Connewitz steht auf.

conne1Connewitz steht auf“: am 21.2.2014 fanden sich around 300 Menschen in der Biedermann/Auerbachstraße in Connewitz zusammen, um ihrer Kritik an dem neu eröffneten Polizeiposten in der Wiedebachpassage auf eine etwas andere Art und Weise Ausdruck zu verleihen.

Mistgabeln, ein Wald aus Schildern („Dafür sind wir 98 nicht auf die Straße gegangen“, „Wir sind was volkt“, „Ich hab die Haare schön“…) , Sprüche wie „Ja zum Bier, nein zum Revier“ und allerlei Jogginghosen und abstruse Kopfbedeckungen unterstrichen die satirische Stossrichtung. Auch ein rosafarbener Hase ist gesehen worden.

Der Höhepunkt war die Rede einer der Scheffler-Brüder, die zu den HauptorganisatorInnen der Aktion gehören. In dieser wurde unterstrichen, um was es dem Bürgerprotest von heute geht: „Die Kinder“. „Und die Hunde“. „Wir wollen Ruhe, Frieden und Ordnung zurück in den Kiez.“ äußerte Geoffrey Scheffler gegenüber LVZ-online. Das täte auch dem  Wirtschaftsstandort Connewitz gut.

conne3Alles in allem eine gelungene Idee und Umsetzung. Wenn da nicht die Spassverderber gewesen wären: ein paar Unverbesserliche wollten oder konnten sich nicht auf den Charakter der Aktion einlassen und setzten mit den altbekannten Brachial-Sprüchen a la „ACAB“ und Aggro-Gehabe ein. Ein Transparent mit der Aufschrift „Ganz Connewitz hasst die Polizei“ geistert nun durch die Lokalpresse und dient dieser dazu den Protest durch ihre Brille zu brechen.

Als die Aktion längst beendet war und sich das Schildermeer lichtete, blieb ein kleiner Demonstrations-Zug, der den Weg in Richtung Bornaische Straße/ NETTO nahm. Spätestens hier hörte der Spass dann richtig auf. Eine handvoll Leute verwechselte die Szenerie offensichtlich mit einer Anti-Nazi-Aktion  und ließen sich in Bierlaune auf den Straßenbahnschienen nieder. Dies wurde von der Polizei nicht besonders freundlich beendet, was in der Natur der Sache liegt.

Unterm Strich bleibt ein netter Testlauf für eine andere Art von Aktionsform. Die Polit-Szene kann Satire, was nicht zuletzt durch die Reaktion der Polizei bestätigt wird, die in ihrer Pressemitteilung versucht mit einem Zitat Kurt Tucholskys die Grenzen von Satire auszuloten. Wie die Leipziger Internetzeitung scharfsinnig kommentiert darf Satire eben mehr „als die Polizei erlaubt“. Zumal für aufmerksame Rezipient*innen deutlich geworden sein dürfte, dass es „Connewitz steht auf“ vor allem auch darum ging rechts-gesteuerte Bürger*inneninitiativen aufs Korn zu nehmen.

conne5Das Beschwören von Gewalt und Chaos – wie es diverse Medien und politische Akteure gebetsmühlenartig tun – will nichts anderes als die Delegitimation der schwelenden Kritik am Polizeiposten (siehe auch: Die Geister, die sie riefen). Doch genau diese „Strategie“ kann schnell zu den Effekten führen, die die Alarmist*innen herbeischreiben. Aber: … „Da hammer hier halt keen Bock droff!“

21 Gedanken zu „Connewitz steht auf.“

  1. Puhh!

    In meinem Land wird auch demonstriert. Und zwar gegen die jahrhundertelange sexuelle Unterdrückung der Frau.

    In der Ukraine wurde für die elementare Freiheit der Menschen demonstriert – und gestorben!

    In Sao Paulo wird gegen die Millionenverschwendung und Korruption bei gleichzeitig bitterster Armut im Vorfeld der FußballWM protestiert.

    In Leipzig…. weiß ich es nicht.

    Wahrscheinlich hat Frau Nagel mit ihrer „Spaßfraktion“ einfach Langeweile und muss um ihrer persönlichen Bestätigung willen auch noch auf den tumbesten Zug aufspringen.

    Hauptsache Publicity!

    Ehrlich gesagt, zweifle ich an jeglicher Legitimation von „unserem“ Viertel zu reden. Vor die Wahl gestellt, würde eine überwältigende Anzahl der Einwohner im Süden Leipzigs die wenigen ansässigen Krawallmacher in die Wüste schicken.

    Wen stört es dass die Polizisten in ihrem Büro Kaffee trinken, wenn draußen die Linken ihr Bier trinken können?

    Ach ja, Frau Nagel… wie genau positionieren Sie sich, wenn es darum geht, Gewalt gegen Sachen anzuwenden?

  2. Hallo.
    Dass in vielen Ländern demonstriert wird, hat jeweils Ursachen, dies es sich genau anzuschauen gilt klar. Hinzuzufügen wäre z.b. Venezuela..
    Dass in Leipzig eine Satireaktion in Reaktion auf einen Polizeiposten stattfindet, ist davon unbenommen. Oder denken Sie, dass weil Konflikte in anderen Staaten heftiger und auch grundlegender sind, Engagement hier vor Ort eingestellt werden muss?

    Von „unserem“ Viertel haben weder ich noch die, die die Satire verstanden und mitgetragen haben, gesprochen. Kritik an dem Transparent „Ganz Connewitz hasst die Polizei“ gab es von mir, aber auch hier: http://www.inventati.org/leipzig/?p=1222

    Nichts desto trotz muss zur Kenntnis genommen werden, dass es Kritik an der Einrichtung des Polizeipostens gibt. Oder ist das für sie irrelevant, weil diese von einer „Minderheit“ geäußert wird? Und woher wissen sie, dass dem so ist?
    Klar, die Bürgerpolizei sitzt dort und trinkt Kaffee, vor dem Posten sind allerdings dauerhaft mind. 2 Sixpacks positioniert. Das beeinflusst das Leben im Viertel, zumal die Einrichtung des Postens selbst natürlich ein Politikum ist und genauso gemeint war. Es gehört doch wohl zu einer lebendigen Demokratie hier auch einen kritischen Blick drauf zu werfen und eine Diskussion anstossen zu können. Auch darüber, dass an anderer Stelle Polizei fehlt, wie es der Polizeipräsident ab und an alarmistisch formuliert.

    Ich hab mich klar zu den Zerstörungen des Bürgeramtes positioniert. Hier: http://jule.linxxnet.de/index.php/2014/02/polizeistation-in-leipzig-connewitz-die-geister-die-sie-riefen/ und hier: http://jule.linxxnet.de/index.php/2013/12/interview-des-monats-oktober-im-kreuzer/

    Bei der Aktion am Freitag ist nichts kaputt gegangen, es gab keine gewaltsamen Auseinandersetzungen etcpp. Trotzdem wird von „Krawall“ geschrieben und wieder mal nach Sachbeschädigungen gefragt. Warum?

  3. Warum Frau Nagel? Weil Sie es sind, die zu Sinnlosdemos aufrufen, Sie sind es, die linke Chaoten rechtfertigen, Sie sind es, die dem Grundgesetz ablehnend gegenüberstehen…

    Aber es lebt sich ja gut mit dem Geld einer Stadträtin und es lebt sich gut von Hartz 4 mit Ihren linken, autonomen Gewaltverherrlichern.

    Der Polizeiposten ist noch viel zu klein für dieses Viertel. Und hören Sie auf, der Posten hätte negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Dies interessiert Sie nicht im Geringsten, wenn es um Aufnahmelager oder dergleichen geht…

    So sieht falsche linke Politik aus.

  4. Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind wichtige Grundrechte, die ich verteidige.
    Ich rufe zudem nicht zu „Sinnlosdemos“ auf, vielleicht wäre es gut sich zu informieren, bevor lostgepoltert wird. Dito bezüglich des unheimlichen Verdienstes einer Stadträtin. Dito in Bezug auf die Hartz-IV-These. Und wenn auch Sie Satire nicht verstehen, dann ist eh alles zu spät ..

  5. „Und hören Sie auf, der Posten hätte negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Dies interessiert Sie nicht im Geringsten, wenn es um Aufnahmelager oder dergleichen geht…“

    HAHA! Super Kommentar!

  6. Sicherheit ist der Strick der Freiheit wenn Polizei das Allheilmittel.gegen Gesellschaft ist sollte über ein.Wechsel in Politik und der Ausführenden Organe nachgedacht werden .

    Das Gesellschafftsbild was wir sehen sind die Folgen einer Konsum und Profit orientierten Politik

    Niederiglöhne ,Perspektivlosigkeit Frust und die Spaltung in eine 3 Klassen Gesellschaft ist das Ergebnis unsere Regierung

    Wenn ich durch Connewitz gehe höre ich keine Rassenspr.
    Keiner der dir ein Messer an den Hals legt ,hingegen Samstag Morgen Solidarität beim.Bäcker oder auf den Spielplatz um die Ecke …nicht Polizei sorgt dafür ,sondern die Menschen die da leben ….Solidarität wird praktisch wenn mann es will.

    Polizei als Machtinstrument lehne.ich in ab ,

  7. Peinlich peinlich, wie dir die Linke-Genossin nun in den Rücken fallen. Da regt sich ernsthaft ein Herr Külow auf, um dann der Polizei zu schmeicheln. Naja, er hat ja selbst mal für eine politische Polizei zugearbeitet…

    Nicht unterkriegen lassen! Für satirische Proteste in Connewitz und überall!

  8. Ob Satiere hin oder her ….es sind Menschen die sich klar positionieren und aus diesem Stadtteil kommen .

    Wer schweigt stimmt zu und sollte später nicht mit den Zähnen
    knirchen ..

    Schade das die Demo so in den DRECK gezogen wird .!!!!

    LG an alle Mitstreiter

  9. Da haben sie ja noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und sich Ende 2013 / Anfang 2014 von den pickligen Steinwerfern losgesagt! Jahre zuvor haben sie sich zu diesem Thema immer sehr bedeckt gehalten. Mann sollte sich einfach mal bewusst machen das es eine Polizeistation nie gegeben hätte, wenn dieses Bürgeramt nicht immer wieder nächtliche Anlaufstelle für Mutproben gewesen wäre.

  10. Ja, aber das haette tatsaechlich anders geloest werden koennen. Ich habs in dem Artikel vorher geschrieben: jetzt kommen die „Geister, die sie riefen“ und es ist zudem Geldverschwendung.

  11. Die Steinewerfer wurden doch immer wieder für Ihre Gentrifizierungsdebatten instrumentalisiert und passen nun wohl nicht mehr in politisches Kalkül? Ich bin Langjähriger LINKE Wähler verzweifle aber langsam an Ihrer Wechselhaftigkeit.

  12. Ich weiss nicht woher Sie nehmen, dass ich es legimtiere Steine zu schmeissen? Das würde mich sehr interessieren.
    Zudem war die Aktion am 20.2. (auch #satiregate genannt) vollkommen friedlich. Keine Gewalt, keine Steine oder sonstiges. Also wo bitte ist das Problem? Dass es Kritik an der Polizei gab?

  13. Ach zum Steinewerfer brauchs Pickel? Deswegen kann Frau Nagel das nicht, ich dachte schon weil sie Gewalt noch nie als Mittel der politischen Auseinandersetzung hier für gut befunden hat. Kraut, vielleicht lesen sie hier nochmal genau nach.

    Und was soll der Mist mit sie sind LINKE Wähler? Wenn interessiert denn das? Wählen sie doch was sie wollen, ist doch völlig egal. Dieser Blödsinn erinnert auch immer an jemanden der sagt, ich hab ja selber Ausländer in meinem Freundeskreis, ABER…

    Trauen sich wohl nur ihre Meinung zu sagen, wenn sie vorher noch sagen, dass sie schon mit dem Strom schwimmen?

    Im Gegensatz zu manch anderen ruft Frau Nagel eben nicht nach mehr Polizei, Zucht oder Arbeitslagern, sondern fragt nach Hintergründen und Ursachen. Sucht politische Lösungen fern von Gegengewalt.

    Wenn Menschen aus unterschiedlichesten Gründen entscheiden in dieser Gesellschaft auf sich aufmerksam zu machen oder sich luft machen in dem sie irgendwo was an eine Wand malen oder ne Scheibe zerstören, dann sollte vielleicht nach Ursachen und Lösungen dafür gesucht werden, die nicht nur aufs einsperren abzielen.

    Wenn sie auf sowas keine Lust haben und eher sehen wollen wie diesen Leuten auch Gewalt angetan wird, dann wählen sie doch einfach CDU, AfD oder NPD. Dort geht es eben nun mehr um die „harte Hand“, die sie vielleicht wollen.

    Und bekommt jetzt eigentlich jedes Gebäude einen Polizeiposten was kaputt gemacht wird? Wenn ja, dann kann man ja eigentlich nur jedem Bürger raten, der mehr Polizei haben will, haut überall die Scheiben ein und bemalt Wände, dann wird die Polizeireform in Sachsen gekippt und wieder mehr Polizei eingestellt! Vielleicht sitzen dann überall Polizisten im Haus, für mehr ABVer!!

    Das wahrscheinlich auch der fiese Plan dieser Steineschmeißer, die wollen den Bürger und den Glasern was gutes tun und die merken es gar nicht, traurig.

  14. Sie schreiben:

    „Wenn Menschen aus unterschiedlichesten Gründen entscheiden in dieser Gesellschaft auf sich aufmerksam zu machen oder sich luft machen in dem sie irgendwo was an eine Wand malen oder ne Scheibe zerstören, dann sollte vielleicht nach Ursachen und Lösungen dafür gesucht werden, die nicht nur aufs einsperren abzielen.“

    Es ist also legitim Steine zu werfen wenn man sich „Luft“ machen will? Wenn also jemand sich Luft machen will, dann darf er das? Mich stören Autos, also mach ich diese kaputt. Mich stören Fahrräder, also klau ich diese und mach sie dann kaputt. Mich stören Kindergärten, dann werfe ich da die Scheiben ein. Mich stören irgend welche sozialen Einrichtungen, ich beschmiere diese… Wen mich jemand fragt, sage ich einfach ich wollte mir mal Luft machen. Dass ist doch sicherlich straffrei!

    Es ist die Ausdrucksform linken Protests. Wenn aber andere sich dieser Ausdrucksform bedienen, ist der Aufschrei groß. Damit diese Protestform nicht legitimiert wird, muss sie kosequent bekämpft werden. Egal von wem sie ausgeht…

  15. Wieder ihr altes Problem vom lesen und verstehen? Wo steht denn in ihrem zitierten Abschnitt, dass das legitim ist? Da steht, dass es das gibt und Frau Nagel anderr Ursachen dafür ausmacht und nach anderen Lösungen sucht als sie es wollen oder sehen.

    Wir wissen ja jetzt das sie gerne alle Leute einsperren wollen und den starken Staat wollen. Das sie gegen andere Lösungen sind als ausschließlich Repression und das sie jeden Dialog mit solchen Leuten nicht haben wollen.

    Und es ist eben nicht die Ausdrucksform linken Protest, sie können noch so oft schreien, dass alle Linken Steinewerfer, potenzielle Mörder oder Schmierfinken seien. Es wird nicht wahrer.

    Wie gehts eigentlich ihrer BI? Schon eine Asylunterkunft bei ihnen verhindert? Oder läuft ihre Klage noch?

    Vielleicht haben sie ja Erfolg und ihre Unterkunft wird nach Connewitz verlegt, sie müssen sich nur ganz dolle anstrengen. Die ganze Stadt würde Jubeln vor Freude. Ein Polizeikonzept brauch es ja nicht, dort gibt es ja eine Rund um die Uhr Betreung in Mannschaftsstärke.

  16. Eure Protest hat eine miserable co2- Bilanz! Habt Ihr Knalltüten Euch mal überlegt wieviel Energie notwendig ist um eine Scheiben dieser Dimension zu produzieren?

  17. Ich habe kein Problem mit dem lesen und verstehen… Ich würde mir auch nicht anmaßen dieses Problem Ihnen zuzuschreiben…

    Ich vereinfache Ihnen mal den Text.

    Wenn Mensch aus einem beliebigen Grund heraus auf sich aufmerksam machen will, ist es aus Ihrer Sicht heraus nachvollziehbar, dass eine Scheibe zerbrochen wird oder etwas beschädigt wird. In diesem Fall, soll nicht der Steinewerfer belangt werden, sondern die Ursache dafür beseitigt werden weshalb der Stein geworfen wurde. (Klar soweit?)

    Wenn dass die Konsequenz aus der Sachbeschädigung sein soll, dann würde ich von legitimieren selbiger sprechen. Es diente ja, aus Sicht des Steinewerfers, einem guten Zweck. (Auf sein Problem aufmerksam machen)

    Zum Rest. Sie schweifen ab… Ich vermisse aber tatsächlich die Bemühungen der südlichen/zentralen Wohngegenden Leipzigs um eine Asylunterkunft. Da wäre auch etwas mehr Engagement schön…

    @ Bad Brain: Klasse Aspekt!

  18. nein nein, probleme haben sie natürlich nie.

    es ist völlig egal wie sie einen text vereinfachen oder interpretieren. da steht nirgendwo das es legitim ist, das dichten („vereinfachen“) sie sich so zusammen. können es aber nicht belegen, weil es da nicht steht.

    aber ok, auf politischer ebene können sie es ja nicht fassen, dann ganz einfach. sie mögen das ja so.

    nehmen sie ihre kinder. das eine schlägt das andere oder sogar vielleicht sie. belohnen sie es oder legitimieren sie die gewalt in dem sie mit dem zuschlagenden kind in den dialog treten und darüber sprechen warum es das getan hat. warum es dies vielleicht lassen sollte und nach andere konfliktlösungen suchen soll oder sind sie der gute vater-(staat) und schlagen schön selber zu um zu zeigen, wer das gewaltmonopol im hause falk hat? vielleicht sperren sie es ja auch gleich ins zimmer, wenn es noch nicht für die zelle reicht.

    frau nagel würde vielleicht eher den dialog suchen und fragen warum das kind der meinung war gewalt anzuwenden. um mehr ging es da oben auch gar nicht. gesellschaftliche reale probleme anders zu begegnen als mit repression.

    übrigens wieder klasse wie sie fragen nicht beantworten, sie wissen was hier her passt und was nicht, natürlich, wer sonst wenn nicht sie. aber so kennen und lieben wir sie, ein echtes unikant, welches nur einmal in 1000 jahren in wahren das wort an die welt richtet.

  19. Für wen sprechen Sie denn wenn Sie schreiben: „aber so kennen und lieben wir sie“? Sie/ihr könnt davon ausgehen, dass Sie/ihr mich nicht kennt. Der Einfachheit halber gehe ich davon aus, dass Sie allein sind… Ok?

    Wenn meine Kinder gegen familiäre oder gesellschaftliche Normen verstoßen, werde ich natürlich mit ihnen reden. Sollte dies nicht helfen, werden restriktive Maßnahmen nötig. Ich werde aber nicht die Normen ändern um das Handeln meiner Kinder zu legitimieren. Das ist es aber, was hier gefordert wird.

    Wenn Ihre Kinder auf die Idee kommen würden mit Thor Steinar Klamotten zu Hause aufzutauchen, würden Sie sicherlich auch mit ihnen darüber reden. Würden Sie auch noch mit ihnen reden, wenn sie sich ein Hakenkreuz in den Oberarm tätowiert haben? Oder hören Sie mit dem reden erst auf, wenn der erste Mensch verletzt wurde? Oder würden Sie ihre Gesinnung ändern, weil Sie sich durch die Gewalt Ihrer Kinder überzeugen lassen haben??? (Ihnen ist hoffentlich klar, dass das absolut hypothetisch ist…)

    Der Vergleich mit einer Familie hinkt übrigens gewaltig. Innerhalb einer Gesellschaft sind Regeln und Normen formuliert. Wenn sich einer oder eine Gruppe gegen diese Regeln und Normen friedlich auflehnt ist dies durchaus in Ordnung. Es kann aber nicht sein, dass Menschen die sich an diese Regeln und Normen halten darunter leiden müssen. Auch muss ich, wenn ich Toleranz vordere, tolerant gegenüber anderen Meinungen sein. Ich hatte es bereits mehrmals erwähnt. Wenn sich eine Mehrheit für die Änderung der Gesellschaft findet, wird sich die Gesellschaft auch ändern.

    Sie meinen sicherlich diese Fragen: „Wie gehts eigentlich ihrer BI? Schon eine Asylunterkunft bei ihnen verhindert? Oder läuft ihre Klage noch?“

    In welchem Zusammenhang stehen diese Fragen mit dem hier besprochenen Thema?

    Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen das ich eine BI hätte. Anders als Sie, spreche ich immer nur in meinem Namen.

    Wenn eine Asylunterkunft verhindert worden wäre, würde das sicher in der Zeitung stehen. Ich gehe davon aus, dass Sie Zeitungen lesen. Eine Antwort auf diese Frage wäre also eine Beleidigung gewesen. Sicherlich war es Ihr Ziel mich mit der Frage zu beleidigen. Da stehe ich drüber…

    Von welcher Klage sprechen Sie? Frau Nagel hat doch diesbezüglich eine Anfrage an den Stadtrat gestellt. Die Antwort lautete, dass es keine Klagen gäbe. Wissen Sie mehr???

    Im Übrigen sind Sie nicht in der Position, dass ich Ihnen Rede und Antwort stehen muss…

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