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	<title>Gleichstellung/ Queer &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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	<title>Gleichstellung/ Queer &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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		<title>Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 18:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: Drucksache 8/5847). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/erneut-viele-queerfeindliche-straftaten-in-sachsen-vor-allem-bei-csds-jetzt-eine-gegenstrategie-entwickeln-30-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25231" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png" alt="" width="255" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png 255w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-768x903.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png 832w" sizes="(max-width: 255px) 85vw, 255px" /></a>Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5847&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5847</a>). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl noch steigen – das Landeskriminalamt hat eine Sonderstatistik angekündigt, die noch nicht abgeschlossen ist, wie auf eine weitere Kleine Anfrage hin mitgeteilt wurde (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5852&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5852</a>). Mein Kommentar:&nbsp;</p>
<p>„Im langjährigen Vergleich ist das der zweithöchste Wert, nachdem 2024 mit 181 queerfeindlichen Straftaten ein alarmierender ,Rekord‘ erreicht worden war. Zuvor hatte die Fallzahl jahrelang stark zugenommen. Hauptgrund dafür sind die gehäuften Angriffe gegen Christopher-Street-Day-(CSD)-Veranstaltungen. <span id="more-25504"></span></p>
<p>Dazu kam es auch im vergangenen Jahr: Fast alle CSDs wurden Ziel von Störaktionen, teils auch körperlichen Übergriffen. Allerdings landet nur ein Teil davon in der Statistik. Beispiel Bautzen, wo am 10. August mehr als 500 Neonazis gegen den CSD mit über 3.000 Menschen mobil gemacht hatten: Laut Statistik kam es dort ,nur‘ zu acht queerfeindlichen Taten. Mindestens ebenso viele weitere Attacken des sogenannten Gegenprotests wurden hingegen nicht als queerfeindlich bewertet, darunter körperliche Übergriffe. Mit dieser inkonsequenten Erfassung wird das Ausmaß der Bedrohung verschleiert.</p>
<p>In einem besonders gravierenden Fall hat die Staatsanwaltschaft Görlitz erst kürzlich die Ermittlungen ,gegen Unbekannt‘ erfolglos eingestellt. Demnach wurde während des Bautzner CSD ein ziviler Polizeibeamter zu Boden geschlagen und auf ihn eingetreten, wobei er aufgefordert wurde, ,sein Handy zu zeigen, um festzustellen, dass dieser ‚keine Zecke‘ sei‘. Offenbar wurde das Opfer für einen CSD-Teilnehmer gehalten. Über die brutale Tat wurde bislang öffentlich nicht berichtet. Das Justizministerium hat darauf nur beiläufig hingewiesen, im Rahmen einer gewohnt langen Liste von Verfahrenseinstellungen bei rechten Straftaten (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5194&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5194</a>).</p>
<p>Die Staatsregierung darf queerfeindliche Angriffe nicht achselzuckend hinnehmen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein Klima der Bedrohung gegen queere Menschen. Wir fordern die Staatsregierung mit einem aktuellen Antrag auf, eine Strategie zu entwickeln, die gegen Diskriminierung vorgeht (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6297&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6297</a>). Weiterhin muss insbesondere rund um CSD-Demonstrationen sichergestellt werden, dass Drohungen und Anfeindungen gegenüber den Teilnehmenden eingehegt, systematisch erfasst und konsequent verfolgt werden.“</p>
<p><em>Hinweis: Am Abend des 30.3.2026 wurde bei einer Veranstaltung der Agentur für Aufklärung und Demokratie, des Kulturbüros Sachsen, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen eine Studie zu den Auswirkungen rechter Gegenmobilisierung auf Pride-Teilnehmende in Sachsen </em><a href="https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/VNODP/sichtbarkeit-und-sicherheit?cHash=0d03b29b775cb28afca17fb40ed4d380"><em>vorgestellt</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Die Scham muss die Seite wechseln, die Verantwortung muss es auch. Gewaltschutz endlich auf stabile Füße stellen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 19:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. März 2026 debattierte der Sächsische Landtag über Gewaltschutz. Die Debatte hat durch die Offenlegung von Collien Fernandes über jahrelange Demütigung und Sexualisierung im Internet eine neue Dimension bekommen. Eine Dimension, die allerdings gar nicht so neu ist. Denn jede 5. Frau war in den letzten Jahren einmal von digitaler Gewalt betroffen und betreffen &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/die-scham-muss-die-seite-wechseln-die-verantwortung-muss-es-auch-gewaltschutz-endlich-auf-stabile-fuesse-stellen-25-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Scham muss die Seite wechseln, die Verantwortung muss es auch. Gewaltschutz endlich auf stabile Füße stellen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="font-size: large;"><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q-.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24751" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q--225x300.jpeg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q--225x300.jpeg 225w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q--768x1024.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q--1152x1536.jpeg 1152w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/fU-IZ3Q-.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 85vw, 225px" /></a>Am 25. März 2026 debattierte der Sächsische Landtag über Gewaltschutz. Die Debatte hat durch die Offenlegung von Collien Fernandes über jahrelange Demütigung und Sexualisierung im Internet eine neue Dimension bekommen. Eine Dimension, die allerdings gar nicht so neu ist. </span><span style="font-size: large;">Denn jede 5. Frau war in den letzten Jahren einmal von digitaler Gewalt betroffen und betreffen kann es jede von uns. </span></p>
<p class="western"><em><span style="font-size: large;">Meine Redebeitrag, in dem ich die unzureichende Ausstattung der Schutzstrukturen für Frauen in Sachsen kritisiere:&nbsp;</span></em><span id="more-25491"></span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Das Problem ist nicht das Internet. Das Problem sind Männer, die Frauen kontrollieren, sexualisieren und entwürdigen – offline wie online. Digitale Räume sind keine Parallelwelt. Sie sind Teil einer Spirale von Unterdrückung und Gewalt.&nbsp;</span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Fakt ist: Frauen können sich kaum gegen digitale Gewalt wehren. Wenn sie sich dann doch für eine Anzeige entscheiden, wird meist nicht mal ein Verfahren eröffnet oder es geht schlussendlich dann nur um Urheberrechtsverletzungen. Plattformbetreiber bleiben </span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: large;"><span lang="de-DE">untätig.</span></span></span><span style="font-size: large;"> Konkrete Schutzmechanismen fehlen. Wenn jetzt große Betroffenheit geäußert wird, müssen wir fragen: Warum wurde bisher nichts unternommen, wenn Frauen ohne Prominenz und Reichweite betroffen sind? </span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Auch in Sachsen liegen kaum belastbare Daten und Erkenntnisse über die Dimension geschlechtsspezifischer digitaler Gewalt vor. In unserem Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention sind zwar konkrete Maßnahmen auch zum Schutz vor digitaler Gewalt festgehalten sind, finanziell untersetzt sind sie aber nicht. </span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;"><b>Es darf nicht bei wohlklingenden Worten bleiben: Nicht nur die Scham muss die Seite wechseln – die Verantwortung muss es auch! </b></span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Bereits 2018 trat die Istanbul-Konvention in Kraft. Sie ist rechtsverbindlich – auch für Sachsen. Trotzdem kommen wir beim Ausbau der Schutzstrukturen kaum voran. Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2024 konnten in Sachsen 947 Frauen mit 1.077 Kindern nicht in Schutzeinrichtungen aufgenommen werden. Das ist eine erschreckend hohe Zahl. Weniger als die Hälfte der notwendigen Schutzplätze steht derzeit zur Verfügung. Bis 2032 soll der Rechtsanspruch auf einen Schutzplatz gelten. Wenn wir so weitermachen, wird das nicht zu schaffen sein – nicht ohne politischen Willen und ausreichende Finanzierung.</span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Dabei bedeutet Schutz mehr als nur Betten. Schutz bedeutet Beratung. Schutz bedeutet spezialisierte Hilfenetzwerke. Schutz bedeutet Täterarbeit und Prävention. Schutz bedeutet, Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen.</span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Umso unverständlicher ist es, dass bereits im laufenden Jahr Kürzungen beim Gewaltschutz vorgenommen werden. Das Parlament hatte doch in den </span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: large;"><span lang="de-DE">Haushaltsverhandlungen</span></span></span><span style="font-size: large;"> ein klares Zeichen gesetzt: 3 Millionen Euro konnten wir für den Gewaltschutz zusätzlich herausverhandeln. Trotzdem wird jetzt gekürzt. </span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Betroffen ist das Modellprojekt Sofortaufnahme in Leipzig. Dieses Projekt muss bis Mitte des Jahres schließen – obwohl es nachweislich funktioniert. Es ist eine Blaupause für eine notwendige Clearingstelle im Rahmen des Gewalthilfegesetzes. Es entlastet bestehende Schutzhäuser. Es ermöglicht schnelle und passgenaue Hilfe für Frauen und Kinder. </span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Wir fordern daher klar: Der Gewaltschutz muss aus- statt zurückgebaut werden. Mit der Umsetzung des Gewalthilfegesetzes darf es nicht zu Standardabsenkungen kommen. Interventions- und Beratungsstellen müssen sachgerecht ausgestattet werden, auch um gegen digitale Gewalt vorgehen zu können. </span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Ebenso wichtig ist der Blick auf besonders vulnerable Gruppen: Frauen mit Behinderungen, geflüchtete Frauen, queere Betroffene und junge Menschen. Sie dürfen nicht länger als Einzelfälle behandelt werden. Sie müssen strukturell in den Ausbau der Unterstützungssysteme einbezogen werden. Gewaltschutz muss inklusiv sein – sonst ist er kein Gewaltschutz.</span></p>
<p class="western"><span style="font-size: large;">Wir werden den legislativen Prozess zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes aktiv begleiten. Und wir sagen deutlich: Gewaltschutz nach der Istanbul-Konvention darf keine Frage der Haushaltslage sein, Gewaltschutz ist keine Kür. Es geht um die physische und psychische Unversehrtheit von vor allem Frauen und Mädchen.</span></p>
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		<title>Sachsen bringt vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter und häuslicher Gewalt: auf den Weg – endlich!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 10:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Sozialausschuss hat gestern einen Antrag der Grünen-Fraktion (Drucksache 8/4468) beschlossen, der Möglichkeiten zur vertraulichen Spurensicherung nach sexualisierter und häuslicher Gewalt anstrebt. Die Linksfraktion hat sich seit 2017 mit Anträgen und Anfragen für die Umsetzung dieses Rechtsanspruchs eingesetzt und gefordert, Verfahren und Anlaufstellen zu schaffen. Mein Statement: „Sexualisierte und häusliche Gewalt ist für die Betroffenen &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/sachsen-bringt-vertrauliche-spurensicherung-nach-sexualisierter-und-haeuslicher-gewalt-auf-den-weg-endlich-10-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sachsen bringt vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter und häuslicher Gewalt: auf den Weg – endlich!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym.png"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25228" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-240x300.png" alt="" width="240" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-240x300.png 240w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-819x1024.png 819w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-768x960.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym.png 1080w" sizes="(max-width: 240px) 85vw, 240px" /></a>Der Sozialausschuss hat gestern einen Antrag der Grünen-Fraktion (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4468&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/4468</a>) beschlossen, der Möglichkeiten zur vertraulichen Spurensicherung nach sexualisierter und häuslicher Gewalt anstrebt. Die Linksfraktion hat sich seit 2017 mit Anträgen und Anfragen für die Umsetzung dieses Rechtsanspruchs eingesetzt und gefordert, Verfahren und Anlaufstellen zu schaffen. Mein Statement:</p>
<p>„Sexualisierte und häusliche Gewalt ist für die Betroffenen ganz besonders traumatisierend und häufig schambehaftet. Sehr oft sind die Opfer unmittelbar nach einer Vergewaltigung oder einer Gewalterfahrung durch den eigenen Partner nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie Strafanzeige stellen wollen. Für eine Strafverfolgung müssen allerdings zügig Beweise gesammelt und Verletzungen dokumentiert werden.<span id="more-25448"></span></p>
<p>In diesen Notfällen ist eine sensible medizinische und psychosoziale Versorgung besonders wichtig. Vertrauliche Spurensicherung gewährleistet, dass Beweise erhalten bleiben und die Opfer später entscheiden können, ob sie zur Polizei gehen wollen. Insofern ist der Beschluss ein gutes Zeichen.</p>
<p>Der Abschluss einer Vereinbarung mit Krankenkassen, Kliniken, Kassenärztlicher Vereinigung und Krankenhausgesellschaft zur Kostenübernahme wurde nach dem Inkrafttreten des Rechtsanspruches allerdings fünf Jahre lang verschleppt. Das Sozialministerium hat jetzt endlich die finalisierte Vereinbarung vorgelegt. Sie enthält auch Festlegungen zu verbindlichen Schulungen für ärztliches und nichtärztliches Personal – dieses ist die erste Anlaufstelle für die Gewaltbetroffenen. Nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung muss das Angebot zur vertraulichen Spurensicherung auf ganz Sachsen ausgeweitet werden. Bisher sind Betroffene auf die rechtsmedizinischen Institute in Dresden und Leipzig sowie auf einzelne engagierte Krankenhäuser wie Torgau und Freiberg angewiesen. Wichtig ist es außerdem, dass Bellis e.V. als der Träger, der die medizinische Soforthilfe mit der vertraulichen Spurensicherung vorangebracht hat, finanziell gesichert wird. Dafür werden wir uns weiter einsetzen.“</p>
<p><em>PM 10. März 2026</em></p>
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		<title>Internationaler Frauentag &#8211; Die ganze Bäckerei soll es sein</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 15:14:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in Zeiten, in denen feministische Errungenschaften massiv unter Druck sind &#8211; von der extremen Rechten und auch von konservativer Seite. Diesem Druck werden wir uns Linke nicht beugen. Wir verteidigen nicht lediglich das bisher Erkämpfte, wir wollen mehr: Die ganze Bäckerei. Und die Konditorei dazu. Es geht dabei nicht um schmückendes Beiwerk. Wir &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/internationaler-frauentag-die-ganze-baeckerei-soll-es-sein-07-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Internationaler Frauentag &#8211; Die ganze Bäckerei soll es sein“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/8maerz.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24694" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/8maerz-237x300.png" alt="" width="237" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/8maerz-237x300.png 237w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/8maerz.png 705w" sizes="auto, (max-width: 237px) 85vw, 237px" /></a>Wir leben in Zeiten, in denen feministische Errungenschaften massiv unter Druck sind &#8211; von der extremen Rechten und auch von konservativer Seite. Diesem Druck werden wir uns Linke nicht beugen. Wir verteidigen nicht lediglich das bisher Erkämpfte, wir wollen mehr: Die ganze Bäckerei. Und die Konditorei dazu. Es geht dabei nicht um schmückendes Beiwerk. Wir streiten in Parlament und Gesellschaft für die Durchsetzung der umfassenden Gleichstellung der Geschlechter.<span id="more-25439"></span></p>
<p>Dazu gehört die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Entlohnung, d.h. bei gleicher Qualifikation, gleichem Beruf, gleichen betrieblichen Merkmalen, gleicher Arbeitszeit verdienen in Sachsen<a href="https://doku.iab.de/regional/S/2026/regional_s_0126.pdf"> Frauen 8,5 Prozent weniger als Männer</a>. Dieser Gender Pay Gap ist eine Ungerechtigkeit, für die es keine rationale Begründung gibt.</p>
<p>Derzeit attackiert die CDU das Recht auf Teilzeit. Anstatt Wortschöpfungen wie „Lifestyleteilzeit“ zu kreieren, sollte sich die Union mit den Gründen auseinandersetzen, die dazu führen, dass Menschen in Teilzeit arbeiten wollen oder müssen: Kinder von der Kita abholen, Essen vorbereiten, Hausaufgaben betreuen, für Angehörige sorgen &#8211; all das sind unbestritten wichtige Tätigkeiten, leider unbezahlte. Frauen leisten einen deutlich größeren Anteil dieser unbezahlten Arbeit &#8211; in Sachsen 30 Stunden pro Woche, Männer nur 20. Wäre die Arbeit zu Hause gerechter zwischen Frauen und Männern aufgeteilt, könnte auch die Erwerbsarbeit gerechter aufgeteilt werden. Denn Sorgearbeit ist einer der Hauptgründe, warum Frauen viel häufiger in Teilzeit erwerbstätig sind und folglich weniger verdienen als Männer. Sie arbeiten nicht weniger, nur ein großer Teil ihrer Arbeit erfolgt unbezahlt.</p>
<p>Wir fordern mehr Anreize für eine gerechte Aufteilung von unbezahlter Care-Arbeit, so kann auch die bezahlte Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern gerechter aufgeteilt werden kann.</p>
<p><em>PM 06. März 2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Rechtsanspruch auf Gewaltschutz umsetzen – zügig Schutz für gewaltbetroffene Frauen und Kinder ausbauen!</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/rechtsanspruch-auf-gewaltschutz-umsetzen-zuegig-schutz-fuer-gewaltbetroffene-frauen-und-kinder-ausbauen-24-11-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 09:20:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Als Linke haben wir eine klare Position: Die Schutzstrukturen für die Betroffenen müssen zügig ausgebaut werden. Es braucht Prävention und klare Prioritäten. Das Anfang 2025 vom Bundestag verabschiedete Gewalthilfegesetz kann beim Schutz gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder ein Meilenstein sein: Es schafft einen Rechtsanspruch &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/rechtsanspruch-auf-gewaltschutz-umsetzen-zuegig-schutz-fuer-gewaltbetroffene-frauen-und-kinder-ausbauen-24-11-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rechtsanspruch auf Gewaltschutz umsetzen – zügig Schutz für gewaltbetroffene Frauen und Kinder ausbauen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24502" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen-300x300.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen-300x300.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen-1024x1024.png 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen-150x150.png 150w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen-768x768.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2024/11/againstviolencewomen.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Als Linke haben wir eine klare Position: Die Schutzstrukturen für die Betroffenen müssen zügig ausgebaut werden. Es braucht Prävention und klare Prioritäten. Das Anfang 2025 vom Bundestag verabschiedete <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gewhg/index.html">Gewalthilfegesetz</a> kann beim Schutz gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder ein Meilenstein sein: Es schafft einen Rechtsanspruch auf einen kostenfreien Platz in einem Kinder- und Frauenschutzhaus sowie eine fachliche Beratung ab 2032. Dazu müssen die Bundesländer aber die Schutz-, Unterstützungs- und Präventionsstrukturen ausbauen und weiterentwickeln. Sachsen hinkt dabei seit Jahren hinterher: <span id="more-25249"></span></p>
<p>Hier stehen nur 168 Plätze zur Verfügung, obwohl die Istanbul-Konvention entsprechend der Bevölkerungszahl 404 Plätze vorschreibt. 2024 wurden 333 Schutzsuchende aus Kapazitätsgründen abgewiesen (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2247&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/2247</a>). Um den Rechtsanspruch erfüllen zu können, müssen die Strukturen deutlich ausgebaut werden! Das erwarten wir von der Staatsregierung. In den Verhandlungen zum aktuellen Doppelhaushalt ist es uns nicht nur gelungen, im Bereich Gewaltschutz Kürzungen abzuwenden. Wir konnten auch drei Millionen Euro für diesen Ausbau durchsetzen.</p>
<p>Wir nehmen die Stellungnahmen der Fachverbände sehr ernst: Sie weisen mit Nachdruck auf die großen Lücken in der Hilfestruktur hin. Nicht nur Schutzplätze fehlen, sondern auch Beratung und Unterstützung von (mit-)betroffenen Kindern. Besonders verletzliche Gruppen wie Frauen mit Behinderungen, Frauen mit Migrationsgeschichte sowie trans* und intergeschlechtliche Personen werden bisher nicht ausdrücklich berücksichtigt. Mit unserer Großen Anfrage ,Geschlechtsspezifische Gewalt‘ haben wir die kritischen Punkte aufgegriffen (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4599&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/4599</a>). Wir werden weiter Druck machen, damit die Betroffenen geschlechtsspezifischer Gewalt Hilfe bekommen – und das an jedem Tag des Jahres!</p>
<p>PM 24.11.2025</p>
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		<title>Die CSDs blühen weiter auf, doch die Bedrohungslage bleibt – queeres Leben schützen und Netzwerke wie vereinbart fördern!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 14:51:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Freiräume]]></category>
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					<description><![CDATA[„Sachsens queere Szene hat sich in diesem Jahr erfolgreich gegen die anhaltenden und teils gewaltsamen rechten Störversuche behauptet. Das ist das Ergebnis der zahlreichen Kleinen Anfragen, mit denen ich die Entwicklung detailliert verfolgt habe (zuletzt: Drucksache 8/4305). Demnach haben sich von Mai bis September mindestens 42.500 Menschen an insgesamt 16 CSD- und Pride-Veranstaltungen im Freistaat &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/die-csds-bluehen-weiter-auf-doch-die-bedrohungslage-bleibt-queeres-leben-schuetzen-und-netzwerke-wie-vereinbart-foerdern-12-11-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die CSDs blühen weiter auf, doch die Bedrohungslage bleibt – queeres Leben schützen und Netzwerke wie vereinbart fördern!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25231" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png" alt="" width="255" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png 255w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-768x903.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png 832w" sizes="auto, (max-width: 255px) 85vw, 255px" /></a>„Sachsens queere Szene hat sich in diesem Jahr erfolgreich gegen die anhaltenden und teils gewaltsamen rechten Störversuche behauptet. Das ist das Ergebnis der zahlreichen Kleinen Anfragen, mit denen ich die Entwicklung detailliert verfolgt habe (zuletzt: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4305&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined"> Drucksache 8/4305</a>). Demnach haben sich von Mai bis September mindestens 42.500 Menschen an insgesamt 16 CSD- und Pride-Veranstaltungen im Freistaat beteiligt – so viele wie noch nie zuvor!<span id="more-25230"></span></p>
<p>Bereits 2024 war mit damals 38.000 Menschen ein Höchststand erreicht worden, 2023 waren es 30.600 gewesen. Das ist eine ermutigende Entwicklung. Zu ihr gehört es auch, dass die Erwartung der Veranstalterinnen und Veranstalter in der Regel nochmals deutlich übertroffen wurden – in Städten wie Riesa, Pirna, Frankenberg, Bautzen und Zittau hat sich der Zulauf sogar vervielfacht.</p>
<p>Zur Wahrheit gehört es leider auch, dass all das nur unter Polizeischutz möglich ist. Nachdem es 2024 zu besonders aggressiven queerfeindlichen Gegenmobilisierungen gekommen ist, die durch Behörden zunächst völlig unterschätzt worden sind, mussten in diesem Jahr meist hunderte Einsatzkräfte zur Absicherung herangezogen werden. Unterm Strich sind die Anti-CSD-Aktionen zwar geschrumpft, von insgesamt rund 2.600 Beteiligten im Jahr 2024 auf nur noch die Hälfte. Trotzdem gab es weiterhin Störversuche und auch Straftaten – und zwar gegen fast alle CSD-Veranstaltungen und deren Teilnehmende. Die <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/angriff-linke-csd-rechtsextremismus-100.html"> Droh- und Gewaltkulisse</a> ist damit inzwischen zur Regel geworden. Das ist ein schlechtes Zeichen und darf kein Dauerzustand werden!</p>
<p>Leider steht queeres Leben in Sachsen aktuell nicht nur von rechtsaußen unter Druck, sondern auch von oben. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das seit fast zehn Jahren etablierte und erfolgreiche Fachberatungs-Netzwerk für queere Geflüchtete, die besonders gefährdet sind, <a href="https://www.tolerantes-sachsen.de/sachsen-laesst-queere-gefluechtete-im-stich/"> keine Fördermittel mehr vom Sozialministerium erhalten wird</a>.&nbsp; Das ist irritierend, denn das Geld ist vorhanden – Linke und Grüne hatten es in den Doppelhaushalt hineinverhandelt. Wenn das Thema&nbsp;der Staatsregierung unwichtig ist, scheint sie weiter die Lage zu verkennen. Wir fordern, dass die wichtige Arbeit der queerpolitischen Netzwerke unterstützt und die Förderentscheidung revidiert wird. Zudem ist es höchste Zeit, den Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen fortzuschreiben und ihn zur verbindlichen Handlungsgrundlage zu machen!“</p>
<p>PM 12.11.2025</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Vertrauliche Spurensicherung für Opfer sexualisierter Gewalt: In Sachsen endlich flächendeckend ermöglichen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 08:57:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[Sexualisierte und häusliche Gewalt gehören zu den Gewaltformen, die für die Betroffenen ganz besonders traumatisierend und oft auch schambehaftet sind. Sehr oft sind Betroffene unmittelbar nach einer Vergewaltigung oder einer Gewalterfahrung durch den eigenen Partner nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie bei der Polizei Strafanzeige stellen wollen oder nicht. Gerade weil diese Gewalterfahrungen &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/vertrauliche-spurensicherung-fuer-opfer-sexualisierter-gewalt-in-sachsen-endlich-flaechendeckend-ermoeglichen-08-11-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vertrauliche Spurensicherung für Opfer sexualisierter Gewalt: In Sachsen endlich flächendeckend ermöglichen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25228" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-240x300.png" alt="" width="240" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-240x300.png 240w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-819x1024.png 819w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym-768x960.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-fordern-seit-Jahren-dass-jede-betroffene-Person-in-Sachsen-Zugang-zur-vertraulichen-Spurensicherung-hat-–-schnell-sicher-und-anonym.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 240px) 85vw, 240px" /></a>Sexualisierte und häusliche Gewalt gehören zu den Gewaltformen, die für die Betroffenen ganz besonders traumatisierend und oft auch schambehaftet sind. Sehr oft sind Betroffene unmittelbar nach einer Vergewaltigung oder einer Gewalterfahrung durch den eigenen Partner nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie bei der Polizei Strafanzeige stellen wollen oder nicht. Gerade weil diese Gewalterfahrungen traumatisierend und schambehaftet sind.<br />
Gleichzeitig sind für den Beweis einer solchen Gewalttat Verletzungen am Körper sehr entscheidend. Sobald sie verheilt sind, ist dieser Beweis verloren.</p>
<p>Daher ist es so wichtig, dass Beweise nach einer Tat gesichert werden können, ohne gleich entscheiden zu müssen, ob Anzeige erstattet wird oder nicht.</p>
<p>Mit der vertraulichen Spurensicherung wäre genau das möglich. Diese Möglichkeiten in Sachsen flächendeckend zu schaffen, war Thema der Oktober-Landtagssitzung.&nbsp;</p>
<p><span id="more-25216"></span></p>
<p>Seit vielen Jahren haben Fraueninitiativen, Opferberatungsstellen, medizinische Fachkräfte und viele mehr immer wieder darauf gedrängt, dass endlich die Möglichkeit der vertraulichen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt geschaffen werden muss.</p>
<p>2020 wurde dann endlich bundesgesetzlich geregelt, dass die Finanzierung der anonymen Spurensicherung durch die Krankenkassen erfolgen kann. Ein Meilenstein!</p>
<p>In Sachsen jedoch haben wir fünf Jahre nach dem bundesgesetzlichen Auftrag immer noch keinen Vertrag mit den Krankenkassen, der die regelhafte Finanzierung absichern würde.</p>
<p>Daher gibt es bis heute in Sachsen für Kliniken keine gesicherte Finanzierung für diese Untersuchung. Die Folge ist klar, nur sehr wenige Kliniken bieten die anonyme Spurensicherung überhaupt an. Es hängt in Sachsen also vom Wohnort ab, ob Gewaltopfer ihr Recht auf anonyme Spurensicherung realisieren können oder nicht.</p>
<p>Als Linksfraktion haben wir hier im Parlament mit kleinen Anfragen und Anträgen immer wieder Druck gemacht, dass das Sozialministerium endlich die Vertragsverhandlungen zum Abschluss bringt. Doch seit 2021 &#8211; also seit vier Jahren mittlerweile &#8211; werden wir bei jeder kleinen Anfrage vertröstet, dass immer noch „Vorgespräche“ laufen. Einen Vertragsabschluss gibt es nicht. Wenn es darum geht ganz konkret zu handeln und Betroffenen sexualisierte Gewalt die Beweissicherung zu ermöglichen, hängt die Staatsregierung 4 Jahre lang in „Vorgesprächen“ fest.</p>
<p>Das ist verheerend für die Gewaltopfer, für die vielen Aktivist:innen, die sich hier engagieren und auch für das Gerechtigkeitsempfinden.</p>
<p>Wir begrüßen daher die Initiative der Grünen und werden dem Antrag in jedem Punkt zustimmen.</p>
<p>Sexualisierte Gewalt und häusliche Gewalt kommt in allen Schichten der Gesellschaft vor und in allen Altersgruppen. Etwa <a href="https://www.frauennotruf-hamburg.de/sexualisierte-gewalt/zahlen-und-fakten/">jede 7. Frau</a> in Deutschland hat schon einmal sexualisierte Gewalt erfahren. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.</p>
<p>Die sächsische Kriminalstatistik zeigt einen massiven Anstieg bei Fällen von Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen, <a href="https://www.polizei.sachsen.de/pks2024/4_SN_Vgw_sexNoet_sexue.pdf">im letzten Jahr um ganze 50%</a>. 418 Fälle sind bei der Polizei erfasst, aber auch hier ist die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher.</p>
<p><a name="_Hlk212208453"></a> Es gibt also massiven Handlungsbedarf um diese Gewalt zu bekämpfen, Fälle aufzuklären und sexualisierte Gewalt zurückzudrängen. Die Etablierung einer flächendeckenden anonymen Spurensicherung ist ein Baustein davon.</p>
<p>Wir schließen uns daher der Forderung des Antrages an die Staatsregierung an, Betroffene von Vergewaltigungen, häuslicher Gewalt und sexualisierter Gewalt zu unterstützen und die Möglichkeit der vertraulichen Spurensicherung endlich auch in Sachsen flächendeckend sicherzustellen.</p>
<p><em>Rede zum Antrag der Grünen, 30. Oktober 2025</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>CSDs und Prides in Sachsen unter Druck: Freundliche Worte ersetzen kein politisches Handeln</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/csds-und-prides-in-sachsen-unter-druck-freundliche-worte-ersetzen-kein-politisches-handeln-28-06-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jun 2025 10:16:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 27. Juni 2025 diskutierte der Sächsische Landtag über CSDs in Sachsen. Die rechte Bedrohung gegen die queeren Demonstrationen, aber auch queere Menschen wächst. Meine Rede: Die Pride-Saison ist längst eröffnet, mit dem CSD in Dresden am 31.5., unmittelbar hinter uns liegt der erste CSD in Borna, an dem fast 300 Menschen teilnahmen, auch ich &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/csds-und-prides-in-sachsen-unter-druck-freundliche-worte-ersetzen-kein-politisches-handeln-28-06-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„CSDs und Prides in Sachsen unter Druck: Freundliche Worte ersetzen kein politisches Handeln“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/Antifaregenbogen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24872" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/Antifaregenbogen-300x206.png" alt="" width="300" height="206" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/Antifaregenbogen-300x206.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/Antifaregenbogen.png 758w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Am 27. Juni 2025 diskutierte der Sächsische Landtag über CSDs in Sachsen. Die rechte Bedrohung gegen die queeren Demonstrationen, aber auch queere Menschen wächst. Meine Rede:</p>
<p>Die Pride-Saison ist längst eröffnet, mit dem CSD in Dresden am 31.5., unmittelbar hinter uns liegt der erste CSD in Borna, an dem fast 300 Menschen teilnahmen, auch ich war vor Ort.<span id="more-25008"></span></p>
<p>Und ja, auch diesmal waren rechte Anfeindungen sichtbar, in Borna von unfassbar jungen Leuten, ein 15-jähriger zeigte einen Hitlergruss, in Dresden versammelten sich mehr als 100 Neonazis. Ist das die neue Normalität?</p>
<p>Insgesamt 16 CSDs bzw Queer Prides gibt es in diesem Jahr in Sachsen, im letzten Jahr waren es noch 23, im Jahr zuvor 20 gewesen: der Großteil findet in kleineren Orten statt und die Demos dort unterscheiden sich stark von den großen, unübersehbar kommerzialisierten. Sie sind dort die Zellen der demokratischen Kultur, von solidarischen und vielfältigen Lebensentwürfen. Die, die dort demonstrieren sind oft gleichfalls die, die Nachbarschaftscafés anbieten, Sprachkurse für Geflüchtete, Nachhilfe für Schüler*innen organisieren, Erinnerungsarbeit machen. Sie sind die progressiven Pfeiler in den Klein- und Mittelstädten.</p>
<p>Dass die Zahl der CSD gesunken ist, liegt auch an den massiven Anfeindungen, die sie vor allem im letzten Jahr aushalten mussten. Bei drei Viertel der 2024er CSDs gab es Stör- und Drohaktionen von Neonazis. Das halten viele Aktive einfach nicht mehr aus, und haben Angst Zielscheibe für noch mehr Hetze zu werden. Hinzu kommt, der unzureichende Schutz: In fast allen Fällen prognostizierte die Polizei vorab einen „grundsätzlich friedlichen Verlauf“. Das war auch dann der Fall, wenn – wie wiederholt geschehen – eindeutige Störaufrufe kursierten.</p>
<p>Wir erwarten, dass Versammlungsbehörden und Polizei in diesem Jahr sensibler agieren, den Versammlungen den notwendigen Schutz bieten. Neonazis auch in diesem Jahr wieder eine Aufmarschroute hinter dem CSD in Bautzen zu genehmigen, ist dafür keine gute Blaupause.</p>
<p>Die Hetze von rechts gegen queeren Menschen reißt nicht ab. Queerfeindlichkeit mobilisiert gerade in aktionsorientierten Neonazis, das Feindbild ist nach außen eindeutig kommunizierbar und ohne Weiteres anschlussfähig an die gesellschaftspolitischen Vorstellungen im Milieu der AfD und sogar in das der CDU. Wenn Bundestagspräsidentin Klöckner die Regenbogenfahne nicht mehr am Bundestag hissen will und Mitarbeiter*innen der Verwaltung die offizielle Teilnahme am CSD verwirken will, wirkt das symbolisch, aber es wirkt eben auch in queere Communities und deren Unterstützerinnen und Unterstützer, vor allem auch im ländlichen Raum leben und das oft im Verborgenen, aus Angst.</p>
<p>Sehr geehrte Kolleg*innen: Wir haben den Haushalt gestern beschlossen. Am Kürzungsprogramm bei Gleichstellungs- und Vielfaltsprojekten und Träger gesundheitlicher und sexueller Aufklärung und Prävention der Minderheitsregierung, das wir abwenden konnten, liess sich sehr gut der Stellenwert queeren Lebens und sexueller Vielfalt ablesen: Wir konnten das korrigieren. Aber so wie verfassten Rechte ist die gesellschaftliche Akzeptanz sexueller Vielfalt unter Druck. Wir erwarten dass die Minderheitsregierung den ambitionierten, mit breiter zivilgesellschaftlicher Beteiligung erarbeiteten Landesaktionsplan Vielfalt schnell wieder aus der Schublade zieht, ihn beschließt und im Hinblick auf den kommenden Doppelhaushalt auch mit Mitteln untersetzt! Freundliche Töne auf Aufmerksamkeit in der CSD-Saison ersetzen nicht politisches Handeln im Alltag!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bei den gesellschaftspolitischen Schwergewichtsthemen nicht nur Kürzungen abgewendet!</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/bei-den-gesellschaftspolitischen-schwergewichtsthemen-nicht-nur-kuerzungen-abgewendet-26-06-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 21:48:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jule.linxxnet.de/?p=25002</guid>

					<description><![CDATA[Meine Rede zum Haushalt des Sozialministeriums in der Debatte zum sächsischen Landeshaushalt 2025/26: in diesem Einzelplan 8 finden sich neben Sozialem, Gesundheit, Inklusion, Pflege, Tierschutz auch die gesellschaftlichen Schwergewichtsthemen Jugend, Demokratie, Gleichstellung und Integration. Die im Regierungsentwurf angesetzten Kürzungen waren in diesen Bereichen besonders einschneidend und übertrafen alle Befürchtungen &#8211; verantwortet ausgerechnet durch ein sozialdemokratisch &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/bei-den-gesellschaftspolitischen-schwergewichtsthemen-nicht-nur-kuerzungen-abgewendet-26-06-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bei den gesellschaftspolitischen Schwergewichtsthemen nicht nur Kürzungen abgewendet!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19695" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4-300x152.png" alt="" width="300" height="152" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4-300x152.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4-768x388.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4-1024x518.png 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4-624x315.png 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2018/10/cropped-unteilbar-hand-4.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Meine Rede zum Haushalt des Sozialministeriums in der Debatte zum sächsischen Landeshaushalt 2025/26: in diesem Einzelplan 8 finden sich neben Sozialem, Gesundheit, Inklusion, Pflege, Tierschutz auch die gesellschaftlichen Schwergewichtsthemen Jugend, Demokratie, Gleichstellung und Integration.</p>
<p>Die im Regierungsentwurf angesetzten Kürzungen waren in diesen Bereichen besonders einschneidend und übertrafen alle Befürchtungen &#8211; verantwortet ausgerechnet durch ein sozialdemokratisch geführtes Ministerium. Auch im vermeintlichen Schonbereich Jugend müssen wir nominell von Kürzungen sprechen: Die Jugendpauschale etwa wurde trotz Inflation und Tarifsteigerungen seit 2022 nicht mehr erhöht.<span id="more-25002"></span></p>
<p>Kürzungen ganzer Titelgruppen im Bereich Demokratie und Integrationsarbeit um teils mehr als 80% zeigen, dass der Minderheitskoalition das soziale Gewissen fehlt und wir als Linke mit den Grünen wichtige Punkte in die Verhandlungen einbrachten.&nbsp;</p>
<p>Wir haben die schulische und außerschulische Sozial- und Jugendarbeit mit zusätzlichen Mitteln gestärkt: die Schulsozialarbeit und außerschulischen landesweiten Infrastrukturen der Jugendhilfe und Jugendverbände. Wenn Jugend wirklich Priorität haben soll, brauchen wir allerdings eine weiterentwickelte und finanziell wesentlich gestärkte Jugendpauschale, um den Jugendclub und die Streetworkerin vor Ort zu sichern.</p>
<p>Wir sorgen dafür, dass das Förderprogramm Integrative Maßnahmen nicht komplett „abgeschossen“ wird und damit in Sachsen überhaupt noch so etwas wie Integrationsarbeit stattfindet und Menschen in einem rassistisch aufgeladenen gesellschaftlichen Klima Teilhabemöglichkeiten bekommen. Wir stocken den Ansatz um fast 17 Millionen Euro auf und sichern mittels Verpflichtungsermächtigungen auch die Zukunft. Es geht u.a. um die Psychosozialen Zentren, deren Arbeit schlichtweg unersetzlich ist.</p>
<p>Apropos gesellschaftliches Klima: Das Förderprogramm „Weltoffenes Sachsen“ wird auch künftig auf dem bisherigen Niveau ausgestattet, so dass insbesondere auch im ländlichen Raum weiterhin Demokratieprojekte angeboten werden.</p>
<p>Wir sorgen außerdem dafür, dass weiterhin ausreichend Kofinanzierungsmittel für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ zugeschossen werden: ohne vernünftigen Grund war die Regierung bereits auf erhebliche Zuschüsse aus Berlin aber vor allem die unverzichtbare Arbeit beispielsweise der Opferberatung „Support“ für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, der Regionalen Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus und der Schulprozess- und Distanzierungsberatung nachhaltig zu schwächen.</p>
<p>Auch über das Vorjahresniveau hinaus haben wir im Bereich des Gewaltschutzes aufstocken können: Laut Istanbul-Konvention müsste Sachsen 404 Plätze in Schutzeinrichtungen vorhalten, aktuell gibt es aber nur 165. Letztes Jahr wurden 378 Personen, die wegen häuslicher und sexualisierter Gewalt Zuflucht suchten, abgewiesen, weil das Haus schon voll war. Das ist für die Betroffenen eine Katastrophe. Wer kann vor dem Hintergrund dieser Zahlen auf die Idee kommen, an dieser Stelle die Gelder zu kürzen? Wir sorgen mit einen Plus von 1 bzw 2. Millionen Euro dafür dass wir dem Notwendigen in diesem Bereich zumindest näher kommen.</p>
<p>Auch bei den Ausgaben im Bereich Chancengleichheit von Frau und Mann, Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und Antidiskriminierung konnten wir Kürzungen abwenden &#8211; in einer Zeit, in der die antifeministische Stimmung wächst und ein massives Anwachsen queerfeindlicher Gewalt zu beobachten ist. Landesaktionspläne in allen Ehren: Sie können nur Wirkung entfalten, wenn sie mit Geld untersetzt sind. Gleichstellungsvereine und -beauftragte können nur wirksam sein, wenn sie nicht geschwächt werden. Last but not least konnten wir die Förderung von Existenzgründungen von Frauen im ländlichen Raum vor der Abwicklung retten.</p>
<p>Seien Sie sich sicher: Wir als Linke werden weiter Garantin für die sozialen Grundfesten dieser Gesellschaft, für Solidarität und für Umverteilung von Reichtum zu Gunsten dieser zentralen Bereiche sein!</p>
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		<title>Die Linksfraktion widerspricht Plänen, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten abzuschaffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 10:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Minderheitskoalition plant ein „Gesetz zur Stärkung der kommunalen Freiheit und Verantwortung“. Im Zuge dessen erwägen das Innenministerium und manche Kommunen, die Pflicht zur Bestellung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter abzuschaffen oder abzuschwächen. Zudem soll das Gleichstellungsgesetz generell nicht für kommunale Dienststellen gelten. Dagegen regt sich Protest, auch der Linken. Mein Statement: „Als Linksfraktion widersprechen wir den Plänen, &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/die-linksfraktion-widerspricht-plaenen-die-kommunalen-gleichstellungsbeauftragten-abzuschaffen-13-06-2025/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Linksfraktion widerspricht Plänen, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten abzuschaffen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24984" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen-200x300.jpg 200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen-683x1024.jpg 683w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen-768x1152.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/06/Haende-weg-LAG-Sachsen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 200px) 85vw, 200px" /></a></strong>Die Minderheitskoalition plant ein „Gesetz zur Stärkung der kommunalen Freiheit und Verantwortung“. <a href="https://taz.de/Saechsisches-Innenministerium-/!6089398/">Im Zuge dessen erwägen das Innenministerium und manche Kommunen</a>, die Pflicht zur Bestellung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter abzuschaffen oder abzuschwächen. Zudem soll das Gleichstellungsgesetz generell nicht für kommunale Dienststellen gelten. Dagegen regt sich Protest, auch der Linken. Mein Statement: <span id="more-24983"></span></p>
<p>„Als Linksfraktion widersprechen wir den Plänen, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten abzuschaffen und die kommunalen Verwaltungen von der Pflicht zu entbinden, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern. Es ist eine Farce, das als ,Entlastung‘ zu beschreiben. Gleichstellungsbeauftragte, wie es sie in 41 sächsischen Kommunen im Hauptamt gibt, sind notwendig und eine politische Errungenschaft, die wir vehement verteidigen werden. Die Beauftragten bringen die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur innerhalb ihrer Verwaltung voran, sondern auch gesellschaftlich.</p>
<p>Im Ringen um die Gleichstellung ist in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht worden, oft allerdings gegen eine konservative und männlich dominierte Mehrheit in den Verwaltungen. Derzeit gibt es in Sachsen eine spürbar antifeministische Stimmung, die von neuen und alten Nazis befeuert wird. Gerade jetzt müssen gleichstellungspolitische Errungenschaften und insbesondere die Belange von Frauen und queeren Menschen sichtbar gemacht und vertreten werden. Es ist unabdingbar, gleichstellungspolitische Initiative und Akteure mit dem Handeln der Verwaltungen zu vernetzen. Das, was in Sachsen erreicht wurde, darf nicht wieder entfallen. Das gilt auch für die vielfältigen Projekte der Gleichstellungs- und Vielfaltsarbeit. In diesem Sinne kämpfen wir für die Gleichstellungs- und Vielfaltstrukturen!“</p>
<p>PM 12. Juni 2025</p>
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