Rechtsmotivierte und rassistische Übergriffe in Sachsen 2011

186 Übergriffe auf insgesamt 269 nicht-rechte Jugendliche, MigrantInnen, AntifaschistInnen, sozial Benachteiligte, Homosexuelle … die Jahresstatistik der Opferberatungsstellen des RAA Sachsen e.V. spricht eine klare Sprache. In Sachsen müssen Menschen um ihre körperliche Unversehrtheit bangen, weil sie nicht ins Weltbild von Menschen passen, die Ideologien der Ungleichwertigkeit anhängen.

Zwar fiel die Zahl der von den Opferberatungsstellen registrierten Übergriffe von 239 im Jahr 2010 auf 186 im Jahr 2011, jedoch kann von einer Dunkelziffer ausgegangen werden, d.h. dass einerseits Menschen aus verschiedenen Gründen weder zur Polizei noch zur Beratung gehen, andererseits erlebte Gewalt und Diskriminierung nicht als rechtsmotiviert oder rassistisch kategorisieren.
Nicht zuletzt bedeutet die Zahl von 186 Übergriffen, dass im Jahr 2011 ca. aller zwei Tage ein Mensch von rechter Gewalt betroffen war. Als wenn dies  nicht krass genug wäre, verzeichnen die Opferberatungsstellen des RAA Sachsen auch im Jahr 2011 einen rechts motivierten Mord. Andre K. starb am 1. Juni 2011 nachdem er ein paar Tage vorher von fünf Männern in Oschatz malträtiert wurde. Derzeit findet vor dem Landgericht in Leipzig die Verhandlung gegen die mutmaßlichen Täter statt.
Die kreisfreien Städte Dresden und Leipzig bilden mit 40 bzw. 36 Übergriffen die negativen Spitzenreiter in Sachsen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt.

Die Jahresstatistik der Opferberatung des RAA Sachsen unterstreicht einmal mehr: die Antwort auf diese Zustände heißt Antifaschismus!

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