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Nazidemo in Leipzig am 18.5.2014 – Aufruf zum solidarischen Protest!

Die Jugendorganisation der NPD Leipzig hat für den kommenden Sonntag, 18.5.2014 in Leipzig-Lindenau einen Aufmarsch angemeldet. Diese soll 12 Uhr am Lindenauer Markt beginnen. In der Odermannstraße wurde mittlerweile eine antifaschistische Protestkundgebung angemeldet. Diese wurde nicht zugelassen. Darum gibt es nun zwei neue Kundgebungsorte: jeweils ab 11:30 Uhr gibt es antifaschistische Kundgebungen an der Lützner Ecke Zschochersche Straße und an der Endersstraße Ecke Lützner Straße (wo auch eine Zwischenkundgebung der JN stattfindet.)

Die Jung-Nazis wollen damit gegen „den linken Straßenterror“ und die vermeintliche Untätigkeit von Polizei sowie die vermeintliche Verharmlosung durch die Medien vorgehen. Die JN spricht von „15 Terroranschlägen“, die gegen NPD-Mitglieder in den letzten Wochen verübt wurden.

„Ich gehe davon aus, dass die Polizei den Anzeigen nachgeht. Auch gab es Berichterstattungen durch lokale und regionale Medien. Die Vorwürfe der Jungen Nationaldemokraten sind haltlos. Es steht zu vermuten, dass es den Nazis mit ihrer Demonstration eher um eine Demonstration der (vermeintlichen) Stärke vor den anstehenden Kommunalwahlen geht. Hier muss die NPD um den Wiedereinzug ins Kommunalparlament bangen.
Es war und ist die Nazipartei, die bundesweit und explizit in Leipzig in den vergangenen Monaten massiv gegen Menschen anderer Herkunft und Religion hetzte. Im Schlepptau der Mobilisierungen gegen Asylunterkünfte ist laut Angaben der Opferberatung der RAA die Zahl der rechts motivierten und rassistischen Übergriff im letzten Jahr sprunghaft von 23 auf 58 angestiegen.“ erklärt Juliane Nagel, Stadträtin in Leipzig und aktiv im Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz.

Der Protest gegen Nazis sollte dem Konsens des Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz gewaltfrei, aber entschlossen geschehen.
„Wir müssen rassistischen und antisemitischen Ideologien argumentativ und mit solidarischen Aktionsformen entgegentreten. Das Maß der Dinge ist die Menschenwürde. Diese wird von rechts und nicht etwa durch AntifaschistInnen bedroht. So haben Nazis seit 1990 in Leipzig mindestens sechs Menschen ermordet, bundesweit waren es über 150.“

Update:

Der Aufmarsch der JN soll 12 Uhr am Lin­de­nau­er Markt be­gin­nen und quer durch den Stadt­teil füh­ren. ( Dreil­in­den­stra­ße – Zschoch­er­sche Str. – Lütz­ner stra­ße – Mers­e­bur­ger Stra­ße – Uh­land­stra­ße – W. Zip­pe­rer-​Stra­ße – Dem­me­ring­stra­ße – Lin­de­nau­er Markt)

Das Ak­ti­ons­netz­werk „Leip­zig nimmt Platz“ hat in Hör-​und Sicht­wei­te der Na­zi­de­mo zwei Kund­ge­bun­gen an­ge­mel­det. Lei­der wurde der An­mel­dung in der Oder­mann­stra­ße,wo auch das NPD-​Zen­trum an­ge­sie­delt ist, nicht statt­ge­ge­ben. Statt­des­sen wird es ab je­weils 11.​30 Uhr Kund­ge­bun­gen

1. an der Kreu­zung Zschoch­er­sche Stra­ße/ Lütz­ner Stra­ße und

2. Lütz­ner Stra­ße Ecke End­ers­stra­ße geben. (Diese Kund­ge­bung wird di­rekt neben der Zwi­schen­kund­ge­bung der Nazis statt­fin­den)

Am Sonn­tag pünkt­lich im Vier­tel sein, den Twit­ter-​Acount von @platz­neh­men und @an­ti­fa_­le ver­fol­gen, das In­fo­te­le­fon an­ru­fen: 0176 – 93 69 01 64 und un­se­re Ak­ti­ons­tipps lesen. Ach­tet auf­ein­an­der und mel­det euch, wenn ihr mit re­pres­si­ven Maß­nah­men zu tun habt, beim EA: 0341/ 211 9313!

http://leipzignimmtplatz.blogsport.de/

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