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Diskussionsforum „Willkommen und wie weiter? Einwanderungspolitik von links“ am 3. Mai in Dresden

Die letzten Jahre waren geprägt von einer Diskussion über Fluchtbewegungen und Asyl. Doch das Phänomen Migration lässt sich darauf nicht begrenzen: Es geht auch um das Ankommen und die Frage nach der solidarischen Gestaltung des Zusammenlebens. Auf dem internationalen Diskussionsforum „Willkommen und wie weiter? – Einwanderungspolitik von links“ am 3. Mai 2019, 13:00 bis 17:00 in Dresden, Motorenhalle des riesa efau in der Wachsbleichstraße 10, 01067 Dresden soll der Blick auf bisherige Diskurse von Migration erweitert und darüber mit internationalen Gästen und Fachleuten diskutiert werden.

Juliane Nagel, Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag für Migrations- und Flüchtlingspolitik, erklärt dazu:

„Deutschland ist längst ein Einwanderungsland, das trifft auch für Sachsen zu. Anstatt uns dagegen zu wehren, diesen Fakt anzuerkennen, müssen wir endlich Einwanderung und Integration gestalten. Als Linksfraktion haben wir ein Integrationsgesetz vorgelegt, über das noch vor der Landtagswahl abgestimmt werden soll (Drucksache 6/13768). Sachsen wäre dann das erste ostdeutsche Flächenland mit einer solchen Gesetzgebung, die auf interkulturelle Öffnung der Verwaltungen, auf die Schaffung verbindlicher Integrationsstrukturen und politischer Partzipationsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten setzt. Ich freue mich insbesondere, dass mit ,Women in Exile‘ eine aktivistische Perspektive geflüchteter Frauen bei unserem Forum vertreten ist. Die Stimme der Betroffenen gilt es zu hören und zu stärken.“

Cornelia Ernst, sächsische Europaabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten und Inneres des EU-Parlaments, stellt fest:

„Wir müssen über den Tellerrand schauen und dürfen europäische Perspektiven nicht aus dem Blick verlieren. Besonders freut mich deshalb die Teilnahme von Miltiadis Klapas aus Griechenland. Angesichts der verschärften Bedingungen vor Ort und der Suche nach europäischen Lösungen für eine solidarische Migrationspolitik sind seine Einschätzungen von großem Wert. Wir müssen auch darüber reden, welche konkreten Schritte beim Ankommen vor Ort nötig sind. Hierfür konnten wir die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, gewinnen. Migration ist im 21. Jahrhundert Normalität. Wir sollten sie als Chance begreifen.“

PM 2. Mai 2019

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