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	<title>Gesellschaftskritik &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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	<title>Gesellschaftskritik &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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		<title>Für eine linke Perspektive – Berlin nach der Wahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 08:21:29 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gesellschaft des Spektakels ist in ihrem Element. Aber was wir nach der Berlin-Wahl erleben, hat noch einmal eine völlig andere Dimension. Während die extreme Rechte in Deutschland Wahlerfolge feiert, scheint die größte Aufregung über etwas anderes zu entstehen: darüber, dass eine linke Partei in Berlin stärkste Kraft geworden ist. Kommentar von Jürgen Kasek, Irena &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/fuer-eine-linke-perspektive-berlin-nach-der-wahl-29-09-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Für eine linke Perspektive – Berlin nach der Wahl“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft des Spektakels ist in ihrem Element. Aber was wir nach der Berlin-Wahl erleben, hat noch einmal eine völlig andere Dimension. Während die extreme Rechte in Deutschland Wahlerfolge feiert, scheint die größte Aufregung über etwas anderes zu entstehen: darüber, dass eine linke Partei in Berlin stärkste Kraft geworden ist. Kommentar von Jürgen Kasek, Irena Rudolph-Kokot und Jule Nagel <span id="more-25768"></span></p>
<p>Wir erinnern uns: In den vergangenen Wochen gab es drei Wahlen. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD stärkste Kraft. In Sachsen-Anhalt erreichte sie 43,8 Prozent.</p>
<p>Eine vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Partei steht damit vor der Frage, wie sie an die Regierung gelangen kann. Ihr Spitzenkandidat kündigt bereits an, bis Jahresende eine AfD-geführte Landesregierung bilden zu wollen.</p>
<p>Und trotzdem scheint die politische Aufregung über den Wahlerfolg der Linken in Berlin kaum geringer auszufallen. Das ist bemerkenswert. Denn während wir tatsächlich den demokratischen Ernstfall erleben, wird gleichzeitig darüber diskutiert, ob die sogenannte Brandmauer gegen die AfD noch zeitgemäß sei. In Sachsen-Anhalt fehlen der AfD zwar Sitze für eine eigene Mehrheit, gleichzeitig wird über mögliche Übertritte aus der CDU spekuliert und die AfD selbst berichtet von entsprechenden Gesprächen.</p>
<p>Die CDU sollte sich dabei eines klarmachen: Wer der AfD Mehrheiten verschafft, stärkt nicht die bürgerliche Mitte, er stärkt die AfD. Und diese hat keinen Grund, die CDU dauerhaft als gleichberechtigten Partner zu behandeln. Sie arbeitet vielmehr daran, die Union als politische Kraft rechts der Mitte zu verdrängen.</p>
<p>Trotzdem werden nach der Berlin-Wahl wieder die alten Gespenster beschworen. Die Linke gewinnt mit 25,7 Prozent und wird erstmals stärkste Kraft in Berlin. Sie will die Wohnungskrise bekämpfen und die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen vorantreiben. Und plötzlich scheint bei manchen die Angst vor dem Kommunismus größer zu sein als die Angst vor dem real existierenden Rechtsextremismus.</p>
<p>Warum? Weil es hier um etwas anderes geht. Um Eigentum, um Macht und um die Frage, wem eine Stadt gehört. Die Forderung nach Vergesellschaftung bedroht keine abstrakte Ordnung. Sie stellt konkrete Eigentumsverhältnisse infrage. Und genau deshalb ist die Reaktion darauf so heftig.</p>
<p>2021 haben 57,6 Prozent der Berlinerinnen und Berliner in einem Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gestimmt. Der damalige politische Auftrag wurde anschließend nicht umgesetzt. Die Linke möchte dies ändern und hat genau mit diesem Thema die Wahl gewonnen. Und genau das scheint manche besonders nervös zu machen.</p>
<p>Natürlich muss über Antisemitismus gesprochen werden. Antisemitismus ist real. Er ist nicht hinnehmbar. Und antisemitische Vorfälle innerhalb der Linken müssen benannt und bekämpft werden. Aber etwas anderes ist die politische Instrumentalisierung dieser Debatte.</p>
<p>Wenn aus berechtigter Kritik an antisemitischen Positionen die Delegitimierung einer ganzen Partei wird, wenn daraus Bedingungen für eine Regierungsbildung abgeleitet werden, die bei anderen politischen Parteien in vergleichbarer Konsequenz nicht formuliert werden, dann geht es nicht mehr nur um Antisemitismus. Dann geht es auch um Macht. Und genau diese Unterscheidung muss erlaubt sein.</p>
<p>Die CDU und Teile der bürgerlichen Öffentlichkeit diskutieren offen die Normalisierung der AfD und gleichzeitig wird die Linke dämonisiert. Alice Weidel erklärt erneut, Hitler sei ein Linksextremist gewesen – ein historisch falscher und längst widerlegter Mythos, mit dem die politische Rechte die Geschichte umdeutet und den Begriff „links“ diskreditieren will. Und trotzdem verschiebt sich die Debatte weiter nach rechts.</p>
<p>Das ist das eigentlich Erschreckende. Während die extreme Rechte stärker wird, wird gleichzeitig versucht, jede ernsthafte linke Alternative als Gefahr für Demokratie, Wohlstand und Freiheit darzustellen. Die Botschaft dahinter ist simpel: Alles ist möglich, nur eines nicht – die Eigentumsverhältnisse anzutasten. Das ist Klassenkampf von oben.</p>
<p>Nicht als großes revolutionäres Programm, sondern als tägliche politische Praxis. Als Mischung aus medialer Empörung, ökonomischem Druck, moralischer Delegitimierung und der Behauptung, bestimmte politische Veränderungen seien schlicht nicht möglich. Und genau darin liegt die Gefahr.</p>
<p>Denn Menschen, die erleben, dass ihre Mieten steigen, ihre soziale Sicherheit schwindet und politische Entscheidungen immer weniger veränderbar erscheinen, werden nicht automatisch demokratischer. Massen in Angst sind zugänglich für autoritäre Verführung. Wer also soziale Veränderungen verhindert und gleichzeitig die extreme Rechte normalisiert, arbeitet an den Bedingungen, unter denen autoritäre Politik wachsen kann.</p>
<p>Deshalb ist die entscheidende Frage nach dieser Wahl nicht, ob die Linke perfekt ist. Das ist sie nicht, keine Partei ist es. Die entscheidende Frage ist vielmehr, warum eine Gesellschaft, die über den Aufstieg der extremen Rechten zu Recht erschrickt, gleichzeitig solche Angst vor einer Linken entwickelt, die Eigentum und Machtverhältnisse infrage stellt. Vielleicht liegt die Antwort genau dort, wo sie immer liegt: Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht verändern will, entwickelt Angst vor denen, die es versuchen.</p>
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		<title>Option zur Vergesellschaftung von Wohnraum nicht antasten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[In seiner Sitzung im Juli berät der Bundesrat eine von der Bayerischen Staatsregierung&#160;eingebrachten Vorlage, welche die Vergesellschaftung von Wohnraum erschweren soll. In seiner Begründung greift der Antrag den Berliner Volksentscheid aus dem Jahr 2021 unmittelbar auf. Auch für Sachsen ist die Frage der landespolitischen Handhabe relevant: „59,1 Prozent der an der Abstimmung Beteiligten haben sich &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/option-zur-vergesellschaftung-von-wohnraum-nicht-antasten-10-07-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Option zur Vergesellschaftung von Wohnraum nicht antasten“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-21541" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg" alt="" width="300" height="151" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg 680w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In seiner Sitzung im Juli berät der Bundesrat eine <a href="https://dserver.bundestag.de/brd/2026/0380-26.pdf">von der Bayerischen Staatsregierung</a><u>&nbsp;eingebrachten Vorlage</u>, welche die Vergesellschaftung von Wohnraum erschweren soll. In seiner Begründung greift der Antrag den Berliner Volksentscheid aus dem Jahr 2021 unmittelbar auf. Auch für Sachsen ist die Frage der landespolitischen Handhabe relevant: <span id="more-25673"></span></p>
<p>„59,1 Prozent der an der Abstimmung Beteiligten haben sich vor fünf Jahren per Volksentscheid dafür ausgesprochen, Konzerne wie Vonovia mit mehr als 3000 Wohnungen in Berlin zu enteignen und die Wohnungen in eine Anstalt öffentlichen Rechts zu überführen. Das war ein klarer Auftrag. Da die Berliner Landesregierung diesen Auftrag seither verschleppt, bereitet das Bündnis „Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen“ einen&nbsp;<a href="https://dwenteignen.de/argumente">Gesetzesvolksentscheid</a> vor. Damit soll die Landesregierung per Gesetz zur Umsetzung des Volksentscheids gebracht werden.</p>
<p>Nun will die Staatsregierung aus Bayern heraus das Ergebnis des Berliner Volksentscheid annullieren. Das ist nicht nur ein Affront gegenüber dem eindeutigen Abstimmungsergebnis. Es ist auch dreist, aus einem anderen Bundesland heraus den Menschen in Berlin ein wirksames Instrument gegen weitere rasante Mietensteigerungen zu nehmen.</p>
<p>Auch in Sachsen ist die Frage der Vergesellschaftung von Wohnraum relevant. Insbesondere Vonovia hält in Dresden mit rund 40.000 und in Leipzig mit über 10.000 Wohnungen große Bestände. In kleinen Orten wie Hainichen oder Crimmitschau wurden kommunale Wohnungsbestände privatisiert, mit&nbsp;<a href="https://jule.linxxnet.de/nicht-nur-in-hainichen-und-crimmitschau-raecht-sich-privatisierung-den-kommunen-helfen-wohnungen-zurueckzukaufen-18-02-2026/">negativen Folgen für Mieter*innen und öffentliche Hand</a>. Die Überführung von Wohnraum in gesellschaftliches Eigentum ist auch in Sachsen ein probates Mittel zur gemeinwohlorientierten Bewirtschaftung. Als Linke unterstützen wir auch in Sachsen Initiativen für Rekommunalisierung und Vergesellschaftung.</p>
<p>Wir fordern die Sächsische Staatsregierung dazu auf, bei der Abstimmung im Bundesrat gegen dieses Initiative aus Bayern zu stimmen.“</p>
<p>Pm 9.7.2026</p>
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		<title>Fahren ohne gültigen Fahrschein entkriminalisieren, Armut nicht länger bestrafen – das entlastet Polizei und Justiz!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:53:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die sächsische Regierung soll im Bundesrat dafür eintreten, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein nicht mehr als Straftat behandelt wird. Zu diesem Antrag der Linksfraktion (Drucksache 8/5942) hörte der Rechtsausschuss am 10. Juni Sachverständige. Mein Kommentar dazu:&#160; „Wir wollen die Doppelsanktionierung des Fahrens ohne gültigen Fahrausweis beenden.&#160; Wer erwischt wird, zahlt Strafe an &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/fahren-ohne-gueltigen-fahrschein-entkriminalisieren-armut-nicht-laenger-bestrafen-das-entlastet-polizei-und-justiz-10-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Fahren ohne gültigen Fahrschein entkriminalisieren, Armut nicht länger bestrafen – das entlastet Polizei und Justiz!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25633" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184-201x300.jpg 201w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184-684x1024.jpg 684w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184-768x1149.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-line-knipst-574109081-16955184.jpg 1000w" sizes="(max-width: 201px) 85vw, 201px" /></a>Die sächsische Regierung soll im Bundesrat dafür eintreten, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein nicht mehr als Straftat behandelt wird. Zu diesem Antrag der Linksfraktion (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5942&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5942</a>) hörte der Rechtsausschuss am 10. Juni Sachverständige. Mein Kommentar dazu:&nbsp;</p>
<p>„Wir wollen die Doppelsanktionierung des Fahrens ohne gültigen Fahrausweis beenden.&nbsp; Wer erwischt wird, zahlt Strafe an das Beförderungsunternehmen. Die parallele Verfolgung nach § 265a des Strafgesetzbuches, die mit Geldbuße – oder bei Zahlungsunfähigkeit mit Haft – enden kann, wollen wir abschaffen. Sie betrifft häufig ärmere und hilfsbedürftige Menschen sowie Wohnungslose, die sich die Fahrkarte nicht leisten können. Gerade auf sie hat die Strafandrohung keine abschreckende Wirkung. Zudem kommen weder Personen noch Sachen zu Schaden. Mobilität ist zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe und muss allen Menschen möglich sein. Gegen Armut mit dem Strafrecht vorzugehen, halten wir für falsch.<span id="more-25632"></span></p>
<p>2025 kam es sachsenweit wegen Verstößen gegen den § 265a StGB – der jegliches Erschleichen von Leistungen betrifft – zu 1.015 Verurteilungen mit Geldstrafen, zu 20 Verurteilungen mit Freiheitsstrafen und zu 33 Anordnungen von Ersatzfreiheitsstrafen (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5023&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5023</a>). Laut den Sachverständigen entfallen 99 Prozent dieser Fälle auf das Fahren ohne gültiges Ticket. Verstöße gegen § 265a StGB sind derzeit die zwölfthäufigste Straftat in Sachsen. Wenn das Fahren ohne gültigen Fahrschein nur noch zivilrechtlich verfolgt werden würde, wären Polizei und Justiz in erheblichem Umfang entlastet. Die Beförderungsunternehmen können ihre Ansprüche auch ohne zusätzliche strafrechtliche oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Sanktionen durchsetzen. In 14 Städten bundesweit stellen Verkehrsunternehmen keine Strafanträge mehr, Nachteile sind keine bekannt.</p>
<p>Die Strafrechtsnorm ,Erschleichen von Leistungen‘ ist ein Relikt aus der Zeit des Nationalsozialismus – sie wird seit 1935 verfolgt. Eine Beförderungserschleichung ist ein Bagatelldelikt, das nur eine geringe Vermögensschädigung der Verkehrsunternehmen bedeutet. 2025 entstand laut der Polizeilichen Kriminalstatistik in etwa 95 Prozent aller Fälle ein Schaden von unter 50 Euro. Das Zivilrecht genügt an dieser Stelle. Parallel dazu sind dringend Maßnahmen für einen kostenfreien oder wenigstens bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr nötig – etwa ein landesweites Sozialticket und eine soziale Ermäßigung beim Deutschlandticket.“</p>
<p><em>PM 10. Juni 2026</em></p>
<p><em>Bild: <a class="Text_text__D8yqX Text_size-inherit__I1W_y Text_weight-bold__CBWtB Text_color-greyscale-shadow__RZoEL spacing_noMargin__F5u9R Text_display-inline__Is5PW Link_link__Ime8c clickable_clickable__wbzX_ spacing_noMargin__F5u9R" href="https://www.pexels.com/de-de/@574109081/" data-testid="next-link"><span class="Text_text__D8yqX Text_size-inherit__I1W_y Text_weight-inherit__m7i3O Text_color-greyscale-shadow__RZoEL spacing_noMargin__F5u9R Text_display-inline__Is5PW">Line Knipst</span></a>&nbsp;</em></p>
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		<title>Kein Agenda-2030-Kurs in der Jugendhilfe! Sächsische Regierung muss zur eigenen Rolle bei Kürzungen in der Jugend- und Eingliederungshilfe erklären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 11:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Paritätische Gesamtverband hat vor einigen Wochen ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht. Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach auf Betreiben der CDU besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Daraufhin habe ich mehrere Anfragen an die Staatsregierung gestellt, die jetzt mit &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/kein-agenda-2030-kurs-in-der-jugendhilfe-saechsische-regierung-muss-zur-eigenen-rolle-bei-kuerzungen-in-der-jugend-und-eingliederungshilfe-erklaeren-08-05-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kein Agenda-2030-Kurs in der Jugendhilfe! Sächsische Regierung muss zur eigenen Rolle bei Kürzungen in der Jugend- und Eingliederungshilfe erklären“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2014/11/kinder.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-11723" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2014/11/kinder-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2014/11/kinder-300x196.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2014/11/kinder.jpg 306w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Der Paritätische Gesamtverband hat vor einigen Wochen ein <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf"> internes Arbeitspapier</a> von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht. Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach auf Betreiben der CDU besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Daraufhin habe ich mehrere Anfragen an die Staatsregierung gestellt, die jetzt mit Verweis auf den Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung unbeantwortet blieben (Landtags-Drucksachen <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6742&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined"> 8/6742</a>, <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6743&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined"> 8/6743</a>, <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6750&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined"> 8/6750</a>). Mein Statement: <span id="more-25574"></span></p>
<p>„Die Staatsregierung schweigt sich aus, was ihre Rolle bei geplanten Kürzungen und Standardabsenkungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe angeht. Wir wissen nun, dass der ehemalige Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) an der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfegesetzgebung in Berlin mitwirkt und dort eine radikale Kürzungspolitik vorantreibt, obwohl eigentlich Sozialministerin Petra Köpping die Kinder- und Jugendpolitik des Freistaats verantwortet. Sowohl die Vorschläge selbst als auch diese Umstände sind inakzeptabel.</p>
<p>So definieren nicht nur das Achte Sozialgesetzbuch, sondern auch die UN-Kinderrechtskonvention eindeutig, dass alle jungen Menschen das gleiche Recht auf Förderung haben. Das Kindeswohl ist bei allen Maßnahmen, die sie betreffen, vorrangig zu berücksichtigen. Dies bedeutet nicht nur die Abwesenheit einer Kindeswohlgefährdung. Vielmehr müssen Entwicklung, Bildung, Schutz sowie Mitbestimmung und Teilhabe verwirklicht werden. Dies gilt für alle Minderjährigen, unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder geflüchtet sind. Wir lehnen eine Absenkung der Standards bei der Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger, die Aushebelung von Rechtsansprüchen in der Eingliederungshilfe sowie die Rücknahme erkämpfter Garantien für Menschen, die stationäre Jugendhilfe in Richtung eines selbstständigen Lebens verlassen. Im Zuge der derzeit diskutierten Novelle des Kinder- und Jugendhilfegesetzes werden wir alles daran setzen, dass die versprochene inklusive Lösung nicht zulasten der Garantien für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche geht, wie es das Kürzungspapier in voller Brutalität fordert.</p>
<p>Wir fordern weiter Transparenz über die Rolle der Staatsregierung bei der Debatte über Kürzungen. Sozialministerin Petra Köpping muss erklären, wie sie mit den Kürzungsplänen und deren absehbaren Folgen umzugehen gedenkt. Es bleibt verwunderlich, dass sie nicht selbst am Tisch sitzt, wenn derlei Pläne entwickelt werden.“</p>
<p>PM 8. Mai 2026</p>
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		<title>Kürzungspapier geleakt: Linken-Abgeordnete fordern Erklärung der Staatsregierung und warnen vor einem Agenda-2030-Kurs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 15:31:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Paritätische Gesamtverband hat ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht (hier zum download). Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag und die sächsische Landesgruppe der Linken im Bundestag fordern von der &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/kuerzungspapier-geleakt-linken-abgeordnete-fordern-erklaerung-der-staatsregierung-und-warnen-vor-einem-agenda-2030-kurs-21-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kürzungspapier geleakt: Linken-Abgeordnete fordern Erklärung der Staatsregierung und warnen vor einem Agenda-2030-Kurs“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24938" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-300x168.jpeg" alt="" width="300" height="168" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-300x168.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-1024x574.jpeg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-768x431.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5-1200x673.jpeg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/05/csm_Quer_Haushalt_Stop_17ad99f5e5.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Der Paritätische Gesamtverband hat ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht (<a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf">hier zum download</a>). Es enthält drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Sachsen hat demnach besonders harte Vorschläge eingebracht oder mitgetragen. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag und die sächsische Landesgruppe der Linken im Bundestag fordern von der Staatsregierung eine Erklärung, wie ihre Beteiligung an diesen Vorschlägen mit dem Achten Sozialgesetzbuch, der UN-Kinderrechtskonvention und dem Kindeswohl zu vereinbaren ist. Die Abgeordnete Juliane Nagel hat dazu mehrere Anfragen an die Staatsregierung gestellt (Drucksachen 8/6742, 8/6743, 8/6750). Gemeinsames Statement mit Susanne Scharper und Sören Pellmann: <span id="more-25542"></span></p>
<p>Susanne Schaper, Vorsitzende der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:</p>
<p>„Was hier als Effizienz verkauft wird, bedeutet harte Einschnitte. Das Kindeswohl darf nicht von der Kassenlage abhängen! Individuelle Hilfen sollen dennoch durch pauschale Lösungen ersetzt werden, Unterstützung soll unabhängig vom Bedarf gekürzt oder vorzeitig beendet werden. Gerade bei besonders sensiblen Gruppen setzt Sachsen auf Verschärfung statt auf Unterstützung. Das trifft vor allem Kinder und Jugendliche mit komplexen Schwierigkeiten, unbegleitete minderjährige Geflüchtete und junge Erwachsene. So werden Probleme werden nicht gelöst, sondern verlagert, mit absehbar höheren sozialen und finanziellen Folgekosten.“</p>
<p>Juliane Nagel, kinder- und jugendpolitische Sprecherin, ergänzt:</p>
<p>„Das Achte Sozialgesetzbuch und die UN-Kinderrechtskonvention regeln, dass alle jungen Menschen das gleiche Recht auf Förderung haben. Bei allen sie betreffenden Maßnahmen ist das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen. Dies bedeutet nicht nur, Kindeswohlgefährdung auszuschließen, sondern auch, Entwicklung, Bildung, Schutz und Mitbestimmung zu gewährleisten. Dies gilt für alle Minderjährigen, auch wenn sie eine Behinderung haben oder geflüchtet sind. Wir lehnen es ab, Standards bei der Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger abzusenken, Rechtsansprüche in der Eingliederungshilfe auszuhebeln und Garantien für Menschen zurückzunehmen, die stationäre Jugendhilfe in Richtung eines selbstständigen Lebens verlassen. Wir erwarten insbesondere von Sozialministerin Petra Köpping eine Erklärung, wie sie mit diesen von der CDU-Seite vorangetriebenen Kürzungsvorschlägen umzugehen gedenkt.“</p>
<p>Sören Pellmann, Sprecher der sächsischen Bundestagsabgeordneten und Co-Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, fügt hinzu:</p>
<p>„Diese Reformvorschläge mögen kurzfristig die öffentlichen Haushalte entlasten, aber sie belasten die jungen Menschen, deren Familien und die Beschäftigten im Sozialbereich. Das verursacht höhere gesellschaftliche Kosten. Sachsen spielt dabei offensichtlich eine unrühmliche Vorreiterrolle. Der Freistaat gehört zu den Ländern, die besonders viele und weitgehende Vorschläge eingebracht haben. So sollen Hilfsangebote auch dann standardisiert werden, wenn Kinder und Jugendliche unter besonders komplexen und schwierigen individuellen Problemen leiden. Das ist sozialpolitisch der falsche Weg. Umso mehr enttäuscht mich die SPD, die nicht widerspricht. Wir wollen einen Sozialstaat, auf den Verlass ist! Das aber steht zur Disposition, wenn unter dem Schlagwort einer Agenda 2030 aus dem Umfeld der Union über solche Kürzungen diskutiert wird.“</p>
<p>Hintergrund</p>
<p>Das Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026 enthält über 100 Seiten mit Kürzungsvorschlägen in der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) sowie der Eingliederungshilfe (SGB IX). Sachsen gehört mit Bayern und Nordrhein-Westfalen zur aktivsten Ländergruppe im Papier und hat darüber hinaus als einziges Bundesland einen eigenen Einzelvorschlag eingebracht: die Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger ausländischer Herkunft ab 16 Jahren in Erstaufnahmeeinrichtungen mit abgesenkten Standards. Der Paritätische bezeichnet das als den schärfsten Vorschlag im Dokument. Das Gesamtkürzungsvolumen der bezifferten Vorschläge beträgt mindestens 8,6 Milliarden Euro. Die meisten drastischen Vorschläge wurden jedoch gar nicht mit konkreten Zahlen unterlegt.</p>
<p><em>PM 21. April 2026</em></p>
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		<title>Mindestens 222 antisemitische Straftaten in Sachsen, aber kaum Konsequenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 14:28:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Sachsenweit wurden 2025 mindestens 222 antisemitische Straftaten begangen. Das zeigt die Detailauswertung meiner regelmäßigen Kleinen Anfragen &#160;zu politisch motivierter Kriminalität im Freistaat (zuletzt&#160;Drucksache 8/5847). Die Gesamtzahl ist demnach gegenüber dem Vorjahr zwar leicht zurückgegangen. Sie liegt aber das dritte Jahr in Folge über 200 (2023: 275, 2024: 258). Berücksichtigt werden nur Fälle, die zur Anzeige &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/mindestens-222-antisemitische-straftaten-in-sachsen-aber-kaum-konsequenzen-06-04-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mindestens 222 antisemitische Straftaten in Sachsen, aber kaum Konsequenzen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24735" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-300x215.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus-768x551.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/03/5f227a77e46190a2b9b8cd19_gegen_jeden_antisemitismus.jpg 921w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Sachsenweit wurden 2025 mindestens 222 antisemitische Straftaten begangen. Das zeigt die Detailauswertung meiner regelmäßigen Kleinen Anfragen &nbsp;zu politisch motivierter Kriminalität im Freistaat (zuletzt&nbsp;<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5847&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5847</a>). Die Gesamtzahl ist demnach gegenüber dem Vorjahr zwar leicht zurückgegangen. Sie liegt aber das dritte Jahr in Folge über 200 (2023: 275, 2024: 258). Berücksichtigt werden nur Fälle, die zur Anzeige kommen. Durch Nachmeldungen kann sich der abschließende Wert noch verändern. Mein Statement:&nbsp;</p>
<p>„Laut der Polizei-Statistik wurden besonders häufig volksverhetzende Parolen und Bedrohungen registriert, und zwar sowohl auf der Straße als auch in Form von Online-Hasspostings. Dabei bleibt es nicht: Verzeichnet sind auch drei gefährliche Körperverletzungen. Im Vorjahr hatte es hingegen ,nur‘ eine Körperverletzung gegeben. Zuletzt ereigneten sich besonders viele Fälle in Leipzig (43), gefolgt von Dresden (29) und Chemnitz (25) – das entspricht dem leider gewohnten Bild. Erneut wurden die meisten der judenfeindlichen Taten als rechtsmotiviert bewertet (191) und dabei oftmals zugleich als fremdenfeindliche Hasskriminalität eingestuft.<span id="more-25530"></span></p>
<p>Weitere 15 Taten werden auf eine ausländische Ideologie zurückgeführt, sieben auf eine religiöse Ideologie, vor allem Islamismus, und vier auf einen linksmotivierten Hintergrund. Weitere fünf Taten können nicht eindeutig zugeordnet werden und fallen in die Kategorie ,Sonstige‘.</p>
<p>Antisemitismus ist und bleibt inakzeptabel, ganz egal, aus welcher Richtung er kommt. Einen ,ehrbaren‘ Antisemitismus gibt es nicht, ganz egal, wer ihn vertritt und wie er sich tarnt. Jeder Antisemitismus gehört geächtet. Dazu gehört ein entsprechender Verfolgungsdruck. Doch genau der fehlt nach wie vor: Meinen Anfragen zufolge gab es im gesamten Jahr 2025 in ganz Sachsen lediglich sieben (!) Verurteilungen wegen antisemitischer Straftaten, die in allen Fällen mit Geldstrafen abgeschlossen wurden. Das ist ein verheerend schlechter Wert, kaum höher als im Vorjahr (5). Zum Vergleich: 2021 waren immerhin noch 26 Urteile gegen Judenhasser&nbsp;gefallen. In der Tendenz gibt es also immer mehr Fälle, aber immer weniger Konsequenzen. Dafür stand 2025 das bundesweit bekannt gewordene&nbsp;Beispiel eines klar antisemitischen und rassistischen Inserats im Sebnitzer Amtsblatt,&nbsp;<a href="https://alt.linksfraktionsachsen.de/presse/detail/ermittlungen-zu-rassistischer-und-antisemitischer-anzeige-eingestellt-rico-gebhardt-die-generalstaatsanwaltschaft-sollte-das-pruefen/">zu dem die Ermittlungen eingestellt wurden</a>.&nbsp;</p>
<p>Zum Schutz jüdischen Lebens in Sachsen würde es zum Beispiel auch beitragen, wenn die Stelle des Beauftragten der Staatsregierung für das Jüdische Leben hauptamtlich ausgestattet wird – das fordert die Linksfraktion seit Jahren. Stattdessen prüft die Staatsregierung derzeit im Rahmen ihrer geplanten ,Maßnahmen zur Strukturanpassung‘, Beauftragtenposten abzuschaffen, um Geld zu sparen. Dieser Weg wird dem gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter schaden.“</p>
<p><em>PM 04. April 2026</em></p>
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		<title>Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/erneut-viele-queerfeindliche-straftaten-in-sachsen-vor-allem-bei-csds-jetzt-eine-gegenstrategie-entwickeln-30-03-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 18:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung/ Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: Drucksache 8/5847). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/erneut-viele-queerfeindliche-straftaten-in-sachsen-vor-allem-bei-csds-jetzt-eine-gegenstrategie-entwickeln-30-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erneut viele queerfeindliche Straftaten in Sachsen, vor allem bei CSDs – jetzt eine Gegenstrategie entwickeln“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25231" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png" alt="" width="255" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-255x300.png 255w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl-768x903.png 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/11/csd-dbl.png 832w" sizes="auto, (max-width: 255px) 85vw, 255px" /></a>Auch 2025 wurden in Sachsen viele Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität der Opfer registriert. Das zeigt die Detailauswertung meiner monatlichen Kleinen Anfragen zu politisch motivierten Straftaten (zuletzt: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5847&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5847</a>). Demnach registrierte die Polizei sachsenweit mindestens 163 einschlägige Taten, drei Viertel wurden als rechtsmotiviert bewertet. Durch Nachmeldungen kann die Gesamtzahl noch steigen – das Landeskriminalamt hat eine Sonderstatistik angekündigt, die noch nicht abgeschlossen ist, wie auf eine weitere Kleine Anfrage hin mitgeteilt wurde (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5852&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5852</a>). Mein Kommentar:&nbsp;</p>
<p>„Im langjährigen Vergleich ist das der zweithöchste Wert, nachdem 2024 mit 181 queerfeindlichen Straftaten ein alarmierender ,Rekord‘ erreicht worden war. Zuvor hatte die Fallzahl jahrelang stark zugenommen. Hauptgrund dafür sind die gehäuften Angriffe gegen Christopher-Street-Day-(CSD)-Veranstaltungen. <span id="more-25504"></span></p>
<p>Dazu kam es auch im vergangenen Jahr: Fast alle CSDs wurden Ziel von Störaktionen, teils auch körperlichen Übergriffen. Allerdings landet nur ein Teil davon in der Statistik. Beispiel Bautzen, wo am 10. August mehr als 500 Neonazis gegen den CSD mit über 3.000 Menschen mobil gemacht hatten: Laut Statistik kam es dort ,nur‘ zu acht queerfeindlichen Taten. Mindestens ebenso viele weitere Attacken des sogenannten Gegenprotests wurden hingegen nicht als queerfeindlich bewertet, darunter körperliche Übergriffe. Mit dieser inkonsequenten Erfassung wird das Ausmaß der Bedrohung verschleiert.</p>
<p>In einem besonders gravierenden Fall hat die Staatsanwaltschaft Görlitz erst kürzlich die Ermittlungen ,gegen Unbekannt‘ erfolglos eingestellt. Demnach wurde während des Bautzner CSD ein ziviler Polizeibeamter zu Boden geschlagen und auf ihn eingetreten, wobei er aufgefordert wurde, ,sein Handy zu zeigen, um festzustellen, dass dieser ‚keine Zecke‘ sei‘. Offenbar wurde das Opfer für einen CSD-Teilnehmer gehalten. Über die brutale Tat wurde bislang öffentlich nicht berichtet. Das Justizministerium hat darauf nur beiläufig hingewiesen, im Rahmen einer gewohnt langen Liste von Verfahrenseinstellungen bei rechten Straftaten (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5194&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5194</a>).</p>
<p>Die Staatsregierung darf queerfeindliche Angriffe nicht achselzuckend hinnehmen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein Klima der Bedrohung gegen queere Menschen. Wir fordern die Staatsregierung mit einem aktuellen Antrag auf, eine Strategie zu entwickeln, die gegen Diskriminierung vorgeht (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6297&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6297</a>). Weiterhin muss insbesondere rund um CSD-Demonstrationen sichergestellt werden, dass Drohungen und Anfeindungen gegenüber den Teilnehmenden eingehegt, systematisch erfasst und konsequent verfolgt werden.“</p>
<p><em>Hinweis: Am Abend des 30.3.2026 wurde bei einer Veranstaltung der Agentur für Aufklärung und Demokratie, des Kulturbüros Sachsen, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen eine Studie zu den Auswirkungen rechter Gegenmobilisierung auf Pride-Teilnehmende in Sachsen </em><a href="https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/VNODP/sichtbarkeit-und-sicherheit?cHash=0d03b29b775cb28afca17fb40ed4d380"><em>vorgestellt</em></a><em>.</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ muss wirksam bleiben – demokratisch Engagierte weiter fördern</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/das-bundesprogramm-demokratie-leben-muss-wirksam-bleiben-demokratisch-engagierte-weiter-foerdern-27-03-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 12:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ umbauen und Fördermittel für erfolgreiche zivilgesellschaftliche Projekte streichen. Die Linksfraktion macht das heute zum Thema im Bundestag. Meim Statement:&#160; „Die CDU/CSU-Fraktion im letzten Bundestag hat die Vorarbeit für diesen Angriff auf die demokratische Zivilgesellschaft geleistet: Mit 551 Fragen an die damalige Ampel-Regierung wollte sie ausleuchten, wen &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/das-bundesprogramm-demokratie-leben-muss-wirksam-bleiben-demokratisch-engagierte-weiter-foerdern-27-03-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ muss wirksam bleiben – demokratisch Engagierte weiter fördern“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2016/01/extremismus-96.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-17160" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2016/01/extremismus-96-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2016/01/extremismus-96-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2016/01/extremismus-96.jpg 599w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ umbauen und Fördermittel für erfolgreiche zivilgesellschaftliche Projekte streichen. Die Linksfraktion macht das heute zum Thema im Bundestag. Meim Statement:&nbsp;</p>
<p>„Die CDU/CSU-Fraktion im letzten Bundestag hat die Vorarbeit für diesen Angriff auf die demokratische Zivilgesellschaft geleistet: Mit 551 Fragen an die damalige Ampel-Regierung wollte sie ausleuchten, wen das Förderprogramm ,Demokratie leben!‘ in welcher Weise unterstützt. So deutete sich an, wohin die Reise mit einer unionsgeführten Bundesregierung gehen würde. Mehr als 200 Projekte sollen jetzt zum Jahresende kein Geld mehr bekommen. Betroffen sind unter anderem Organisationen die Amadeu Antonio Stiftung, Correctiv, der BUND und viele weitere Initiativen, die sich für eine starke Zivilgesellschaft, gegen Hass und Gewalt und für demokratische Werte einsetzen.</p>
<p><span id="more-25501"></span></p>
<p>In Sachsen wären viele Kommunen, bundeszentrale Strukturen und Innovationsprojekte betroffen, wie die <a href="https://www.demokratie-leben.de/resource/blob/266890/fe3d742155897e85411c1c45d7a399b6/250701-uebersicht-bewilligte-projekte-fp3-barrierefrei-data.pdf"> Liste der Fördermittelempfänger</a> zeigt. Uns drängt sich der Eindruck auf, dass die Ministerin diese Strukturen nicht nach der Qualität, dem Erfolg oder der Bedeutung der jeweiligen Arbeit beurteilt, sondern nach parteipolitischen Maßstäben. Das verbietet sich. Die Engagierten treten für Zusammenhalt, demokratische Werte und friedliche Konfliktlösung ein. Das ist wichtig, zumal sich die extreme Rechte, Verschwörungsideologien und demokratiefeindliche Einstellungen ausbreiten. Wer Betroffene rechter Gewalt berät und unterstützt, demokratische Kompetenz stärkt und Bildungsarbeit leistet, trägt zum Erhalt der Demokratie bei. Wer solche Initiativen schwächt, legt den Engagierten Steine in den Weg. Die Staatsregierung muss gegenüber dem Bund dafür eintreten, dass das Programm wirksam bleibt!</p>
<p>Die Linksfraktion steht an der Seite der demokratischen Zivilgesellschaft. So haben wir in der letzten Haushaltsverhandlung dafür gesorgt, dass der Freistaat das Bundesprogramm ,Demokratie leben‘ und damit etwa die Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt weiter kofinanziert. Mit einem aktuellen Landtags-Antrag (<a href="https./edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6444&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/6444</a>) fordern wir, das ,Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus‘ fortzuentwickeln und ,zu diesem Zweck erforderliche Förderungen zu&nbsp;verstetigen‘.“</p>
<p>PM 27. März 2026</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Der Trend zur Bewaffnung in Sachsen hält an</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/der-trend-zur-bewaffnung-in-sachsen-haelt-an-21-02-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 20:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der „Trend“ zur privaten Bewaffnung in Sachsen hält an. Das zeigt meine jüngste Kleine Anfrage zu diesem Thema (Drucksache 8/5251). Demnach waren Ende 2025 in Sachsen 32.800 private Waffenbesitzerinnen und -besitzer registriert, 300 mehr als 2024. Zugleich stieg die Zahl der Schusswaffen, die sie legal besitzen, auf 158.081 – ein Plus von fast 2.500. Hinzu &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/der-trend-zur-bewaffnung-in-sachsen-haelt-an-21-02-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Trend zur Bewaffnung in Sachsen hält an“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25434" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-1024x682.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-768x512.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027-1200x800.jpg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/02/pexels-praksh-7049027.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Der „Trend“ zur privaten Bewaffnung in Sachsen hält an. Das zeigt meine jüngste Kleine Anfrage zu diesem Thema (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5251&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5251</a>). Demnach waren Ende 2025 in Sachsen 32.800 private Waffenbesitzerinnen und -besitzer registriert, 300 mehr als 2024. Zugleich stieg die Zahl der Schusswaffen, die sie legal besitzen, auf 158.081 – ein Plus von fast 2.500. Hinzu kommen Reizstoff-, Signal- und Schreckschusswaffen. Mein Statement: <span id="more-25415"></span></p>
<p>„Auch Schreckschusswaffen bleiben begehrt. Das zeigt die steigende Zahl sogenannter Kleiner Waffenscheine, die dazu berechtigten, sie auch in der Öffentlichkeit verdeckt zu tragen. Meiner weiteren Anfrage zufolge (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5257&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5257</a>) waren zum Jahreswechsel im Freistaat 25.155 Kleine Waffenscheine erteilt – ein neuer Rekord und 459 mehr als 2024. Die Zahl der auf dieser Grundlage erworbenen Waffen wird nicht erfasst.</p>
<p>Die Entwicklung betrachte ich schon länger mit Sorge, denn mit wachsendem Interesse etwa am Schießsport ist sie kaum zu erklären. Bei der individuellen Aufrüstung schlagen sich stattdessen verbreitete Unsicherheitsgefühle nieder, die nachvollziehbar sein können. Allerdings stimmen sie mit der tatsächlichen Kriminalitätslage nicht unbedingt überein. Zudem ist das durch Waffen vermittelte Gefühl von Sicherheit trügerisch. Wenn nämlich immer mehr Waffen in Umlauf kommen, entstehen neue Gefahren durch Missbrauch und unsachgemäße Nutzung. Wer einen Kleinen Waffenschein beantragt, muss nicht einmal nachweisen, von der Bedienung oder von waffenrechtlichen Bestimmungen irgendeinen Schimmer zu haben.</p>
<p>Das Problem zeigen auch weitere Daten, die mir das Innenministerium mitteilte (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5249&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5249</a>). So waren in Sachsen zum Jahresanfang 1.160 ursprünglich legal besessene Schusswaffen und Waffenteile zur Fahndung ausgeschrieben, weil sie ,abhandengekommen‘ sind. Laut ergänzenden Informationen aus dem Nationalen Waffenregister galten 203 fehlende Waffen und Waffenteile als ,abhandengekommen durch Straftat‘ – Verbleib unklar.</p>
<p>Mit hohem Aufwand versuchen daher kommunale Waffenbehörden, die sachgemäße Aufbewahrung zu kontrollieren. Auch dazu habe ich mich erkundigt (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5250&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/5250</a>). Sächsische Kommunen führten im vergangenen Jahr 1.180 Kontrollbesuche bei Waffenbesitzerinnen und -besitzern in der jeweiligen Region durch, überwiegend ohne Anlass und Anmeldung. Damit ist die Kontrolldichte relativ gering – aber die Trefferquote ziemlich hoch. Denn bei knapp 17 Prozent der Kontrollen gab es Beanstandungen, das ist die gleiche Quote wie 2024. Unter Umständen kann die Erlaubnis zum Besitz widerrufen und können Waffen eingezogen werden. Das geschah 2025 insgesamt 148 Mal, darunter waren 26 Kleine Waffenscheine.</p>
<p>Die Waffen entzogen wurden 2025 übrigens auch 14 Neonazis und Reichsbürgern. Zu diesem besonders waffenaffinen Spektrum kann der Innenminister aktuell noch keine detaillierten Daten vorlegen (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5256&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined">Drucksachen 8/5256</a>).“</p>
<p><em>PM Februar 2026</em></p>
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		<title>Freitag-Interview zum 17.1.2016</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/freitag-interview-zum-17-1-2016-18-02-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 15:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Interview im Freitag muss ich ein paar klarstellende Worte schreiben. Ich habe das Interview im Vertrauen geführt hier eine solidarische Gesprächsatmosphäre vorzufinden und eine kritische Reflexion des 17.1. vornehmen zu können. Ich verurteile die Angriffe auf den Stadtteil und seine Akteure durch Handala und Co klar und deutlich. Dem habe ich auch im Gespräch &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/freitag-interview-zum-17-1-2016-18-02-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Freitag-Interview zum 17.1.2016“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Interview im Freitag muss ich ein paar klarstellende Worte schreiben.</p>
<p>Ich habe das Interview im Vertrauen geführt hier eine solidarische Gesprächsatmosphäre vorzufinden und eine kritische Reflexion des 17.1. vornehmen zu können.<br />
Ich verurteile die Angriffe auf den Stadtteil und seine Akteure durch Handala und Co klar und deutlich. Dem habe ich auch im Gespräch Ausdruck verliehen.<br />
Ich vertrete aber auch, und schon vor dem 17.1., die Perspektive, dass es Raum und Platz für verbindende Perspektiven auf Israel-Palästina braucht, jenseits von Einseitigkeiten. Als linXXnet haben wir die Veranstaltungsreihe &#8222;between the lines&#8220; gestartet, die Stimmen aus Israel und Palästina hörbar machen soll, die Israel- und Palästinasolidarität zu einer Perspektive der doppelten Solidarität verbinden will. Wir führen diese Reihe weiter.<br />
Dass das Interview nun mit dem Zitat zum Kufiya-Verbot im Conne Island aufgemacht ist, ist daneben und hat mit den Ausführungen im Text nur am Rande zu tun. Klassisches Clickbait. Genau wie das Interview nicht frei zugänglich ist.</p>
<p>Ich stehe solidarisch zum Conne Island als zentralem linken Sozialisationsraum in Leipzig und darüber hinaus. Der Umgang mit Symbolen wird von niemanden anders als dem Laden-Plenum entschieden, das respektiere ich. Aber klar, ich habe ne Meinung dazu.<br />
Das CI an den Pranger zu stellen, ist abzulehnen, egal ob es von (vermeintlichen) Linken oder (extremen) Rechten kommt. Linke Räume müssen gerade jetzt geschützt und unterstützt werden. Das muss klar sein und das ist es für mich auch.<br />
Und ja, die israelsolidarische Linke braucht eine kritische Selbstreflexion, die palästinasolidarische allerdings auch und eine klare Abgrenzung zu Israelfeindlichkeit und Antisemitismus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="magicdomid22" class="ace-line" aria-live="assertive"><em><span class="">Das Interview mit dem Freitag kann hier <a href="https://knack.news/15427">https://knack.news/15427</a> nachgelesen werden.</span></em></div>
<p>&nbsp;</p>
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