Nach gewaltsamem Tod von Khaled alle Tatmotive prüfen!

khaled_banner_eng_280x400Gewaltsamer Tod von Khaled muss zügig aufgeklärt werden – mögliche rassistische Tatmotivation sorgfältig prüfen.

Neu: Nach neun Tagen Ermittlungen gibt es ein Geständnis. Khaled wurde von einem seiner Mitbewohner ermordet. Dem soll ein Streit vorausgegangen sein.

 

Am frühen Morgen des 13.1.2015 wurde der 20-jährige Khaled Idris Bahray blutüberströmt und tot direkt vor seiner Haustür in Dresden gefunden. Kahled war aus Eritrea nach Deutschland geflüchtet und lebte in einer von der Stadt zugewiesenen Wohnung in Leubnitz-Neuostra. Heute gab die Polizei bekannt (Mopo24: „Dresdner Polizeichef: Der Asylbewerber wurde getötet“), dass wegen eines Tötungsverbrechens ermittelt wird.

Dazu erklärt Juliane Nagel, Sprecherin für Flüchtlings- und Migrationspolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Den FreundInnen und Verwandten von Khaled gilt meine tiefste Anteilnahme. Der junge Mann kam nach Deutschland, um hier Zuflucht und Schutz zu finden. Diese Suche endete im Tod.

Ich appelliere an die Polizei, den Tod von Khaled zügig aufzuklären und dabei eine mögliche rassistische Tatmotivation sorgfältig zu prüfen. In vielen anderen Fällen, wie beispielsweise dem Mord an dem erst 19-jährigen Kamal 2010 in Leipzig, wurde ein solches Motiv trotz zahlreicher Indizien frühzeitig ausgeschlossen. Erst infolge massiven öffentlichen Drucks und einer akribischen Nebenklage, urteilte das Landgericht Leipzig seinerzeit, dass es sich um einen rassistischen Mord handelte.

Der Tod von Kahled ist nicht nur ein Verlust für sein persönliches Umfeld. Er kann auch Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl von Asylsuchenden in Dresden und ganz Sachsen haben.

Die regelmäßigen Pegida-Märsche in Dresden, aber auch zahlreiche ressentimentgeladene lokale Proteste gegen die Unterbringung von Asylsuchenden haben natürlich psychologische Auswirkungen auf die Menschen, die in Sachsen Zuflucht und Asyl suchen. Geflüchtete werden oft Zielscheibe von Hass, aber auch Gewalt, wie auch die Antwort auf meine Kleine Anfrage (Landtags-Drucksache 6/361) ergab.

Ich erwarte auch von der Sächsischen Staatsregierung klare Worte und Empathie für Schutzsuchende.

(PM Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, 14.1.2015)

Nachtrag, 15.1.2015

Die Forderung nach einer expliziten Berücksichtigung rassistischer Tatmotive wird durch aktuelle Informationen bestärkt. So wurden erst am 12.1.2015 – wenige Stunden vor dem Mord an Khaled – Hakenkreuze an dessen Wohnung, die er mit zwei anderen Menschen bewohnte, gefunden. Dies meldete das Dresdner Sozialamt der Polizei.
Inzwischen seien die Ermittlungen in die Hände des Operativen Abwehrzentrums gelegt worden. Diese Struktur der Polizei ist für die sachsenweite Bekämfung von politisch motivierter Kriminalität zuständig.
Viel Verwirrung gab es um den Schwenk der Polizei Dresden bei der Angabe der Todesursache. Nach Bekanntwerden des Todes von Khaled am 13.1.2015 wurde zuerst angegeben, dass keine Fremdeinwirkung vorlag. Erst im Laufe des 14.1.2015 hieß es seitens der Ermittlungsbehörden, dass eine Fremdeinwirkung – nämlich Messerstiche – gegeben sei. Khaled wurde also erstochen.
Der Grund dieser zuerst falschen Information soll beim erstbegutachtenden Arzt liegen. Erst nach der Obduktion des Körpers von Khaled am 14.1. seien mehrere Messerstiche gefunden worden.

Nachtrag 22.1.2015

Am 22.1.2015 legte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsergebnisse vor: Khaled wurde durch einen Mitbewohner getötet. Eine rassistische Tatmotivation hat sich nicht erwiesen. Nach anfangs heftiger Kritik an den polizeilichen Ermittlungen, liefen diese am Ende äußerst schnell. Viele Stimmen unken nun von Vorverurteilung und Instrumentalisierung des Falles für politische Zwecke.
Sicher waren die Urteile zu schnell. Die Erfahrungen mit dem NSU und anderen rassistischen Morden, bei denen die Polizei komplett versagt hat, können die Angst, dass hier wiederum ein ebensolches Tatmotiv durchs Raster fällt, vielleicht verständlich machen. Eine Konsequenz aus dem Untersuchungsausschuss des Bundestages ist die Verbesserung der Behördenarbeit auf diesem Gebiet und eine größere Sensibilisierung von PolizeibeamtInnen.
Es ist also vollkommen legitim dieses Tatmotiv ins Spiel zu bringen, zumal es entsprechende Indizien gab.
Khaled ist tot. Und Mord bleibt Mord. Die LINKE Sachsen kommentierte die neuen Erkenntnisse wie folgt und ganz in meinem Sinn:

„Wir haben stets darauf hingewiesen, dass es angesichts der aufgeheizten Stimmung in der Stadt schneller und gründlicher Ermittlungen in alle Richtungen bedarf und keiner vorschneller Schuldzuweisungen. Die schnelle Aufklärung wird hoffentlich einen Beitrag dazu leisten, verlorenes Vertrauen angesichts der Pannen zu Beginn der Ermittlungsarbeiten wiederzugewinnen.

Entsetzt sind wir jedoch weiterhin von den zum Teil zynischen, menschenverachtenden und rassistischen Entladungen wie ‚Einer weniger‘, die der gewaltsame Tod des jungen Mannes in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat. Mord ist Mord, da ist kein Platz für Häme und Hass.“

34 Gedanken zu „Nach gewaltsamem Tod von Khaled alle Tatmotive prüfen!“

  1. Laut dem Medien sind 2 -3 Personen bekannt die dem Rechten Spektrum angehörigen das Opfer wurde mit einem Messer nieder gestochen… Hier ist klar die Hetze
    Der PEGIDA in die Verantwortung zu nehmen …
    Sollte es weitere Vorfälle geben sollte man über weitgehende Massnahmen von seitens der Stadt gegen dem Veranstalter und Ihre Hetze treibende Organisatoren vorgehen.. es darf nicht einfach so hingenommen werden.Es ist wichtig den Vorfall nicht außer acht zu lassen.
    Kein Opfer ist Vergessen Nazis haben auch Adressen. In diesem Sinn.

  2. Nur mal so nebenbei, beim antreffen an einen Tatort darf man die Leiche nicht bewegen, Er war mit Blut überströmt was es weiter erschwert etwas zu erkennen, der Arzt war ein Notarzt. Wenn ihr meint, dass ihr in einer derartigen situation die Todesursachen feststellen könnt, dann bitte bewerbt euch bei der sächsischen Landespolizei, die suchen nach Beamten.

    Ich will hier nicht sagen das die getroffene Aussage richtig war, aber es sollte vertretbar sein diese zu revidieren ohne das die Inspektionen als etwas verurteilt werden.

  3. @S B: Selten etwas so Intolerantes und Rassistisch gelesen. Eigentlich findet man das nur auf NPD Seiten. Ueber die 2 Toten Tunesier im Oktober/November die in Schneeberg aus dem Fenster gesprungen sind, weil sie auf der Flucht vor Tschetschen waren, gab es keine Anti-Auslaender Aufschreie im Land. Warum auch? Es gibt Morde in Deutschland. Meist mit niederen Motiven wie Habgier. Manchmal auch aus Liebe. Manchmal auch aus Hass. Der Grad an Instrumentalisierung gegen GIDA, der hier betrieben wird steht dem Vorwurf der Instrumentalisierung des Pariser Attentats durch GIDA in nichts nach. Nein, eigentlich ist sie noch viel niederträchtiger, da hier ja nichts bewiesen ist!

  4. Ja. Das ist korrekt, Frau Nagel! ALLES ist grundsätzlich zu prüfen! Guten Abend -und zunächst: Wie geht es Ihnen nach all den Irritationen der letzten Tage? Ich koennte als politisch Verantwortliche -vom Steuerzahler alimentiert -nicht mehr schlafen! Ich denke, dass die Behörden den entsetzlichen Tod dieses jungen Mannes sehr schnell aufklären werden! Es liegt dann an der Justiz, diese Verursacher und Mörder zu bestrafen – nach den Möglichkeiten des Gesetzes! Kümmern Sie sich bitte in Aktion (persönlich vorsprechend -nicht anweisend!) darum! Die Ermittlungsbehörden werden im allgemeinen die sein, welche sich ansonsten Ihrer geistigen Brandstiftung im Rathaus .. neo-doktriniert – zurückhaltend und verschüchtert – bezüglich der Verwuestungsorgien durch die Stadt Leipzig ermittelnd zu betätigen haben! Was sind Sie, Frau Nagel? Eine Übersetzerin, für die Anliegen völlig gesellschaftlich fehlentwickelter, immer noch „pubertierender“, sich selbst hassender Menschen, welche für diese Taten auch
    noch indirekt durch Marionetten (Vorgesetzte) indirekt Lob empfangen? Und zwar vom hinterhältig lachenden Kapital feudalistischer Couleur, welches Sie gerne 8.000 Euro + des Steuerzahlers kosten lässt! Und Vorsicht: ich kenne mich da aus!! Immobilien. In erster Linie lassen grüßen! Werden Sie endlich erwachsen – und tun Sie mal endlich etwas für diese Stadt! Wir brauchen hier keine Zerstörung – lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir die refugees „wirklich“ welcomend heissen! Und vor allem: wer es bezahlt! Arbeiten Sie einmal richtig – um das zu verstehen-und von mir aus: Lernen Sie erst einmal von Ernst Thälmann ! Mit den besten Grüßen -auf gute Zusammenarbeit.

  5. Hallo Frau Nagel,

    nach dem was ich über die Unterbringungssituation Khaleds in Dresden gelesen habe, stelle Ich Ihnen folgende Frage:

    Gibt es zur dezentralen Unterbringung aber auch bei Gemeinschaftsunterkünften in Leipzig eine Auswahl nach sozialem Umfeld?
    Bearbeiten sie diese Frage im Stadtrat?

    These:
    In besonders sozialschwachen Vierteln gibt es auch in Leipzig ein eher großes ausländerfeindliches Potential. Da scheinen mir studentennahe Wohnsiedlungen und bürgerliche Wohnsiedlungen (Gohlis, Waldstrassenviertel, Südvorstadt etc.) deutlich geeigneter. Um ehrlich zu sein, scheint mir da auch der Stadtrand mit seiner schlechten OPNV Anbindung und vielen Einfamilienhäusern geeigneter…
    Sie sehen der Kontext verändert immer die Situationsbewertung.

    Liebe Grüße,
    Dirk Neumann

  6. All die Vorwürfe Schall und Rauch… Der Mitbewohner war es. Kein rassist kein pegida noch legida Anhänger…

  7. Was ich abscheulich finde? Die Mitbewohner haben das gewusst und haben Unschuldige der Tat bezichtigt. Jetzt weiß man auch, warum sie aus Dresden weg wollten, aber die „unfähige“ Polizei hat ihnen das Handwerk gelegt.
    Übrigens: Wer diese Menschen in solche Wohnungen einpfercht muss auch mit so etwas rechnen.
    Von Jule Nagel ist sicher keine Entschuldigung zu erwarten, da beißt sie sich lieber die Zunge ab.

  8. Und Frau Nagel, gibt es jetzt auch Mahnwachen und Demos für den Mörder ? Als Asylant droht ihm ja jetzt die ganze Härte der deutschen Gerichtsbarkeit. Oder gar die Abschiebung mitten im Winter……

  9. Ich vermute, Sie haben die Neuigkeiten schon der Presse entnommen. Schämen sie sich Frau Nagel! Ich hoffe nur, sie sind zu so viel Selbstreflektion in der Lage. Vielleicht veröffentlichen sie auch zu den neueren Entwicklungen noch einen Nachtrag? Zum Drogenkonsum des Getöteten? Von der Dreistigkeit seiner Mitbewohner, welche die ganze Öffentlichkeit belogen haben?

  10. Sie haten hier rum, ehe ich in der Lage bin etwas zu kommentieren. Da zeigt sich ja auch, wie viel Agressionspotential in ihnen steckt. Damit meine ich alle drei Kommentatoren der letzte Stunde(n).
    Ja ich habe auch zur Kenntnis genommen was die Todesursache ist und wer der Beschuldigte.
    Wenn sie die Überschrift und auch dne Text lesen, können sie vielleicht bemerken, dass ich geschrieben habe, „alle Tatmotive“ geprüft werden sollen, AUCH mgl rassistische.
    Es gibt diesbez einfach einen großen Erfahrungsschatz und idr fallen jene eben runter.
    In diesem Fall war es nicht so. Das nehme ich zur Kenntnis. Und bin gleichsam erleichtert, dass es kein Nazi war.
    Dieser stellungnahme meiner Partei schliesse ich mich an:

    Gebhardt: „Dankbar, dass dieses Verbrechen aufgeklärt ist“
    Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wurde der Mord an Kahled I. in Dresden aufgeklärt. Dazu erklärt Rico Gebhardt, Landesvorsitzender der sächsischen LINKEN:

    „Wir alle sind dankbar, dass dieses schreckliche Verbrechen schnell aufgeklärt werden konnte und der mutmaßliche Täter nunmehr zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Wir haben stets darauf hingewiesen, dass es angesichts der aufgeheizten Stimmung in der Stadt schneller und gründlicher Ermittlungen in alle Richtungen bedarf und keiner vorschneller Schuldzuweisungen. Die schnelle Aufklärung wird hoffentlich einen Beitrag dazu leisten, verlorenes Vertrauen angesichts der Pannen zu Beginn der Ermittlungsarbeiten wiederzugewinnen.

    Entsetzt sind wir jedoch weiterhin von den zum Teil zynischen, menschenverachtenden und rassistischen Entladungen wie ‚Einer weniger‘, die der gewaltsame Tod des jungen Mannes in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat. Mord ist Mord, da ist kein Platz für Häme und Hass.“

  11. PS: Entschuldigen muss ich mich bei niemanden.
    Und wenn sie jetzt konstruieren, dass alle! MitbewohnerInnen u FreundInnen davon wussten und die Öffentlichkeit betrogen haben, haben sie die Verzweifung nicht gesehen und die Zeilen, die die Menschen niedergeschrieben haben.
    Es bleibt zudem dabei: Die Polizei hat zuerst Fehler gemacht. Das liegt auf der Hand.
    Und es bleibt dabei: Die Stimmungsmache gegen Asylsuchende auf den Straßen bleibt bedrohlich.

  12. Sehr geehrte Frau Nagel, sich zu beschweren das sie keine Möglichkeit hatten, sich zu rechtfertigen bevor hier die ersten Kommentare geschrieben wurden, halte ich für falsch. Sie haben diesen Stein selber ins Rollen gebracht. Sicher haben sie nie gesagt das es eine Rechte Tat gewesen sein muss. Sie haben es aber schlichtweg in Erwähnung gebracht und nichts anderes! Vielleicht sind sie beim nächsten mal schlauer und wünschen sich nichts mehr, als eine schnelle Aufklärung. Aber wir wollen hoffen das fies erst garnicht nötig ist!

  13. „Wenn sie die Überschrift und auch dne Text lesen, können sie vielleicht bemerken, dass ich geschrieben habe, “alle Tatmotive” geprüft werden sollen, AUCH mgl rassistische.“

    Da haben Sie schon recht, Frau Nagel.
    W i e Sie allerdings Ihren gesamten Text formuliert haben, lässt schon erkennen, dass Sie eine weitere naheliegende Möglichkeit, nämlich dass der mutmaßliche Täter aus dem unmittelbaren Umfeld des Opfers kommt, überhaupt nicht in Betracht zogen.

    Dass, was Ihre GesinnungsgenossInnen in- und außerhalb Dresdens in den letzten Tagen an wüsten Unterstellungen und Vorverurteilungen öffentlich machten, hatte längst jede Form von Maß und Anstand verloren.

    Man kann schon jetzt Wetten darauf abschließen, dass Mahnwachen, Kundgebungen und Gedenkveranstaltungen für „unseren Khalid“, die vorzugsweise von selbsternannten Antifa- und „nazifrei“- Organisationen veranstaltet wurden, ab dem heutigen Tage nicht mehr stattfinden.

    Wenn Sie persönlich diese politischen Ereignisse um das Verbrechen und das eigene Verhalten mal einer kritischen Würdigung unterzögen und vielleicht auch zu dem Schluss kommen, sich mit politisch motivierten Vorverurteilungen künftig zurückzuhalten, wäre schon viel gewonnen.

  14. Wenn sie sich (beide) mal von mir entfokussieren würden und sehen würden, dass die Welt grösser ist als Leipzig und ich ausserdem weniger machtvoll bin als sie – und andere unfreundliche KommentarschreiberInnen – es mir ständig zuschreiben, wüsssten sie, dass ich hier keinen Stein ins Rollen gebracht habe, sondern diese Vermutung bereits kommuniziert wurde.
    Da sie sich nie mit dem NSU und anderen rassistischen Morden, bei denen die Polizei komplett versagt hat, beschäftigt zu haben scheinen, ist ihnen sicher auch entgangen, dass die Polizei hier eine Leerstelle aufweist, die selbst die CDU (Bund) dazu gebracht hat hier Veränderungen zu fordern (siehe Abschlussbericht ds NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag). Es ist vollkommen legitim dieses Tatmotiv ins Spiel zu bringen, zumal es Indizien gab.
    Ich bestreite mit keinem Wort, dass die Ermittlungen nun schnell liefen udn zu einem anderen Ergebnis führten. Nichts desto trotz ist Khaled tot. Nichts desto trotz haben MigrantInnen in Dresden und anderswo Angst vor der laufenden Mobilisierung rassistischer Ressentiments. Aber sie können scheinbar nichts anderes als sich wie die GEier auf mich zu stürzen. Das ist armseelig.

  15. Eines muss ich allerdings sagen. Und man wird aus meinen Kommentaren lesen können das ich sicher kein Fan von Frau Nagel bin! Aber sie stellt sich wenigstens, was man von anderen Politikern nicht zu erwarten hat. Daher hoffe ich, daß sie mit Kritik umgehen können.

  16. Frau Nagel, sie stehen nun mal in der Öffentlichkeit und müssen dieses akzeptieren. Ich stehe nicht öffentlich da und muss mich daher keiner Kritik unterziehen.

  17. haben sie schon mal bei CDU, SPD, Grünen, AfD angeklopft, wenn sie unzufrieden waren? Haben sie jemals auf diesem Niveau mit VertreterInnen dieser Parteien kommuniziert? Ich sehe hier schon eine Diskrepanz.

  18. Frau Nagel, ja ich bin kritisch und schreibe meine Meinung gerade aus ohne umschweife. Und ja, auch Herr Jung hat heute Zeilen von mir bekommen. Leider ist er nicht so kommunikativ wie sie! Und
    ich betone es gerne wieder, diese Eigenschaften macht sie mir wieder sympathischer.

  19. Liebe Frau Nagel,

    sie haben natürlich recht. Zu meinen, dass alle Mitbewohner bzw. Bekannte hiervon Kenntnis hatten ist natürlich falsch. Entschuldigen sie dies bitte. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass sich Asylbewerber in Dresden und anderswo ob der momentanen Zustände unwohl fühlen. Hiergegen muss etwas unternommen werden. Ihr Engagement hierfür wird geschätzt. Aber sie müssen sich bewusst sein, dass sie mit ihren Stellungnahmen vorzeitig Partei ergriffen haben. Und das stört! Wenn sie dies negieren, nimmt ihnen dies niemand ab! Sie schreiben, dass sie von Anfang an darauf aufmerksam gemacht haben, dass alle Tatmotive geprüft werden sollen? Warum taggen Sie ihren Beitrag dann mit „Antifaschismus“ & „Antirassismus“? Warum rufen sie zu Mahnwachen für das Opfer auf, deren Tenor eindeutig die Verhinderung/Ächtung rechtsextrextremer Gewalt ist, wenn die Tatumstände nicht aufgeklärt sind? Ob die Polizei bei den Ermittlungen Fehler gemacht hat? Mag sein. Ich mag mir hier ob fehlender Kenntnis kein Urteil anmaßen. Sie sollten dies auch nicht tun. Und was ihre Mutmaßung hinsichtlich meines Aggressionspotentials angeht…nunja, hier wären Belehrungen eher bei den ihnen Nahestehenden angebracht. Welchem Spektrum in dieser Stadt Aggressionspotential zugeschrieben werden kann…möge sich jeder Leipziger nach den Ereignissen der vergangenen Woche seine eigene Meinung bilden. Meinem Vorredner schließe ich mich zudem an. Das sie sich einer Diskussion stellen, rechne ich ihnen an.

  20. Hallo Frau Nagel,
    warum rudern Sie so heftig zurück? Nun kein rassistisches / menschenfeindliches Motiv! Das wissen Sie doch gar nicht. Viele der Asylanten / „Flüchtlinge“ sind sehr rassistisch. Besonders Anti-Deutsch rassistisch! Ich habe von denen öfter hier in Berlin gehört: „Scheiß-Deutscher“, „Nazi-Schwein“, „Schweinefresser“ usw.
    Auch untereinander gehen sich verschiedene Ehtnien so an. Vielleicht doch eine Tat aus Rassenhaß?
    Nur soviel: Ich bin Linker. 35 Jahre SED / PDS. Aber 2003 ausgetreten wegen „Multi-Kulti-Wahn“ und Abwendung der Partei von der Arbeiterklasse.
    Gruß aus Berlin

  21. Ach Frau Nagel, warum sich an Grüne, SPD, CDU oder AfD wenden? Von diesen Parteien agiert m.E. niemand als Stichwortgeber für Horden randalierender Linksextremisten, die dann als „Rache für Khaled“ bei Entglasungen in der Stadt entgleisen. Sie sind die geistige Brandstifterin, denn wo Sie keine Erklärungen haben, greift bei Ihnen automatisch die pure Ideologie. Sie haben und das können Sie hier bestreiten wie Sie wollen, den furchtbaren Tod dieses jungen Mannes instrumentalisiert in einer Art und Weise, die an Demagogie kaum zu überbieten ist. Dafür sollten Sie sich schämen. Wenn es nicht so traurig wäre, dann liese sich Ihr Statement vom 16. 1. beinahe wie Satire. Aber was soll’s, Demokratie muss Ideologen vom Rand der Gesellschaft aushalten können. Der sächsische Landtag hat die Rechtsextremen unbeschadet überlebt, sie werden das auch mit einer Linksextremen tun. Hoffnungsvoll stimmt zudem, dass sich zwischenzeitlich die Erkenntnis durchsetzt, dass Sie in Persona eine Belastung für die eigenen Genossen sind. Tragen Sie mal weiter die Zahl 8.922 wie ein Schutzschild vor sich her, wenn es Ihrem Ego dient, gern, sonst haben Sie ja nichts vorzuweisen als Reinfälle und Blamagen.

  22. wunderbar. ich freue mich schon über die täglichen beleidigungen von Menschen, die sich hinter ihrem Bildschirm verstecken und das Übel der Welt auf mich projizieren, anstelle eine eigenständige Meinung zu vertreten oder gar sich in diese Gesellschaft einzubringen. Zeigt ja dass ich zumindest für gesellschaftlichen Diskurs sorgen kann bzw linke Positionen wirkungsmächtig unterstützen kann.
    Wenn sie mir meine „geistige Brandstiftung“, „Reinfälle und Blamagen“ bitte auch etwas argumentativer nachweisen würden und daneben auch zeigen würden, wo ich die Stimmenzahl „vor mir hertrage“ wäre ich hocherfreut.

  23. Sehen Sie Frau Nagel, wo Sie keine Erklärungen haben verstecken Sie sich hinter ideologischem Nonsens. Woher wissen Sie, wer sich in die Gesellschaft einbringt, wer eine eigene Meinung vertritt und wer nicht? Nur weil sich nicht jeder als unheilige Juliane der Hinterhöfe geriert und jede Meldung postet, wo auch nur der eigene Name richtig geschrieben ist, heißt das nicht, dass man/frau in der Gesellschaft inaktiv ist. Auch die Auseinandersetzung mit Extremisten ist gesellschaftliche Aktivität, oder betrachten Sie Ihr Engagement gegen Rechtsextremismus als nichtgesellschaftlich? Der Unterschied zwischen uns ist halt, ich bin gegen jede Form und Ausprägung von Gesinnungsterror egal ob linker oder rechter. Also, nur weil Sie am lautesten schreien, haben Sie nicht automatisch Recht. In diesem Sinne, einen schönen Tag Ihnen.

  24. Ach Frau Nagel, hören sie auf zu heulen. Fakt ist: Sie und andere haben sich in übelster Weise aus dem Fenster gelehnt und sich in vorverurteilender Weise geäußert, anstatt die Polizei ihre Arbeit machen zu lassen. Es passte ihnen gut in ihren linken Kram, so war das. Erinnern Sie sich noch an einen ähnlichen Vorfall in Sebnitz? Eine ganze Stadt wurde als Nazimörderbande abqualifiziert! Diverse, auch von Ihnen sonst wohlwollend begleitete linksextreme Gruppen haben in diesem tragischen Fall bereits gleiches veranstaltet und sie haben dem halbherzig bis gar nicht Einhalt geboten. Sie nehmen wehrlose Migranten her um ihren ideologischen Popanz zu füttern. Niederträchtig! Solange das auf diesem Niveau weitergeht, brauchen wir uns um den Zulauf zu Xgida nicht zu wundern. Da haben die Veranstalter in Ihnen die beste Werbefigur!

  25. Gesinnungsterror? Machen sie sich mal bewusst was das bedeutet.
    Ihr Problem ist, dass sie keine Ahnung über das haben, was ich tue, sondern nur an wadenbeissen interessiert sind. Das ist tatsächlich nicht die ebene auf der ich bereit bin zu diskutieren.

  26. Wir sollten es dabei auch belassen, nicht dass Sie wieder unter Druck geraten und erneut zur Flasche und dann zum Autoschlüssel greifen, das will ja niemand. Diskutieren kann man mit Ihnen sowieso nicht, solange Sie darunter Unterwerfung unter Ihre Deutungshoheit verstehen. Das ist armselig.

  27. Ich bin entsetzt. Hier stirbt ein Mensch, und jeder versucht diesen Tot für sich zu instrumentalisieren. Es finden Mahnwachen und Zerstörungsaktionen statt, es werden Menschen beschuldigt und an den Pranger gestellt. Die Polizei wird bezichtigt die Ermittlungen zu torpedieren. Hauptsache es passt in das fertige Bild! Jetzt stellt sich heraus, dass der Mörder doch nicht aus der erwarteten Gesinnungsgruppe kommt und schon fangen eben diese an den Tot des Mannes für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Beide Verhaltensmuster sind asozial. Bei den Nazi`s und Faschisten ist dieses Verhalten nicht anders zu erwarten. Nur propagiert aber insbesondere die Linke Gesinnungsfront „Alle Menschen sind gleich“, „Wir sind die moralisch Anständigen“ oder „Der Mensch ist es was zählt und nicht die Leistung…“. Wenn es aber besser in den Kram passt, sind dann doch manche Menschen „besser, wichtiger, herausgehobener oder unwichtiger, vernachlässigbar oder eben Rassisten“. Es werden Menschengruppen glorifiziert und über andere Menschengruppen gestellt… Das aber alle Menschen gleich sind, steht nur auf dem Transparent…

    Was jetzt noch bleibt ist der Vorwurf gegen die Polizei. Und hier wird weiterhin, wissentlich, der Tot des Mannes instrumentalisiert. Der Polizei wird vorgeworfen nicht sofort Mord in Betracht gezogen zu haben. Wenn ein Mensch mehrere Meter aus einem Haus fällt, zerschmettert dieser Körper bis zur Unkenntlichkeit. Das hier, durch den Arzt, die Messerstiche nicht sofort erkennbar sein konnten ist offensichtlich. Es springen jährlich mehrere hundert Menschen aus Häusern oder von Brücken… In den seltensten Fällen ist es Mord durch Fremdeinwirkung. Aber Polizistenbashing liegt ja gerade im Trend…

  28. Ah jetzt wirds persönlich und noch unsachlicher…ist meine Vermutung, dass sieohne Kenntnis von dem, was ich politisch in aller breite mache, einfach nur auf Attacke aus sind.

  29. Ach Frau Nagel, was manIn hier von Ihnen/über Sie wieder lesen muss …

    D. Nuhr hat es vor längerer Zeit mal so formuliert, Zitat „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten“, aber offensichtlich gehört das nicht zu Ihren Stärken, wobei ich bisher noch unschlüssig bin, wo selbige bei Ihnen überhaupt zu verorten sind. Aber das kann sich ja noch ändern. Ich schlage vor, ehe Sie hier stereotype Losungen permanent reproduzieren und dies als „Bürgerdialog“ auf Ihrem Aktionsplan abhaken, wäre es doch sinnvoller mal Ihre Sprechzeiten als Landtagsabgeordnete in der Bornaischen Staße auf dieser Plattform bekannt zu geben, so es diese überhaupt gibt, wobei ich damit nicht „jeden 1. und 3. und (wenn es ihn gibt 5.) Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr“ meine, es sei denn, Sie vermischen dieses mit jenem. Bestünde ja zumindest die Möglichkeit, dass die, die sich Ihrer Ansicht nach hinter Bildschirmen verstecken, in einen direkten Dialog mit Ihnen treten. Ist doch sowieso gerade chic im Freistaat. Ich hoffe, Sie lesen heraus, dass ich, zumindest was die Inhalte Ihrer Arbeit anbelangt, Ihnen durchaus Respekt zolle. Soweit.

  30. Ich habe die Erfahrung gemacht das es recht leicht ist mit Frau Nagel in Kontakt zu treten. Sie ist eine der wenigen die auch auf Mails antwortet. Selbst das Angebot zum persönlichen Gespräch habe ich seinerzeit erhalten. Diesen Vorwurf können Sie echt nicht stehen lassen.

  31. @ Falk… Das war mitnichten ein Vorwurf, dass man mit Frau Nagel kommunizieren kann, ist mir hinlänglich bekannt. Es war eine Frage, denn „…die Arbeit eines Landtagsabgeordneten vollzieht sich nicht nur im Landtag, sondern auch im Wahlkreis vor Ort. Dort besitzt der Landtagsabgeordnete normalerweise ein zeitweise besetztes Büro mit Sprechzeiten…“ Ich finde die Frage nach ihren Sprechzeiten also legitim, zumal Frau Nagel beinahe jedem ihrer vielen Kritiker unterstellt, er würde ihre Arbeit gar nicht kennen. Das kann sich ja ändern.

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