Notwendig, unbeliebt, rar – Leipziger Proberaumstudie bündelt ein Problem

Artikel von Daniel Thalheim aus Anlass der Veröffentlichung der Bandstudie 2012 durch die LeISA GmbH, die sich schwerpunktmäßig mit der Proberaumsituation in Leipzig auseinandersetzt.

Der Artikel erschien leicht gekürzt in der April-Ausgabe von “Leipzigs Neue” und komplett auf dem Blog http://danielthalheim.wordpress.com

Das Thema Proberäume lässt die Leipziger nicht los. Die LeISA GmbH Leipzig veröffentlicht im März eine Studie zu den Proberäumen in Leipzig. Zuvor war das Thema ein kleines Politikum. Die Frage bleibt: Wann strukturiert die Musikszene sich?

Sie sind laut, sehen vielleicht anders als die anderen aus und haben vielleicht nicht das an sich, was einem geschniegelten Popstar aus dem Fernsehen entspricht. Musiker sehen nicht immer wie ein Schlagersänger aus, dem die Frauen zu Füßen liegen. Manche Künstler haben lange Haare, tragen schwere Gitarren und widmen sich den harten Rockklängen – von Punk bis Metal. Viele von ihnen studieren, gehen arbeiten oder gehen sogar noch zur Schule. Fällt ihnen vielleicht leicht. Aber Proberäume finden ist in Leipzig eine mühselige Sache.

Eine lange Vorgeschichte

Dirk Tschentscher-Trinks genannt Beck, Veranstaltungsleiter des Villakellers in der LeISA GmbH und Initiator des Leipziger Bandalmanachs nahm sich der Sache der Leipziger Musiker an und legt Anfang 2013 eine Studie zum Bestand der Leipziger Proberäume auf den Tisch. Auf 42 Seiten breitet er die Ergebnisse von 172 Fragebögen aus. 87 Bands nahmen an der Umfrage teil. Sie fand vom August bis Dezember 2012 statt. Der Ursprung reicht viel weiter zurück.
„Der Ausgangspunkt der Studie liegt in der VILLA im Jahr 2008“, sagt der Projektleiter. „Das war das Jahr als ich hier in der VILLA angefangen habe. Eine meiner ersten Fragen, die ich zu bewältigen hatte, war eine Richtungsentscheidung. Wo wollen wir mit den Angeboten unseres Villakellers hin? Bands waren schon damit ein wichtiger Teil der Arbeit des Villakellers. Was wir jedoch nicht richtig beantworten konnten, war die Frage, wie sind Bands in Leipzig eigentlich aufgestellt? Was brauchen Bands in Leipzig für ihre Entwicklung? Von welcher Größenordnung reden wir in Leipzig eigentlich?“
Laut Tschentscher-Trinks existierten bereits Zahlen aus dem Jahr 2006, aber die waren nach seinen Aussagen zu dürftig. Also musste die neue Bandstudie her. “Wir haben die Bandstudie ja nun seit 2009 jährlich durchgeführt und die Ergebnisse jeweils am Ende eines Jahres mit dem entsprechenden Fachpublikum diskutiert“, führt er weiter aus. „Eine erste Resonanz war die Feststellung, dass wir in Leipzig viel mehr Vernetzung der Akteure der Bandförderung brauchen. Aus diesem Grund haben wir dann auch die “Arbeitskreis Bandförderung” ins Leben gerufen, der eben ein Podium für genau diese Diskussionen sein soll.”

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