_inhalt.html#sprg614310"> hatte das Statistische Bundesamt 6.885 wohnungslose Menschen in Sachsen gezählt</a>, eine massive Steigerung im Vergleich zu 2024 mit 4.535. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, denn viele Betroffene sind verdeckt wohnungslos. Sie kommen vorübergehend bei Bekannten unter oder meiden Hilfsangebote. Die Linksfraktion fordert eine Landesstrategie gegen Wohnungslosigkeit (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5941&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5941</a>). Dazu gehört auch bessere Prävention: Wer die Wohnung verloren hat, findet insbesondere in den Ballungsräumen kaum neuen bezahlbaren Wohnraum – zumal die Betroffenen meist verschuldet sind. Wir fordern einen besseren Mieterschutz, mehr Engagement beim Bau von Sozialwohnungen sowie die konzertierte Unterstützung der Kommunen, um Wohnungsverlust zu verhindern.</p>
<p>Insbesondere müssen besonders verletzliche Gruppen geschützt werden. Dazu gehören auch junge Menschen, die aufgrund ihrer oft noch schlechten finanziellen Lage vermehrt von Wohnungslosigkeit bedroht sind. In den sächsischen Kommunen gibt es durchaus gute Beispiele wie den Ansatz ,Housing first‘ in Leipzig. Darüber können Wohnungslose Zugang zu Wohnraum finden, und sich auf dieser Grundlage sozial zu stabilisieren. Mit dem Programm ,Jugendwohnen‘ werden junge Menschen im Übergang zur Volljährigkeit gezielt mit eigenen Wohnraum versorgt. Wir fordern die Staatsregierung auf, wirksam gegen Wohnungslosigkeit und Zwangsräumungen vorzugehen.“</p>
<p>PM 22. April 2026</p>
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		<title>Kürzungspapier geleakt: Linken-Abgeordnete fordern Erklärung der Staatsregierung und warnen vor einem Agenda-2030-Kurs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 15:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Paritätische Gesamtverband hat ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht (hier zum download). Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag und die sächsische Landesgruppe der Linken im Bundestag fordern von der &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/kuerzungspapier-geleakt-linken-abgeordnete-fordern-erklaerung-der-staatsregierung-und-warnen-vor-einem-agenda-2030-kurs-21-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kürzungspapier geleakt: Linken-Abgeordnete fordern Erklärung der Staatsregierung und warnen vor einem Agenda-2030-Kurs“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24938" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-300x168.jpeg" alt="" width="300" height="168" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-300x168.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-1024x574.jpeg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-768x431.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-1200x673.jpeg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Der Paritätische Gesamtverband hat ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht (<a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf">hier zum download</a>). Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag und die sächsische Landesgruppe der Linken im Bundestag fordern von der Staatsregierung eine Erklärung, wie ihre Beteiligung an diesen Vorschlägen mit dem Achten Sozialgesetzbuch, der UN-Kinderrechtskonvention und dem Kindeswohl zu vereinbaren ist. Die Abgeordnete Juliane Nagel hat dazu mehrere Anfragen an die Staatsregierung gestellt (Drucksachen 8/6742, 8/6743, 8/6750). Gemeinsames Statement mit Susanne Scharper und Sören Pellmann: <span id="more-25542"></span></p>
<p>Susanne Schaper, Vorsitzende der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:</p>
<p>„Was hier als Effizienz verkauft wird, bedeutet harte Einschnitte. Das Kindeswohl darf nicht von der Kassenlage abhängen! Individuelle Hilfen sollen dennoch durch pauschale Lösungen ersetzt werden, Unterstützung soll unabhängig vom Bedarf gekürzt oder vorzeitig beendet werden. Gerade bei besonders sensiblen Gruppen setzt Sachsen auf Verschärfung statt auf Unterstützung. Das trifft vor allem Kinder und Jugendliche mit komplexen Schwierigkeiten, unbegleitete minderjährige Geflüchtete und junge Erwachsene. So werden Probleme werden nicht gelöst, sondern verlagert, mit absehbar höheren sozialen und finanziellen Folgekosten.“</p>
<p>Juliane Nagel, kinder- und jugendpolitische Sprecherin, ergänzt:</p>
<p>„Das Achte Sozialgesetzbuch und die UN-Kinderrechtskonvention regeln, dass alle jungen Menschen das gleiche Recht auf Förderung haben. Bei allen sie betreffenden Maßnahmen ist das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen. Dies bedeutet nicht nur, Kindeswohlgefährdung auszuschließen, sondern auch, Entwicklung, Bildung, Schutz und Mitbestimmung zu gewährleisten. Dies gilt für alle Minderjährigen, auch wenn sie eine Behinderung haben oder geflüchtet sind. Wir lehnen es ab, Standards bei der Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger abzusenken, Rechtsansprüche in der Eingliederungshilfe auszuhebeln und Garantien für Menschen zurückzunehmen, die stationäre Jugendhilfe in Richtung eines selbstständigen Lebens verlassen. Wir erwarten insbesondere von Sozialministerin Petra Köpping eine Erklärung, wie sie mit diesen von der CDU-Seite vorangetriebenen Kürzungsvorschlägen umzugehen gedenkt.“</p>
<p>Sören Pellmann, Sprecher der sächsischen Bundestagsabgeordneten und Co-Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, fügt hinzu:</p>
<p>„Diese Reformvorschläge mögen kurzfristig die öffentlichen Haushalte entlasten, aber sie belasten die jungen Menschen, deren Familien und die Beschäftigten im Sozialbereich. Das verursacht höhere gesellschaftliche Kosten. Sachsen spielt dabei offensichtlich eine unrühmliche Vorreiterrolle. Der Freistaat gehört zu den Ländern, die besonders viele und weitgehende Vorschläge eingebracht haben. So sollen Hilfsangebote auch dann standardisiert werden, wenn Kinder und Jugendliche unter besonders komplexen und schwierigen individuellen Problemen leiden. Das ist sozialpolitisch der falsche Weg. Umso mehr enttäuscht mich die SPD, die nicht widerspricht. Wir wollen einen Sozialstaat, auf den Verlass ist! Das aber steht zur Disposition, wenn unter dem Schlagwort einer Agenda 2030 aus dem Umfeld der Union über solche Kürzungen diskutiert wird.“</p>
<p>Hintergrund</p>
<p>Das Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026 enthält über 100 Seiten mit Kürzungsvorschlägen in der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) sowie der Eingliederungshilfe (SGB IX). Sachsen gehört mit Bayern und Nordrhein-Westfalen zur aktivsten Ländergruppe im Papier und hat darüber hinaus als einziges Bundesland einen eigenen Einzelvorschlag eingebracht: die Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger ausländischer Herkunft ab 16 Jahren in Erstaufnahmeeinrichtungen mit abgesenkten Standards. Der Paritätische bezeichnet das als den schärfsten Vorschlag im Dokument. Das Gesamtkürzungsvolumen der bezifferten Vorschläge beträgt mindestens 8,6 Milliarden Euro. Die meisten drastischen Vorschläge wurden jedoch gar nicht mit konkreten Zahlen unterlegt.</p>
<p><em>PM 21. April 2026</em></p>
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		<title>Sachsens rechte Szene bleibt schwer bewaffnet &#8211; Verfassungsschutz verhindert notwendige Überprüfungen</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/sachsens-rechte-szene-bleibt-schwer-bewaffnet-verfassungsschutz-verhindert-notwendige-ueberpruefungen-10-04-2026/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 16:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die rechte Szene in Sachsen bleibt schwer bewaffnet. Das zeigt meine neueste Anfrage zu diesem Thema (Drucksache 8/6196). Ende 2025 besaßen 147 einschlägige Personen waffenrechtliche Erlaubnisse, darunter 134 klassische Rechtsextremisten, zwölf Reichsbürger und ein „Delegitimierer“. Schwerpunkt ist Dresden (21 Personen), gefolgt von den Landkreisen Görlitz (17) und Meißen (15). Mein Kommentar:&#160; „In einem Teil der &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/sachsens-rechte-szene-bleibt-schwer-bewaffnet-verfassungsschutz-verhindert-notwendige-ueberpruefungen-10-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sachsens rechte Szene bleibt schwer bewaffnet &#8211; Verfassungsschutz verhindert notwendige Überprüfungen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25434" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-1024x682.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-768x512.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-1200x800.jpg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die rechte Szene in Sachsen bleibt schwer bewaffnet. Das zeigt meine neueste Anfrage zu diesem Thema (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6196&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6196</a>). Ende 2025 besaßen 147 einschlägige Personen waffenrechtliche Erlaubnisse, darunter 134 klassische Rechtsextremisten, zwölf Reichsbürger und ein „Delegitimierer“. Schwerpunkt ist Dresden (21 Personen), gefolgt von den Landkreisen Görlitz (17) und Meißen (15). Mein Kommentar:&nbsp;</p>
<p>„In einem Teil der Fälle handelt es sich um den Kleinen Waffenschein, der dazu berechtigt, in der Öffentlichkeit Schreckschusswaffen zu führen. Die Mehrheit &#8211; 79 Rechtsextremisten und sechs Reichsbürger &#8211; verfügt darüber hinaus sogar über Waffenbesitzkarten. Sie erlauben es, scharfe Schusswaffen zu kaufen und zu besitzen. Davon wird reger Gebrauch gemacht: Im Arsenal sächsischer Rechtsextremisten befinden sich 415 scharfe&nbsp;Schusswaffen, weitere 34 bei Reichsbürgern.<span id="more-25536"></span></p>
<p>2024 waren ,nur‘ 233 scharfe Waffen gezählt worden (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=1824&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/1824</a>). Grund für den starken Zuwachs: Erstmals werden zumindest teilweise auch Personen mitgerechnet, ,die Mitglied der AfD sind bzw. die AfD unterstützt haben‘. Zu den Anhängerinnen und Anhängern der im Freistaat erwiesen rechtsextremen Partei hat das Innenministerium auf meine Anfrage hin kürzlich gesonderte Daten vorgelegt (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5259&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5259</a>). Von Entwaffnung kann derweil keine Rede sein. Zwar übermittelte das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) 2025 zu 158 Personen aus der rechten Szene teils wiederholt Informationen an die kommunalen Waffenbehörden, um gezielte Überprüfungen zu ermöglichen. Allerdings wurden lediglich&nbsp;bei 16 Personen im Ergebnis waffenrechtliche Erlaubnisse entzogen, 13 weitere Personen verzichteten freiwillig darauf. Darüber hinaus wurde Waffenverbote gegen 21 Personen ausgesprochen – ihnen ist damit auch der Erwerb eigentlich erlaubter Waffen untersagt.</p>
<p>Offenkundig reichen diese Maßnahmen nicht aus, um die extreme Rechte zur Abrüstung zu zwingen. Die Minderheitsregierung hat offensichtlich den Fokus bei der Bekämpfung der extremen Rechten aufgegeben und führt das bewährte Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus nicht fort. Die Linksfraktion fordert daher dessen zügige Neuauflage (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6444&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6444</a>), und zwar mit einem Schwerpunkt beim Thema ,Bewaffnung‘. Hier muss &#8211;&nbsp;selbstverständlich &#8211; konsequent eingeschritten werden. Stattdessen hat das LfV zuletzt ,die Waffenbehörden nur teilweise unterrichtet‘, wie der Innenminister einräumt. So wurden&nbsp;geheime Informationen zurückgehalten und waffengesetzlich vorgesehene Kontrollen verhindert. Dass es&nbsp;derartige Informationen gibt, zeigt eine weitere meiner Anfragen (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5252&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5252</a>). Demnach hat das Innenministerium aktuelle Erkenntnisse zu konspirativen Neonazi-Schießübungen, Details könnten jedoch ,zum Schutz nachrichtendienstlicher Zugänge‘ nicht mitgeteilt werden. Dies gilt ausdrücklich auch für meine Frage nach Waffentrainings sächsischer Neonazis im Ausland. Es ist fatal, wenn ausgerechnet in den gravierendsten Fällen die Überprüfung aus Geheimhaltungsgründen ausfällt.“</p>
<p>PM 10. April 2026</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Drogenkonsumraum muss kommen: Risiken minimieren und Hilfesysteme stärken!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 12:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Drogenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Mindestens 20 Menschen sind 2025 infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben (https://gleft.de/6xm). Gleichzeitig musste die Zahl für 2024 nach oben korrigiert werden – mit sechs nacherfassten Todesfällen liegt deren Zahl nun bei 34. Mit 17 Toten gab in den beiden Jahren mit Abstand die meisten Fälle in Leipzig. Hauptsubstanzen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl, auch &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/drogenkonsumraum-muss-kommen-risiken-minimieren-und-hilfesysteme-staerken-09-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Drogenkonsumraum muss kommen: Risiken minimieren und Hilfesysteme stärken!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2022/05/drugchecking.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-22820" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2022/05/drugchecking-300x243.png" alt="" width="300" height="243" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2022/05/drugchecking-300x243.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2022/05/drugchecking.png 550w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Mindestens 20 Menschen sind 2025 infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben (https://gleft.de/6xm). Gleichzeitig musste die Zahl für 2024 nach oben korrigiert werden – mit sechs nacherfassten Todesfällen liegt deren Zahl nun bei 34. Mit 17 Toten gab in den beiden Jahren mit Abstand die meisten Fälle in Leipzig. Hauptsubstanzen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl, auch in Verbindung mit anderen Drogen.</p>
<p>Diese Zahlen zeigen, dass es mehr Bemühungen braucht, um Menschen zu schützen: Vor medizinischen Notfällen und riskantem Konsum. Ein Instrument dafür ist ein Drogenkonsumraum. In Leipzig liegt das Projekt trotz vorhandenem Konzept und Träger derzeit auf Eis. Mein Statement:&nbsp;<span id="more-25533"></span></p>
<p><strong>„Jeder Todesfall infolge des Drogenkonsums ist einer zu viel. Oft sind Überdosierung, verunreinigte Substanzen oder Mischkonsum ursächlich. Das ist vermeidbar, indem Ansätze zur Schadensminimierung gestärkt werden. Leipzig hat ein fertiges Konzept für einen Drogenkonsumraum &#8211; Ausstattung, Träger und Mitarbeitende sind bereit. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage musste das Projekt allerdings auf Eis gelegt werden. Dabei ist klar, dass Drogenkonsumräume Leben retten, Risiken minimieren und Wege in Hilfesysteme öffnen können. Wir drängen darauf, dass das Projekt im nächsten Doppelhaushalt endlich gestartet wird.&nbsp;</strong></p>
<p><strong>In Leipzig verfügen wir über ein gutes Netz an Präventions-, Beratungs- und Hilfeangeboten. Dieses muss weiterhin gestärkt und auf neue Bedarfe ausgerichtet werden. Kürzungen in diesem Bereich werden wir vehement widersprechen. Genau wie Suchtprävention für junge Menschen gut aufgestellt sein muss, müssen es auch Beratungs- und Behandlungsangebote für Menschen aller Generationen.&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Sorgen bereiten uns die schwierigen Lebenslagen, in welchen sich viele riskant Konsumierende befinden: Physische und psychische Erkrankungen und Wohnungslosigkeit nehmen zu. Wir müssen den Blick auf die Stärkung und Verzahnung der Hilfesysteme richten – der individuelle Mensch und seine Stabilisierung müssen dabei im Mittelpunkt stehen.“</strong></p>
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		<title>Mindestens 222 antisemitische Straftaten in Sachsen, aber kaum Konsequenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 14:28:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Sachsenweit wurden 2025 mindestens 222 antisemitische Straftaten begangen. Das zeigt die Detailauswertung meiner regelmäßigen Kleinen Anfragen &#160;zu politisch motivierter Kriminalität im Freistaat (zuletzt&#160;Drucksache 8/5847). Die Gesamtzahl ist demnach gegenüber dem Vorjahr zwar leicht zurückgegangen. Sie liegt aber das dritte Jahr in Folge über 200 (2023: 275, 2024: 258). Berücksichtigt werden nur Fälle, die zur Anzeige &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/mindestens-222-antisemitische-straftaten-in-sachsen-aber-kaum-konsequenzen-06-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mindestens 222 antisemitische Straftaten in Sachsen, aber kaum Konsequenzen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24735" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-300x215.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-768x551.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus.jpg 921w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Sachsenweit wurden 2025 mindestens 222 antisemitische Straftaten begangen. Das zeigt die Detailauswertung meiner regelmäßigen Kleinen Anfragen &nbsp;zu politisch motivierter Kriminalität im Freistaat (zuletzt&nbsp;<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5847&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5847</a>). Die Gesamtzahl ist demnach gegenüber dem Vorjahr zwar leicht zurückgegangen. Sie liegt aber das dritte Jahr in Folge über 200 (2023: 275, 2024: 258). Berücksichtigt werden nur Fälle, die zur Anzeige kommen. Durch Nachmeldungen kann sich der abschließende Wert noch verändern. Mein Statement:&nbsp;</p>
<p>„Laut der Polizei-Statistik wurden besonders häufig volksverhetzende Parolen und Bedrohungen registriert, und zwar sowohl auf der Straße als auch in Form von Online-Hasspostings. Dabei bleibt es nicht: Verzeichnet sind auch drei gefährliche Körperverletzungen. Im Vorjahr hatte es hingegen ,nur‘ eine Körperverletzung gegeben. Zuletzt ereigneten sich besonders viele Fälle in Leipzig (43), gefolgt von Dresden (29) und Chemnitz (25) – das entspricht dem leider gewohnten Bild. Erneut wurden die meisten der judenfeindlichen Taten als rechtsmotiviert bewertet (191) und dabei oftmals zugleich als fremdenfeindliche Hasskriminalität eingestuft.<span id="more-25530"></span></p>
<p>Weitere 15 Taten werden auf eine ausländische Ideologie zurückgeführt, sieben auf eine religiöse Ideologie, vor allem Islamismus, und vier auf einen linksmotivierten Hintergrund. Weitere fünf Taten können nicht eindeutig zugeordnet werden und fallen in die Kategorie ,Sonstige‘.</p>
<p>Antisemitismus ist und bleibt inakzeptabel, ganz egal, aus welcher Richtung er kommt. Einen ,ehrbaren‘ Antisemitismus gibt es nicht, ganz egal, wer ihn vertritt und wie er sich tarnt. Jeder Antisemitismus gehört geächtet. Dazu gehört ein entsprechender Verfolgungsdruck. Doch genau der fehlt nach wie vor: Meinen Anfragen zufolge gab es im gesamten Jahr 2025 in ganz Sachsen lediglich sieben (!) Verurteilungen wegen antisemitischer Straftaten, die in allen Fällen mit Geldstrafen abgeschlossen wurden. Das ist ein verheerend schlechter Wert, kaum höher als im Vorjahr (5). Zum Vergleich: 2021 waren immerhin noch 26 Urteile gegen Judenhasser&nbsp;gefallen. In der Tendenz gibt es also immer mehr Fälle, aber immer weniger Konsequenzen. Dafür stand 2025 das bundesweit bekannt gewordene&nbsp;Beispiel eines klar antisemitischen und rassistischen Inserats im Sebnitzer Amtsblatt,&nbsp;<a href="https://alt.linksfraktionsachsen.de/presse/detail/ermittlungen-zu-rassistischer-und-antisemitischer-anzeige-eingestellt-rico-gebhardt-die-generalstaatsanwaltschaft-sollte-das-pruefen/">zu dem die Ermittlungen eingestellt wurden</a>.&nbsp;</p>
<p>Zum Schutz jüdischen Lebens in Sachsen würde es zum Beispiel auch beitragen, wenn die Stelle des Beauftragten der Staatsregierung für das Jüdische Leben hauptamtlich ausgestattet wird – das fordert die Linksfraktion seit Jahren. Stattdessen prüft die Staatsregierung derzeit im Rahmen ihrer geplanten ,Maßnahmen zur Strukturanpassung‘, Beauftragtenposten abzuschaffen, um Geld zu sparen. Dieser Weg wird dem gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter schaden.“</p>
<p><em>PM 04. April 2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Weiter viele Drogentote – Drogenkonsumraum in Leipzig und Substitution in den Landkreisen auf den Weg bringen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Mindestens 20 Menschen sind 2025 infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben. Gleichzeitig musste die Zahl für 2024 nach oben korrigiert werden – mit sechs nacherfassten Todesfällen liegt deren Zahl nun bei 34. Das zeigen die Antworten auf meine Kleine Anfrage (Drucksachen 8/1503, 8/6230). Mit zehn Toten gab es mit Abstand die meisten Fälle in Leipzig. &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/weiter-viele-drogentote-drogenkonsumraum-in-leipzig-und-substitution-in-den-landkreisen-auf-den-weg-bringen-01-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Weiter viele Drogentote – Drogenkonsumraum in Leipzig und Substitution in den Landkreisen auf den Weg bringen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/04/bilder-jahresbilanz-3_2jahresbilanz_320x213_drogenhilfe_bg_1024.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-23492" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/04/bilder-jahresbilanz-3_2jahresbilanz_320x213_drogenhilfe_bg_1024-300x200.png" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/04/bilder-jahresbilanz-3_2jahresbilanz_320x213_drogenhilfe_bg_1024-300x200.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/04/bilder-jahresbilanz-3_2jahresbilanz_320x213_drogenhilfe_bg_1024-768x512.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/04/bilder-jahresbilanz-3_2jahresbilanz_320x213_drogenhilfe_bg_1024.png 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Mindestens 20 Menschen sind 2025 infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben. Gleichzeitig musste die Zahl für 2024 nach oben korrigiert werden – mit sechs nacherfassten Todesfällen liegt deren Zahl nun bei 34. Das zeigen die Antworten auf meine Kleine Anfrage (Drucksachen <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=1503&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined"> 8/1503</a>, <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6230&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined"> 8/6230</a>). Mit zehn Toten gab es mit Abstand die meisten Fälle in Leipzig. Hauptsubstanzen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl, auch in Verbindung mit anderen Drogen. Ich meine: <span id="more-25523"></span></p>
<p>„Jeder Todesfall infolge des Drogenkonsums ist einer zu viel. Oft sind Überdosierung, verunreinigte Substanzen oder Mischkonsum ursächlich. Das ist vermeidbar, indem Ansätze zur Schadensminimierung gestärkt werden. Leipzig hat ein fertiges Konzept für einen Drogenkonsumraum, Ausstattung, Träger und Mitarbeitende sind bereit. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage musste das Projekt allerdings auf Eis gelegt werden. Dabei ist klar, dass Drogenkonsumräume Leben retten, Risiken minimieren und Wege in Hilfesysteme öffnen können. Wir sehen auch den Freistaat in der Verantwortung: Schadensminimierende Instrumente dürfen nicht an Geldmangel scheitern!</p>
<p>Auch Substitution kann die Probleme lindern: Opiatabhängige Patientinnen und Patienten können so nach einem Therapiekonzept mit Ersatzstoffen erfolgversprechend behandelt werden. <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Substitutionstherapie_(Opiate)">Substitutionstherapie</a><a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Substitutionstherapie_(Opiate)">n</a> sollen das Überleben sichern und den Gesundheitszustand sowie die soziale Lage stabilisieren. In Sachsen fehlen aber weiterhin zahlreiche Medizinerinnen und Mediziner, die diese Leistung erbringen. Ihre Zahl ist von 70 im Jahr 2024 auf 58 zum Jahresanfang 2026 drastisch gesunken (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6231&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6231</a>). Im Erzgebirgskreis und im Landkreis Görlitz gibt es gar keine substituierenden Ärztinnen und Ärzte. Auch in Leipzig, wo der Druck am größten ist, ist es ein Arzt weniger geworden. Zwar ist die Zahl der Substitutionstherapien von 1.524 auf 1.416 nur geringfügig zurückgegangen. Wenn es weniger Personal gibt, wird Lage aber komplizierter, zumal der Bedarf das Angebot übersteigt.</p>
<p>Die Staatsregierung darf nicht tatenlos zusehen. Das ärztliche Personal braucht Anreize, zu substituieren. Suchtprävention und Hilfesysteme müssen gut ausgestattet werden. Darauf werden wir auch bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt achten.“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/erneut-viele-queerfeindliche-straftaten-in-sachsen-vor-allem-bei-csds-jetzt-eine-gegenstrategie-entwickeln-30-03-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 18:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jule.linxxnet.de/?p=25504</guid>

					<description><![CDATA[Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: Drucksache 8/5847). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/erneut-viele-queerfeindliche-straftaten-in-sachsen-vor-allem-bei-csds-jetzt-eine-gegenstrategie-entwickeln-30-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25231" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png" alt="" width="255" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png 255w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-768x903.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png 832w" sizes="auto, (max-width: 255px) 85vw, 255px" /></a>Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5847&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5847</a>). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl noch steigen – das Landeskriminalamt hat eine Sonderstatistik angekündigt, die noch nicht abgeschlossen ist, wie auf eine weitere Kleine Anfrage hin mitgeteilt wurde (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5852&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5852</a>). Mein Kommentar:&nbsp;</p>
<p>„Im langjährigen Vergleich ist das der zweithöchste Wert, nachdem 2024 mit 181 queerfeindlichen Straftaten ein alarmierender ,Rekord‘ erreicht worden war. Zuvor hatte die Fallzahl jahrelang stark zugenommen. Hauptgrund dafür sind die gehäuften Angriffe gegen Christopher-Street-Day-(CSD)-Veranstaltungen. <span id="more-25504"></span></p>
<p>Dazu kam es auch im vergangenen Jahr: Fast alle CSDs wurden Ziel von Störaktionen, teils auch körperlichen Übergriffen. Allerdings landet nur ein Teil davon in der Statistik. Beispiel Bautzen, wo am 10. August mehr als 500 Neonazis gegen den CSD mit über 3.000 Menschen mobil gemacht hatten: Laut Statistik kam es dort ,nur‘ zu acht queerfeindlichen Taten. Mindestens ebenso viele weitere Attacken des sogenannten Gegenprotests wurden hingegen nicht als queerfeindlich bewertet, darunter körperliche Übergriffe. Mit dieser inkonsequenten Erfassung wird das Ausmaß der Bedrohung verschleiert.</p>
<p>In einem besonders gravierenden Fall hat die Staatsanwaltschaft Görlitz erst kürzlich die Ermittlungen ,gegen Unbekannt‘ erfolglos eingestellt. Demnach wurde während des Bautzner CSD ein ziviler Polizeibeamter zu Boden geschlagen und auf ihn eingetreten, wobei er aufgefordert wurde, ,sein Handy zu zeigen, um festzustellen, dass dieser ‚keine Zecke‘ sei‘. Offenbar wurde das Opfer für einen CSD-Teilnehmer gehalten. Über die brutale Tat wurde bislang öffentlich nicht berichtet. Das Justizministerium hat darauf nur beiläufig hingewiesen, im Rahmen einer gewohnt langen Liste von Verfahrenseinstellungen bei rechten Straftaten (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5194&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5194</a>).</p>
<p>Die Staatsregierung darf queerfeindliche Angriffe nicht achselzuckend hinnehmen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein Klima der Bedrohung gegen queere Menschen. Wir fordern die Staatsregierung mit einem aktuellen Antrag auf, eine Strategie zu entwickeln, die gegen Diskriminierung vorgeht (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6297&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6297</a>). Weiterhin muss insbesondere rund um CSD-Demonstrationen sichergestellt werden, dass Drohungen und Anfeindungen gegenüber den Teilnehmenden eingehegt, systematisch erfasst und konsequent verfolgt werden.“</p>
<p><em>Hinweis: Am Abend des 30.3.2026 wurde bei einer Veranstaltung der Agentur für Aufklärung und Demokratie, des Kulturbüros Sachsen, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen eine Studie zu den Auswirkungen rechter Gegenmobilisierung auf Pride-Teilnehmende in Sachsen </em><a href="https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/VNODP/sichtbarkeit-und-sicherheit?cHash=0d03b29b775cb28afca17fb40ed4d380"><em>vorgestellt</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Azubis brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum – Landtag berät jetzt über Initiativen von Linken und Grünen</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/azubis-brauchen-mehr-bezahlbaren-wohnraum-landtag-beraet-jetzt-ueber-initiativen-von-linken-und-gruenen-29-03-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 18:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auszubildende sind besonders armutsgefährdet und von Wohnarmut betroffen. Die Ausbildungsvergütungen und die Mindestvergütung sind viel zu gering. Gleichzeitig steigen die Mietkosten, besonders in den Großstädten, aber nicht nur dort. Wir beobachten mit Sorge, dass Azubis ebenso wie Studierende in Leipzig und Dresden auf völlig überteuerte Mini-Apartments angewiesen sind, oft angeboten von dubiosen Vermietern. Wer eine &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/azubis-brauchen-mehr-bezahlbaren-wohnraum-landtag-beraet-jetzt-ueber-initiativen-von-linken-und-gruenen-29-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Azubis brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum – Landtag berät jetzt über Initiativen von Linken und Grünen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-23883" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-1024x683.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-768x512.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-1536x1024.jpg 1536w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-2048x1365.jpg 2048w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-markus-spiske-3806754-1200x800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Auszubildende sind besonders armutsgefährdet und von Wohnarmut betroffen. Die Ausbildungsvergütungen und die Mindestvergütung sind viel zu gering. Gleichzeitig steigen die Mietkosten, besonders in den Großstädten, aber nicht nur dort. Wir beobachten mit Sorge, dass Azubis ebenso wie Studierende in Leipzig und Dresden auf völlig überteuerte Mini-Apartments angewiesen sind, oft angeboten von dubiosen Vermietern. Wer eine Ausbildung macht, darf nicht gezwungen sein, zwischen überteuertem Wohnraum und langen Pendelstrecken zu wählen.</p>
<p>Der Landtag überwies gestern Anträge der Links- und der Grünenfraktion, die bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende anstreben (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5554&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8">Drucksache 8/5554</a>), in die Ausschüsse. <span id="more-25496"></span></p>
<p>Mit dem Bund-Länder-Programm ,Junges Wohnen‘ fließen seit 2023 rund 32 Millionen Euro jährlich nach Sachsen, zunächst ausschließlich für Studierendenwohnheime. Auf Druck von Kommunen, Gewerkschaften und auch der Linken geht seit 2024 die Hälfte des Geldes ins Azubiwohnen. Über die Schulinfrastrukturverordnung werden 60 Prozent der Gesamtbaukosten gefördert, bereits 2024 lagen Anträge vor – für Wohnheim-Sanierungen in Leipzig und Zittau und für zwei dringend benötigte Neubauten in Leipzig. Die aber drohen zu scheitern, weil der Fördersatz zu niedrig ist. Klamme Kommunen können den Eigenanteil nicht stemmen. Private Investoren kalkulieren Mieten, die diesen erwirtschaften sollen, aber deshalb für Auszubildende unerschwinglich sind. Beim ersten geplanten Azubiwohnheim in Leipzig wurden Mieten von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter berechnet. Wer kann das bezahlen?</p>
<p>Wir schlagen Maßnahmen vor, die auch von Gewerkschaften und Berufsbildungsträgern unterstützt werden. Zentral ist die Bildung einer interministeriellen Arbeitsgruppe. Ziel ist ein durchdachtes Netz an Azubi-Wohnheimen, etwa in der Nähe großer Berufsschulzentren oder in Regionen mit vielen Ausbildungsbetrieben. Der Förderanteil von 60 Prozent muss steigen. Langfristig bezahlbar bleibt Wohnraum nur in öffentlicher, kommunaler, genossenschaftlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft. Private Eigentümer sind hingegen auf Profit aus, wenn die Zweckbindung ausläuft. Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben sollten zusätzliche Kapazitäten schaffen, etwa durch Mitfinanzierung gegen zeitlich begrenzte Belegungsrechte. Die Mietbelastung sollte 25 Prozent der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung nicht überschreiten.</p>
<p>Wir sollten zudem über ein Landes-Azubiwerk als Pendant zu den Studierendenwerken sprechen. Es könnte Strukturen schaffen, Beratung bündeln und langfristig verlässliche Angebote schaffen. 2024 brachen in Sachsen über 6.200 Auszubildende ihre Lehre ab. Gute Wohnbedingungen stabilisieren Ausbildungen und sichern Fachkräfte!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Meine&nbsp;<b>Rede zu unserem Antrag &#8222;</b><b>Wohnraum für Auszubildende sozial gerecht und nachhaltig gestalten! &#8222;Drs 8/5554</b></h3>
<p>Auszubildende sind überproportional armutsgefährdet und von Wohnarmut betroffen. Auch in Sachsen. Die Ausbildungsvergütungen sind niedrig, die Mindestvergütungsgrenzen viel zu gering. Gleichzeitig steigen die Mietkosten, besonders in den Großstädten, aber längst nicht nur dort.</p>
<p>Am Ende bleibt vielen jungen Menschen schlicht zu wenig zum Leben. Wir beobachten zudem mit Sorge, dass Azubis – ebenso wie Studierende – in Leipzig und Dresden auf völlig überteuerte Miniapartments angewiesen sind, oft angeboten von dubiosen Vermietern.</p>
<p>Wer eine Ausbildung macht, darf nicht gezwungen sein, zwischen überteuertem Wohnraum und langen Pendelstrecken zu wählen.</p>
<p>Aus diesem Befund ergibt sich ein klarer politischer Handlungsauftrag. Denn wir sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen – junge Menschen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Wenn wir ihnen keinen bezahlbaren Wohnraum bieten können, gefährden wir langfristig die Fachkräftebasis. Darum richten wir mit unserem Antrag den Fokus – wie auch die Bündnisgrünen – auf die Wohnsituation von Auszubildenden in Sachsen.</p>
<p>Mit dem Bund-Länder-Programm „Junges Wohnen“ fließen seit 2023 endlich Mittel nach Sachsen – rund 32 Millionen Euro pro Jahr. Zunächst waren diese Gelder ausschließlich auf Studierendenwohnheime ausgerichtet. Noch 2023 hieß es auf eine Kleine Anfrage von Juliane Nagel noch stoisch: Für Wohnmöglichkeiten von Azubis seien die Schulträger verantwortlich.</p>
<p>Erst durch den Druck von Kommunen, Gewerkschaften und auch uns wurde das Programm für Azubiwohnen geöffnet. Seit 2024 werden die Mittel hälftig aufgeteilt. Das ist ein Fortschritt – aber eben nur ein erster Schritt.</p>
<p>Denn jetzt zeigen sich die praktischen Probleme. Die Förderung erfolgt über die Schulinfrastrukturverordnung, vorgesehen sind 60 Prozent der Gesamtbaukosten. 2024 lagen bereits konkrete Anträge vor: für Sanierungen bestehender Wohnheime in Leipzig und Zittau und für zwei Neubauten in Leipzig.</p>
<p>Doch die dringend notwendigen Neubauten drohen zu scheitern. Die 60-Prozent-Förderung reicht schlicht nicht aus. Klamme Kommunen können den Eigenanteil nicht stemmen, und private Investoren kalkulieren Mieten, die den Eigenanteil erwirtschaften sollen, aber damit für Auszubildende unerschwinglich sind. Beim ersten geplanten Azubiwohnheim in Leipzig wurden Mieten von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter berechnet. Wer soll sich das von einem Ausbildungsgehalt von 800, 900 Euro leisten können?</p>
<p>Hinzu kommt: Kosten für gemeinnützigen Betrieb oder pädagogische Betreuung, etwa für minderjährige Auszubildende, sind nicht vorgesehen. Diese müssten zusätzlich auf die ohnehin zu hohen Mieten umgelegt werden.</p>
<p>Auch strukturelle Fragen sind ungeklärt: Warum werden nur Azubis berücksichtigt, die wegen der Berufsschule einpendeln, warum sind Azubis ausserhalb der dualen Ausbildung ausgeschlossen? Wie gehen wir mit minderjährigen Azubis um? Und was passiert nach Ablauf der zwölfjährigen Zweckbindung der Fördermittel, insbesondere wenn private Investoren beteiligt sind?</p>
<p>Ergo: Wenn wir bezahlbares Azubiwohnen wollen, müssen wir jetzt nachsteuern.</p>
<p>Unser Antrag schlägt deshalb konkrete Maßnahmen vor, die auch von Gewerkschaften und Berufsbildungsträgern unterstützt werden. Zentral ist die Bildung einer interministeriellen Arbeitsgruppe. Nicht nur das Kultusministerium, sondern auch das Wirtschafts- und Arbeitsministerium, das Sozialministerium, Gewerkschaften, Kammern und kommunale Vertreterinnen und Vertreter müssen gemeinsam Lösungen entwickeln. Das Thema betrifft Arbeitsmarktpolitik, Bildungspolitik und Sozialpolitik gleichermaßen. Und genau das erkennt auch die Infrastrukturministerin in ihrer Stellungnahme zu unserem Antrag klar und deutlich an.</p>
<p>Ziel muss es sein, wie es die DGB-Jugend formuliert, ein durchdachtes Netz an Azubi-Wohnheimen zu schaffen – etwa in der Nähe großer Berufsschulzentren oder in Regionen mit vielen Ausbildungsbetrieben.</p>
<p>Dafür braucht es mehr als die bisherigen Mittel. Das Programm „Junges Wohnen“ muss ergänzt werden – insbesondere durch Kostenerstattungen für gemeinnützigen Betrieb sowie für soziale Betreuung. Auch der Förderanteil von 60 Prozent gehört auf den Prüfstand. Wenn wir wirklich bezahlbaren Wohnraum wollen, müssen wir stärker fördern.</p>
<p>Unsere klare Prämisse lautet: Langfristig bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende – vorzugsweise in öffentlicher, kommunaler, genossenschaftlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft, damit uns das mit Fördermitteln errichtete Gebäude auch nach Ablauf der Zweckbindung erhalten bleibt. Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben können zusätzliche Kapazitäten schaffen, etwa durch Mitfinanzierung gegen zeitlich begrenzte Belegungsrechte.</p>
<p>Die Mietbelastung für Auszubildende muss sozialverträglich bleiben. Sie sollte grundsätzlich 25 Prozent der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung nicht überschreiten. Gleichzeitig brauchen wir transparente, sozial gerechte und diskriminierungsfreie Vergabeverfahren.</p>
<p>Azubiwohnheime sind mehr als Schlafplätze. Sie können Orte der Unterstützung und der sozialen Stabilität sein. Einsamkeit, psychische Belastungen und Druck führen bei Auszubildenden zu Ausbildungsabbrüchen, 2024 brachen in Sachsen über 6.200 Auszubildende ihre Lehre vorzeitig ab. Rund 60 Prozent der arbeitslosen jungen Erwachsenen zwischen 20 und 34 Jahren haben keinen Berufsabschluss.</p>
<p>Hier können wir präventiv handeln. Gute Wohnbedingungen stabilisieren Ausbildungen, stärken junge Menschen und sichern Fachkräfte.</p>
<p>Lassen Sie uns deshalb das Azubiwohnen auf feste und breite Füße stellen.</p>
<p>Und lassen Sie uns im Zuge dieser Diskussion auch über die Idee eines Landesazubiwerks sprechen – als Pendant zu den Studierendenwerken. Ein solcher Schritt könnte Strukturen schaffen, Beratung bündeln und langfristig für verlässliche Angebote sorgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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