Bürgersprechstunden für Nazis

Ab dem 1. März 2011 wollen die Leipziger NPD-Stadträte Klaus Ufer und Rudi Gerhardt im Nazi-Zentrum in der Odermannstraße 8 jeden 2. Donnerstag im Monat „Sprechstunden“ abhalten. Wer hier willkommen ist, zeigt ein neues Transparent am Gebäude:

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Das Stadtmagazin Kreuzer zum Thema (2. März 12) >>>

Und eine eigene Anmerkung: Die Einrichtung eines „Stadtratsbüros“ im Nazizentrum ist natürlich eine Farce. Hilflos wird versucht irgendeinen Nutzwert des Objektes zu suggerieren, der durch die tiefe Spaltung der Neonaziszene in Leipzig (und Sachsen) und durch die Tod des Betreibers des Objektes, Winfried Petzold, abhanden gekommen ist.  Eine Funktion als Bindeglied der verschiedenen Spektren und Interessenlagen der Neonaziszene in Leipzig hat das Zentrum nicht mehr. Die überalterte Basis der lokalen NPD mit ihren nicht besonders hellen Stadtratsvertretern und der einst hoffnungsvolle Nachwuchs, der sich vor allem aus den „Freien Kräften“ speist, scheinen entzweit. Daran können auch ehemalige Bindeglieder wie Tommy Naumann oder Istvan R. nichts mehr ausrichten, die ebenso wie der (Ex-)Lok-Nazifan und jetzige NPD-Zentrums-„Hausmeister“ Nils L., die Fahne in der Odermannstraße hoch halten . Na dann, good night, white pride…

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