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LINKE Stadträt*innen kritisieren Antisemitismus bei Festivals

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig meldete in einer Pressemitteilung den Auftritt der offen antizionistischen Theatergruppe „Les Ballets C de la B“ beim „euro-scene“-Festival. Die Gruppe unterstütze Boykottaufrufe israelischer Künstler, Unternehmen und Waren. Ich äußere mich dazu mit meinem Stadtratskollegen Werner Kujat:

Werner Kujat, Stadtrat der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Fachausschuss Kultur, erklärt:  „Die Aufnahme ins Programm hätte durch bessere Recherche und einen sensibleren Umgang mit dem Thema Antisemitismus verhindert werden können. Die Kampagne „BDS“ (Boykott, Divestment and Sanctions) ist antisemitisch und verteufelt den Staat Israel. Der Staat Israel ist allerdings eine direkte Konsequenz aus dem singulären Verbrechen des Holocaust.“

Juliane Nagel, MdL und Stadträtin der Fraktion DIE LINKE, urteilt:  „Antisemitismus und Antizionismus sind politische Ideologien und dürfen nicht durch ein künstlerisches Medium salonfähig gemacht werden. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, doch wir erwarten gerade von Kulturschaffenden einen reflektierten Umgang mit politischen Sachverhalten und eine bewusste Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und ihren Konsequenzen. Und dies insbesondere im Hinblick auf den nahenden 80. Gedenktag an die Reichspogromnacht.“

Erst vergangene Woche kritisierte „Leipzig nimmt Platz“ das DOK-Festival für den Film „Lord of the Toys“. Unkommentiert wurden rechte YouTuber gezeigt, die sich rassistisch, sexistisch und antisemitisch äußern. Das DOK Leipzig wies die Kritik, der Film bestätige und verharmlose das extrem rechte Weltbild, bisher zurück. „Auch da werden wir nochmal nachhaken. Es kann nicht sein, dass Kultur ein Verstärker des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist.“, kündigt Nagel an.

Zum Antrag im Stadtrat „Gegen jeden Antisemitismus“ von SPD, Grünen und CDU äußert sich Kujat: „Wir waren irritiert, von dem Antrag erst in der Presse zu erfahren. Wir wurden nicht gefragt, aber wir unterstützen den Antrag.“

Pressemitteilung, 7. November 2018

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