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	Kommentare zu: Soli-Besetzung in Ústí nad Labem (CZ) – Diskriminierung von Roma auf allen Ebenen abschaffen!	</title>
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		Von: Kein Platz für Roma &#8211; Doku aus Ústí nad Labem (Tschechien) : Juliane Nagel		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kein Platz für Roma &#8211; Doku aus Ústí nad Labem (Tschechien) : Juliane Nagel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 09:54:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] und eines Wohnheims in Ústí nad Labem Ende Januar 2013 (ein Artikel zum Thema findet sich hier) und illustriert die krasse Benachteiligung dieser Bevölkerungsgruppe in Tschechien.  Category: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] und eines Wohnheims in Ústí nad Labem Ende Januar 2013 (ein Artikel zum Thema findet sich hier) und illustriert die krasse Benachteiligung dieser Bevölkerungsgruppe in Tschechien.  Category: [&#8230;]</p>
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		Von: Maulwurf		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maulwurf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 17:35:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Předlice, einem Stadtteil von Ústí nad Labem, kam es heute (12.3.2013) zu einer Zusammenkunft von Vertreter_innen der Stadt, Anwohner_innen, Presse und Aktivist_innen von „Hass ist kein Lösung“. Dazu aufgerufen hatte letzte Woche Miroslav Brož (siehe dazu Beitrag http://ecoleusti.wordpress.com/2013/03/11/zuspitzung-p/ ) da bekannt wurde, dass die Stadt plant, ca. 20 weitere Häuser in diesem Stadtteil abzureißen, was wiederum den Auszug bzw. die Obdachlosigkeit der jetzigen Bewohner_innen bedeuten würde. Nachdem Brož folgende Forderungen vorgetragen hatte und als Handzettel verteilte, kam es zu einer Art offenem Gespräch zwischen Anwohner_innen und Vertreter_innen der Stadt.

Forderungen:
- Reinigung des öffentlichen Raums (freiwillig oder für eine geringe Entlohnung + benötigte Gerätschaften, Handschuhe, Container...)
-Arbeitserlaubnisse für die Instandsetzung / Reparatur der Häuser sollten Leute aus Předlice und idealerweise aus den zu reparierenden Häusern selbst erhalten
- zur-Verfügung-Stellung des Materials für die Reparatur der Häuser
- Anschluss an das Internet
- Reparatur der Straßen (ebenfalls eine Möglichkeit Leute aus Předlice anzustellen)


In Folge dessen verlas zunächst eine Vertreter_in der Stadt fleißig die Position der Stadtoberen, in der unter anderem auch eine Statistik angeführt wurde, welche die Investitionen des letzten Jahres belegen sollte. Wie bereits am Sonntag letzter Woche berichteten Menschen aus Předlice über ihre teilweise sehr deprimierenden Erfahrungen im Alltag bzw. über die anhaltende Ablehnung, welche ihnen zuteil wird. Auch kritisierten sie die Stadt für den schändlichen Umgang mit ihnen und versuchten zu belegen, dass die Situation im Viertel nichts mit Ihnen als Gruppe zu tun habe.

Folglich reagierten die weißen Mitmenschen mit reflexartiger Geschwindigkeit, dass die Zustände selbst verschuldet seien. „Warum liegt Müll auf der Straße, wenn dort die Mülltonnen stehen?“ Kleinweltlicher ließe sich kaum argumentieren, berichtete doch ein Rom von seinen Erfahrungen der Jobsuche bzw. der Ablehnung, die ihm dabei zuteil wurde. Ein Freund, der beim größten örtlichen Arbeitgeber Dreck und Säcker arbeitet, berichtete von einer freien Stelle. Als er jedoch beim Arbeitsamt nachfragte, hieß es plötzlich, es gäbe gar keine Stelle.   

Es ist wiederholt deprimierend festzustellen, dass offensichtlich keine Möglichkeiten bestehen an der Situation der Menschen vor Ort, welche in ruinösen Häusern leben etwas zu ändern. Solange sich in den Köpfen der Entscheidungsträger_innen vor Ort nichts ändert, können sich Betroffene totstrampeln und bemühen, wie sie wollen. Am Ende sind sie ohnehin wieder nur die „Unangepassten“, was allein durch die Tatsache, dass sie im Viertel XYZ wohnen belegt zu sein scheint. Der Fotograph einer der größten Tageszeitungen vor Ort machte sich indes gar nicht die Mühe, den Gesprächen der Anwohner_innnen und anderen Menschen zu folgen, sondern fotografierte lediglich das, was alle darunter verstehen, wenn mensch ins „Zigeunerghetto“ fährt: „Schmutz, kaputte Straßen, kleffende Hunde, Ansammlungen von POC vor Müllcontainern vor einer Kulisse der Zerstörung. Auf den Artikel der Vertreterin von Český rozhlas sind wir indes gespannt, machte sie sich doch die Mühe alles aufzuzeichnen und verfolgte gespannt das Szenario.

So begrüßenswert solche Termine wie die heutigen sind, betrachten wir es als nicht zielführend, dass die Anwohner_innen mit derartigen Arbeiten wie in den Forderungen enthalten, betraut werden. Denn Empowerment bedeutet nicht, die Instandsetzung und Erhaltung der Infrastruktur eines Viertels in die Hände der Bewohner_innen zu geben. Hinterfragungswürdig ist des Weiteren – darauf sei hier nochmals hingewiesen – die Vergabe der staatlichen Mietzuschüsse. Warum zahlen die Verantwortlichen diese Gelder direkt auf das Konto der Eigentümer_innen, ohne dabei zumindest sicherzustellen, dass diese ihren Pflichten gegenüber den Bewohner_innen nachkommen?

Gruppe Maulwurf – demnächst mehr bei ecoleusti.wordpress.com]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Předlice, einem Stadtteil von Ústí nad Labem, kam es heute (12.3.2013) zu einer Zusammenkunft von Vertreter_innen der Stadt, Anwohner_innen, Presse und Aktivist_innen von „Hass ist kein Lösung“. Dazu aufgerufen hatte letzte Woche Miroslav Brož (siehe dazu Beitrag <a href="http://ecoleusti.wordpress.com/2013/03/11/zuspitzung-p/" rel="nofollow ugc">http://ecoleusti.wordpress.com/2013/03/11/zuspitzung-p/</a> ) da bekannt wurde, dass die Stadt plant, ca. 20 weitere Häuser in diesem Stadtteil abzureißen, was wiederum den Auszug bzw. die Obdachlosigkeit der jetzigen Bewohner_innen bedeuten würde. Nachdem Brož folgende Forderungen vorgetragen hatte und als Handzettel verteilte, kam es zu einer Art offenem Gespräch zwischen Anwohner_innen und Vertreter_innen der Stadt.</p>
<p>Forderungen:<br />
&#8211; Reinigung des öffentlichen Raums (freiwillig oder für eine geringe Entlohnung + benötigte Gerätschaften, Handschuhe, Container&#8230;)<br />
-Arbeitserlaubnisse für die Instandsetzung / Reparatur der Häuser sollten Leute aus Předlice und idealerweise aus den zu reparierenden Häusern selbst erhalten<br />
&#8211; zur-Verfügung-Stellung des Materials für die Reparatur der Häuser<br />
&#8211; Anschluss an das Internet<br />
&#8211; Reparatur der Straßen (ebenfalls eine Möglichkeit Leute aus Předlice anzustellen)</p>
<p>In Folge dessen verlas zunächst eine Vertreter_in der Stadt fleißig die Position der Stadtoberen, in der unter anderem auch eine Statistik angeführt wurde, welche die Investitionen des letzten Jahres belegen sollte. Wie bereits am Sonntag letzter Woche berichteten Menschen aus Předlice über ihre teilweise sehr deprimierenden Erfahrungen im Alltag bzw. über die anhaltende Ablehnung, welche ihnen zuteil wird. Auch kritisierten sie die Stadt für den schändlichen Umgang mit ihnen und versuchten zu belegen, dass die Situation im Viertel nichts mit Ihnen als Gruppe zu tun habe.</p>
<p>Folglich reagierten die weißen Mitmenschen mit reflexartiger Geschwindigkeit, dass die Zustände selbst verschuldet seien. „Warum liegt Müll auf der Straße, wenn dort die Mülltonnen stehen?“ Kleinweltlicher ließe sich kaum argumentieren, berichtete doch ein Rom von seinen Erfahrungen der Jobsuche bzw. der Ablehnung, die ihm dabei zuteil wurde. Ein Freund, der beim größten örtlichen Arbeitgeber Dreck und Säcker arbeitet, berichtete von einer freien Stelle. Als er jedoch beim Arbeitsamt nachfragte, hieß es plötzlich, es gäbe gar keine Stelle.   </p>
<p>Es ist wiederholt deprimierend festzustellen, dass offensichtlich keine Möglichkeiten bestehen an der Situation der Menschen vor Ort, welche in ruinösen Häusern leben etwas zu ändern. Solange sich in den Köpfen der Entscheidungsträger_innen vor Ort nichts ändert, können sich Betroffene totstrampeln und bemühen, wie sie wollen. Am Ende sind sie ohnehin wieder nur die „Unangepassten“, was allein durch die Tatsache, dass sie im Viertel XYZ wohnen belegt zu sein scheint. Der Fotograph einer der größten Tageszeitungen vor Ort machte sich indes gar nicht die Mühe, den Gesprächen der Anwohner_innnen und anderen Menschen zu folgen, sondern fotografierte lediglich das, was alle darunter verstehen, wenn mensch ins „Zigeunerghetto“ fährt: „Schmutz, kaputte Straßen, kleffende Hunde, Ansammlungen von POC vor Müllcontainern vor einer Kulisse der Zerstörung. Auf den Artikel der Vertreterin von Český rozhlas sind wir indes gespannt, machte sie sich doch die Mühe alles aufzuzeichnen und verfolgte gespannt das Szenario.</p>
<p>So begrüßenswert solche Termine wie die heutigen sind, betrachten wir es als nicht zielführend, dass die Anwohner_innen mit derartigen Arbeiten wie in den Forderungen enthalten, betraut werden. Denn Empowerment bedeutet nicht, die Instandsetzung und Erhaltung der Infrastruktur eines Viertels in die Hände der Bewohner_innen zu geben. Hinterfragungswürdig ist des Weiteren – darauf sei hier nochmals hingewiesen – die Vergabe der staatlichen Mietzuschüsse. Warum zahlen die Verantwortlichen diese Gelder direkt auf das Konto der Eigentümer_innen, ohne dabei zumindest sicherzustellen, dass diese ihren Pflichten gegenüber den Bewohner_innen nachkommen?</p>
<p>Gruppe Maulwurf – demnächst mehr bei ecoleusti.wordpress.com</p>
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