*Gewaltsamer Übergriff durch Security-Kräfte in Connewitzer Supermarkt*

Am 13. Februar 2012 kam es gegen 20:40 im Leipziger Stadtteil Connewitz zu einem gewaltsamen Übergriff zweier Security-Leute auf einen jungen Mann, der im „REWE“-Supermarkt am Connewitzer Kreuz einkaufte.

Nachdem er seinen Einkauf bezahlt hatte und den Supermarkt verlassen wollte, wurde der Mann beim Hinausgehen aus dem Supermarkt von den beiden diensthabenden Security-Leuten gewaltsam zu Boden geworfen und über den Boden quer durch den Verkaufsraum in einen hinteren Raum des „REWE“-Supermarktes gezogen. Im Hinterraum wurde der Mann im Beisein einer Kassiererin von einem der Security-Leute trotz Protestes, dass er keine Luft bekäme, gewürgt. Der andere Security-Mann rief die Polizei. Diese rief – am Ort des Geschehens angekommen – sofort einen Notarztwagen, um den Betroffenen ins Krankenhaus zu schaffen. Durch Handschellen und weitere körperliche Misshandlungen hatte er am ganzen Körper Verletzungen. Der Grund für die Attacke der Security-Leute war nach deren Angaben der Verdacht auf Ladendiebstahl gewesen. Dieser Verdacht konnte jedoch widerlegt werden.
Der Geschädigte hat die Security-Kräfte mittlerweile wegen Körperverletzung angezeigt.

Dieses Ereignis steht nicht allein. Bereits im Oktober 2011 ein junger Mann von privaten Sicherheitsleuten, die das Haus Wolfgang-Heine-Straße Ecke Mathildenstraße bewachten, ohne erkennbaren Grund angegriffen und verletzt.

Scheinbar betrachten einige Security-Leute ihren Job als Freibrief für Gewaltausübung und das Außerkraftsetzen der Unschuldsvermutung.
Dies halten wir für eine untragbare Situation!
Meldet euch, wenn ihr selbst vergleichbare Erfahrungen mit Sicherheitsleuten gemacht habt. Im beschriebenen Fall wird außerdem eine Zeugin gesucht, die sich während des beschriebenen Vorfalles im Kassenbereich aufhielt und lautstark gegen das Vorgehen der Sicherheitsleute protestierte.

Kontakt:
Initiativkreis „Wir bleiben hier“
initiativkreis@riseup.net

Leipzig, 7.3.2012

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