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	Kommentare zu: Update: Ein Tag &#038; zwei Preise für antifaschistisches &#038; antirassistisches Engagement +Laudatio	</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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		Von: Der Leipziger Friedenspreis: Drei Jahre und ein einziges Trauerspiel &#171; Kritischer Frieden		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Leipziger Friedenspreis: Drei Jahre und ein einziges Trauerspiel &#171; Kritischer Frieden]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2015 21:12:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Quelle: http://jule.linxxnet.de/index.php/2013/09/ein-tag-zwei-preise-fur-antifaschistisches-antirassistisch&#8230;[zurück] [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Quelle: <a href="http://jule.linxxnet.de/index.php/2013/09/ein-tag-zwei-preise-fur-antifaschistisches-antirassistisch&#8230;%5Bzurück%5D" rel="ugc">http://jule.linxxnet.de/index.php/2013/09/ein-tag-zwei-preise-fur-antifaschistisches-antirassistisch&#8230;%5Bzurück%5D</a> [&#8230;]</p>
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		Von: uz		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[uz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 13:48:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hier zu gratulieren, ist etwas schwierig. Juliane Nagel ist meine Lieblingspolitikerin in Leipzig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie mit einiger Grundaggression das auf die Straße trägt, was andere Politiker nur in Sonntagsreden loben - vor allem Burkhard Jung glänzt darin.

Der Übergang von Aggression zu Gewalt ist fließend, und Kamal würde noch leben, wenn den beiden Tätern hinreichend Gewalt widerfahren wäre. Ich glaube an angemessene Gewalt und daran, dass sie &quot;vom Volke&quot; ausgehen sollte. Wählen geh ich eh nicht. Das ist nicht die Gewalt, die ich meine.

Ja, ich wünschte, die verlogene antiaggressive, jegliche Gewalt ablehnende, P.C.-Streber-Zeit wäre endlich mal wieder vorbei.

Was ich auch nicht verstehe, ist ein behauptetes &quot;Engagement gegen jedes Infragestellen der Gleichheit von Menschen&quot;. Menschen sind nicht gleich und wollen das auch gar nicht sein, vor allem wollen sie nicht per Staatsgewalt und Förmchen gleich gemacht werden. Ich habe es bis heute nicht geschafft, einen sinnvollen Begriff von Gleichheit zu entwickeln. Gleichheit vor dem Gesetz? Nein, eine individuelle Prüfung ist besser, und dann gegebenenfalls Milderung oder Verhärtung. Gleichbehandlung in der Arbeitswelt? Was soll das sein? Das führt zu so Absurditäten, zwei Menschen als gleich qualifziert zu erachten, wenn sie gleiche Abschlüsse haben. Idiotische Papiergläubigkeit zu ungunsten derjenigen, die womöglich wirklich gut geeignet wären, obgleich vielleicht sogar männlich.

Dass Leipzig es nicht geschafft hat, eine barrierefreie Unterführung in den Hauptbahnhof zu realisieren, ist dennoch unglaublich peinlich. Auch die jahrelange Praxis, Altbauten verfallen zu lassen, bis sie nicht mehr zu halten sind, und dann die entstehende Lücke Besserverdienern für Stadtvillen zu überlassen, ist alles andere als okay, auch wenn Gerkens dafür geliebt wird - und sich selbst dafür liebt. Wird eine Zeit kommen, in der das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung als das angesehen wird, was es ist? Verhinderer innovativer, kommerzferner Stadtentwicklung, hörig der Immobilienwirtschaft, Zerstörer von Städtischem Erbe ...

Eigenheim in Leipzigs City? Kein Problem, vergleichsweise günstig. Platz für selbstbestimmtes Leben, etwa im Bauwagen? Zähe, ergebnislose Verhandlungen, Hinhaltetaktik, keine befriedigenden Ergebnisse.

Gleichheit? Nein. 

Gewaltfreiheit? Wenn die Nichtgleichen die Ungleichbehandler angreifen, dann haben sie meinen Segen! Schwächere sind tendenziell im Recht, auch dann, wenn sie Unrecht haben.

Burkhard Jung findet, dass alle arbeiten sollen und schickt die einen unterbezahlt in dämlichen Westen zum Bürgerdienst auf die Straße, während andere überbezahlt im Management Städtischer Betriebe immensen Schaden anrichten dürfen, ohne dafür zu haften. 

Ich hoffe übrigens sehr, dass der Einsatz für Kamal  - für ein würdiges Gedenken, für die unbeschönigte Anerkennung fremdenfeindlicher Tatmotive - nicht &quot;müssig&quot; ist, sondern letztlich erfolgreich sein wird, trotz aller Widerstände.

Vielleicht könnte bei der nächsten Gedenkdemo dennoch ein anderer Sprecher gewählt werden? Der von 2012 war derart voller Hate Speech, dass ich mich beinah auf einer Nazidemo statt bei den Guten wähnte, sorry, das ging echt nicht. Das war unheimlich, unanagemessen, unnötig.

In viel milderem Umfang kamen mir Bedenken auch bei der Anti-Putin-Demo vor dem russischen Konsulat. Ich weiß nicht, wer da arbeitet. Aber vermute stark, es sind selbstdenkende Individuen. Ich glaube nicht, dass sie Putins Politik gutheißen. Ich glaube, dass man da mit Kommunikation mehr erreichen könnte als mit Frotenbildung und paranoiden &quot;Lasste Euch nicht anquatschen&quot; Aufrufen.

Zu guter Letzt sind auch die Wahrheiten über Connewitz - auch mein Viertel! - schwierig. Da wird die harmlose, schon fast traditionelle Wasserschlacht von Polizei und Presse regelrecht kriminalisiert. Da wird aber zugleich Fremden, zumal wenn sie touristisch und - Todsünde - mit Kamera umherspazieren, signalisiert, dass sie unerwünscht sind, mitunter handgreiflich. Das sind Momente, in denen ich mich in alternative Kreise in Hamburg oder New York sehne, wo eine ganz andere Offenheit herrscht. Offen sind linke Kreise in Leipzig nicht. Am ehesten noch die Bäckerei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier zu gratulieren, ist etwas schwierig. Juliane Nagel ist meine Lieblingspolitikerin in Leipzig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie mit einiger Grundaggression das auf die Straße trägt, was andere Politiker nur in Sonntagsreden loben &#8211; vor allem Burkhard Jung glänzt darin.</p>
<p>Der Übergang von Aggression zu Gewalt ist fließend, und Kamal würde noch leben, wenn den beiden Tätern hinreichend Gewalt widerfahren wäre. Ich glaube an angemessene Gewalt und daran, dass sie &#8222;vom Volke&#8220; ausgehen sollte. Wählen geh ich eh nicht. Das ist nicht die Gewalt, die ich meine.</p>
<p>Ja, ich wünschte, die verlogene antiaggressive, jegliche Gewalt ablehnende, P.C.-Streber-Zeit wäre endlich mal wieder vorbei.</p>
<p>Was ich auch nicht verstehe, ist ein behauptetes &#8222;Engagement gegen jedes Infragestellen der Gleichheit von Menschen&#8220;. Menschen sind nicht gleich und wollen das auch gar nicht sein, vor allem wollen sie nicht per Staatsgewalt und Förmchen gleich gemacht werden. Ich habe es bis heute nicht geschafft, einen sinnvollen Begriff von Gleichheit zu entwickeln. Gleichheit vor dem Gesetz? Nein, eine individuelle Prüfung ist besser, und dann gegebenenfalls Milderung oder Verhärtung. Gleichbehandlung in der Arbeitswelt? Was soll das sein? Das führt zu so Absurditäten, zwei Menschen als gleich qualifziert zu erachten, wenn sie gleiche Abschlüsse haben. Idiotische Papiergläubigkeit zu ungunsten derjenigen, die womöglich wirklich gut geeignet wären, obgleich vielleicht sogar männlich.</p>
<p>Dass Leipzig es nicht geschafft hat, eine barrierefreie Unterführung in den Hauptbahnhof zu realisieren, ist dennoch unglaublich peinlich. Auch die jahrelange Praxis, Altbauten verfallen zu lassen, bis sie nicht mehr zu halten sind, und dann die entstehende Lücke Besserverdienern für Stadtvillen zu überlassen, ist alles andere als okay, auch wenn Gerkens dafür geliebt wird &#8211; und sich selbst dafür liebt. Wird eine Zeit kommen, in der das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung als das angesehen wird, was es ist? Verhinderer innovativer, kommerzferner Stadtentwicklung, hörig der Immobilienwirtschaft, Zerstörer von Städtischem Erbe &#8230;</p>
<p>Eigenheim in Leipzigs City? Kein Problem, vergleichsweise günstig. Platz für selbstbestimmtes Leben, etwa im Bauwagen? Zähe, ergebnislose Verhandlungen, Hinhaltetaktik, keine befriedigenden Ergebnisse.</p>
<p>Gleichheit? Nein. </p>
<p>Gewaltfreiheit? Wenn die Nichtgleichen die Ungleichbehandler angreifen, dann haben sie meinen Segen! Schwächere sind tendenziell im Recht, auch dann, wenn sie Unrecht haben.</p>
<p>Burkhard Jung findet, dass alle arbeiten sollen und schickt die einen unterbezahlt in dämlichen Westen zum Bürgerdienst auf die Straße, während andere überbezahlt im Management Städtischer Betriebe immensen Schaden anrichten dürfen, ohne dafür zu haften. </p>
<p>Ich hoffe übrigens sehr, dass der Einsatz für Kamal  &#8211; für ein würdiges Gedenken, für die unbeschönigte Anerkennung fremdenfeindlicher Tatmotive &#8211; nicht &#8222;müssig&#8220; ist, sondern letztlich erfolgreich sein wird, trotz aller Widerstände.</p>
<p>Vielleicht könnte bei der nächsten Gedenkdemo dennoch ein anderer Sprecher gewählt werden? Der von 2012 war derart voller Hate Speech, dass ich mich beinah auf einer Nazidemo statt bei den Guten wähnte, sorry, das ging echt nicht. Das war unheimlich, unanagemessen, unnötig.</p>
<p>In viel milderem Umfang kamen mir Bedenken auch bei der Anti-Putin-Demo vor dem russischen Konsulat. Ich weiß nicht, wer da arbeitet. Aber vermute stark, es sind selbstdenkende Individuen. Ich glaube nicht, dass sie Putins Politik gutheißen. Ich glaube, dass man da mit Kommunikation mehr erreichen könnte als mit Frotenbildung und paranoiden &#8222;Lasste Euch nicht anquatschen&#8220; Aufrufen.</p>
<p>Zu guter Letzt sind auch die Wahrheiten über Connewitz &#8211; auch mein Viertel! &#8211; schwierig. Da wird die harmlose, schon fast traditionelle Wasserschlacht von Polizei und Presse regelrecht kriminalisiert. Da wird aber zugleich Fremden, zumal wenn sie touristisch und &#8211; Todsünde &#8211; mit Kamera umherspazieren, signalisiert, dass sie unerwünscht sind, mitunter handgreiflich. Das sind Momente, in denen ich mich in alternative Kreise in Hamburg oder New York sehne, wo eine ganz andere Offenheit herrscht. Offen sind linke Kreise in Leipzig nicht. Am ehesten noch die Bäckerei.</p>
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