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	Kommentare zu: Für &#038; wider: Leipzig wächst	</title>
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		Von: Martin		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2015 09:39:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es lohnt sich jetzt im Jahr 2015 mit sehr offenen Augen durch die Stadt zu laufen. Jetzt sind die ersten Veränderungen durch den Bevölkerungswachstum sichtbar:

1. Leere Grundstücke auf denen Bäume wuchsen wurden gefällt und hässliche Beton-Glas-Neubauten werden darauf errichtet.

2. Ebenso werden hier und billige Kindertagesstätten in Container errichtet.

3. Die Stadt hat seltsame Konzepte für große Freiflächen wie das Areal um den Bayrischen Bahnhof, die Alte Messe und die AGRA

All das ist heute sichbar, doch wohin führt es wenn wie im Leipziger Süden Massenhaft Bäume gefällt werden und Billig Häuser errichtet werden, die dann dennoch für 8€/m² vermietet werden?

Zum einen wird natürlich die Einwohnerdichte und damit auch die Anzahl von Autos und Abgasen weiter ansteigen. Die Stadt wird sich auch weiter aufheizen, Bäume die im Sommer kühle Luft und Schatten spendeten und Lebensraum für Tiere und andere Pflanzen boten sind nun durch Beton ersetzt.

Die Stadtväter im 19. und 20. Jahrhundert wussten von der Bedeutsamheit von Grünflächen für die Lebensqualität. Bestes Beispiel ist der Bereich Richard-Lehmann-Str. Kreuzung August-Bebel-Str., dort ist ein Lidl und eine Polizeiwache. Bis letztes Jahr befand sich rundherum über 1 Hektar Wald, der musste nun Platz machen für Betonneubauten.

Der Naturreichtum und das Städtische Mikroklima wird dadurch unwiderbringlich zerstört.

Dann weißt Leipzig einen sehr hohen Anteil von Altbauten aus, die hochwertig gebaut sind und auch optisch recht ansehnlich sind. Die oftmals neugebauten Häuser wirken hingegen schlicht und billig, es darf auch bezweifelt werden, dass diese 200 oder gar 300 Jahre alt werden.

Auf den Punkt gebracht es fehlt die Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung, sowohl was Grünflächen betrifft, als auch Konzepte zu einer funktionierenden Kindertagesstätten- und Schullandschaft, wie auch Vorschriften für Neubauten.

Die Stadt wird zugekleistert wie München oder Stuttgart. Die Bevölkerung und Mieten steigen, doch die Städtebauliche Qualität sinkt wegen Inkompetenz und mangelnder strategischer und nachhaltiger Stadtplanung. 

Es gibt immer weniger Grünflächen, freie Parkplätze, Ortsnahe Kinder- und Schulbetreuung und selbst die vielen großen Seen um Leipzig platzen an Sommerwochenende immer häufiger aus den Nähten, weil die Besucher mangels Infrastruktur nicht optimal an verschiedene Stände verteilt werden, sondern sich stattdessen konzentrieren.

Konzentration ist jedoch kein Mittel für Lebenszufriedenheit, der Stress steigt nicht nur am Badesee sondern auch dort wo die Einwohnerdichte weiter erhöht wird, wo Grünflächen und Parkplätze immer mehr zur Mangelware werden. 

Derzeit regiert das Geld in Leipzig, die Lebensqualität der Bürger leidet schon jetzt darunter. Leipzig wird mehr und mehr westdeutschen Großstädten gleichgemacht, somit wird es auch mittelfristig von seiner Attraktivität einbüßen.

Es wäre besser gewesen neue Stadteile zu erschließen, hierzu gibt es ausreichend Feldflächen südlich von Paunsdorf oder von Grünau, dort würden die Betonneubauten auch unter sich sein und somit die Architektur der alt Stadtviertel beeinträchtigen, ebenso gäbe es keine Probleme mit Bäumen, Parkplätzen oder Schulen...

Doch nun ist es zu spät, Leipzig ist auf den besten Weg zu einer Ruhrpotcity wie Düsseldorf zu mutieren, das Krebsgeschwür Betonwüste breitet sich von den Höfen am Brühl über die wohlhabenden Viertel wie Südvorstadt und Waldstraßenviertel durch die ganze Stadt aus, jetzt wird Lindenau und Reudnitz gefressen und letztendlich werden die freien Feldflächen bei Paunsdorf und Grünau dennoch betoniert werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es lohnt sich jetzt im Jahr 2015 mit sehr offenen Augen durch die Stadt zu laufen. Jetzt sind die ersten Veränderungen durch den Bevölkerungswachstum sichtbar:</p>
<p>1. Leere Grundstücke auf denen Bäume wuchsen wurden gefällt und hässliche Beton-Glas-Neubauten werden darauf errichtet.</p>
<p>2. Ebenso werden hier und billige Kindertagesstätten in Container errichtet.</p>
<p>3. Die Stadt hat seltsame Konzepte für große Freiflächen wie das Areal um den Bayrischen Bahnhof, die Alte Messe und die AGRA</p>
<p>All das ist heute sichbar, doch wohin führt es wenn wie im Leipziger Süden Massenhaft Bäume gefällt werden und Billig Häuser errichtet werden, die dann dennoch für 8€/m² vermietet werden?</p>
<p>Zum einen wird natürlich die Einwohnerdichte und damit auch die Anzahl von Autos und Abgasen weiter ansteigen. Die Stadt wird sich auch weiter aufheizen, Bäume die im Sommer kühle Luft und Schatten spendeten und Lebensraum für Tiere und andere Pflanzen boten sind nun durch Beton ersetzt.</p>
<p>Die Stadtväter im 19. und 20. Jahrhundert wussten von der Bedeutsamheit von Grünflächen für die Lebensqualität. Bestes Beispiel ist der Bereich Richard-Lehmann-Str. Kreuzung August-Bebel-Str., dort ist ein Lidl und eine Polizeiwache. Bis letztes Jahr befand sich rundherum über 1 Hektar Wald, der musste nun Platz machen für Betonneubauten.</p>
<p>Der Naturreichtum und das Städtische Mikroklima wird dadurch unwiderbringlich zerstört.</p>
<p>Dann weißt Leipzig einen sehr hohen Anteil von Altbauten aus, die hochwertig gebaut sind und auch optisch recht ansehnlich sind. Die oftmals neugebauten Häuser wirken hingegen schlicht und billig, es darf auch bezweifelt werden, dass diese 200 oder gar 300 Jahre alt werden.</p>
<p>Auf den Punkt gebracht es fehlt die Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung, sowohl was Grünflächen betrifft, als auch Konzepte zu einer funktionierenden Kindertagesstätten- und Schullandschaft, wie auch Vorschriften für Neubauten.</p>
<p>Die Stadt wird zugekleistert wie München oder Stuttgart. Die Bevölkerung und Mieten steigen, doch die Städtebauliche Qualität sinkt wegen Inkompetenz und mangelnder strategischer und nachhaltiger Stadtplanung. </p>
<p>Es gibt immer weniger Grünflächen, freie Parkplätze, Ortsnahe Kinder- und Schulbetreuung und selbst die vielen großen Seen um Leipzig platzen an Sommerwochenende immer häufiger aus den Nähten, weil die Besucher mangels Infrastruktur nicht optimal an verschiedene Stände verteilt werden, sondern sich stattdessen konzentrieren.</p>
<p>Konzentration ist jedoch kein Mittel für Lebenszufriedenheit, der Stress steigt nicht nur am Badesee sondern auch dort wo die Einwohnerdichte weiter erhöht wird, wo Grünflächen und Parkplätze immer mehr zur Mangelware werden. </p>
<p>Derzeit regiert das Geld in Leipzig, die Lebensqualität der Bürger leidet schon jetzt darunter. Leipzig wird mehr und mehr westdeutschen Großstädten gleichgemacht, somit wird es auch mittelfristig von seiner Attraktivität einbüßen.</p>
<p>Es wäre besser gewesen neue Stadteile zu erschließen, hierzu gibt es ausreichend Feldflächen südlich von Paunsdorf oder von Grünau, dort würden die Betonneubauten auch unter sich sein und somit die Architektur der alt Stadtviertel beeinträchtigen, ebenso gäbe es keine Probleme mit Bäumen, Parkplätzen oder Schulen&#8230;</p>
<p>Doch nun ist es zu spät, Leipzig ist auf den besten Weg zu einer Ruhrpotcity wie Düsseldorf zu mutieren, das Krebsgeschwür Betonwüste breitet sich von den Höfen am Brühl über die wohlhabenden Viertel wie Südvorstadt und Waldstraßenviertel durch die ganze Stadt aus, jetzt wird Lindenau und Reudnitz gefressen und letztendlich werden die freien Feldflächen bei Paunsdorf und Grünau dennoch betoniert werden.</p>
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