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Schweinefleischlose Ernährung in zwei Leipziger Kindertagesstätten: Beitrag zur interkulturellen Öffnung

WZwei Leipziger Kindertagesstätten haben Schweinefleisch aus ihren Speiseplänen gestrichen. Dies wird nun von einer Boulevardzeitung skandalisiert. Die Einrichtungen sind infolge dessen von Drohungen betroffen. Konservative Politiker*innen aller Ebenen stimmen in den Skandalisierungschor ein. Die betroffenen Einrichtungen stehen inzwischen unter Polizeischutz. Mein Statement:

Der Schritt des Konfuzius- und des Rolando-Toro-Kindergartens ist ein guter. Die Kita-Leitungen sind diesen  nicht aus Spaß, Sensationslust oder Schikane gegenüber nicht-muslimischen Kindern gegangen, sondern beweisen im Gegenteil interkulturelle Sensibilität. Die Kinder verschiedener Herkunft oder verschiedenen Glaubens sollen nicht separiert, sondern gemeinsam essen. Die Aufregung würde wohl nicht so groß sein, wenn aus christlicher Tradition heraus am Karfreitag kein Fleisch gereicht würde. Insofern ist in dieser aufgeblähten Debatte ein klar islamfeindlicher Zug zu erkennen, vor allem wenn Politiker*innen der Christlich demokratischen Union Sturm gegen die Entscheidung laufen.

Das Weglassen von Schweinefleisch tut niemandem weh, sondern kann nebenbei auch ein Beitrag zur gesunden Ernährung sein. Wichtig ist, da geht auch die Linksfraktion mit, dass die Eltern in diese Entscheidung einbezogen werden.

Dass die Kita nun von der Polizei geschützt werden müssen ist ein Unding und Resultat der Stimmungsmache einiger Medien und auch Politiker*innen. Das geht auf Kosten der Kinder, Eltern und Erzieher*innen und ist unverantwortlich!

(23. Juli 2019)

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