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	<title>Wahlen &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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		<title>Vom Plenarsaal auf die Barrikaden</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 21:00:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Linke hat kurz vor der Bundestagswahl eine denkwürdige Kehrtwende hingelegt und ist mit einem der besten Ergebnisse seit der Gründung souverän als Fraktion in den Bundestag und auch ins Interesse der Medienöffentlichkeit zurückgekehrt (https://emanzipation.org/2025/03/die-linke-nach-der-wahl-aufbauen/). Wiederentdeckte Taktiken linker Politik durch direkte Hilfsangebote, Organizing in den Betrieben, Haustürgespräche, aber auch eine professionelle und strategische Öffentlichkeitsarbeit vor &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/vom-plenarsaal-auf-die-barrikaden-21-10-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vom Plenarsaal auf die Barrikaden“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20375" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px-300x300.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px-300x300.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px-150x150.png 150w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px-768x768.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px-624x624.png 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/07/LINKE-SX_LTW19_Mockup_Sozialismus_900x900px.png 900w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Linke hat kurz vor der Bundestagswahl eine denkwürdige Kehrtwende hingelegt und ist mit einem der besten Ergebnisse seit der Gründung souverän als Fraktion in den Bundestag und auch ins Interesse der Medienöffentlichkeit zurückgekehrt (<a href="https://emanzipation.org/2025/03/die-linke-nach-der-wahl-aufbauen/">https://emanzipation.org/2025/03/die-linke-nach-der-wahl-aufbauen/</a>). Wiederentdeckte Taktiken linker Politik durch direkte Hilfsangebote, Organizing in den Betrieben, Haustürgespräche, aber auch eine professionelle und strategische Öffentlichkeitsarbeit vor allem im Social-Media-Bereich scheinen sich deutlich in Wähler*innenstimmen ausgezahlt zu haben. Dem Pakt von CDU und AfD zur Verschärfung der Migrationspolitik widersprach die Linke in klarer und authentischer Art und Weise Wir sind die Brandmauer! &#8211; lautet unser Versprechen, auch dieses Momentum trug zum Comeback bei.</p>
<p>Doch was kommt danach, und wie lauten die Alltags-Erfolgsrezepte einer linken, sozialistischen Partei? Wir meinen, dass die Möglichkeiten parlamentarischer Arbeit und deren grundsätzliche Bedeutung für die Partei nicht unterschätzt werden sollten. Wir wollen in diesem Beitrag die Vielzahl der Ressourcen parlamentarischer Mandate für Partei und Bewegung sowie Perspektiven für eine radikalreformistische Politik aufzeigen, die unseren Wähler*innen präzise Ansatzpunkte liefert, wie wir nicht nur von unten, sondern auch vom Parlament aus einer Umgestaltung der Gesellschaft näherkommen können.&nbsp;</p>
<p>Wir wollen Antworten geben auf die Fragen: Wofür braucht es Die Linke im Parlament auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene – und warum sind diese Funktionen eben nicht durch Parteiaufbau und Organizing zu ersetzen? Durch einen komplementären Ansatz lassen sich strukturelle Erneuerung mit aktivistischer Parteiarbeit einerseits und rebellische Parlamentsarbeit verbinden.</p>
<p>Mein Debattenbeitrag mit Katalin Gennburg<span id="more-25190"></span></p>
<p><strong>I. Mandate = Ressourcen &amp; Strukturen</strong><br />
Eine automatische Folge einer starken Fraktion im Bundestag sind umfangreiche finanzielle Zuwendungen aus der staatlichen Parteienfinanzierung. Zusätzlich profitiert die Partei dank unserer hohen Mandatsträger*innenabgaben finanziell erheblich durch jeden gewonnenen Parlamentssitz. Klug genutzt, lässt sich dieses zusätzliche Budget unmittelbar in mehr greifbare Hilfs- und Beratungsangebote, Präsenz an den Haustüren und Social-Media-Feeds sowie linke Treffpunkte ummünzen: Mehr Ressourcen ergeben bessere Strukturen, mehr Vernetzung und Organisierung. Nicht zuletzt unterstützen viele unserer Abgeordneten als Einzelpersonen lokale Initiativen im Wahlkreis mit regelmäßigen Spenden und stärken so ganz konkret Akteur*innen für eine solidarische Gesellschaft vor Ort.</p>
<p>Jeder gewonnene Parlamentssitz ist zudem mit mehr Geldmitteln für Fraktions- und Wahlkreismitarbeitende verbunden, die wiederum für unsere Strategie- und Kampagnenentwicklung, die Erarbeitung linker Gesetzesvorhaben und die Präsenz im Wahlkreis unverzichtbar sind. Darüber hinaus haben staatliche Zuwendungen für die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine überlebenswichtige Bedeutung. Mitgliedsbeiträge allein reichen nicht, um die dortigen Strukturen linker Theorie-, Bildungs- und Strategiearbeit zu erhalten und auszubauen, deren Bedeutung für linke Politik innerhalb und außerhalb des Parlaments sehr wichtig ist.<br />
&nbsp;<br />
<strong>II. Mandate als Sprachrohr für Partei und Bewegung</strong><br />
Eine sehr wichtige Rolle für unsere politische Glaubwürdigkeit spielt außerdem die individuelle Ausgestaltung des Mandats durch die Gewählten. Der über die Jahre ritualisierte und an vielen Stellen (nachvollziehbarer Weise) von Unverständnis geprägte Blick vieler Basismitglieder auf die frühere „Fraktionsblase“ im politischen Berlin darf kein Dauerzustand bleiben. Ein sinnvoller Einsatz von realistischen Mandatszeitbegrenzungen und die parteiinterne Deckelung der Abgeordnetendiäten können hierzu beitragen. Für Diskussion und Auseinandersetzung zwischen Basis und Fraktion(en) sollten Orte etabliert werden und die Anbindung unserer Abgeordneten an die Basisarbeit vor Ort selbstverständlich sein.</p>
<p>Insbesondere geht es uns hier darum, die Position von Abgeordneten als Sprachrohr und Ressource für Partei und Bewegung zu betrachten. Hierzu gehört die Frage, wie wir unsere Wahlkreisbüros nutzen. Diese Orte sollten ganz selbstverständlich nicht nur für Aktivitäten rund um die Partei zur Verfügung stehen, sondern für alle Menschen im eigenen Wahlkreis offen sein, die sich für eine solidarischere Gesellschaft einbringen wollen. Von Antifa- und Klimagruppen bis zu lokalen Kulturvereinen und Freizeittreffs ist die Klientel, die unsere Räume benötigt und nutzt, sicherlich je nach Standort sehr unterschiedlich. Vor allem im ländlichen Ostdeutschland, wo es teilweise kaum oder keine Treffpunkte außerhalb einer stramm rechten Hegemonie gibt, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, einen Schutzraum, Support und Infrastruktur für die verbliebenen demokratischen Akteuren*innen anzubieten.</p>
<p>Je nach Anforderungen können unsere Büros vieles sein: Plenumsort und Bibliothek, Veranstaltungslocation und Techniklager, Café und Kneipe, Copyshop und Beratungszentrum. Um diese Funktionen zu erfüllen, braucht es aber nicht nur Ressourcen für Einrichtung und Miete, sondern auch eine solidarische Vergütung für Genoss*innen, die unsere Büros betreuen und progressive Akteur*innen im Wahlkreis miteinander vernetzen. Das Abgeordnetenbüro ist nicht nur Treffpunkt und offener Raum, sondern hat auch einen Schutzstatus: Von der Bereitstellung der Postadresse für Initiativen bis hin zu verschlüsselten und sicheren IT-Angeboten können wir unsere Namen für diejenigen hinhalten, die in ihrer Arbeit lieber anonym bleiben wollen. Die Idee und Umsetzung von offenen Büros hat in unserer Partei inzwischen eine lange Traditionslinie und heute werden viele Abgeordnetenbüros als solche Kollektivorte geführt. Die Erfolge dieser Bürokonzepte lassen sich in Leipzig, Dresden, Treptow und anderswo nachvollziehen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>III. Mandate als Schutz linker Aktivist*innen</strong><br />
Das Parlamentsmandat exponiert uns und bietet darüber hinaus einen rechtlichen Schutz, um bspw. Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams als parlamentarische Beobachter*innen zu begleiten. Wo wir als Anmelder*innen von Kundgebungen auftreten, können wir außerparlamentarische Akteur*innen entlasten und unterstützen.<br />
Die parlamentarischen Möglichkeiten sind darüber hinaus vielfältig. Es gilt, die eigene Zeit nicht nur an den analogen und digitalen Kampfplätzen zu verbringen, die auch ohne Mandat zugänglich wären. Sehr wirkmächtig lässt sich mit parlamentarischen Instrumenten der politische Betrieb aufmischen. Eines der simpelsten Mittel ist das Öffentlichmachen von Informationen mittels Kleiner Anfragen – Informationen, an die Medienschaffende, NGOs und Aktivist*innen ansonsten nur unter sehr viel umständlicheren Bedingungen gelangen können. Bereits unzählige Male wurden skandalöse Zustände in der Polizei, auf dem Wohnungsmarkt oder der Asylpolitik aufgrund unserer unermüdlichen parlamentarischen Anfragen aufgedeckt und medial aufgegriffen.</p>
<p>Kleine Anfragen und parlamentarische Informationsbeschaffung liefern uns wichtige Daten zu Regierungshandeln und Informationen über politische Machtstrukturen. Systematisch eingesetzt, stellen sie eine unverzichtbare Grundlage für das Erkennen und Verstehen von politischen Problemen, die Entwicklung von Forderungen und für programmatische Diskurse für Die Linke und emanzipatorische soziale Bewegungen dar. Ohne Mandate und parlamentarische Repräsentation fehlen uns all diese Informationen. Ohne Kenntnis dessen, was im Zentrum der Macht geschieht, fällt der Aufbau von Gegenmacht schwer.<br />
Das gilt auch in die andere Richtung: Gerade, weil das Parlament ein Machtraum ist und von der Geschäftsordnung bis hin zu den wissenschaftlichen Parlamentsdiensten eine so komplexe Handlungsstruktur existiert, braucht es Menschen, die sich damit auskennen und auch aus Überzeugung dieses Wissen nutzen und umverteilen.</p>
<p><strong>IV. Parlamentarische Präsenz als Garant für (mediale) Sichtbarkeit</strong><br />
Der finanzielle und informationsbezogene Aspekt parlamentarischer Mandate ist zwar ein überlebenswichtiger, aber längst nicht der einzige Vorteil des ungeahnt erfolgreichen Winterwahlkampfes. Besonders bemerkbar ist aktuell auch die völlig veränderte Rolle in der Medienöffentlichkeit, die unsere Partei seit dem massiven Zugewinn an Wähler*innenzuspruch spielt. Auch wenn wir es zu lange vernachlässigt haben, möglichst alle Menschen, für die wir Politik machen &#8211; vom Werkstor über die Haustür bis zu Social Media &#8211; zu erreichen; die Massenmedien bleiben ein zentraler Ort des Agendasettings und der Produktion politischer Narrative. Wir können es uns nicht leisten, in Tagesschau und Talkshows, aber auch in den Regional- und Lokalzeitungen nicht präsent zu sein, wenn wir wirklich alle potenziellen Wähler*innen mit unserer Politik erreichen wollen. Das gilt vor allem für die großen Claims der politischen Debatte, für Widerspruch gegen eine neoliberale Finanz- und Steuerpolitik, die große Vermögen und Superreiche begünstigt, für eine laute Stimme gegen zutiefst menschenverachtende Äußerungen gegen Sozialleistungsbeziehende oder für die Abschaffung von Rechten von Menschen ohne deutschen Pass. Es reicht nicht, diesem permanenten Rechtsruck in den eigenen Social-Media-Blasen zu trotzen, wir müssen auch in die klassischen Arenen der Aufmerksamkeits- und Meinungsproduktion. Dabei nicht zu vergessen: gedruckte Materialien, um vor Ort in den Häusern und Nachbarschaften unsere Botschaften zu verteilen.</p>
<p><strong>V. Transformation beginnt im Kleinen – Belege für Erfolge lokaler linker Parlamentsarbeit</strong><br />
Wir haben mit der Bedeutung von finanziellen Ressourcen, Medienpräsenz, Wahlkreisbüros und Mandatsträger*innenrechten für die Partei und außerparlamentarische Zusammenhänge bereits verschiedene Funktionen ausgeführt, aufgrund derer parlamentarische Mandate ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher linker Politik sind – und welche gravierenden Auswirkungen deren Wegfall mit sich bringt. Gleichermaßen müssen wir jedoch bessere Antworten auf die Fragen nach Strategien und inhaltlichen Leitplanken für linke parlamentarische Mehrheiten finden, als sie die bisherige Praxis unserer Partei herausarbeiten konnte.</p>
<p>Oft übersehen, liefert die kommunale Ebene erfolgreiche Beispiele dafür, wie sich linke Mehrheiten in konkrete und spürbare Veränderungen ummünzen lassen. In Leipzig erkämpften wir als Stadtratsfraktion in vielen Bereichen wichtige Mehrheiten für eine solidarischere Stadtgesellschaft t: mit der Implementierung von Milieuschutzgebieten gegen konservative und liberale Akteure aus Politik und Immobilienwirtschaft, der Einführung konkreter Verfahren für die Ahndung von Mietwucher, durch die Erklärung zum „sicheren Hafen“ für Geflüchtete samt Begleitmaßnahmen, die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen für Verwaltungsmitarbeiter*innen oder die Entlastung von Beschäftigten in Kitas. Auch wenn die Handlungsmacht auf kommunaler Ebene manchmal marginal wirkt, hat sie oftmals bedeutsame Auswirkungen auf das Leben von Menschen. Dank unserer Initiative im Stadtrat wird es in Leipzig bald den neben Berlin ersten Drogenkonsumraum in Ostdeutschland geben – dieser wird das Leben von prekär lebenden Konsumierenden retten.</p>
<p>Die Berliner Linksfraktion erkämpfte kostenlose Mieter*innenberatungen in allen zwölf Berliner Bezirken, kostenfreie Toiletten (wenn auch derzeit nur 50 Prozent aller Toiletten) und freie Uferwege entlang der Berliner Gewässer als Ziel für die Stadtentwicklungspolitik, sowie den Schutz aller Kleingärten.In Treptow gelang es über die Basisorganisierung im Wahlkreis als sicht- und hörbare Abgeordnete, anknüpfend an vorherige Kiezkampagnen, gemeinsam mit den Anwohner*innen die medizinische Versorgung zu sichern. In einem zuvor bereits privatisierten Ärztehaus im Osten der Stadt wurde den damaligen Hausärzt*innen vom neuen Eigentümer gekündigt. Nach zwei Jahren Kampf ist die Hausarztversorgung wieder gesichert. Diese Beispiele zeigen eindrücklich, wie entscheidend linke Mehrheiten auf lokaler Ebene für konkrete Veränderungen sind.<br />
&nbsp;<br />
<strong>VI. Linkes Regieren im Kapitalismus – ein Desaster mit Ansage?</strong><br />
Wenig überraschend lassen sich die Erfolge linker Kommunalpolitik nur schwerlich auf die in ihren politischen Mehrheiten und Entscheidungskompetenzen völlig anders strukturierte Landes- und Bundesebene übertragen. Zwar können wir uns auf die Fahne schreiben, in der Vergangenheit durch politischen Druck und Bündnisse mit gesellschaftlichen Akteur*innen dazu beigetragen zu haben, dass genuin linke Forderungen wie Mindestlöhne oder die Ehe für Alle von den Regierenden eingeführt worden sind. Auch in den Länderparlamenten konnten wir aus der Opposition heraus strukturelle Veränderungen bewirken. In Sachsen betrifft dies etwa den sozialen Wohnungsbau, der erst 2017 auch durch unsere stetige parlamentarische Arbeit wieder in Gang gesetzt wurde oder die Einführung des Zweckentfremdungsverbots für Wohnraum, um gegen die kommerzielle Umnutzung durch Anbieter wie Airbnb und spekulativen Leerstand vorgehen zu können.</p>
<p>In der neuen Situation einer Minderheitsregierung aus CDU und SPD hat Die Linke in den Verhandlungen zum sächsischen Haushalt 2025/26 maßgeblich dazu beigetragen, schmerzliche Kürzungen im Sozialen, in der Jugendarbeit, Kultur, Integration und Demokratieförderung abzuwenden. Außerdem konnten wir die in Sachsen sehr strikte Schuldenbremse zumindest etwas lockern, um zukünftige Investitionen in die soziale Infrastruktur zu ermöglichen. Die parlamentarische Konstellation in Sachsen versetzt die Linke in die Situation, punktuell reale Verbesserungen durchzusetzen, aber nicht sklavisch an eine Koalition gebunden zu sein. Ein schmaler Grat, der immer wieder neu ausgelotet werden muss – auch durch eine breite, offene Debatte in Partei und Gesellschaft.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>In Berlin wurde in der rot-rot-grünen Regierung darüber hinaus unter anderem erreicht: ein kostenloses Schüler*innenticket, die Einführung des 9€-Tickets als Sozialticket, die Umsetzung des Mietenvolksentscheides, der die soziale Steuerung der landeseigenen Wohngesellschaften inklusive der Mietobergrenzen in den Wohnungen der landeseigenen Wohnungen forderte, die nach wie vor diskutierte Bebauung des Tempelhofer Feldes zu verhindern und die Sicherung des Freiraums gegen Investorenwünsche, sowie des Fahrradvolksentscheids mittels des Ausbaus und der Priorisierung der Fahrrad- und Fußgänger*innensicherheit in Berlin. Alle diese Entscheide wurden von uns umgesetzt und werden jetzt durch die schwarz-rote Regierung angegriffen und zurückgedreht.<br />
Nicht zu vergessen: die Einführung des für die gesamte Berliner Verwaltung bis zur Polizei geltende Antidiskriminierungsgesetz, der kostenlose Museums-Sonntag, den schwarz rot&nbsp; mit Amtsantritt unmittelbarabgeschaffte.. oderdas „Netzwerk der Wärme“, welches aus Erfahrungen der Pandemie solidarische Nachbarschaften und unkommerzielle Orte stärkt.</p>
<p>Linke Regierungsbeteiligungen auf Landesebene standen oft in einem unvorteilhaften Licht und konnten den in sie gesetzten Erwartungen nicht entsprechen. In einigen Fällen sind unsere Erfolge zu unsichtbar geblieben oder wurden durch den Druck des konservativ-rechten Lagers infrage gestellt. Dass es linken Parteien quer durch Europa ähnlich ergangen ist (<a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1041573.linksregierungen-in-europa-haben-versagt.html">https://www.nd-aktuell.de/artikel/1041573.linksregierungen-in-europa-haben-versagt.html</a>), markiert die besondere Schwierigkeit, tragfähige Argumente und überzeugende Strategien für eine auf Regierungsverantwortung ausgerichtete linke Politik zu entwickeln. Dennoch sind diese Perspektiven unverzichtbar, um Die Linke langfristig als eine politische Kraft zu etablieren, die gesellschaftliche Mehrheiten gewinnen und ihren Wähler*innen einen überzeugenden Transformationsplan hin zum demokratischen Sozialismus anbieten kann (<a href="https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/wir-muessen-mehr-ueber-macht-nachdenken-unsere-eigene-und-die-der-anderen-warum-linkes-mit-regieren-notwendig-ist/">https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/wir-muessen-mehr-ueber-macht-nachdenken-unsere-eigene-und-die-der-anderen-warum-linkes-mit-regieren-notwendig-ist/</a>).</p>
<p>Ein Beispiel für mutige, an Systemgrenzen kratzende linke Politik war der Berliner Mietendeckel.&nbsp; Es waren vor allem unabhängige Jurist*innen, die sich mit ihrer fachlichen Expertise für dieses politische Anliegen zusammensetzten und in endlosen Abendstunden einen Gesetzesvorschlag erarbeiteten. Mit dem Druck der Straße im Rücken und dem Wissen, dass eine linke Regierungsbeteiligung immer einem Transformationsanspruch folgen muss, ging die Linke in den Widerstand gegen das Immobilienkapital. Wir wissen heute: Der Mietendeckel wurde von CDU &amp; FDP weggeklagt und muss nun auf Bundesebene eingeführt werden. In Berlin haben wir als Linke gezeigt, dass es dieses entschlossene Handeln braucht.<br />
Inzwischen haben mehrere europäische Länder eine gesetzliche Mietenregulierung nach Berliner Vorbild eingeführt.</p>
<p>Das von einer rot-rot-grünen Landesregierung erarbeitete Gesetz war eine unserer wichtigsten Forderungen im Bundestagswahlkampf 2025 – und wir waren damit sehr erfolgreich. Für die Einführung eines Mietendeckels streitet auch die neue Bundestagsfraktion. Dafür braucht es mehr Druck aus Gesellschaft und Mieter*innenschaft sowie ein kluges Zusammenwirken aus verschiedenen strategischen Ansätzen, die auch linke Regierungspolitik mutig einbeziehen. Für progressive Ansätze im Rahmen des Möglichen benötigen wir zwingend parlamentarische Arbeit und den unbändigen Willen, das Bestehende in Frage zu stellen – aus dem heute in ein sozialistisches Morgen. Daran können wir scheitern, gerade wenn wir auf den verschiedenen Ebenen unterschiedlichen– nämlich wenig(er) – Gestaltungsspielraum haben. Hieraus aber muss der Ansporn erwachsen, daran etwas zu ändern.</p>
<p><strong>Conclusio: Das Parlament ist tot, es lebe die Haustür!</strong><br />
Viel ist in jüngerer Zeit über die Bedeutung von Haustürgesprächen, betrieblicher Organisierung und Gegenmacht von unten geschrieben worden. Diese Konzepte und strategischen Überlegungen erwiesen und erweisen sich als enorm bedeutsam für die Neuaufstellung der Linken als Mitmach- und Kümmererpartei. Zuweilen werden Verlautbarungen dazu jedoch von einem Impetus getragen, der Verantwortungsträger*innen und Abgeordnete unserer Partei kollektiv als lethargische Bürokrat*innen und bloße Karrierist*innen darstellt, die sich stets auf der Jagd nach dem nächsten vermeintlich lukrativen Posten befänden und die man entsprechend an die Kette legen müsste. Wahlweise wird dabei die Möglichkeit progressiver Veränderungen durch parlamentarische Arbeit gleich mit unter den Bus geworfen und der Machtaufbau an der Basis der Gesellschaft – der Haustür &#8211; zur einzig erfolgsversprechenden Strategie erklärt.</p>
<p>Bei allem verständlichen Frust über ehemalige Mitglieder dieser Partei, die unsere Strukturen und Mandate für den Aufbau eines nationalistisch-autoritären Gegenprojekts missbraucht haben, halten wir diese polarisierte Erzählung von Basis vs. „Funktionär*innen“ auf mehreren Ebenen für irreführend und falsch. Keinesfalls plädieren wir für eine Heroisierung von Mandatsträger*innen, aber wünschen uns eine innerparteiliche Kultur, welche die großen persönlichen Aufwendungen, die Abgeordnete genau wie die unzähligen ehrenamtlich tätigen Menschen in unserer Partei leisten, gleichermaßen wertschätzt.</p>
<p>Statt das Wirken im Rahmen des parlamentarischen Systems und außerparlamentarischer Organisierung als gegensätzliche Strategien zu propagieren, sollten wir beides als zwei Seiten der gleichen Medaille begreifen. Ohne direkte Ansprache an der Haustür, auf TikTok und am Werkstor keine Verankerung in der breiten Masse. Ohne Strategie, die auf parlamentarische Wirkmächtigkeit orientiert, eben auch keine realistische Perspektive, gesellschaftliche Zustimmungswerte tatsächlich in systemische Veränderungen umzusetzen. Eine Partei, die sich als Kümmerer und Empowerer geriert, wird langfristig nur dann gewählt werden, wenn sie glaubhaft Wege zur Umsetzung ihrer Forderungen präsentieren kann.</p>
<p>Im Plenarsaal selbst können uns sowohl die Konfrontation auf offener Bühne als auch das nachdenkliche Gespräch im Hinterzimmer weiterbringen. Es braucht unermüdlich nervende Abgeordnete, politische Verlässlichkeit zwischen den Machtebenen Partei–Parlament–Regierung und Bewegung, außerdem die Zuarbeiten von Expert*innen in Wissenschaft, Ämtern und Fachverbänden. Dieses komplexe Zusammenspiel lässt sich nur durch Glaubwürdigkeit der einzelnen Beteiligten erzielen, und die bekommen wir dann, wenn wir Überzeugungstäter*innen in unseren Spielfeldern mit sichtbaren Vorgeschichten sind und nicht so tun, als wäre das Parlament nur eine Bühne.</p>
<p>Was ein dezidiert antiparlamentarischer Ansatz darüber hinaus schnell aus dem Blick verliert, ist die Möglichkeit einer Politik der kleinen Schritte, die schon heute in der Lage ist, konkrete Momente der Solidarität und kollektiven Fürsorge parlamentarisch zu erkämpfen. Statt auf den Streif der Klassenmacht am Horizont zu warten, verlangen die sich zuspitzenden Verhältnisse von uns als Partei des demokratischen Sozialismus, auch bereits in der Gegenwart den engen Rahmen des Möglichen auf pragmatischen Wegen auszunutzen.</p>
<p>Wir stehen für einen komplementären Ansatz. Parteiaufbau und -Organisierung sind kein Selbstzweck, gesellschaftliche Bündnisse kommen nicht von allein und eine von allem abgeschottete Fraktion, die sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, braucht niemand. Doch erst im Zusammenwirken im strategischen Dreieck von Parlament, Partei und Gesellschaft werden wir eine stärkere Wirkung erzielen, davon sind wir überzeugt. Für die Zukunft braucht es Verfahren, um die naturgemäß auftretenden Widersprüche von linker Politik in Regierungsverantwortung und Parteipositionen konstruktiv zu bearbeiten und in konkreten Fällen handlungs- und sprechfähig zu sein. Dazu benötigt es Räume, Zeit und vor allem die allseitige Bereitschaft, Debatten konstruktiv und unter Anerkennung eigener Fehler zu führen.</p>
<p><strong>Zeit für was Neues – den Aufbruch von Links gemeinsam gestalten</strong><br />
Anti-Establishment und gestaltende Politik müssen sich keinesfalls ausschließen. Es geht um die Ausarbeitung konkreter Utopien, verbunden mit der Anerkennung der Notwendigkeit von Kompromissbildung bei deren Umsetzung. Unsere Wähler*innen müssen sich darauf verlassen können, dass wir im Zweifel zu unseren Grundsätzen und unserem Wahlprogramm stehen, derentwegen sie uns ihre Stimme gegeben haben. Dieses neben unzähligen inhaltlichen Differenzen zentrale Unterscheidungskriterium zur rückgratlosen Realpolitik von SPD und Grünen hat uns nach dem Fall der Brandmauer im Januar 2025 zahllose Stimmen zurückerobert und ist von essenzieller Bedeutung, um die Mehrheit der progressiv denkenden Menschen auf Bundesebene langfristig an uns binden zu können.</p>
<p>Wenn, und nur wenn der Erhalt unserer Glaubwürdigkeit auf der einen und die Erarbeitung im parlamentarischen Rahmen umsetzbarer Schritte der Transformation zum demokratischen Sozialismus auf der anderen Seite gelingen, können linke Regierungsoptionen erfolgreich und ein Weg zur Verwirklichung konkreter Utopien sein. Es ist an uns allen – auf der Straße, an den Haustüren, in den Wahlkreisbüros und Plenarsälen – in den nächsten dreieinhalb Jahren die Weichen dafür zu stellen, dass wir als Etappenziel dorthin 2029 deutlich zweistellig in den Bundestag einziehen, uns in den Landesparlamenten (wieder) etablieren und zur zentralen Stimme der gesellschaftlichen Linken werden. Packen wir’s an!</p>
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		<title>Demokratische Teilhabe von wohnungslosen Menschen in Leipzig stärken!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 07:06:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Leipzig steigt: Fast 1000 waren es nach Zählung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2024. Wer keinen festen Wohnsitz hat, ist in Sachsen von den Kommunalwahlen ausgeschlossen – die allermeisten Bundesländer haben diese Regelungen längst verändert. Doch es geht nicht allein ums kommunale Wahlrecht, sondern auch um die Senkung von &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/demokratische-teilhabe-von-wohnungslosen-menschen-in-leipzig-staerken-08-07-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Demokratische Teilhabe von wohnungslosen Menschen in Leipzig stärken!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-22213" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG-300x137.jpeg" alt="" width="300" height="137" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG-300x137.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG-1024x466.jpeg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG-768x349.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2021/08/E9iwTumXIAAvvyG.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Leipzig steigt:<a class="link-extern external" title="external link" href="https://gleft.de/6hl" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Fast 1000 waren es nach Zählung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2024</a>. Wer keinen festen Wohnsitz hat, ist in Sachsen von den Kommunalwahlen ausgeschlossen – die allermeisten Bundesländer haben diese Regelungen längst verändert. Doch es geht nicht allein ums kommunale Wahlrecht, sondern auch um die Senkung von Hürden für die Wahlteilnahme und die strukturelle Einbindung von Selbstvertretungen.</p>
<p><a class="link-extern external" title="external link" href="https://gleft.de/6hm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mit einem Antrag </a>macht die Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der demokratischen Teilhabe von Menschen ohne festen Wohnsitz in Leipzig. Mein Statement dazu:<span id="more-25022"></span></p>
<p>„Wohnungslose Menschen haben selbstverständlich ein Recht auf Mitbestimmung. Die Politik hat in hohem Maße auch Einfluss auf ihr Leben und die Verbesserung ihrer Situation. Das betrifft die soziale und gesundheitliche Versorgung sowie die Wohnungspolitik. Aber auch in allen anderen politischen Fragen sollten Menschen ohne festen Wohnsitz über die Gestaltung der Stadt mitentscheiden dürfen. Es ist ein Armutszeugnis, dass wohnungslose Menschen in Sachsen im Gegensatz zu 13 anderen Bundesländern kein Kommunalwahlrecht haben!</p>
<p>Wir fordern, dass sich die Stadt Leipzig dafür auf Landesebene stark macht, damit Menschen ohne festen Wohnsitz auch schon zur 2027 nahenden Oberbürgermeisterwahl eine Stimme abgeben können.Gleichzeitig müssen die Hürden für die Teilnahme an den Wahlen gesenkt werden. Anlaufpunkte wie Tagestreffs, Kontaktstellen oder Übernachtungshäuser sollen hierbei eine aktive Rolle übernehmen. Bei Europa-, Bundestags- oder Landtagswahlen müssen sich wohnungslose Menschen bis zum 21. Tag vor dem Wahltermin ins Wählerverzeichnis eintragen lassen und eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Zwar ist die Zahl der Eintragungen bei der vergangenen Bundestagswahl gestiegen – von 16 im Jahr 2021 auf 29 – aber gemessen an der Zahl Betroffener nicht befriedigend.</p>
<p>Last but not least fordern wir, dass die Expertise der Betroffenen stärker in die Entwicklung von wohnungs- und sozialpolitischen Maßnahmen in Leipzig einfließt. Mit der Peer-Gruppe existiert seit geraumer Zeit eine aktive Selbstvertretung von Wohnungslosen in Leipzig. Deren Ideen und Netzwerke zu nutzen, um die Situation aller Betroffenen zu verbessern, ist mehr als sinnvoll.</p>
<p>Klar ist, dass das oberste Ziel die Beendigung von Wohnungslosigkeit sein muss – dazu müssen die Stimmen der Betroffenen größeres Gewicht bekommen. Es soll mit, statt nur über sie gesprochen werden.“&nbsp;</p>
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		<title>Für die zeitnahe Neuberufung des Migrantinnen- und Migrantenbeirats in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2025 19:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke und Freier Fraktion im Leipziger Stadtrat bekennen sich klar zur demokratischen Mitwirkung und politischen Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte in Leipzig. Die Wahl zum Migrantinnen- und Migrantenbeirat stellt hierfür ein wichtiges Instrument der politischen Teilhabe dar. In den letzten Wochen wurden mit zunehmender Vehemenz und verbaler &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/fuer-die-zeitnahe-neuberufung-des-migrantinnen-und-migrantenbeirats-in-leipzig-24-06-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Für die zeitnahe Neuberufung des Migrantinnen- und Migrantenbeirats in Leipzig!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke und Freier Fraktion im Leipziger Stadtrat bekennen sich klar zur demokratischen Mitwirkung und politischen Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte in Leipzig. Die Wahl zum Migrantinnen- und Migrantenbeirat stellt hierfür ein wichtiges Instrument der politischen Teilhabe dar.</p>
<p>In den letzten Wochen wurden mit zunehmender Vehemenz und verbaler Zuspitzung Zweifel an der Legitimität der Online-Wahl zum Migrantinnen- und Migrantenbeirat geäußert. Wir nehmen diese Kritik ernst und haben sie im Lichte der juristischen Einschätzung des Rechtsamts, der Stellungnahme zahlreicher gewählter und amtierender Mitglieder des Beirats sowie durch eigene Nachfragen und Gespräche mit den betreffenden Stellen geprüft.<span id="more-24996"></span></p>
<p>Das Rechtsamt der Stadt Leipzig hat dargelegt, dass die Durchführung der Wahl auf einer rechtsgültigen Satzung basiert, die durch die Ratsversammlung beschlossen wurde. Es handelt sich bei der Wahl nicht um ein formales Verwaltungs- oder Kommunalwahlverfahren, sondern um ein Beteiligungsverfahren zur Ermittlung von Vorschlägen für die Berufung sachkundiger Einwohner:innen. Die Ratsversammlung trifft letztlich die Entscheidung über die Besetzung – und berücksichtigt dabei maßgeblich, aber nicht zwingend bindend, das Wahlergebnis. Die rechtlichen Anforderungen wurden eingehalten, verfassungsrechtliche Bedenken bestehen nicht.</p>
<p>Auch Vertreter:innen des aktuellen und künftigen Migrantinnen- und Migrantenbeirats betonen in einem öffentlichen Brief, dass die Prämissen und Rahmenbedingungen der Wahl lange diskutiert und final vom Stadtrat beschlossen wurden, und dass der Prozess der Wahl transparent und aktiv begleitet werden konnte und wurde. Die Kritik Einzelner an der Struktur der Wahlordnung – etwa zur Länderaufteilung oder zum Online-Format – wurde bereits im Vorfeld in offenen Beteiligungsformaten diskutiert. Sie kann und sollte Gegenstand zukünftiger Evaluierungen sein, ändert jedoch nichts an der demokratischen Legitimität des jetzigen Verfahrens.</p>
<p>Wir würdigen ausdrücklich das Engagement aller Beteiligten – ob im Referat Migration und Integration, im Beirat selbst oder unter den vielen Kandidierenden und Wahlberechtigten. Persönliche Angriffe gegen Mitglieder des Migrantinnen- und Migrantenbeirats und Verwaltungsmitarbeitende sowie Rücktrittsforderungen weisen wir entschieden zurück. Die Diskussion der letzten Wochen darf nicht dazu führen, dass das Vertrauen in die Institution des Beirats und die politische Teilhabe von Migrant:innen geschwächt wird. Im Gegenteil: Die Neuberufung des neuen Migrantinnen- und Migrantenbeirats ist ein wichtiges Signal, um die Mitwirkung migrantischer Perspektiven in der Leipziger Stadtpolitik fortzusetzen und zu stärken.</p>
<p>Wir sprechen uns daher entschieden für die zeitnahe Neuberufung des Migrantinnen- und Migrantenbeirats durch die Ratsversammlung aus, soweit dem rechtlich nichts im Wege steht.</p>
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		<title>Es geht immer mehr, als man denkt: Ein Aufruf in Der Linken zu bleiben</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 12:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele von uns starren seit dem Bundesparteitag der Linken und den Austritten der folgenden Woche angestrengt auf das Glas und fragen sich: Ist es jetzt halbvoll? Oder ist es halbleer? Die Wahrheit ist: Das hängt von dem ab, was jetzt passiert. Ein gemeinsames Papier von Genoss*innen der Partei Die Linke: Wir waren geschockt von den &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/es-geht-immer-mehr-als-man-denkt-ein-aufruf-in-der-linken-zu-bleiben-30-10-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Es geht immer mehr, als man denkt: Ein Aufruf in Der Linken zu bleiben“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24467" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-300x300.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-1024x1024.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-150x150.jpg 150w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-768x768.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-1536x1536.jpg 1536w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben-1200x1200.jpg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/10/wirbleiben.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Viele von uns starren seit dem Bundesparteitag der Linken und den Austritten der folgenden Woche angestrengt auf das Glas und fragen sich: Ist es jetzt halbvoll? Oder ist es halbleer? Die Wahrheit ist: Das hängt von dem ab, was jetzt passiert. Ein gemeinsames Papier von Genoss*innen der Partei Die Linke: <span id="more-24466"></span></p>
<p>Wir waren geschockt von den Ereignissen auf dem Berliner Landesparteitag – und demgegenüber froh, dass es auf dem Bundesparteitag eine Debatte und eine Beschlussfassung zum israelisch-palästinensischen Konflikt und zur Abgrenzung von Antisemitismus gab, worauf sich aufbauen lässt. Es hat uns gezeigt, dass wir viele der Debatten, die wir schon einmal geführt haben, erneut führen müssen. Positionen, die wir für geklärt gehalten haben, müssen wir erneut begründen und für Mehrheiten werben. Immer deutlicher wird auch: Wer bestimmte traditionelle linke Setzungen z.B. in der Friedens- und Außenpolitik um jeden Preis festhalten will, verwickelt sich in Widersprüche, kündigt Solidaritäten auf und kann keine linke Perspektive bieten. Daher brauchen wir eine offene programmatische Debatte.</p>
<p>Der Beschluss des Bundesparteitages zu Nahost ist ein Kompromiss. Er hat Schwächen, etwa die unausgewogene und historisch verkürzte Darstellung der Vorgeschichte des 7.Oktobers. Er schafft aber Klarheit: Personen und Organisationen, die Hamas oder Hisbollah beklatschen oder unterstützen, können nicht Mitglied und keine Bündnispartner*innen für Die Linke sein. Wir erwarten vom gewählten Parteivorstand, dies auch durchzusetzen. Wir sehen den aktuellen Beschluss als Grundlage, die in diesem Sinne praktische Konsequenzen haben muss.</p>
<p>Es gibt einiges am letzten Parteitag und seiner Grundstimmung, was wir problematisch finden. Wir haben unterschiedliche Haltungen zum Bedingungslosen Grundeinkommen, aber einen Mitgliederentscheid nicht umzusetzen, widerstrebt unserem demokratischen Selbstverständnis – und die Debatte dazu war kein inhaltliches Glanzlicht. Wir glauben nicht, dass eine Erneuerung der Partei nur über Selbstmarketing und Gesprächsoffensive möglich ist – wir wollen eine Partei, die sich zu den aktuellen politischen Herausforderungen so nachvollziehbar positioniert, dass sie in der gesellschaftlichen Debatte wahrgenommen wird. „Die Linke macht Politik mit denen, die fortschrittliche Antworten auf die Herausforderungen der Zeit suchen und durchsetzen wollen, und mit denen, die bei der gesellschaftlichen Verteilung von Macht, Eigentum, Einkommen und Einfluss strukturell benachteiligt werden“ (Leitbeschluss Halle): Das lesen wir auch als Bekenntnis zu Feminismus, Antirassismus und internationaler Solidarität. Auch für uns ist „Klasse“ ein wichtiger Bezugspunkt unserer Politik. Aber einen gleichermaßen unscharfen wie inflationären Klassenbegriff, der traditionelle Orientierungen pauschal als „Klassenpolitik“ adeln will, sehen wir kritisch. Das strategische Dreieck (Protest und Bewegung, grundsätzliche Kritik und Alternativen, Übernahme konkreter politischer Gestaltungsmacht) halten wir für unverzichtbar, wenn wir Gesellschaft wirklich verändern wollen – das ist unbequem und manchmal unpopulär, aber es ist das, was eine linke Partei ausmacht.</p>
<p>Viele von uns haben sich in den letzten Jahren im Netzwerk Progressive Linke organisiert. Die Austritte von Genoss*innen, die uns nahestehen, wie Henriette Quade, Elke Breitenbach, Klaus Lederer, und vieler anderer schmerzen uns sehr. Wir teilen manches ihrer Kritik, kommen aber im Ergebnis zu einem anderen Schluss: Wir wollen für das Überleben der Linken kämpfen und dafür streiten, dass sie eine ernstzunehmende linke Kraft wird, die auf die Herausforderungen des 21.Jahrhunderts bessere Antworten hat als Zitate aus dem 19.Jahrhundert. Eine dogmatische oder rückwärtsgewandte Linke hat keine Überlebenschance. Dann sinken die Chancen, soziale und progressive Ziele in dieser Gesellschaft durchzusetzen und dem Rechtsruck eine fortschrittliche Perspektive entgegenzusetzen. DIE LINKE ist eine historische Errungenschaft und wir sind uns sicher: Wenn sie einmal weg ist, kommt eine zweite Chance nicht so schnell wieder.</p>
<p>Wir rufen dazu auf, nicht zu gehen. Aber wir wollen uns besser organisieren und lauter werden: innerhalb der Linken und darüber hinaus. Wir sind überzeugt, dass viele einen solchen Anlaufpunkt suchen. Das sind wir auch den vielen Neueingetretenen schuldig, die auf den Bruch mit Sarah Wagenknecht und dem BSW gewartet haben, die eine linke Partei suchen, und die ein Recht darauf haben, dass wir die Diskussion um den weiteren Weg mit ihnen führen.</p>
<p>Der Bundesparteitag bot auch Anlass zur Hoffnung. Die Auftritte von Gerhard Trabert und Sarah Lee Heinrich etwa ermutigen uns, dass Die Linke wieder attraktiv werden kann für gesellschaftliche Linke, die heimatlos geworden sind: Durch das Versagen der Ampel, den Rechtsruck von SPD und Grünen, aber auch durch das politische Versagen der Linken in den letzten Jahren. Wir sind offen für Menschen, die bei SPD und Grünen keine Perspektive mehr für sich sehen. Wir werben um Menschen, die die Erfahrung machen, dass das Engagement in Bewegungen, NGOs, Initiativen allein nicht ausreicht, um grundlegende Spielregeln der Gesellschaft zu verändern. Die Linke für sie alle wieder attraktiv zu machen &#8211; dabei können wir eine wichtige Rolle spielen, dafür wollen wir gemeinsam mit euch kämpfen! Wir werden uns aktiv in die Debatte zum Bundestagswahlprogramm, in die Wahlkämpfe und in die programmatische Erneuerung der Linken einbringen und möchten das zusammen mit euch tun.</p>
<p>Wie geht es weiter?</p>
<p>Am 6.11. machen wir eine Videokonferenz. Wir wollen darüber reden, wie wir uns innerhalb der Partei Die Linke im Sinne dieses Aufrufs besser organisieren können und was dabei die „Mission“ ist. Das muss nicht in der Form klassischer Arbeitsgemeinschaften oder Strömungen sein, aber ohne eine gewisse Struktur wird es nicht gehen.</p>
<p>Am 23.11. trifft sich das Netzwerk Progressive Linke bundesweit in Berlin. Daran werden viele von uns teilnehmen und die Ergebnisse des 6.11. dort einbringen.</p>
<p>Gebt euch einen Ruck und bewegt euch. Mehr werden hilft immer. Alleine grübeln ist keine Lösung. Und es geht immer mehr, als man denkt.</p>
<p><strong>Unterzeichner*innen:</strong></p>
<p>Sabine Berninger<br />
Dr. Cornelia Ernst<br />
Luca Grimminger<br />
Frederike-Sophie Gronde-Brunner<br />
Anne Helm<br />
Kerstin Köditz<br />
Katharina König-Preuss<br />
Caren Lay<br />
Sofia Leonidakis<br />
Cornelia Möhring<br />
Juliane Nagel<br />
Luise Neuhaus-Wartenberg<br />
Cansu Özdemir<br />
Markus Pohle<br />
Martina Renner<br />
Sabine Ritter<br />
Paul Schäfer<br />
Martin Schirdewan<br />
Christiane Schneider<br />
Katina Schubert<br />
Christoph Spehr</p>
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		<title>Gegen die rechte Normalisierung: Interview nach der Landtagswahl in Sachsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 17:33:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Gespräch zur Landtagswahl mit Juliane Nagel, die für die Partei Die Linke auch Teil des neuen Landtags in Sachsen sein wird. Die Linke ist ja mit 4,5 % in ganz Sachsen an der 5%-Hürde gescheitert. Aber einzelne Direktmandate sichern nun doch das Fortbestehen linker Politik im Landtag. Mit 36,5% ist Juliane Nagel im südlichen Wahlkreis &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/gegen-die-rechte-normalisierung-interview-nach-der-landtagswahl-in-sachsen-03-09-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gegen die rechte Normalisierung: Interview nach der Landtagswahl in Sachsen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gespräch zur Landtagswahl mit Juliane Nagel, die für die Partei Die Linke auch Teil des neuen Landtags in Sachsen sein wird. Die Linke ist ja mit 4,5 % in ganz Sachsen an der 5%-Hürde gescheitert. Aber einzelne Direktmandate sichern nun doch das Fortbestehen linker Politik im Landtag. Mit 36,5% ist Juliane Nagel im südlichen Wahlkreis Leipzig 4 zu einem Direktmandat gekommen und dazu kommt Nam Duy Nguyen mit 39,8 % in Leipzig 1 im Zentrum, damit die einzigen linken Direktmandate in Sachsen.<br />
Im Interview geht es um linke Perspektiven, um Regierungsoptionen und was kommen wird.</p>
<p><strong>&gt;&gt;&gt; <a href="https://www.freie-radios.net/130493">Anhören</a></strong></p>
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		<title>Hilft Arm abhacken gegen die AfD? Faschisten stoppen richtig gemacht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2024 21:06:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
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					<description><![CDATA[In Sachsen stehen Landtagswahlen an, und wieder lesen und hören wir, man solle am 1. September in Sachsen „strategisch“ die CDU wählen, um eine AfD-Regierungsbeteiligung zu verhindern. Liebe Leute, lasst diese – auch noch sinnlose – Selbstverstümmelung sein! Nicht alles, was weh tut, ist eine Strategie. ■ Ohne eine Linke im Parlament werden rechte Bündnisse &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/hilft-arm-abhacken-gegen-die-afd-faschisten-stoppen-richtig-gemacht-2-14-08-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Hilft Arm abhacken gegen die AfD? Faschisten stoppen richtig gemacht!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24392" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1-300x300.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1-300x300.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1-1024x1024.png 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1-150x150.png 150w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1-768x768.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/1.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In Sachsen stehen Landtagswahlen an, und wieder lesen und hören wir, man solle am 1. September in Sachsen „strategisch“ die CDU wählen, um eine AfD-Regierungsbeteiligung zu verhindern. Liebe Leute, lasst diese – auch noch sinnlose – Selbstverstümmelung sein! Nicht alles, was weh tut, ist eine Strategie.</p>
<p>■ Ohne eine Linke im Parlament werden rechte Bündnisse wahrscheinlicher.</p>
<p>■ Gerade die sächsische CDU ist DER Wackelkandidat, was eine Zusammenarbeit mit der AfD angeht. Viele Beispiele aus Kreis- und Gemeindevertretungen belegen das.</p>
<p>■ Je stärker die CDU nach der Wahl sein wird, desto unwahrscheinlicher werden Lösungen für soziale, wirtschaftspolitische, demokratische und ökologische Zukunftsfragen und umso wahrscheinlicher ist sogar eine<br />
Zusammenarbeit mit der AfD – im Zweifelsfall in einer&nbsp; Minderheitsregierung, die von der AfD toleriert wird.</p>
<p>■ Die seit über 30 Jahren regierende sächsische CDU in ihrer autoritären Selbstherrlichkeit ist mitschuld am Aufstieg der AfD. Jetzt rennt sie den verlorenen Wähler*innen hinterher, indem sie noch weiter politisch nach rechts rückt.</p>
<p>Also: Wer mit der Zweitstimme CDU wählt, stimmt mitnichten gegen eine AfD-Beteiligung!</p>
<p>Zusatzfakt: Mit drei linken Direktmandaten und einer Linken Fraktion im Landtag erhält die AfD zwei bis drei Sitze weniger. Umgerechnet sind das fast vier Millionen Euro weniger für Faschisten.</p>
<p>Mit der Erststimme haben wir in Leipzig 2014 und 2019 den Rechten außerdem einen Wahlkreis abgenommen – Leipzig-Süd ging an Die Linke und Juliane Nagel.</p>
<p>In anderen Leipziger Wahlkreisen haben schon 2014 und 2019 dazu nur wenige Prozent gefehlt, damit genau das dort auch klappt. Auch das letzte Kommunalwahlergebnis zeigt, dass mindestens drei Leipziger Direktmandate für die Linke möglich sind.</p>
<p>Macht den Bock nicht zum Gärtner! Es braucht in Sachsen kein „Weiter so!“, sondern einen demokratischen Aufbruch und eine starke linke Kraft. CDU zu wählen hilft nicht gegen die AfD, aber die Perspektive von linker Politik, abseits von CDU und AfD. Unterstützt linke Ideen, macht linke Politik auf Landesebene sichtbar. Lasst Euch nicht verunsichern. Stimmt am 1. September mit Herz und Verstand für eine progressive Politik in Sachsen!</p>
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		<title>Überall in der Gesellschaft gibt es Barrieren &#8211; wir wollen sie schneller abbauen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2024 11:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Werkstattzeitung der Diakonie am&#160; Thonberg &#8222;Schneckenpost&#8220; hat die Kandidat*innen zur Landtagswahl interviewt. Hier meine Antworten auf die verschiedenen Fragen zu Inklusion, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Barrierefreiheit: 1 Viele Menschen sind mit der aktuellen Politik nicht zufrieden. Für manche ist Politik z. B. zu kompliziert und oft auch unverständlich. Was ist notwendig, um &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/ueberall-in-der-gesellschaft-gibt-es-barrieren-wir-wollen-sie-schneller-abbauen-13-08-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Überall in der Gesellschaft gibt es Barrieren &#8211; wir wollen sie schneller abbauen.“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_ressort-unserepolitik-inklusion_32ddd69854.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24388" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_ressort-unserepolitik-inklusion_32ddd69854-300x169.jpeg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_ressort-unserepolitik-inklusion_32ddd69854-300x169.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_ressort-unserepolitik-inklusion_32ddd69854-768x434.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_ressort-unserepolitik-inklusion_32ddd69854.jpeg 976w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Werkstattzeitung der Diakonie am&nbsp; Thonberg <a href="https://www.dat-leipzig.de/ueber-uns/aktuelles/schneckenpost/">&#8222;Schneckenpost&#8220;</a> hat die Kandidat*innen zur Landtagswahl interviewt. Hier meine Antworten auf die verschiedenen Fragen zu Inklusion, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Barrierefreiheit: <span id="more-24387"></span><em><br />
</em></p>
<p><strong>1 Viele Menschen sind mit der aktuellen Politik nicht zufrieden. Für manche ist Politik z. B. zu kompliziert und oft auch unverständlich. Was ist notwendig, um alle Menschen zu erreichen? Welche Strategien haben Sie, um alle Menschen „abzuholen“?</strong></p>
<p>Auch wir kritisieren, dass Politik nicht für alle Menschen verständlich ist. Wir übersetzen darum <a href="https://www.dielinke-sachsen.de/wp-content/uploads/2024/08/Wahlprogramm_LTW_2024_Die_Linke_Leichte_Sprache.pdf">unsere Wahlprogramme in Leichte</a> und einfache Sprache. Es sollte auch viel mehr Zusammenfassungen in Leichter Sprache geben. Im Sächsischen Landtag setzen wir uns dafür ein, dass alle Debatten in Gebärdensprache übersetzt werden sollen, nicht nur die zu den Themen Inklusion und Behinderung. Außerdem wünschen wir uns mehr Möglichkeiten für die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel in Beiräten.</p>
<p><strong>2 Sind Sie in den sozialen Medien (z. B. Tik-Tok) aktiv? Wie wichtig erachten Sie diese, um politische Inhalte zu verbreiten?</strong></p>
<p>Die Linke ist aktiv in verschiedenen sozialen Medien, um die Menschen schnell und auch unterhaltsam über Politik zu informieren. Das soll auch Lust machen, sich weiterzubilden und selbst aktiv zu werden. Allerdings kann durch die kurzen Texte nur ein Einblick in die Arbeit entstehen. Darum ist es eine Ergänzung der Öffentlichkeitsarbeit.</p>
<p><strong>3 Die Kritik an Werkstätten für Menschen mit Behinderung reißt nicht ab. Es wird viel über gerechtere Entlohnung gesprochen und darüber, dass Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten sollen anstatt in Werkstätten. Welches Bild haben Sie von Werkstätten für Menschen mit Behinderung? Halten Sie die aktuelle Situation für gerecht bzw. haben Sie Ideen, das Werkstatt-System gerechter zu gestalten?</strong></p>
<p>Wir teilen die Kritik am Werkstattsystem in der jetzigen Form und wünschen uns eine Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. In Werkstätten allerdings bleiben Menschen mit Behinderungen unter sich. Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und muss sich darum viel mehr für inklusive Arbeit einsetzen.<br />
Gleichzeitig wollen viele Menschen mit Behinderungen in Werkstätten arbeiten, weil sie sich dort wohlfühlen und vielleicht auch schlechte Erfahrungen mit anderer Arbeit gemacht haben. Oder sie finden keine andere Arbeit, weil sie keine passende Ausbildung haben. Wir wollen die Werkstätten schrittweise so ändern, dass sie viel mehr mit Unternehmen zusammenarbeiten und die Beschäftigten auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleiten und unterstützen. Menschen mit Behinderung sollen frei wählen dürfen, wo sie arbeiten wollen.<br />
Wir kritisieren auch die viel zu niedrigen Löhne in Werkstätten. In Sachsen sind sie deutschlandweit übrigens am niedrigsten, wie eine neue Studie herausgefunden hat. Die Linke will, dass der gesetzliche Mindestlohn für alle Menschen gilt – auch für Werkstattbeschäftigte.</p>
<p><strong>4 Was würde aus Ihrer Sicht ohne Werkstätten für Menschen mit Behinderung passieren? Welche Ideen haben Sie für eine inklusivere Arbeitswelt?</strong></p>
<p>Wir wollen schrittweise eine inklusive Arbeitswelt aufbauen, in der Werkstätten als separate Arbeitsstellen für Menschen mit Behinderungen nicht mehr nötig sind. Auf dem Weg dahin wollen wir allen eine wirkliche Wahlmöglichkeit geben und durch mehr Bildung und Praxiserfahrung neue Perspektiven öffnen. Die Werkstätten brauchen also eine andere Aufgabe und können zum Beispiel stärker aus- und weiterbilden, vermitteln und mit ihrem Wissen den Wandel unterstützen. Es soll viel mehr flexible Übergänge zum allgemeinen Arbeitsmarkt geben, die der Staat besser fördert – zum Beispiel mit dem Budget für Arbeit und Assistenzen. Es soll auch mehr Alternativen zur Werkstatt geben, also mehr Außenarbeitsplätze, unterstützte Beschäftigung oder Inklusionsunternehmen.</p>
<p><strong>5 Nennen Sie bitte kurz und verständlich 3 Ihrer Wahlversprechen.</strong></p>
<p>1. Inklusionsgesetz erneuern:<br />
Dieses wichtige Gesetz für die Menschen mit Behinderungen hat viele Lücken. Zum Beispiel gilt es nicht für die kommunale Ebene. Das wollen wir schnell ändern.</p>
<p>2. Inklusive Schulen für alle:<br />
Wer inklusive Arbeit will, braucht auch inklusive Schulen. Wir wollen Lernorte für alle Kinder, egal wo sie herkommen, wie viel Geld sie haben oder ob sie eine Behinderung haben.</p>
<p>3. Landesfachstelle Barrierefreiheit:<br />
Überall in der Gesellschaft gibt es Barrieren und wir wollen sie schneller abbauen. Eine zentrale Stelle mit verschiedenen Expert*innen soll sich darum kümmern und Fortschritte prüfen.</p>
<p><strong>6 Wo sehen Sie Nachholbedarf beim Thema Barrierefreiheit?</strong></p>
<p>Es gibt noch immer viel zu viele Barrieren für Menschen mit Behinderungen und es dauert viel zu lange, sie zu beseitigen. Seit 2022 sollten Busse und Bahnen laut Gesetz vollständig barrierefrei nutzbar sein. Davon sind wir weit entfernt! Es gibt auch viel zu wenig barrierefreien Wohnraum. Dabei brauchen bald noch viel mehr Menschen solche Wohnungen, wenn sie alt werden. Wir wollen Barrierefreiheit in der Sächsischen Bauordnung verankern und den Umbau des Bestands stärker fördern. Und spätestens seit Corona ist klar, wie wichtig der digitale Raum ist und welche Vorteile das auch für Menschen mit Behinderungen bringen kann. Doch auch hier sind viele ausgeschlossen. Wir wollen eine Landesfachstelle für Barrierefreiheit, die sich gezielt um diese vielen Punkte kümmert.</p>
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		<title>Die Linke kämpft in Leipzig um mindestens 3 Direktmandate!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2024 19:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der kommenden Landtagswahl am 1. September geht es um viel. Entscheidend für die Sitzverteilung im Landtag wird wie immer die so genannte Zweitstimme sein. Wie auch bei Bundestagswahlen gibt es bei der sächsischen Landtagswahl eine 5 %-Hürde. Über diese müssen Parteien kommen, damit die Zweitstimmen berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es auch in Sachsen &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/die-linke-kaempft-in-leipzig-um-mindestens-3-direktmandate-08-08-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Linke kämpft in Leipzig um mindestens 3 Direktmandate!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_LTW24_Jule_Marco_Nam_796fc180a3.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24377" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_LTW24_Jule_Marco_Nam_796fc180a3-300x169.png" alt="" width="300" height="169" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_LTW24_Jule_Marco_Nam_796fc180a3-300x169.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_LTW24_Jule_Marco_Nam_796fc180a3-768x434.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/08/csm_LTW24_Jule_Marco_Nam_796fc180a3.png 976w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Bei der kommenden Landtagswahl am 1. September geht es um viel. Entscheidend für die Sitzverteilung im Landtag wird wie immer die so genannte Zweitstimme sein. Wie auch bei Bundestagswahlen gibt es bei der sächsischen Landtagswahl eine 5 %-Hürde. Über diese müssen Parteien kommen, damit die Zweitstimmen berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es auch in Sachsen eine Grundmandatsklausel: Ab mindestens zwei Direktmandaten – also Erststimmen-Mehrheiten in Wahlkreisen – werden die Zweitstimmen auch dann berücksichtigt, wenn eine Partei weniger als 5 % der Zweitstimmen bekommt.<br />
Gemeinsames Statement zu den kursierenden strategischen Wahlempfehlungen:<span id="more-24376"></span></p>
<p>In drei Leipziger Wahlkreisen hat Die Linke die größten Chancen, Direktmandate zu gewinnen. Juliane Nagel verteidigt ihr Mandat im Leipziger Süden (WK 28/ Leipzig 4). Marco Böhme, bisher Abgeordneter über die Linke-Landesliste, kämpft um den Leipziger Westen (WK 30/ Leipzig 6), den er 2019 im Kampf gegen die CDU knapp hinter der grünen Kandidatin fast gewonnen hätte. Nam Duy Nguyen tritt als neuer Kandidat in Leipzig Mitte-Ost (WK 25/ Leipzig 1) an. Welche Kandidierenden am Ende ihre Wahlkreise gewinnen, zeigt sich erst nach dem 1. September. Daher setzen wir auf drei aussichtsreiche Kandidierende als zusätzliche Sicherheit.</p>
<p>Wir kämpfen als Linke für ein landesweites Ergebnis über 5 % und sind guter Dinge, das zu erreichen. Denn bei den Kommunalwahlen im Juni 2024 stand Die Linke in Sachsen landesweit bei 6,9 Prozent (Kreistagswahlen und Stadträte der kreisfreien Städte). Das Ziel, neben einem starken Zweitstimmenergebnis mindestens zwei Direktmandate zu holen, ist für jede Partei indes eine Art zusätzliche Lebensversicherung – nach dem Motto: Better safe than sorry.</p>
<p>Sie verhindern zugleich, dass große Parteien wie CDU und AfD noch mehr Sitze im Landtag erhalten, als ihnen nach prozentualem Stimmenanteil zustehen. Denn alle Landtagssitze werden unter den dann im Landtag vertretenen Parteien aufgeteilt – bleiben mehrere Parteien nur knapp unter der 5%-Hürde, so geht es hierbei um relativ viele Prozente, die auf die großen Parteien bei der Sitzverteilung aufgeschlagen werden.</p>
<p>Dies wird nun auch außerhalb Sachsens wahrgenommen und als Möglichkeit gesehen, den Sitzanteil extrem rechter Kräfte kleiner zu halten. Wohl auch deswegen hat die Kampagnenorganisation Campact mit Sitz in Verden (Niedersachsen) eine Wahlempfehlung für vier Wahlkreise (drei in Leipzig, einer in Dresden) ausgesprochen. Erklärtes Ziel der Empfehlung: Je zwei Direktmandate für Die Linke und die Grünen ermöglichen und deren Einzug in den Landtag damit zusätzlich absichern.</p>
<p>Allerdings hat sich Campact für diese Empfehlungen entschieden, ohne die jeweiligen Kandidierenden, Akteure, Parteien oder Zivilgesellschaft vor Ort einzubinden, was unserer Meinung nach ein konstruktiveres Vorgehen gewesen wäre. Die jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten wurden erst nach der Entscheidung informiert.</p>
<p>Campact spricht sich für die Wahl von Juliane Nagel im Leipziger Süden und Nam Duy Nguyen in Mitte-Ost von Die Linke aus, allerdings auch für Claudia Maicher im Leipziger Westen und Thomas Löser in Dresden (Dresden 2, um die Neustadt) von den Grünen.</p>
<p>Jetzt könnte man sich als Linke (vermutlich auch als Grüne) über die Empfehlung für je zwei Kandidierende freuen – das tun wir aber nur begrenzt. Aus folgenden Gründen:</p>
<ol>
<li>Wir halten es für keine kluge Strategie, dass zivilgesellschaftliche Akteure, die nicht vor Ort verankert oder aktiv sind, den Menschen im Osten Wahlempfehlungen erteilen.<br />
&nbsp;</li>
<li>Wir teilen die Analyse nicht, dass es sich bei den Wahlkreisen in Leipzig um die richtigen oder gar einzig möglichen Optionen handelt. Es gibt durchaus Wahlkreise, in denen grüne Kandidierende in einer Konkurrenzsituation mit rechten Kräften gute Chancen haben. Das ist sowohl in einem anderen Wahlkreis in Leipzig als auch zwei Wahlkreisen in Dresden der Fall. Stattdessen hat sich Campact entschieden, im Leipziger Westen und Osten eine Auseinandersetzung zwischen Grünen und Linken zuzuspitzen – was im Widerspruch zu deren selbst erklärtem Ziel steht, rechte Mehrheiten zu verhindern.</li>
</ol>
<p>Gemeinsam haben die Landesspitzen von Grünen und Die Linke deshalb auf Campact eingewirkt, ihr Vorhaben stattdessen in eine landesweite Zweistimmenkampagne umzuwandeln, wenn sie denn überhaupt aktiv werden wollen. Dies soll nun zusätzlich zur Erststimmenkampagne geschehen. Leider war es uns gemeinsam nicht möglich, Campact als Akteur von außen von seiner Entscheidung abzubringen. Daher erhalten nun mehrere tausend Menschen in Leipzig Wahlempfehlungen. Dies führt zu Verwunderung, wie wir schon jetzt in einigen Wahlkreisen mitbekommen. Campact bot allen Kandidierenden auch eine finanzielle Förderung an. Die bereits gewählten Politiker*innen lehnten diese ab, sie haben als Abgeordnete eigene Wahlkampfrücklagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unsere drei Kandidierenden bleiben bei dem Ziel, gemeinsam um die 3 Direktmandate in ihren Wahlkreisen zu kämpfen!</strong></p>
<ul class="list-normal">
<li>Juliane Nagel, Marco Böhme und Nam Duy Nguyen sind starke Kandidat*innen, die unser aller Unterstützung verdienen und zusammenhalten.</li>
<li>Die Grünen haben in anderen Wahlkreisen die Chance, ihre „Lebensversicherung“ abzuschließen.</li>
<li>Die Linke war wiederum in den Wahlkreisen von Jule, Nam und Marco bei den letzten Personenwahlen (Bundestagswahl 2021 und Kommunalwahl 2024) die stärkste Kraft. Sie kämpft also genau dort besonders für Direktmandate und die Sicherung der Fraktion via Grundmandatsklausel. Sollten dies nicht gelingen und Die Linke unter 5% rutschen, fallen die Sitze im Parlament auch an die AfD. Auch das wollen wir verhindern!</li>
<li>Wir führen einen fairen Wahlkampf und setzen darauf, dass die Menschen in Leipzig ihre Entscheidung aufgrund der Politik der Parteien und Vertreter*innen treffen – nicht aufgrund abstrakter Empfehlungen von außen per Massenmails.</li>
</ul>
<p>Wie bei jeder Wahl gilt: Die Zweitstimme entscheidet über die Sitzverteilung. Bedenken Sie gerne auch die „Absicherungsfunktion“, die die Erststimme haben kann – besonders in einigen Wahlkreisen. In allen 60 Wahlkreisen Sachsens haben wir kompetente Kandidierende, die sich vor Ort politisch engagieren – auch nach der Wahl, wenn sich Akteure außerhalb Sachsens wieder anderen Themen widmen können.</p>
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		<title>„Kommunalpolitiker*innen müssen Leitfiguren dafür sein, dass die Menschen den Mut nicht verlieren“</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/kommunalpolitikerinnen-muessen-leitfiguren-dafuer-sein-dass-die-menschen-den-mut-nicht-verlieren-23-07-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 20:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Journalistin Laura E. Ewert hat mit mir über das Kommunalwahlergebnis, den Wahlkampf, raue Zeiten für politisch Aktive und Methoden zum Mutmachen gesprochen: &#160; Heinrich-Böll-Stiftung: Wie lange sind Sie schon in der Kommunalpolitik aktiv? Juliane Nagel: Ich bin seit 2009 im Stadtrat von Leipzig. Das ist jetzt die vierte Wahlperiode. Besonders am Herzen liegen mir &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/kommunalpolitikerinnen-muessen-leitfiguren-dafuer-sein-dass-die-menschen-den-mut-nicht-verlieren-23-07-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„Kommunalpolitiker*innen müssen Leitfiguren dafür sein, dass die Menschen den Mut nicht verlieren““ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-24350" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-300x176.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-1024x601.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-768x450.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-1536x901.jpg 1536w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/07/DSC04011-Bearbeitet-1200x704.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Die Journalistin Laura E. Ewert hat mit mir über das Kommunalwahlergebnis, den Wahlkampf, raue Zeiten für politisch Aktive und Methoden zum Mutmachen gesprochen: <span id="more-24349"></span></p>
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<p><strong>Heinrich-B</strong><span lang="SV"><strong>ö</strong></span><strong>ll-Stiftung: Wie lange sind Sie schon in der Kommunalpolitik aktiv?</strong></p>
<p><strong>Juliane Nagel:</strong> Ich bin seit 2009 im Stadtrat von Leipzig. Das ist jetzt die vierte Wahlperiode. Besonders am Herzen liegen mir Migrationspolitik, Kinder- und Jugendpolitik, Drogenpolitik, F<span lang="SV">ö</span>rderung von Freiräumen und Alternativkultur, sowie die Wohnungspolitik. Deswegen sitze ich im Jugendhilfeausschuss, im Sozialausschuss, im Migranten-Beirat und im Fanprojekt-Beirat.</p>
<p><strong>Und Sie sind Stimmenk</strong><span lang="SV"><strong>ö</strong></span><span lang="NL"><strong>nigin</strong></span><strong> bei der Kommunalwahl 2024.</strong><s><strong>&nbsp;</strong></s></p>
<p>Ja, entgegen dem Trend habe ich sogar noch Stimmen dazugewonnen, das bedeutet, dass ich die meisten Stimmen von den Kandidierenden aller Parteien, die in Leipzig zur Stadtratswahl angetreten sind, bekommen habe. Aber ich trete auch im Leipziger Süden an, in Connewitz und in der Südvorstadt lebt eher ein jüngeres, urbanes, weltoffenes Milieu.</p>
<p><strong>Was erleben Sie Positives im Kommunalwahlkampf?</strong></p>
<p>Ich hatte im Wahlkampf viele<span lang="DA"> lange&nbsp;</span>Gespräche. Etwa mit einem älteren Herrn, der die Position der Linken zur Ukraine und Russland hinterfragt hat, bis wir so beim&nbsp;<span lang="SV">ö</span>ffentlichen Personennahverkehr in Leipzig gelandet sind. Das war wirklich ein längeres Gespräch, mit Zuh<span lang="SV">ö</span>ren, aber auch mit Erklären. Wenn man es schafft, einen Raum zu schaffen, wo Differenzierung m<span lang="SV">ö</span>glich ist, dann ist es ein Erfolg.</p>
<p><strong>Nehmen Sie trotzdem eine Verschlechterung der Stimmung im Wahlkampf wahr?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall eine massive Verschlechterung und Zuspitzung der Situation. Wir hatten im Wahlkampf einen sehr hohen Sachschaden an Plakaten. Ich habe eine Straße plakatiert und zwei Tage später waren alle Plakate abgeschlagen. Auch an den Infoständen sind wir&nbsp;<span lang="SV">ö</span>fter angefeindet worden. Vor allem von sehr jungen Leuten, die sich vor uns auftürmen und sagen: „Wir wählen rechts“. So als Provokation. Ich habe gespürt, dass sich bestimmte Leute gestärkt fühlen und sich trauen, unverhohlen zu sagen, dass sie rechts sind.</p>
<p><strong>Ist die Lage ähnlich wie in den Neunzigern, als es schon einmal viele rechte Überfälle gab?</strong></p>
<p>Es ist generationsübergreifend, es betrifft nicht nur junge Leute. Es ist spürbar verankert in der Gesamtgesellschaft. Anfang der 90er gab es auch eine rechte Stimmung in der Gesamtgesellschaft, aber diesmal wirkt es akzeptierter und die Leute fühlen sich sicherer.&nbsp;</p>
<p><strong>Wo sehen Sie die Gründe dafü</strong><span lang="ZH-TW"><strong>r?</strong></span></p>
<p>Es ist eine schleichende Entwicklung, seit mindestens zehn, 15 Jahren gibt es eine große Unzufriedenheit mit der etablierten Politik. Wenn man Leipzig anschaut, kann man sehen, dass es gerade in den Plattenbauvierteln, wo früher die PDS stark war und in den Randbezirken, die von Eigenheimen geprägt sind, große Wahlerfolge für die AfD gibt. In den prekären Vierteln ist es wahrscheinlich eine Protestwahl. Oder der Wunsch, wieder groß zu sein. Und in den Randgebieten ist es eine Art Veränderungsresistenz oder die Abwehr von politischen Veränderungen.</p>
<p><strong>Ist die Hemmschwelle für Gewalt gegen Menschen oder auch gegen Sachen gesunken</strong><span lang="ZH-TW"><strong>?&nbsp;</strong></span></p>
<p>Seit 2014 hat Pegida in Teilen des Ostens die Straßen in Beschlag genommen. Und in diesem Dunst hat sich die Diskursverschiebung weiterentwickelt. Durch verbale und tätliche Gewalt soll gezeigt werden, wer hier das Sagen hat. Ich beobachte das im ländlichen Raum, im Erzgebirge zum Beispiel, da hatte ich am 1. Mai eine Demo angemeldet, da ist es wirklich dramatisch. Es gehört zur Kultur, hasserfüllte Plakate gegen die Ampel-Politik anzubringen, zum Beispiel an den Unternehmenseingängen.</p>
<p><strong>Sind Sie im Wahlkampf nur als größeres </strong><span lang="EN-US"><strong>Team&nbsp;</strong></span><strong>unterwegs gewesen?&nbsp;</strong></p>
<p>Bei mir dezidiert im Wahlkreis nicht, die Gefährdungslage ist dort nicht so groß, in dem Restviertel haben wir schon darauf geachtet, dass wir mindestens zu dritt sind. Und es gibt natürlich Gebiete in Leipzig, wo man nur in einer größeren Personalstä<span lang="DA">rke hin</span>gehen kann. Viertel, in denen die AfD stark ist und wo eine rechte Alltagskultur dominiert.&nbsp;</p>
<p><strong>Welchen&nbsp;Anfeindungen oder Angriffe sind Sie ausgesetzt?</strong></p>
<p>Wir haben seit Jahren&nbsp;<span lang="NL">regelm</span>äßig Hassbriefe,&nbsp;<span lang="NL">handgemalte</span> Zettel im Briefkasten. Viele migrationsfeindliche Nachrichten und <em>E-Mails</em>. Über Social Media muss man gar nicht reden. Ich mache schon länger antifaschistischen Aktivismus und bin bei Neonazis nie beliebt gewesen. Aber 2014<strong>, </strong>mit Pegida war ein Dammbruch, seitdem wird man mit Hass überschüttet, Leute setzen sich an Computer und schreiben irgendwas zusammen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie gehen Sie damit um? Bringen Sie das alles zur Anzeige?&nbsp;</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt nicht.&nbsp;</p>
<p><strong>Warum nicht?&nbsp;</strong></p>
<p>Eigentlich müsste man fast eine ganze Stelle schaffen für eine Person, die zum Beispiel, wenn ich etwas getwittert habe und vergessen habe, die Kommentarfunktion auszuschalten, die hunderte Kommentare durchliest und prüft. Einzelne Briefe habe ich in den letzten Jahren schon zum zur Anzeige gebracht, aber das ist eigentlich immer eingestellt worden.</p>
<p><strong>Gibt es so was wie parteiinterne&nbsp;</strong><span lang="EN-US"><strong>Workshops</strong></span><strong>, die angeboten werden, Vernetzungen oder Initiativen, um den Umgang mit dieser Bedrohungslage zu lernen?</strong></p>
<p>Seit es in Leipziger Westen einen Angriff auf ein Wahlkampfteam gab, bei dem ein Wahlkämpfer von uns verletzt wurde, gibt es eine neue Stufe der Alarmierung. Wir haben uns darauf verständigt, den Vorstand über Angriffe zu informieren, die Polizei anzurufen. Es ist auch ein Deeskalationstraining angeboten worden, das den Menschen, die an Wahlkampfständen stehen, ermöglicht zu erkennen, wenn ein besonderes Aggressionspotenzial vorliegt.</p>
<p><strong>Haben Sie Ideen, was gesamtgesellschaftlich getan werden müsste</strong><span lang="ZH-TW"><strong>?</strong></span></p>
<p>Verantwortungsträger sollten ihren Ton mäßigen, sich ihrer Verantwortung bewusst sein, und nicht die Stimmung gegen bestimmte Minderheiten oder gegen Prinzipien des Zusammenlebens weiter aufheizen. Das würde vielleicht auch ein Signal in die Gesellschaft senden.</p>
<p><strong>Viele sagen, der Schlüssel läge auch in der Bildungspolitik.</strong></p>
<p>Klar, aber das ist nur die eine Seite. Es klingt schnell wie ein Einlenken, aber natürlich geh<span lang="SV">ö</span>rt auch eine gute Sozialpolitik zur Strategie gegen Hass. Sowie eine bessere Übersetzung der Notwendigkeiten von Veränderungen in Bezug auf Klimapolitik und Verkehrspolitik.</p>
<p><strong>Was gibt es noch für Ideen, sich gegenseitig Mut zu machen?&nbsp;</strong></p>
<p>Es gibt das „Netzwerk Tolerantes Sachsen“, das die a<span lang="FR">lternative</span>n Zentren für Kultur und die Jugendzentren in Sachsen vernetzt. Und wir haben das Kulturbüro, ein großer Träger, der auch Kommunen und Amtsträ<span lang="DA">ger&nbsp;</span>berät. Deren Aufgabe ist auch zu empowern. Die Einzelkämpfer vor Ort sind essenziell, es müssen sich aber auch größere Player schützend vor sie stellen. Ich glaube, das Handeln von Bürgermeistern kleinerer Orte oder von Landräten wird ausschlaggebend dafür sein, ob sich Vertreter demokratischer Mitte-links Parteien überhaupt noch trauen, Politik in diesen Gemeinden zu machen. Das ist eine riesige Verantwortung. Und ich habe ein bisschen Angst, dass die CDU da nicht mitmacht.&nbsp;</p>
<p><strong>Ihr</strong><span lang="IT"><strong> pers</strong></span><span lang="SV"><strong>ö</strong></span><strong>nlicher Rat für Resilienz?</strong></p>
<p>Sich im Team austauschen, Erlebtes miteinander teilen, über die eigenen Gefühle reden, aber sich auch klar darüber sein, dass man als Politiker*in in einer privilegierten Position ist, eine privilegierte Sprechposition hat und für andere da sein muss. Man muss als Kommunalpolitiker*in einfach weiter machen und vielleicht auch eine Art Leitfigur sein dafür, dass Menschen, den Mut nicht verlieren.de</p>
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			</item>
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		<title>Rastlos für soziale Gerechtigkeit, Freiheit &#038; Solidarität &#8211; Bilanz und Ausblick</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/rastlos-fuer-soziale-gerechtigkeit-freiheit-solidaritaet-bilanz-und-ausblick-19-06-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 06:28:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2014 vertrete ich den Leipziger Süden und linke Positionen in der mittlerweile einzigen demokratischen Oppositionsfraktion im Landtag. In meiner Fraktion, der Linksfraktion, arbeite ich zu Wohnungs-, Migrations- und Drogenpolitik. Ich streite für eine Gesellschaft, in der niemand in Armut leben muss, niemand ausgegrenzt und diskriminiert wird. Ich engagiere mich für eine starke soziale Infrastruktur &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/rastlos-fuer-soziale-gerechtigkeit-freiheit-solidaritaet-bilanz-und-ausblick-19-06-2024/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rastlos für soziale Gerechtigkeit, Freiheit &#038; Solidarität &#8211; Bilanz und Ausblick“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/06/jule-gegenrechtsruck.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24294" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/06/jule-gegenrechtsruck-255x300.png" alt="" width="255" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/06/jule-gegenrechtsruck-255x300.png 255w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/06/jule-gegenrechtsruck-768x904.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/06/jule-gegenrechtsruck.png 864w" sizes="auto, (max-width: 255px) 85vw, 255px" /></a>Seit 2014 vertrete ich den Leipziger Süden und linke Positionen in der mittlerweile einzigen demokratischen Oppositionsfraktion im Landtag. In meiner Fraktion, der Linksfraktion, arbeite ich zu Wohnungs-, Migrations- und Drogenpolitik.<br />
Ich streite für eine Gesellschaft, in der niemand in Armut leben muss, niemand ausgegrenzt und diskriminiert wird.<br />
Ich engagiere mich für eine starke soziale Infrastruktur &#8211; vom bezahlbaren Wohnraum über gute Kita-Betreuung hin zu ökologischer Mobilität.<span id="more-24293"></span></p>
<p>Ich kämpfe für Grund- und Freiheitsrechte und die Demokratisierung der Behörden.&nbsp;</p>
<p><strong>Seit 2019 habe ich an zahlreichen parlamentarischen Initiativen meiner Fraktion federführend mitgewirkt, unter anderem für:</strong></p>
<p>→ das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum als Ferienwohnungen und durch Leerstand</p>
<p>→ die Verbesserung des sozialen Wohnungsbaus in Sachsen</p>
<p>→ die Etablierung einer Landeswohnungsbaugesellschaft</p>
<p>→ die nachhaltige Bekämpfung von Wohnungslosigkeit</p>
<p>→ ein Integrations- und Teilhabegesetz</p>
<p>→ die Verbesserung der Bildungs- und Erwerbsarbeitszugänge für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte</p>
<p>→&nbsp; das Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass</p>
<p>→&nbsp; die Verbesserung des Betreuungsschlüssels in den Kindertagesstätten,</p>
<p>→&nbsp; eine flächendeckende und umfassende Gesundheitsversorgung</p>
<p>→&nbsp; eine entkriminalisierende Drogen- und Suchtpolitik.</p>
<p><strong>Ich habe fast 1400 Kleine Anfragen gestellt, die die Arbeit der Regierung kontrollieren und transparent der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.</strong> Ich bin mit Abstand die Landtagsabgeordnete mit den meisten gestellten Anfragen in dieser Wahlperiode.<br />
Schwerpunkte meiner Anfragen waren unter anderem die Entwicklung der Mieten und die Privatisierung von Wohnraum sowie migrationspolitische Veränderungen und der Umgang mit Flucht und Asyl. Im Fokus meiner Anfragen standen darüber hinaus auch Grundrechte im Versammlungsgeschehen und rechtskonformes Polizeihandeln sowie Maßnahmen der Sucht- und Drogenprävention in Sachsen.&nbsp;</p>
<p><strong>Ich verteile die Abgeordnetendiät und die Zuschüsse, die ich erhalte, aktiv um.</strong> Hierzu zählen beispielsweise Abgaben (Mandatsträgerinnenbeiträge) an meine Partei und deren Spendentöpfe, sowie monatliche Mitgliedsbeiträge und Spenden an über zwanzig Vereine und Initiativen &#8211; insgesamt etwa 2400€ pro Monat. Außerdem habe ich einen eigenen Spendenfonds eingerichtet, aus dem ich mit fast 1000 € pro Monat gemeinnützige Organisationen und Strukturen unkompliziert bei Finanzbedarfen unterstütze.</p>
<p>Die populäre Forderung, das Einkommen von Mandatsträger*innen auf die Höhe eines Facharbeiter*innengehalts zu beschränken, habe ich bereits seit meinem Ersteinzug in den Landtag 2014 eigeninitiativ umgesetzt.</p>
<p><strong>Ich habe in zahlreichen zivilgesellschaftlichen, sozialpolitischen, stadtpolitischen und antifaschistischen Bündnissen und Initiativen mitgewirkt,</strong> die sich etwa für eine soziale Wohnungspolitik, eine solidarische und menschenwürdige Asylpolitik sowie gegen flächendeckende Überwachung und die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten engagieren. In diesem Zuge habe ich außerdem hunderte Demos angemeldet und bei Aktionen des zivilen Ungehorsams zwischen Aktivist*innen und Behörden vermittelt.&nbsp;</p>
<p>Das von mir initiierte und finanzierte Projekte- und Abgeordnetenbüro, das linXXnet in Leipzig, ist zudem ein wichtiger Ort für viele Initiativen, Gruppen und Vereine für Treffen, Austausch, sowie als Veranstaltungsort. Hier finden zudem regelmäßig Sozial-, Miet- und Rechtsberatungen statt.&nbsp;</p>
<p><b>Warum will ich ein weiteres Mal direkt in den Sächsischen Landtag gewählt werden?</b></p>
<p>Ich will im Landtag gerade jetzt für eine soziale und solidarische Entwicklung der sächsischen Gesellschaft einstehen. Ich will eine starke antifaschistische Stimme sein und weiter gegen die Einschränkung und Verletzung demokratischer Rechte kämpfen. Dabei bin ich nur so stark wie die vielen Initiativen und Menschen, die in Sachsen für eine demokratische Kultur und progressive Entwicklung arbeiten &#8211; mit ihnen will ich weiterhin gemeinsam kämpfen und mich konsequent für deren institutionelle Unterstützung einsetzen.</p>
<p>Ich will an einer sozialen und ökologischen Entwicklung Sachsens mitwirken &#8211; daran, dass sich dieses Land in den Bereichen von Wirtschaft, Energie- und Gebäudesektor, sowie Verkehr, klimagerecht verändert. Die Kosten dürfen aber nicht auf die Menschen mit kleinen oder mittleren Einkommen abgewälzt werden.</p>
<p>Auch in den kommenden Jahren will ich mich im Landtag einsetzen: für eine soziale Wohnungspolitik von unten, für Bildungsgerechtigkeit für alle, für eine moderne Schule, für die Aufwertung sozialer Berufe, für eine menschenwürdige, solidarische Migrations- und Asylpolitik.</p>
<p>Eine Stimme für DIE LINKE ist eine Stimme für ein starkes soziales Korrektiv, für echten Antifaschismus. Eine Stimme für Juliane Nagel ist die Garantie für eine starke linke Opposition im Landtag.&nbsp;</p>
<p><strong>Am 1. September 2024 mit Erststimme Juliane Nagel, mit Zweitstimme DIE LINKE!</strong></p>
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