WM-kritische Kundgebung am 16. Juni in Leipzig-Connewitz

Die Gruppe Rassismus tötet! Leipzig ruft für Montag, 16.6.2014 ab 18 Uhr zu einer Kundgebung „Love football. Hate the world cup“ ans Connewitzer Kreuz auf. Mit der Kundgebung werden die „Neben“-Effekte der gegenwärtigen WM in Brasilien thematisiert und kritisiert.
Zwar vermeidet der Aufruf die Funktion des (Leistungs-)Sport im Kapitalismus herauszuarbeiten, er benennt aber detailliert die Folgen der teuersten WM ever für die breite Schicht der Deklassierten in Brasilien. Bereits vor einem Jahr begannen in dem südamerikanischen Land soziale Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen und die schlechten Lebensbedingungen. Die repressiven Maßnahmen des Staates greifen nun auch auf den Widerstand gegen die WM über.
Ein weiteres Thema der Kundgebung sind Rassismus und Chauvinismus, die sich hierzulande regelmäßig zu internationalen Sportevents Bahn brechen. Das überhebliche Posen mit der Deutschland-Fahne bildet den Nährboden für menschenfeindliche Äußerungen und rassistische Übergriffe. 1998 wurde Nuno Lourenço in Gaschwitz bei Leipzig nach einem verlorenen WM-Deutschland-Spiel von Nazis so massiv angegriffen, dass er fünf Monate später verstarb.

Es gibt viele Gründe die WM zu kritisieren. Darum: kommt zur Kundgebung. Montag, 16. Juni 2014, 18:00 Uhr Connewitzer Kreuz!

>>> zum Aufruf „LOVE FOOTBALL – HATE THE WORLD CUP!“

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