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	Kommentare zu: Es gibt Alternativen zur Torgauer Straße!	</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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		<title>
		Von: Falk		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-594465</link>

		<dc:creator><![CDATA[Falk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2015 10:46:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu 1. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Landkreis Sächs. Schweiz  via Leipzig. Auch geht es hier um Familien. Wie lange leben diese bereits in Deutschland? Haben diese Menschen bereits die Chance zum Spracherwerb gehabt? Was passiert mit den Menschen die nicht in einem Familienverbund unterwegs sind? Wollen alle Asylsuchenden so untergebracht sein?

Zu 2. Offenbar weicht diese Einschätzung von der des Sozialamtes ab. Auch hier die Frage, wollen die dort lebenden Menschen dezentral wohnen? Wie in meinem Beitrag geschrieben, sollte hierauf hin mit den Menschen gearbeitet werden. Das könnte durch div. Initiativen realisiert werden. Hier wäre ein zentraler Ort von Vorteil. (In Wahren ist von den vorab versprochenen Aktivitäten noch nichts passiert… Soviel dazu)

Zu 3. Der Betreuungsaufwand, so er im gleichen Maße erfolgen soll, ist dezentral deutlich höher. Auch wird der Zugriff auf diese Personen deutlich erschwert. Miet- und Haftungsrechtliche Faktoren sind auch zu berücksichtigen. 

Ich plädiere dafür einen Schritt vor dem anderen zu machen. Erst wenn die Chance auf Erfolg besteht, sollten diese Menschen dezentral Wohnen. Dieser Zeitpunkt kann sehr unterschiedlich sein. Offenbar gibt es ja schon erste Erfolge bei der dezentralen Unterbringung. Ich bin auch dafür, dass die Hürden hierfür niedriger angesetzt werden müssen. Es muss aber jeder Asylsuchende erst einmal die Chance erhalten 18 Jahre Sozialisierung in Deutschland, zumindest in Ansätzen, aufzuholen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu 1. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Landkreis Sächs. Schweiz  via Leipzig. Auch geht es hier um Familien. Wie lange leben diese bereits in Deutschland? Haben diese Menschen bereits die Chance zum Spracherwerb gehabt? Was passiert mit den Menschen die nicht in einem Familienverbund unterwegs sind? Wollen alle Asylsuchenden so untergebracht sein?</p>
<p>Zu 2. Offenbar weicht diese Einschätzung von der des Sozialamtes ab. Auch hier die Frage, wollen die dort lebenden Menschen dezentral wohnen? Wie in meinem Beitrag geschrieben, sollte hierauf hin mit den Menschen gearbeitet werden. Das könnte durch div. Initiativen realisiert werden. Hier wäre ein zentraler Ort von Vorteil. (In Wahren ist von den vorab versprochenen Aktivitäten noch nichts passiert… Soviel dazu)</p>
<p>Zu 3. Der Betreuungsaufwand, so er im gleichen Maße erfolgen soll, ist dezentral deutlich höher. Auch wird der Zugriff auf diese Personen deutlich erschwert. Miet- und Haftungsrechtliche Faktoren sind auch zu berücksichtigen. </p>
<p>Ich plädiere dafür einen Schritt vor dem anderen zu machen. Erst wenn die Chance auf Erfolg besteht, sollten diese Menschen dezentral Wohnen. Dieser Zeitpunkt kann sehr unterschiedlich sein. Offenbar gibt es ja schon erste Erfolge bei der dezentralen Unterbringung. Ich bin auch dafür, dass die Hürden hierfür niedriger angesetzt werden müssen. Es muss aber jeder Asylsuchende erst einmal die Chance erhalten 18 Jahre Sozialisierung in Deutschland, zumindest in Ansätzen, aufzuholen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: luna		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-594427</link>

		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2015 09:42:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593139&quot;&gt;Falk&lt;/a&gt;.

Hallo Falk, 
die entscheidung contra Torgauer ist höchst rational. 
1. Ist es vertretbar Menschen sofort in Wohnungen zu bringen und ihnen Unterstützung zur Seite zu stellen. Das ist das beste Modell. Menschenwürdig und selbstbestimmungsorientiert, Der Landkreis Sächs. Schweiz Osterzgebirge praktiziert das genau so mit Familien.. und es läuft. 
2. Gibt es genug Alternativen. Wurden aufgezeigt: Genossenschaften, WGs, kleine Unterkünfte beschleunigen. Die Stadt hat vier Sammelunterkünfte für ü 50 Personen, Riebeckstr mit 110 Plätzen, Liliensteinstraße mit around 250, Riesaer mit bald 300 und Zschortauer mit 200. Wenn die Menschen von dort schnell in die kleinen Unterkünfte und Wohnungen gebracht werden, ist genug Platz. 
3. Ist das Kosten- und Zeitverhältnis Ausbau Torgauer nicht vertretbar. DEr Ausbau dauert 1,5 Jahre plus. Bis dahin müssen eh andere Lösungen gefunden werden, die viell mehr den Kriterien einer menschenwürdigen Unterbringung entsprechen, siehe 1. Mit einer Massenuterkunft zahlen sie - neben den fast 6 Mio ausbau - einen Betreiber mit. Bei einer eigenen Wohnung würde das wegfallen. Hab keine Zeit das durchzurechnen. 
Sprich.. die KritikerInnen argumentieren höchst rational, aber natürlich verbunden mit einer menschenrechtlichen Perspektive. 


Kosten für die Unterbringung in der Torgauer Str. ohne soziale Betreuung liegt bei 11.50€. 
In einer Wohnung würde das im Monat KdU Kosten von 300 - 400 Euro bedeuten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593139">Falk</a>.</p>
<p>Hallo Falk,<br />
die entscheidung contra Torgauer ist höchst rational.<br />
1. Ist es vertretbar Menschen sofort in Wohnungen zu bringen und ihnen Unterstützung zur Seite zu stellen. Das ist das beste Modell. Menschenwürdig und selbstbestimmungsorientiert, Der Landkreis Sächs. Schweiz Osterzgebirge praktiziert das genau so mit Familien.. und es läuft.<br />
2. Gibt es genug Alternativen. Wurden aufgezeigt: Genossenschaften, WGs, kleine Unterkünfte beschleunigen. Die Stadt hat vier Sammelunterkünfte für ü 50 Personen, Riebeckstr mit 110 Plätzen, Liliensteinstraße mit around 250, Riesaer mit bald 300 und Zschortauer mit 200. Wenn die Menschen von dort schnell in die kleinen Unterkünfte und Wohnungen gebracht werden, ist genug Platz.<br />
3. Ist das Kosten- und Zeitverhältnis Ausbau Torgauer nicht vertretbar. DEr Ausbau dauert 1,5 Jahre plus. Bis dahin müssen eh andere Lösungen gefunden werden, die viell mehr den Kriterien einer menschenwürdigen Unterbringung entsprechen, siehe 1. Mit einer Massenuterkunft zahlen sie &#8211; neben den fast 6 Mio ausbau &#8211; einen Betreiber mit. Bei einer eigenen Wohnung würde das wegfallen. Hab keine Zeit das durchzurechnen.<br />
Sprich.. die KritikerInnen argumentieren höchst rational, aber natürlich verbunden mit einer menschenrechtlichen Perspektive. </p>
<p>Kosten für die Unterbringung in der Torgauer Str. ohne soziale Betreuung liegt bei 11.50€.<br />
In einer Wohnung würde das im Monat KdU Kosten von 300 &#8211; 400 Euro bedeuten</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Falk		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593139</link>

		<dc:creator><![CDATA[Falk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 09:32:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn man sich der Problematik mal weniger Ideologisch sondern eher pragmatisch annehmen würde, so könnte man versuchen den Erhalt der Torgauer Straße als Chance zu nutzen. Insbesondere als Chance für die dezentrale Unterbringung. Durch die zentrale städtische Erstaufnahme können Aktivitäten gebündelt werden. Die Menschen die dort ankommen befinden sich, im Regelfall, 1-3 Monate in Deutschland. Sie kommen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz/Schneeberg. Innerhalb dieser Zeit wurden diese Menschen behördlich erfasst. Weder an Spracherwerb noch an irgendeiner Form von Kennenlernen des Gastlandes fand statt. Diese Situation voraus gesetzt, sehe ich es als sehr problematisch diese Menschen in eigene Wohnungen zu stecken. An dieser Stelle sehe ich die Chance, Willkommensarbeiten zu konzentrieren. Die Aufgabe muss es sein, die Zeit in dieser zentralen Einrichtung so kurz wie nötig zu halten. Wenn das eigenständige Wohnen in einer WG oder Wohnung realisierbar ist, und die betreffenden Menschen dies auch wünschen, muss der Ansatz des dezentralen Wohnens kommen. Für viele hätte dies sicherlich zur Folge, dass die Ablehnung des Asylverfahrens in diesen Zeitraum fällt. Für diese Menschen erübrigt sich dann eine dezentrale Unterbringung. In der Wahrnehmung der Bevölkerung hätte dies zur Folge, dass dezentral untergebrachte Flüchtlinge „echte“ Flüchtlinge sind. Die Akzeptanz würde steigen.

Bzgl. abgelehnter Asylsuchender würde ich dafür plädieren, dass diese ein befristetes Arbeitsvisum erhalten. Die ARGE könnte hier unterstützen. Wer innerhalb eines Jahres Beschäftigung nachweisen kann, sollte nach drei Jahren einen dauerhaften Aufenthaltsstatus erhalten. Wir brauchen hier eine größere Durchlässigkeit in den Arbeitsmarkt. Es ist doch paradox, wenn wir Flüchtlinge in ihr Heimatland zurück schicken und dann wiederum auffordern mit einem Arbeitsvisum wiederzukommen. Sollte es keine Chance auf Erwerbstätigkeit geben, folgt die Abschiebung.

Anerkannte bzw. geduldete Asylsuchende sollten einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Hier würden sich Befristungen erübrigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich der Problematik mal weniger Ideologisch sondern eher pragmatisch annehmen würde, so könnte man versuchen den Erhalt der Torgauer Straße als Chance zu nutzen. Insbesondere als Chance für die dezentrale Unterbringung. Durch die zentrale städtische Erstaufnahme können Aktivitäten gebündelt werden. Die Menschen die dort ankommen befinden sich, im Regelfall, 1-3 Monate in Deutschland. Sie kommen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz/Schneeberg. Innerhalb dieser Zeit wurden diese Menschen behördlich erfasst. Weder an Spracherwerb noch an irgendeiner Form von Kennenlernen des Gastlandes fand statt. Diese Situation voraus gesetzt, sehe ich es als sehr problematisch diese Menschen in eigene Wohnungen zu stecken. An dieser Stelle sehe ich die Chance, Willkommensarbeiten zu konzentrieren. Die Aufgabe muss es sein, die Zeit in dieser zentralen Einrichtung so kurz wie nötig zu halten. Wenn das eigenständige Wohnen in einer WG oder Wohnung realisierbar ist, und die betreffenden Menschen dies auch wünschen, muss der Ansatz des dezentralen Wohnens kommen. Für viele hätte dies sicherlich zur Folge, dass die Ablehnung des Asylverfahrens in diesen Zeitraum fällt. Für diese Menschen erübrigt sich dann eine dezentrale Unterbringung. In der Wahrnehmung der Bevölkerung hätte dies zur Folge, dass dezentral untergebrachte Flüchtlinge „echte“ Flüchtlinge sind. Die Akzeptanz würde steigen.</p>
<p>Bzgl. abgelehnter Asylsuchender würde ich dafür plädieren, dass diese ein befristetes Arbeitsvisum erhalten. Die ARGE könnte hier unterstützen. Wer innerhalb eines Jahres Beschäftigung nachweisen kann, sollte nach drei Jahren einen dauerhaften Aufenthaltsstatus erhalten. Wir brauchen hier eine größere Durchlässigkeit in den Arbeitsmarkt. Es ist doch paradox, wenn wir Flüchtlinge in ihr Heimatland zurück schicken und dann wiederum auffordern mit einem Arbeitsvisum wiederzukommen. Sollte es keine Chance auf Erwerbstätigkeit geben, folgt die Abschiebung.</p>
<p>Anerkannte bzw. geduldete Asylsuchende sollten einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Hier würden sich Befristungen erübrigen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dirk Neumann		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593071</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dirk Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 07:51:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jule.linxxnet.de/?p=13419#comment-593071</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593050&quot;&gt;n.q.&lt;/a&gt;.

@n.q.: Quelle ist Frau Brogiato (war in der LVZ nachzulesen).

Ich möchte und werde Ihren Text nicht zerlegen. Er strotzt vor Ideologie.
Sprechen sie mit Flüchtlingen? Befürworten und akzeptieren sie die Tatsache, daß Menschen nach Deutschland kommen um sich hier eine Existenz aufzubauen? Sie glauben doch nicht wirklich, daß die Solidarität in der Bevölkerung sinkt, wenn ein Prozess für Flüchtlinge und ein Prozess für Einwander gilt? Das wäre für beide Gruppen sehr positiv, weil sie deutlich besser gefördert/betreut werden können.

Die Deutungshoheit über die Gründe, weshalb Menschen nach Deutschland kommen und ob sie hier permanent oder nur temporär leben wollen dürfen weder pauschale &quot;Abweiser&quot; noch pauschale &quot;Reinlasser&quot; haben. Ich finde es schade, daß sie diese immer wieder so einseitig für sich beanspruchen.

Der offene Brief wurde weitgehend verurteilt. Hier wurde eine Minderheit der Asylsuchenden instrumentalisiert.

Richtig ist aus meiner Sicht: 
Die wirtschaftlichen Gegensätze in der Welt sind nicht durch Migrationsbewegungen zu ändern. Sie können nur durch Verbesserung der Rahmenbedingungen (Stabilität, Menschenrechte, Bildung, Selbstversorgung, Perspektive etc.) erreicht werden. 
Und genau hier müssten die reichen Staaten nicht 0,6% ihres BIP einsetzen, sondern 10%!
Migrationsbewegungen führen zu Schlepperbanden/Ausbeutung, zu Entvölkerung der Herkunftsländer, zur Vernachlässigung der Schwächsten/Ärmsten (die ja eben nicht fliehen können), zu einem &quot;Brain Drain&quot; der Herkunftstaaten und damit zu einem immer größeren Gegensatz zwischen Armen und Reichen Staaten.

P.S.: Nicht tot zu sein, ist NICHT der Grund nach Deutschland zu kommen. Ich lehne eine solche Aussage als falsch ab. Damit verlieren sie jede Glaubwürdigkeit - und das Thema Willkommenskultur wird beschädigt!.
Ein sicheres Aufnahmeland außerhalb eines Krisengebietes erreicht man mit deutlich weniger riskanten Fluchtrouten (ohne Mittelmeerbootsfahrt). Richtig, oder falsch? 

Ich bin für eine gezielte und staatlich organisierte Beförderung nach- und Verteilung von Flüchtlingen in Europa, sofern die lokal verfügbaren Auffangeinrichtungen nicht ausreichen, oder der Krieg/Bürgerkrieg nicht beendet werden kann (oder will?).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593050">n.q.</a>.</p>
<p>@n.q.: Quelle ist Frau Brogiato (war in der LVZ nachzulesen).</p>
<p>Ich möchte und werde Ihren Text nicht zerlegen. Er strotzt vor Ideologie.<br />
Sprechen sie mit Flüchtlingen? Befürworten und akzeptieren sie die Tatsache, daß Menschen nach Deutschland kommen um sich hier eine Existenz aufzubauen? Sie glauben doch nicht wirklich, daß die Solidarität in der Bevölkerung sinkt, wenn ein Prozess für Flüchtlinge und ein Prozess für Einwander gilt? Das wäre für beide Gruppen sehr positiv, weil sie deutlich besser gefördert/betreut werden können.</p>
<p>Die Deutungshoheit über die Gründe, weshalb Menschen nach Deutschland kommen und ob sie hier permanent oder nur temporär leben wollen dürfen weder pauschale &#8222;Abweiser&#8220; noch pauschale &#8222;Reinlasser&#8220; haben. Ich finde es schade, daß sie diese immer wieder so einseitig für sich beanspruchen.</p>
<p>Der offene Brief wurde weitgehend verurteilt. Hier wurde eine Minderheit der Asylsuchenden instrumentalisiert.</p>
<p>Richtig ist aus meiner Sicht:<br />
Die wirtschaftlichen Gegensätze in der Welt sind nicht durch Migrationsbewegungen zu ändern. Sie können nur durch Verbesserung der Rahmenbedingungen (Stabilität, Menschenrechte, Bildung, Selbstversorgung, Perspektive etc.) erreicht werden.<br />
Und genau hier müssten die reichen Staaten nicht 0,6% ihres BIP einsetzen, sondern 10%!<br />
Migrationsbewegungen führen zu Schlepperbanden/Ausbeutung, zu Entvölkerung der Herkunftsländer, zur Vernachlässigung der Schwächsten/Ärmsten (die ja eben nicht fliehen können), zu einem &#8222;Brain Drain&#8220; der Herkunftstaaten und damit zu einem immer größeren Gegensatz zwischen Armen und Reichen Staaten.</p>
<p>P.S.: Nicht tot zu sein, ist NICHT der Grund nach Deutschland zu kommen. Ich lehne eine solche Aussage als falsch ab. Damit verlieren sie jede Glaubwürdigkeit &#8211; und das Thema Willkommenskultur wird beschädigt!.<br />
Ein sicheres Aufnahmeland außerhalb eines Krisengebietes erreicht man mit deutlich weniger riskanten Fluchtrouten (ohne Mittelmeerbootsfahrt). Richtig, oder falsch? </p>
<p>Ich bin für eine gezielte und staatlich organisierte Beförderung nach- und Verteilung von Flüchtlingen in Europa, sofern die lokal verfügbaren Auffangeinrichtungen nicht ausreichen, oder der Krieg/Bürgerkrieg nicht beendet werden kann (oder will?).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: n.q.		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-593050</link>

		<dc:creator><![CDATA[n.q.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 07:31:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#062; &quot;nicht wenige auch dort leben wollen&quot;

Quelle? Ich habe in den vergangenen Wochen von Bewohnern und Besuchern immer nur das gehört, was auch der offene Brief an Burkhard Jung zum Ausdruck bringt:

http://www.menschen-wuerdig.org/index.php/get-out-of-this-prison/

Leben in dem Wohnheim ist knastmäßig. Es fehlt an Rückzugsraum wie an Gemeinschaftsraum, die Betreuung - Sozialarbeiter dienstags und donnerstags - ist hoffnungslos überfordert, Selbsthilfe könnte Internetzugang ermöglichen, doch den gibt es dort für die Flüchtlinge nicht, die Infrastruktur ist unwürdig. Es mangelt an fast allem, Möbelspenden etwa wären willkommen.

Gestern im Pögehaus sprach auf dem Podium jemand von Amnesty International Leipzig. Ich war extrem enttäuscht über die mut-, inspirations- und kraftlosen Aussagen, herumdrucksend, stammtischkompatibel  a la: Ich lebe auch gern in Deutschland und ich kann jeden verstehen, der das auch will. Wie so ein Satz nahezu zwingend vervollständigt werden müsste, ist klar, er muss und wurde nicht vervollständigt. Der Satz läuft auf das platte Wir-können-nicht-alle-aufnehmen hinaus. Vielleicht wollte der Amnesty-Mann auf etwas anderes hinaus, doch er sagte es trotz Nachhaken des Moderators nicht. Wenn so die Lobby-Arbeit pro Asyl von Amnesty in Leipzig aussieht, dann ist sie nutzlos bis kontraproduktiv.

Ließen die Deutschen endlich mal ihre üble Deutschlandliebe weg, dann könnten sie erkennen, dass Flüchtlinge in der Regel nicht kommen, um zu bleiben, und es unter Deutschen alles andere als gemütlich finden. Deutschland ist ein Land der Kleingeister und Unsympathen. Das merken Flüchtlinge freilich schnell.

Einigermaßen klare Aussagen brachte der Amnesty-Mann zwar auch, etwa was die, relativ betrachtet, geringe Zahl der Flüchtlingsaufnahme anbelangt und die Deklarierung als sichere Drittstaaten. Aber mir erschien er arg schwach.

Die Refugee Law Clinic Leipzig dagegen machte echt Hoffnung - dass da doch jemand ist, der sich menschlich, klug und effektiv um Flüchtlinge kümmert!

Ein ehemaliger Flüchtling aus dem Iran schilderte seine Erfahrungen mit deutscher Willkommenskultur: mannigfache Schikanen, auf die er mitunter keine andere Antwort als Hungerstreik wusste. Dabei kam er in den 1980er Jahren und genoss quasi noch ein Wohlfühlprogramm, das bis heute verschärft und ausgehöhlt wurde.

Den einen Vorteil deutschen Asyls hat der Iraner - nein, längst Deutsche - recht treffend benannt: &quot;Man ist nicht tot.&quot; Wobei ja nicht mal das immer stimmt. Die Verhältnisse etwa in der Torgauer Straße können durchaus in den Tod treiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; &#8222;nicht wenige auch dort leben wollen&#8220;</p>
<p>Quelle? Ich habe in den vergangenen Wochen von Bewohnern und Besuchern immer nur das gehört, was auch der offene Brief an Burkhard Jung zum Ausdruck bringt:</p>
<p><a href="http://www.menschen-wuerdig.org/index.php/get-out-of-this-prison/" rel="nofollow ugc">http://www.menschen-wuerdig.org/index.php/get-out-of-this-prison/</a></p>
<p>Leben in dem Wohnheim ist knastmäßig. Es fehlt an Rückzugsraum wie an Gemeinschaftsraum, die Betreuung &#8211; Sozialarbeiter dienstags und donnerstags &#8211; ist hoffnungslos überfordert, Selbsthilfe könnte Internetzugang ermöglichen, doch den gibt es dort für die Flüchtlinge nicht, die Infrastruktur ist unwürdig. Es mangelt an fast allem, Möbelspenden etwa wären willkommen.</p>
<p>Gestern im Pögehaus sprach auf dem Podium jemand von Amnesty International Leipzig. Ich war extrem enttäuscht über die mut-, inspirations- und kraftlosen Aussagen, herumdrucksend, stammtischkompatibel  a la: Ich lebe auch gern in Deutschland und ich kann jeden verstehen, der das auch will. Wie so ein Satz nahezu zwingend vervollständigt werden müsste, ist klar, er muss und wurde nicht vervollständigt. Der Satz läuft auf das platte Wir-können-nicht-alle-aufnehmen hinaus. Vielleicht wollte der Amnesty-Mann auf etwas anderes hinaus, doch er sagte es trotz Nachhaken des Moderators nicht. Wenn so die Lobby-Arbeit pro Asyl von Amnesty in Leipzig aussieht, dann ist sie nutzlos bis kontraproduktiv.</p>
<p>Ließen die Deutschen endlich mal ihre üble Deutschlandliebe weg, dann könnten sie erkennen, dass Flüchtlinge in der Regel nicht kommen, um zu bleiben, und es unter Deutschen alles andere als gemütlich finden. Deutschland ist ein Land der Kleingeister und Unsympathen. Das merken Flüchtlinge freilich schnell.</p>
<p>Einigermaßen klare Aussagen brachte der Amnesty-Mann zwar auch, etwa was die, relativ betrachtet, geringe Zahl der Flüchtlingsaufnahme anbelangt und die Deklarierung als sichere Drittstaaten. Aber mir erschien er arg schwach.</p>
<p>Die Refugee Law Clinic Leipzig dagegen machte echt Hoffnung &#8211; dass da doch jemand ist, der sich menschlich, klug und effektiv um Flüchtlinge kümmert!</p>
<p>Ein ehemaliger Flüchtling aus dem Iran schilderte seine Erfahrungen mit deutscher Willkommenskultur: mannigfache Schikanen, auf die er mitunter keine andere Antwort als Hungerstreik wusste. Dabei kam er in den 1980er Jahren und genoss quasi noch ein Wohlfühlprogramm, das bis heute verschärft und ausgehöhlt wurde.</p>
<p>Den einen Vorteil deutschen Asyls hat der Iraner &#8211; nein, längst Deutsche &#8211; recht treffend benannt: &#8222;Man ist nicht tot.&#8220; Wobei ja nicht mal das immer stimmt. Die Verhältnisse etwa in der Torgauer Straße können durchaus in den Tod treiben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dirk Neumann		</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/es-gibt-alternativen-zur-torgauer-strasse-26-02-2015/comment-page-1/#comment-592672</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dirk Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 18:30:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jule.linxxnet.de/?p=13419#comment-592672</guid>

					<description><![CDATA[Ja, dezentral und inklusionsfaehige Unterkünfte sind die Enabler für gelungene Integration.
Ich hatte bisher jedoch auch verstanden, das alle vom Land nach Leipzig zugewiesenen Asylsuchenden erstmal in eine Gemeinschaftsunterkunft müssen - und nicht wenige auch dort leben wollen (Betreuung, Nähe zu Landsleuten, noch fehlende Eigenständigkeit, Sprachkenntnisse etc.).
Weiterhin spricht die Stadt und der Flüchtlingsrat von 40 Mio. EUR ggü. 5,8 Mio. EUR. Ist dieses Geld notwendig und ist es vorhanden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, dezentral und inklusionsfaehige Unterkünfte sind die Enabler für gelungene Integration.<br />
Ich hatte bisher jedoch auch verstanden, das alle vom Land nach Leipzig zugewiesenen Asylsuchenden erstmal in eine Gemeinschaftsunterkunft müssen &#8211; und nicht wenige auch dort leben wollen (Betreuung, Nähe zu Landsleuten, noch fehlende Eigenständigkeit, Sprachkenntnisse etc.).<br />
Weiterhin spricht die Stadt und der Flüchtlingsrat von 40 Mio. EUR ggü. 5,8 Mio. EUR. Ist dieses Geld notwendig und ist es vorhanden?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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