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	<title>luna &#8211; jule.linXXnet.de</title>
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	<description>Website von Juliane Nagel</description>
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		<title>Gegen die Entmenschlichung von Geflüchteten: Kein Mensch ist illegal</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 07:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In Sachsen wurde dieser Tage das bundesweit erste „Sekundärmigrationszentrum“ eröffnet. Hier sollen Geflüchtete, die aus einem Drittland kamen und nicht zurückgenommen werden, unter erschwerten Bedingungen, auch Frauen und schutzbedürftige Personen festgehalten werden. Mein Statement mit Nam Duy Nguyen: „Die neue europäische Asylreform ermöglicht es, Menschen bis zu zwei Jahre in einem `Sekundärmigrationszentrum´ festzuhalten. Hinter Stacheldraht &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/gegen-die-entmenschlichung-von-gefluechteten-kein-mensch-ist-illegal-11-07-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gegen die Entmenschlichung von Geflüchteten: Kein Mensch ist illegal“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-17004" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n-300x217.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n-768x555.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n-624x451.jpg 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2015/12/10491249_962072933805433_3729733007897202301_n.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In Sachsen wurde dieser Tage das bundesweit erste „Sekundärmigrationszentrum“ eröffnet. Hier sollen Geflüchtete, die aus einem Drittland kamen und nicht zurückgenommen werden, unter erschwerten Bedingungen, auch Frauen und schutzbedürftige Personen festgehalten werden. Mein Statement mit<br />
Nam Duy Nguyen:<span id="more-25676"></span></p>
<p>„Die neue europäische Asylreform ermöglicht es, Menschen bis zu zwei Jahre in einem `Sekundärmigrationszentrum´ festzuhalten. Hinter Stacheldraht und unter haftähnlichen Bedingungen ist dies ein massiven Freiheitsentzug &#8211; ohne eine Straftat begangen zu haben. Nach diesen zwei Jahren geht es von da in eine andere deutsche Stadt. Dort kann endlich einen Asylantrag stellen. Ohne Geld, ohne gutes Deutsch, aber mit dem Gefühl hier nicht willkommen zu sein.</p>
<p>Die konkrete Ausgestaltung als weitgehend abgeschlossene Sonderunterkunft mit strenger Aufenthaltspflicht wird von Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt und auch von juristischer Seite kritisch bewertet.&nbsp; Während die meisten anderen Bundesländer sich von dieser umstrittenen Einrichtung fernhalten, setzt Sachsen aber einen drauf und plant das größte `Sekundärmigrationszentrum´ Deutschlands zu errichten.</p>
<p>Ein Blick nach Eisenhüttenstadt zeigt, was solche Zentren in der Praxis bedeuten können. Dort betreibt Brandenburg bereits ein Dublin-Zentrum für dieselbe Personengruppe, die künftig auch in Sachsen in einem `Sekundärmigrationszentrum´ untergebracht werden soll. Geflüchtete Menschen aus dieser Einrichtung haben sich im Juni mit einer öffentlichen Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt. Sie berichten von Isolation, ständigen Kontrollen und massiven Einschränkungen ihrer Privatsphäre.“</p>
<p><strong>Juliane Nagel, Sprecherin für demokratische Gesellschaft</strong>, ergänzt:</p>
<p>„Das Gemeinsame Europäische Asylsystem, kurz GEAS, und die gemeinsam mit der extremen Rechten durch das Europäische Parlament gebrachte Verschärfung der Abschieberegelungen sprechen eine deutliche Sprache: die Sprache von Abschottung, Entrechtung und Entmenschlichung.</p>
<p>Gleichzeitig erleben wir weltweit einen anhaltenden Anstieg von Kriegen, Konflikten und Krisen, die Menschen zur Flucht zwingen. Weltweit sind mittlerweile fast 118 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Rund 39 Prozent von ihnen sind Kinder. Diese Kinder kommen mit ihren Familien oder ohne ihre Eltern nach Europa. Sie haben besondere Schutzrechte. Doch genau diese Rechte geraten durch die Neuregelungen zunehmend unter Druck.</p>
<p>Kinderrechte müssen in allen Phasen des Asyl- und Aufnahmeverfahrens gewährleistet werden &#8211; vom ersten Kontakt im Screeningverfahren über die Unterbringung bis hin zur Integration in Bildungseinrichtungen und soziale Strukturen.</p>
<p>Das Einsperren von Kindern verbietet sich grundsätzlich, und noch grundsätzlicher lehnen wir als Linke das Einsperren von geflüchteten Menschen egal welchen Alters im Kontext des Aufenthaltsrechts ab – sei es im Ausreisegewahrsam, in der Abschiebehaft oder in anderen Formen freiheitsentziehender Maßnahmen. Flucht ist und bleibt kein Verbrechen.</p>
<p>Wir werden die Umsetzung von GEAS in Sachsen insbesondere mit Blick auf Kinder, Jugendliche und andere Schutzbedürftige kritisch begleiten und all jene unterstützen, die sich juristisch, politisch und zivilgesellschaftlich gegen die ständigen Verschärfungen stellen und Betroffene solidarisch begleiten.“</p>
<p style="text-align: left;">Pm, 10. Juli 2026</p>
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		<title>Option zur Vergesellschaftung von Wohnraum nicht antasten</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[In seiner Sitzung im Juli berät der Bundesrat eine von der Bayerischen Staatsregierung&#160;eingebrachten Vorlage, welche die Vergesellschaftung von Wohnraum erschweren soll. In seiner Begründung greift der Antrag den Berliner Volksentscheid aus dem Jahr 2021 unmittelbar auf. Auch für Sachsen ist die Frage der landespolitischen Handhabe relevant: „59,1 Prozent der an der Abstimmung Beteiligten haben sich &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/option-zur-vergesellschaftung-von-wohnraum-nicht-antasten-10-07-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Option zur Vergesellschaftung von Wohnraum nicht antasten“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-21541" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg" alt="" width="300" height="151" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small-300x151.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2020/10/NibMyX8g.jpg-small.jpeg 680w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In seiner Sitzung im Juli berät der Bundesrat eine <a href="https://dserver.bundestag.de/brd/2026/0380-26.pdf">von der Bayerischen Staatsregierung</a><u>&nbsp;eingebrachten Vorlage</u>, welche die Vergesellschaftung von Wohnraum erschweren soll. In seiner Begründung greift der Antrag den Berliner Volksentscheid aus dem Jahr 2021 unmittelbar auf. Auch für Sachsen ist die Frage der landespolitischen Handhabe relevant: <span id="more-25673"></span></p>
<p>„59,1 Prozent der an der Abstimmung Beteiligten haben sich vor fünf Jahren per Volksentscheid dafür ausgesprochen, Konzerne wie Vonovia mit mehr als 3000 Wohnungen in Berlin zu enteignen und die Wohnungen in eine Anstalt öffentlichen Rechts zu überführen. Das war ein klarer Auftrag. Da die Berliner Landesregierung diesen Auftrag seither verschleppt, bereitet das Bündnis „Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen“ einen&nbsp;<a href="https://dwenteignen.de/argumente">Gesetzesvolksentscheid</a> vor. Damit soll die Landesregierung per Gesetz zur Umsetzung des Volksentscheids gebracht werden.</p>
<p>Nun will die Staatsregierung aus Bayern heraus das Ergebnis des Berliner Volksentscheid annullieren. Das ist nicht nur ein Affront gegenüber dem eindeutigen Abstimmungsergebnis. Es ist auch dreist, aus einem anderen Bundesland heraus den Menschen in Berlin ein wirksames Instrument gegen weitere rasante Mietensteigerungen zu nehmen.</p>
<p>Auch in Sachsen ist die Frage der Vergesellschaftung von Wohnraum relevant. Insbesondere Vonovia hält in Dresden mit rund 40.000 und in Leipzig mit über 10.000 Wohnungen große Bestände. In kleinen Orten wie Hainichen oder Crimmitschau wurden kommunale Wohnungsbestände privatisiert, mit&nbsp;<a href="https://jule.linxxnet.de/nicht-nur-in-hainichen-und-crimmitschau-raecht-sich-privatisierung-den-kommunen-helfen-wohnungen-zurueckzukaufen-18-02-2026/">negativen Folgen für Mieter*innen und öffentliche Hand</a>. Die Überführung von Wohnraum in gesellschaftliches Eigentum ist auch in Sachsen ein probates Mittel zur gemeinwohlorientierten Bewirtschaftung. Als Linke unterstützen wir auch in Sachsen Initiativen für Rekommunalisierung und Vergesellschaftung.</p>
<p>Wir fordern die Sächsische Staatsregierung dazu auf, bei der Abstimmung im Bundesrat gegen dieses Initiative aus Bayern zu stimmen.“</p>
<p>Pm 9.7.2026</p>
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		<title>Überhöhte Mieten endlich schnell und konsequent ahnden!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 07:55:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit einiger Zeit können Mieter*innen über die Mietwucher-App von der Partei Die Linke unkompliziert prüfen, ob ihre Miete überhöht ist. Wird die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent überschritten, besteht der Verdacht auf eine unzulässige Mietpreisüberhöhung – eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern geahndet werden kann. Bei mehr als 50 Prozent liegt sogar ein möglicher &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/ueberhoehte-mieten-endlich-schnell-und-konsequent-ahnden-03-07-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Überhöhte Mieten endlich schnell und konsequent ahnden!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-24796" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-1024x681.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-768x511.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-1536x1022.jpg 1536w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-2048x1363.jpg 2048w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/04/DSC_3098-1200x799.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Seit einiger Zeit können Mieter*innen über die Mietwucher-App von der Partei Die Linke unkompliziert prüfen, ob ihre Miete überhöht ist. Wird die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent überschritten, besteht der Verdacht auf eine unzulässige Mietpreisüberhöhung – eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern geahndet werden kann. Bei mehr als 50 Prozent liegt sogar ein möglicher Straftatbestand nach § 291 StGB vor.</p>
<p>Seit Einrichtung einer zuständigen Stelle für Mietpreisüberhöhung und Mietwucher beim Sozialamt der Stadt Leipzig wurden dort insgesamt 541 Verdachtsfälle gemeldet. Allein im ersten Halbjahr 2026 haben sich 81 Haushalte an die zuständige Stelle im Sozialamt gewandt. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig hervor (<a href="https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig_public/VO020?VOLFDNR=2030871" target="_blank" rel="noopener">VIII-F-03134-AW-01</a>). Bislang wurden jedoch nur elf Fälle abschließend geprüft und an die Bußgeldbehörde übergeben. In vier der Fälle besteht ein Straftatverdacht, sie wurden deswegen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Mein Statement mit Elisa Gerbsch: <span id="more-25671"></span></p>
<p>Mietwucher ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Problem – auch in unserer Stadt.&nbsp; Mieterinnen und Mieter geraten so zusätzlich unter Druck. Betroffen sind alle, denn Mietwucher ist ein zusätzlicher Treiber für das gesamtstädtische Mietniveau. Darum muss dem Problem schnell und effektiv Abhilfe geschaffen werden.“</p>
<p>Zugleich würdigen die beiden Politikerinnen, dass mit der Einrichtung eines städtischen Verfahrens zur Verfolgung von Mietpreisüberhöhung und Mietwucher ein wichtiger Schritt gegangen wurde: „Umso dringlicher ist es jetzt, die Umsetzung zu stärken. Bisher wurden nur elf von 541 gemeldeten Fällen bearbeitet – das entspricht gerade einmal rund zwei Prozent aller Meldungen. Aktuell steht dafür lediglich eine Stelle zur Verfügung. Es braucht deutlich mehr Personal im Sozialamt, damit Mietwucher rechtswirksam verfolgt werden kann. Es bedarf zudem eines deutlich vereinfachten Verfahrens, damit betroffene Mieter*innen schneller entschädigt werden und sich zu viel gezahlte Mieten unbürokratisch auszahlen lassen können.“</p>
<p>Steigende Mieten betreffen längst nicht mehr nur Haushalte mit geringem Einkommen, sondern reichen bis in die Mitte der Gesellschaft. Wir müssen bei der Ahndung von überhöhten Mieten deutlich schneller und wirksamer werden!“</p>
<p>PM 2. Juli 2026</p>
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		<title>Städtische Flächen am S-Bahnhof Connewitz nicht verkaufen – Raum für Kultur und Gemeinwesen sichern</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 07:19:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir haben einen ersten Teilsieg errungen: Die Stadt wird die gerade erst von der Bahn angekauften Flächen mit Güterschuppen und für Park &#38; Ride zunächst nicht wie geplant verkaufen, stattdessen soll die Möglichkeit des Erbaupachts geprüft werden, das heisst dass der Güterschuppen an Interessierte verpachtet werden könnte, die diesen dann für eine soziokulturelle Nutzung instand &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/staedtische-flaechen-am-s-bahnhof-connewitz-nicht-verkaufen-raum-fuer-kultur-und-gemeinwesen-sichern-02-07-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Städtische Flächen am S-Bahnhof Connewitz nicht verkaufen – Raum für Kultur und Gemeinwesen sichern“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20260701_230600_758.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25668" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20260701_230600_758-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20260701_230600_758-225x300.jpg 225w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20260701_230600_758-768x1024.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20260701_230600_758.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px" /></a>Wir haben einen ersten Teilsieg errungen: Die Stadt wird die gerade erst von der Bahn angekauften Flächen mit Güterschuppen und für Park &amp; Ride zunächst nicht wie geplant verkaufen, stattdessen soll die Möglichkeit des Erbaupachts geprüft werden, das heisst dass der Güterschuppen an Interessierte verpachtet werden könnte, die diesen dann für eine soziokulturelle Nutzung instand setzen könnten. <a href="https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig_public/vo020?VOLFDNR=2030000&amp;refresh=false">Unser Antrag</a> wurde beschlossen. Hier meine kurze Rede: <span id="more-25665"></span></p>
<p>Seit mindestens 2020 beschäftigt uns im Stadtrat die Zukunft des Areals im Connewitzer S-Bahnhof. Damals beschloss der Rat auf unsere Initiative im ehemaligen Güterschuppen kulturelle Nutzungen zu prüfen und zu ermöglichen. Schon länger hatte die Stadt selbst versucht Teilflächen von der Deutschen Bahn anzukaufen um dort eine Park bzw Bike-and-ride-Anlage zu errichten.<br />
Jetzt, sechs Jahre später, klart sich das Bild auf: Die Flächen sind angekauft, die kulturelle Nutzungsmöglichkeit des Schuppengebäudes mittels einer Machbarkeitsstudie positiv geprüft. Der P&amp;R-Platz von der Stadt weiterhin geplant.</p>
<p>Doch auch auf dem benachbarten Grundstück bewegt sich etwas. Aldi Nord hat die Fläche aus der Zwangsversteigerung erworben, für nur halb so viel Geld als taxiert war, und will dort neben einem Supermarkt Mikroapartments errichten. Gegen diesen Plan richtet sich eine Petition, die von mittlerweile über 1500 Menschen gezeichnet wurde, die Kritik ist, dass dort wieder nur hochpreisiges Kurzzeitwohnen für eine bestimmte Zielgruppe errichtet wird und nicht der so dringend benötigte bezahlbare und dauerhafte Wohnraum. Und den Petenten geht es wie auch uns im vorliegenden Antrag darum den städtischen Anteil der Grundstücke nicht zu verkaufen. Denn das deutete sich in Antwort auf eine Stadtratsanfrage vor ein paar Monaten an: Eben angekauft, soll das Güterschuppengrundstück wieder verkauft werden. Wir wissen, dass Aldi hier Interesse angemeldet hat, doch auch aus dem Stadtteil selbst gibt es Ideen, die den Tenor der 2020 beschlossenen soziokulturellen Nutzung aufnehmen. Und solche Freiräume, jenseits des reinen Konsums oder Wohnens in beengten Mikroapartments braucht es in Leipzig dringend.</p>
<p>Mit dem vorliegenden Antrag fordern wir den Verkauf des nunmehr städtischen Güterschuppengrundstücks auszusetzen und die Variante der Verpachtung ernsthaft zu prüfen.<br />
Und ich will unterstreichen: Als Linke wollen wir nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen indem wir Grund und Boden an private verkaufen und uns damit Handlungs- und Gestaltungsmacht nehmen.<br />
Dem Verwaltungsstandpunkt lässt sich entnehmen, dass es zur Realisierung der Pachtvariante noch rechtlicher Prüfungen bedarf, die etwas mit dem Wegerecht und der Erschließung des Aldi-Grundstücks zu tun haben. Und klar, diese Prüfungen müssen gewissenhaft geschehen.<br />
Der Verwaltungsstandpunkt stimmt unserem Anliegen zu, in seiner 2. Variante sogar sehr eindeutig. Sowohl der Park&amp;Ride-Platz als auch die kulturelle Nutzung des Güterschuppens sind städtischerseits ausdrücklich erwünscht.<br />
Und mehr noch: soll die Entwicklung des Gesamtareals im 4 Quartal nochmal zur Sache des Stadtrates werden.<br />
Wir bitten um Zustimmung zur Neufassung unseres Antrages, der im wesentlichen dem Verwaltungsstandpunkt 1 entspricht.<br />
Lassen Sie uns an dieser Stelle klug handeln, städtische und stadtteilpolitische Interessen und Bedarfe nicht aus dem Auge verlieren, das wünsche ich mir auch für die Gesamtentwicklung des Grundstücks.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Fragwürdige Durchsuchung bei Engagierten des Zentrums für politische Schönheit &#8211; Fragen nach Hintergründen und Verhältnismäßigkeit</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/fragwuerdige-durchsuchung-bei-engagierten-des-zentrums-fuer-politische-schoenheit-fragen-nach-hintergruenden-und-verhaeltnismaessigkeit-29-06-2026/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 13:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jule.linxxnet.de/?p=25659</guid>

					<description><![CDATA[Die Verwirrungen um die antifaschistischen Kunst- und Protestaktionen des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) in Sachsen gehen weiter. Vergangenen Donnerstag wurden in Berlin fünf Wohnungen von Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit durchsucht. Laut einem Zeitungsbericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen „Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie der üblen Nachrede und Beleidigung“.&#160; Im &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/fragwuerdige-durchsuchung-bei-engagierten-des-zentrums-fuer-politische-schoenheit-fragen-nach-hintergruenden-und-verhaeltnismaessigkeit-29-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Fragwürdige Durchsuchung bei Engagierten des Zentrums für politische Schönheit &#8211; Fragen nach Hintergründen und Verhältnismäßigkeit“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/doebeln-beschlagnahme-adenauer-600x315-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25660" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/doebeln-beschlagnahme-adenauer-600x315-1-300x158.jpg" alt="" width="300" height="158" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/doebeln-beschlagnahme-adenauer-600x315-1-300x158.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/doebeln-beschlagnahme-adenauer-600x315-1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die Verwirrungen um die antifaschistischen Kunst- und Protestaktionen des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) in Sachsen gehen weiter. Vergangenen Donnerstag wurden in Berlin fünf Wohnungen von Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit durchsucht. Laut einem <a href="https://taz.de/Hausdurchsuchungen-beim-ZPS/!6190648/"> Zeitungsbericht</a> ermittelt die Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen „Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie der üblen Nachrede und Beleidigung“.&nbsp; Im Fokus steht ein Karikatur-Plakat, mit dem das ZPS auf die mutmaßliche Weitergabe von Informationen aus der Verfahrensakte zur Beschlagnahme des Protestbusses Adenauer SRP+ im vergangenen September durch die sächsische Polizei reagiert. Die Beschlagnahme des Busses ist inzwischen <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/doebeln-rochlitz/adenauer-bus-beschlagnahmt-gericht-csd-100.html"> vom Landgericht Chemnitz für rechtswidrig erklärt</a> worden.<br />
Mein Statement: <span id="more-25659"></span></p>
<p>„Die Durchsuchungen bei Engagierten des Zentrums für Politische Schönheit irritieren mich zutiefst. Haben die sächsischen Behörden nichts Wichtigeres zu tun als antifaschistische Kunst zu kriminalisieren &#8211; zum Beispiel gegen militante Neonazis-Zellen vorgehen, Demokratiefeinde entwaffnen oder das Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus endlich auf den Weg bringen?!</p>
<p>Es ist aus meiner Sicht völlig legitim, die inzwischen auch gerichtlich festgestellte rechtswidrige Beschlagnahme des Adenauer-Busses in Döbeln durch übereifrige sächsische Polizeibeamte zu skandalisieren. Genauso legitim ist es, die Frage zu stellen, <a href="https://www.freiepresse.de/mittelsachsen/mittweida/adenauer-srp-protestbus-kam-ein-rechter-youtuber-an-interne-informationen-der-polizei-artikel13991628"> woher ein rechter Youtuber Informationen von Untersuchungen der Dekra</a> an dem beschlagnahmten Bus bekommen hatte &#8211; und diesen Vorgang in künstlerisch-satirischer Manier zu erörtern. Ich hatte dazu mehrere Anfragen gestellt (Drucksachen <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4252&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=&amp;dok_id=307183"> 8/4252</a>, <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4254&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined"> 8/4254</a> und <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=4255&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined"> 8/4255</a>).</p>
<p>Ich erwarte von der Staatsregierung eine Einordnung der Ermittlungsmaßnahmen. Neben Fragen nach den Rechtsgrundlage der Durchsuchung &#8211; inklusive Beschlagnahmungen und DNA-Abnahme &#8211; möchte ich wissen, inwiefern die drastische Maßnahme einer Hausdurchsuchung verhältnismäßig ist (<a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=7503&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">Drucksache 8/7503</a>). Vor allem aber sollte die Chemnitzer Staatsanwaltschaft ihr Verhältnis zur Kunstfreiheit überprüfen.“</p>
<p>PM 29. Juni 2026</p>
<p><span class="bu">(Bild: <a href="https://twitter.com/politicalbeauty/status/1969406096482738551" target="_blank" rel="nofollow noopener">Zentrum für Politische Schönheit </a>)</span></p>
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		<title>Kinderrechte dürfen nicht unter die Räder des neuen restriktiven GEAS-Asylrechts kommen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 08:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[Im sächsischen Landtag haben wir gefordert, dass Sachsen auf die geplante Errichtung eines &#8222;Sekundärmigrationszentrums&#8220; verzichtet und das Landesausreisezentrum schließt. Hier sollen Geflüchtete unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten werden, auch Familien und schutzbedürftige Personen. Es handelt sich um einen Schritt im Rahmen der neuen restriktiven GEAS-Gesetzgebung. Ich habe die Lage und Rechte von Kindern und Jugendlichen fokussiert: &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/kinderrechte-duerfen-nicht-unter-die-raeder-des-neuen-restriktiven-geas-asylrechts-kommen-28-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kinderrechte dürfen nicht unter die Räder des neuen restriktiven GEAS-Asylrechts kommen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-25657" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png" alt="" width="218" height="218" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png 218w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/image-150x150.png 150w" sizes="auto, (max-width: 218px) 85vw, 218px" /></a>Im sächsischen Landtag haben wir gefordert, dass Sachsen <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=7220&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=0&amp;dok_id=undefined">auf die geplante Errichtung eines &#8222;Sekundärmigrationszentrums&#8220; verzichtet und das Landesausreisezentrum schließt</a>. Hier sollen Geflüchtete unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten werden, auch Familien und schutzbedürftige Personen. Es handelt sich um einen Schritt im Rahmen der neuen restriktiven GEAS-Gesetzgebung. Ich habe die Lage und Rechte von Kindern und Jugendlichen fokussiert: <span id="more-25654"></span></p>
<p>Die letzten Jahre, ja Jahrzehnte, sind geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung der Debatte über Flucht und Migration. Migration wird zunehmend nicht als gesellschaftliche Realität, sondern als Problem verhandelt. Und auf Worte folgen Taten: Rassistische Hetze und Bedrohungen werden zu tätlicher Gewalt. Die so angeheizte gesellschaftliche Stimmung dient anschließend als Legitimation für immer neue Verschärfungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht. Heute erleben wir die nächste Stufe dieser Entwicklung auf europäischer Ebene.</p>
<p>Das Gemeinsame Europäische Asylsystem, kurz GEAS, und die gemeinsam mit der extremen Rechten durch das Europäische Parlament gebrachte Verschärfung der Abschieberegelungen sprechen eine deutliche Sprache: die Sprache von Abschottung, Entrechtung und Entmenschlichung.</p>
<p>Gleichzeitig erleben wir weltweit einen anhaltenden Anstieg von Kriegen, Konflikten und Krisen, die Menschen zur Flucht zwingen. Weltweit sind mittlerweile fast 118 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Rund 39 Prozent von ihnen sind Kinder.</p>
<p>Diese Kinder kommen mit ihren Familien oder ohne ihre Eltern nach Europa. Sie haben besondere Schutzrechte. Doch genau diese Rechte geraten durch die Neuregelungen zunehmend unter Druck.</p>
<p>Deshalb fragt die Fachvernetzung Unbegleitete und begleitete geflüchtete junge Menschen Sachsen völlig zu Recht: „Wo bleibt das Kindeswohl im neuen Asylrecht?“</p>
<p>Mit der Umsetzung von GEAS stellen sich zentrale Fragen: Wie werden Schutzbedürftigkeit und Kindeswohl im neuen Screeningverfahren festgestellt? Wie werden die Rechte unbegleiteter Minderjähriger gewährleistet? Und wie wird verhindert, dass Kinder und Jugendliche von Freiheitsbeschränkungen betroffen werden?</p>
<p>Ganz grundsätzlich ist zu sagen, dass auch mit GEAS die UN-Kinderrechtskonvention uneingeschränkt bindend bleibt. Das Wohl des Kindes muss bei jeder behördlichen und politischen Entscheidung Vorrang haben.</p>
<p>Kinderrechte müssen in allen Phasen des Asyl- und Aufnahmeverfahrens gewährleistet werden – vom ersten Kontakt im Screeningverfahren über die Unterbringung bis hin zur Integration in Bildungseinrichtungen und soziale Strukturen.</p>
<p>Das Einsperren von Kindern verbietet sich grundsätzlich, und noch grundsätzlicher lehnen wir als Linke das Einsperren von geflüchteten Menschen egal welchen Alters im Kontext des Aufenthaltsrechts ab – sei es im Ausreisegewahrsam, in der Abschiebehaft oder in anderen Formen freiheitsentziehender Maßnahmen. Flucht ist und bleibt kein Verbrechen.</p>
<p>Es stellt sich aber ebenso die Frage nach den sogenannten Sekundärmigrationszentren und anderen Sonderunterbringungsformen. Denn wenn Menschen in Einrichtungen untergebracht werden, die durch faktische Ausgangssperren oder erhebliche Bewegungseinschränkungen geprägt sind, dann handelt es sich um haftähnliche Zustände. Wir lehnen diese Sonderunterbringungszentren grundsätzlich ab.</p>
<p>Wenn wir mit unserem Antrag scheitern, stellen sie zumindest sicher, dass Kinder, Jugendliche und andere besonders schutzbedürftige Personen ausnahmslos von einer solchen Unterbringung ausgenommen werden.<br />
Das Leben in Massenunterkünften ist sowieso eine Tortur, und ist mit der Menschenwürde kaum vereinbar, mit Kinderrechten aber ganz und gar nicht.</p>
<p>Wir fordern darüber hinaus und gerade jetzt eine Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe. Wir fordern den Ausbau unabhängiger Vertretungs- und Beratungsstrukturen für unbegleitete Minderjährige. Wir fordern verbindliche Kooperationsverfahren zwischen allen beteiligten Akteuren, insbesondere auch mit den kommunalen Jugendämtern. Und wir fordern wirksame Schutzmaßnahmen für besonders belastete, traumatisierte oder anderweitig vulnerable Kinder und Jugendliche.<br />
Dazu gehört auch, ihnen den Zugang zu Bildung so schnell wie möglich zu ermöglichen, mit GEAS wird die Frist von bisher 3 auf 2 Monate verkürzt. Wir meinen damit aber nicht die die sogenannten Lagerschulen in den Erstaufnahmeeinrichtungen vielleicht zukünftig im Sekundärmigrationszentrum. Kinder gehören in reguläre Kitas und Schulen.</p>
<p>Wir werden die Umsetzung von GEAS in Sachsen insbesondere mit Blick auf Kinder, Jugendliche und andere Schutzbedürftige kritisch begleiten und all jene unterstützen, die sich juristisch, politisch und zivilgesellschaftlich gegen die Verschärfungsspirale stellen und Betroffene solidarisch begleiten.</p>
<p>Kein Mensch ist illegal.</p>
<p><em>Juni 2026</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Nach unabhängigem Gutachten: AfD-Verbot prüfen!</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/nach-unabhaengigem-gutachten-afd-verbot-pruefen-26-06-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 15:18:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Innen- und antifaschistische Sprecherinnen und Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag und in den Landtagen fordern, die mögliche Verfassungswidrigkeit der AfD durch das Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Ein diese Woche veröffentlichtes unabhängiges Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte kommt zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen für die Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD nach Artikel 21 &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/nach-unabhaengigem-gutachten-afd-verbot-pruefen-26-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nach unabhängigem Gutachten: AfD-Verbot prüfen!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19904" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1-300x194.jpeg" alt="" width="300" height="194" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1-300x194.jpeg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1-768x497.jpeg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1-1024x662.jpeg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1-624x403.jpeg 624w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2019/01/D5TBwLut.jpglarge-1.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Innen- und antifaschistische Sprecherinnen und Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag und in den Landtagen fordern, die mögliche Verfassungswidrigkeit der AfD durch das Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Ein diese Woche veröffentlichtes unabhängiges <a href="https://freiheitsrechte.org/themen/starke-grundrechte-fuer-eine-lebendige-demokratie/afd-gutachten"> Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte</a> kommt zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen für die Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD nach Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes vorliegen. Für das Gutachten wurde über ein Jahr lang umfangreiches Material zur AfD ausgewertet, anhand der Maßstäbe, die das Bundesverfassungsgericht selbst für ein Parteiverbot anlegt. Es dokumentiert insbesondere Angriffe auf die Menschenwürde, das Demokratieprinzip und den Rechtsstaat.</p>
<p>Die Unterzeichnenden fordern Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat auf, dem Bundesverfassungsgericht die Prüfung der AfD zu ermöglichen. Zugleich machen sie deutlich, dass ein Verbotsverfahren nur ein Teil einer umfassenden antifaschistischen Strategie sein kann. Mit meinem Genossen&nbsp; Rico Gebhardt erkläre ich: <span id="more-25651"></span></p>
<p>„Die AfD wirkt längst über die Parlamente hinaus. Sie schüchtert politische Gegner ein und erweitert den Raum für rechte Netzwerke. Ein Verbotsverfahren ersetzt nicht den Schutz der Betroffenen und die Stärkung antifaschistischer Strukturen. Aber die Instrumente der wehrhaften Demokratie dürfen nicht ungenutzt bleiben.“</p>
<p><strong>Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag:</strong></p>
<p>„Das Urteil des Gutachtens ist eindeutig. Es wäre grob fahrlässig, das Bundesverfassungsgericht nicht endlich in die Lage zu versetzen, die Verfassungswidrigkeit der AfD zu prüfen. Die AfD greift die Menschenwürde an, sie bedroht Minderheiten, und ihre Funktionäre kündigen offen an, politische Gegner nach einer Machtübernahme strafrechtlich zu verfolgen. Wir dürfen die Mechanismen, die das Grundgesetz zu seiner Selbstverteidigung vorsieht, nicht länger blockieren.</p>
<p>Ein Verbotsverfahren allein wird die extremen Rechten nicht stoppen. Wer Forderungen der AfD übernimmt, das Asylrecht schleift und soziale Unsicherheit verschärft, schwächt die AfD nicht. Er macht ihre Politik anschlussfähig. Der Kampf gegen rechts muss juristisch, politisch und sozial geführt werden.“</p>
<p><strong>Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag:</strong></p>
<p>„Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Handlungsproblem. Das Gutachten bestätigt, dass die Voraussetzungen für ein AfD-Verbot vorliegen. Die AfD greift Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat nicht nur rhetorisch an. Sie arbeitet praktisch an deren Aushöhlung. Wer jetzt noch wartet, gefährdet die Demokratie und stärkt die Handlungsfähigkeit ihrer erklärten Feinde. Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat müssen den Weg nach Karlsruhe frei machen.“</p>
<p><strong>Andreas Henke, Sprecher für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen-Anhalt:</strong></p>
<p>„Das Gutachten zeigt: Die AfD ist keine radikale Oppositionspartei, sie verfolgt ein autoritäres Projekt. In den Ländern erleben wir, wie sie demokratische Institutionen verächtlich macht und extrem rechte Positionen normalisiert. Die Erkenntnisse liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen Konsequenzen folgen.“</p>
<p><strong>Michael Noetzel, Sprecher für Innenpolitik und Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:</strong></p>
<p>„Wer es mit dem Schutz der Demokratie ernst meint, muss dem Bundesverfassungsgericht eine Prüfung ermöglichen und zugleich die demokratischen Institutionen widerstandsfähiger machen. Dazu gehört, Landesverfassungsgerichte, Parlamente und Kontrollrechte vor dem Zugriff autoritärer Kräfte zu schützen. Wer Schutzmaßnahmen blockiert, darf sich später nicht auf fehlende Handlungsmöglichkeiten berufen.“</p>
<p><strong>Deniz Celik, Sprecher für Innenpolitik und Antifaschismus der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft:</strong></p>
<p>„Die AfD lenkt soziale Unsicherheit in Hass gegen Geflüchtete, queere Menschen und andere Minderheiten um. Sie stellt nicht die Macht der Konzerne und Milliardäre infrage, sondern hetzt die Menschen gegeneinander auf. Der Kampf gegen rechts ist deshalb immer auch ein Kampf für soziale Sicherheit, für bezahlbare Wohnungen und für eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. Ein Verbot kann ein wichtiges Mittel sein. Die politische Aufgabe bleibt größer.“</p>
<p><strong>Niklas Schrader und Anne Helm, Sprecher*innen für Innenpolitik und Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus:</strong></p>
<p>&#8222;Wir wissen, dass man sich bei Gefahren für unsere Demokratie nicht auf den Verfassungsschutz verlassen kann. Das Gutachten der GFF ist besser, umfangreicher und transparenter. Im Gegensatz zum Verfassungsschutz sind alle Quellen überprüfbar. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, das gerichtliche Prüfverfahren einzuleiten.&#8220;</p>
<p><strong>Nelson Janßen, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft:</strong></p>
<p>“Angesichts des Umfangs des Gutachtens, kann niemand mehr von vereinzelten Aussagen oder der Tendenz kleiner Gruppen innerhalb der AfD sprechen, die gegen die demokratischen Grundstrukturen angehen. Die Partei ist in ihrer Gänze ein Projekt, das auf die Überwindung rechtsstaatlicher Grundsätze abzielt. Der AfD müssen wir überall, eben auch vor Gericht, entgegentreten.“</p>
<p>Unterzeichnende:</p>
<p>Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag</p>
<p>Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag</p>
<p>Michael Noetzel, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag Mecklenburg-Vorpommern</p>
<p>Rico Gebhardt, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen</p>
<p>Juliane Nagel, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen</p>
<p>Niklas Schrader, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus Berlin</p>
<p>Anne Helm, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus Berlin</p>
<p>Nelson Janßen, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft</p>
<p>Deniz Celik, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft</p>
<p>Andreas Henke, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen-Anhalt</p>
<p><em>26. Juni 2026</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>MDR-Investigativbeitrag zu den Machenschaften der Immobilienunternehmer Kevin Rader und Sven Schwarzat</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/mdr-investigativbeitrag-zu-den-machenschaften-der-immobilienunternehmer-kevin-rader-und-sven-schwarzat-26-06-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 08:27:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon seit mehreren Jahren sind wir mit dem Geschäftsgebaren der Immobilienunternehmer Kevin Rader und Sven Schwarzat konfrontiert. Erste Fälle erreichten uns bereits 2021, unter anderem aus der Harnackstraße 10. Dort hatte ihr Unternehmen Wohnungen aufgekauft, um sie in Apartments umzubauen und anschließend deutlich teurer weiterzuvermieten. Genau dieses Vorgehen bildet das Geschäftsmodell. Die Leidtragenden sind sowohl &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/mdr-investigativbeitrag-zu-den-machenschaften-der-immobilienunternehmer-kevin-rader-und-sven-schwarzat-26-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„MDR-Investigativbeitrag zu den Machenschaften der Immobilienunternehmer Kevin Rader und Sven Schwarzat“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/09/unitedcapitulation.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25158" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/09/unitedcapitulation-300x128.png" alt="" width="300" height="128" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/09/unitedcapitulation-300x128.png 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2025/09/unitedcapitulation.png 646w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Schon seit mehreren Jahren sind wir mit dem Geschäftsgebaren der Immobilienunternehmer Kevin Rader und Sven Schwarzat konfrontiert. Erste Fälle erreichten uns bereits 2021, unter anderem aus der Harnackstraße 10. Dort hatte ihr Unternehmen Wohnungen aufgekauft, um sie in Apartments umzubauen und anschließend deutlich teurer weiterzuvermieten. Genau dieses Vorgehen bildet das Geschäftsmodell.</p>
<p>Die Leidtragenden sind sowohl Bestands- als auch Neumieter*innen. Während Bestandsmieter*innen unter Verdrängungsdruck geraten, zahlen Neumieter*innen oftmals sehr hohe Mieten für Wohnungen, deren Zustand teilweise erhebliche Mängel aufweist.<span id="more-25645"></span></p>
<p>Besonders deutlich wurde dies am Beispiel des WG-Hauses in der Demmeringstraße 100. Dort entstanden 14 völlig überteuerte Mini-Zimmer mit gemeinschaftlich genutzten Küchen- und Sanitärbereichen auf engstem Raum. Hinzu kamen ausbleibende Müllentsorgung sowie Mängel bei Elektrik, Brandschutz und Heizung. Diese Zustände sorgten im März 2025 für erhebliche öffentliche Empörung. Inzwischen hat die Stadt eine Nutzungsuntersagung für das Gebäude ausgesprochen. Eine Anzeige wegen des Verdachts auf Mietwucher wurde jedoch nicht weiter verfolgt.</p>
<p>United Capital und die verantwortlichen Geschäftsführer agieren in ähnlicher Weise im gesamten Leipziger Stadtgebiet. Dabei verstoßen sie immer wieder gegen die <a href="https://www.leipzig.de/leipzig-strategie/stadtentwicklung/stadterneuerung/soziale-erhaltungssatzungen">Regelungen in Sozialen Erhaltungsgebieten</a>. Dort stehen bestimmte Umbauten unter Genehmigungsvorbehalt, um die Verdrängung von Bestandsmieter*innen durch Kostensteigerungen zu verhindern. Insbesondere Grundrissänderungen sind in der Regel nicht genehmigungsfähig, also genau jene Maßnahmen, mit denen offenbar versucht wird, die Zahl der vermietbaren Zimmer und damit die Mieteinnahmen zu erhöhen.</p>
<p>Es liegt auf der Hand, dass den Verantwortlichen die Rechtslage bekannt ist. Dennoch verstoßen sie immer wieder dagegen, offensichtlich in der Erwartung, dass Verstöße unentdeckt bleiben oder im bürokratischen Wirrwarr verloren gehen. Gleichzeitig gibt es genügend Menschen, die aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes auch schlechte Wohnbedingungen zu überhöhten Preisen akzeptieren müssen.</p>
<p>Neben den Verstößen gegen die Soziale Erhaltungssatzung stellt sich zudem die Frage, ob die umgebauten Wohnungen – etwa mit Küchen auf dem Flur und sehr beengten Wohnverhältnissen – den bauordnungs- und brandschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen.</p>
<p>Betroffene berichten außerdem immer wieder, dass die Vermieter schwer erreichbar seien und Mängel oder andere Probleme über längere Zeit nicht bearbeitet würden.</p>
<p>Dass das Vorgehen von Schwarzat/ Rader überhaupt sichtbar wird, ist vor allem auf das Engagement aufmerksamer Nachbar*innen zurückzuführen. Sie dokumentieren die Vorgänge seit Jahren akribisch, informieren die Stadt Leipzig über mögliche Verstöße, sammeln Erfahrungsberichte von Mieterinnen und organisieren Protestaktionen.</p>
<p>Auch ich begleite diese Entwicklungen seit mehreren Jahren durch <a href="https://www.united-capitulation.de/parlamentarische-anfragen-zum-thema/">Anfragen im Stadtrat</a> sowie durch die Unterstützung der Vernetzung betroffener Mieter*innen. Die Stadt antwortet regelmäßig, dass Hinweisen nachgegangen werde. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die bestehenden Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen die Soziale Erhaltungssatzung nur begrenzt wirksam sind.</p>
<p>Werden beispielsweise unzulässige Grundrissänderungen festgestellt, können Bußgelder verhängt und Rückbauanordnungen ausgesprochen werden. Die Bilanz fällt jedoch ernüchternd aus: Bußgelder bewegen sich häufig lediglich im Bereich weniger Tausend Euro, während Rückbauanordnungen angefochten werden und bislang vielfach nicht umgesetzt sind.</p>
<p><a href="https://www.leipzig.de/leben-in-leipzig/bauen-und-wohnen/wohnen/mietwucher">Anzeigen wegen Mietwuchers</a> können von der Stadt wiederum nur verfolgt werden, wenn Mieter*innen mindestens bereit sind, als Zeug*innen bereit zu stehen. Nachteile müssen sie dadurch grundsätzlich nicht befürchten, allerdings erfordern entsprechende Verfahren oft einen langen Atem.</p>
<p>Betroffene von Schwarzat, Rader oder anderen dubiosen Immobilieneigentümern sollten sich deshalb vernetzen. Die Plattform United Capitulation bietet hierfür einen wichtigen Raum: <a href="https://www.united-capitulation.de">https://www.united-capitulation.de</a>.</p>
<p>Angesichts der Vielzahl der dokumentierten Verstöße sowie des offenbar systematischen Ausnutzens der Wohnungsnot stellt sich jedoch die grundsätzliche Frage, ob die bisherigen Instrumente ausreichen. Es sollte darum endlich geprüft werden, ob auch gewerberechtliche Maßnahmen gegen die verantwortlichen Immobilienunternehmer möglich sind, um ihnen endlich das Handwerk zu legen.</p>
<p>Gleichzeitig braucht es wirksame Mittel gegen das Geschäft mit möblierten Zimmern und befristeten Mietverträgen: Bei befristeten Mietverhältnissen können Schutzmechanismen des Mietrechts, wie die Mietpreisbremse, häufig umgangen werden. Bei möblierten Wohnungen kommt hinzu, dass Vermieterinnen und Vermieter einen Möblierungszuschlag erheben können, dessen Höhe bislang nur unzureichend geregelt ist. In der Praxis führt die Kombination aus Befristung und Möblierung nicht selten zu deutlich höheren Mieten als bei vergleichbaren regulären Wohnungen. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an Regelungen, die sowohl den Möblierungszuschlag begrenzen als auch die Kurzzeitvermietung stärker regulieren sollen. Ziel ist es, Schlupflöcher zu schließen, über die bislang erhebliche Mietaufschläge möglich sind. Das ist längst überfällig und könnte Geschäftspraxen wie von United Capital zumindest erschweren.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="https://www.mdr.de/investigativ/wohnen-moebliert-leipzig-wucher-100.html"><strong>zum Beitrag auf MDR Investigative&nbsp;</strong></a></p>
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		<title>Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: wirksame Prävention und niedrigschwellige Hilfen statt betroffener Worte </title>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 15:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Linke hat im Landtag im Juni eine Aktuelle Debatte zu Kürzungen bei der Psychotherapie beantragt. Ich habe mich in meinem Beitrag auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fokussiert. Die Lage ist ernst und es geht nicht um Wehwehchen, es geht um Symptomatiken, die ernst genommen und behandelt werden müssen, bevor sie zu &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/psychische-gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen-wirksame-praevention-und-niedrigschwellige-hilfen-statt-betroffener-worte-25-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: wirksame Prävention und niedrigschwellige Hilfen statt betroffener Worte “ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25643" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256-200x300.jpg 200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256-683x1024.jpg 683w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256-768x1152.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-vie-studio-7006256.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 200px) 85vw, 200px" /></a>Die Linke hat im Landtag im Juni eine Aktuelle Debatte zu Kürzungen bei der Psychotherapie beantragt. Ich habe mich in meinem Beitrag auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fokussiert. Die Lage ist ernst und es geht nicht um Wehwehchen, es geht um Symptomatiken, die ernst genommen und behandelt werden müssen, bevor sie zu Chronifizierungen führen oder junge Menschen nicht mehr weiterwissen.<span id="more-25639"></span></p>
<p class="western">Wenn wir über psychische Erkrankungen sprechen, müssen wir einen besonderen Blick auf unsere Kinder und Jugendlichen werfen: Ihre Verfassung ist eine Art Frühwarnsystem für die ganze Gesellschaft. Und wenig überraschend: die Lage ist ernst. Egal welche Studien sie zur Hand nehmen: Alle bescheinigen einen Anstieg von psychischen Belastungen. Laut deutschem Schulbarometer berichtet mehr als die Hälfte aller Jugendlichen von hohem Stress, ein Viertel hat regelmäßig Angstsymptome, ein Drittel berichtet von Erschöpfung, Depressionen und Essstörungen nehmen immer weiter zu.</p>
<p class="western">Dabei sagen Expert*innen aller Professionen klar und deutlich: Wir müssen in Prävention investieren, sonst fällt das Kind in den Brunnen. Bevor es zur stationären Aufnahme in psychiatrische Klinken kommt, gibt es massive Spielräume für andere Hilfen, wozu eben auch die Kinder- und Jugendpsychotherapeut*Innen gehören. Diese jetzt auszubluten, wo es ein handfestes Problem der Unterversorgung und lange Wartezeiten gibt, ist wirklich halsbrecherisch.<br />
Währenddessen wird die angekündigte bessere und wohnortnahe psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch die Bundesebene ausgesessen.<br />
Seit Jahren gibt es zudem eine akute Überlastung der Kinder- und Jugendpsychatrien ohne dass hier gegengesteuert wird. Und es gibt handfeste Schnittstellenprobleme zwischen Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen.</p>
<p class="western">Junge Menschen finden keine passenden Anlaufstellen oder werden hin und her geschickt, bis sie aufgeben und vor der Gesellschaft kapitulieren. Suizide sind die häufigsten Todesursache von Menschen unter 25, erschreckend: Aber änderbar! Genau wie die hohen gesellschaftlichen Folgekosten bei fehlender oder falscher Behandlung.</p>
<p class="western">Lassen sie mich kurz ein wenig tiefer blicken: Es sind die großen gesellschaftlichen, aber auch die kleinen, individuellen Krisen, die das Aufwachsen junger Menschen prägen. Kriege, ökonomische Unsicherheit, Klimawandel, steigende Mieten, enormer Leistungsdruck in der Schule, und ein sich verhärtender Ton gerade in den sozialen Medien.</p>
<p class="western">Es ist nicht „die Jugend“, die belastet oder sogar krank ist, betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche, die in prekären Lebenslagen aufwachsen, und es sind Mädchen. Die jungen Menschen also die, die nicht so viele individuellen Ressourcen haben Herausforderungen und Probleme zu bewältigen.</p>
<p class="western">Trotzdem ist das Problem wachsender psychischer Belastungen kein individuelles, es ist eine Reaktion auf eine erodierende Zukunft. Unsere Hauptaufgabe besteht darin die gesamtgesellschaftlichen Bedingungen zu verbessern statt durch heftige soziale Einschnitte, düstere Zukunftsprognosen oder Pseudo-Krisenlösungen Ängste anzuheizen. Unsere Aufgabe besteht darin die Strukturen zu stärken, die Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen unterstützen. Und die müssen niedrigschwellig und vernetzt sein.</p>
<p class="western">Mit einem guten Beispiel geht hier die Stadt Leipzig voran: Auf Antrag der Linksfraktion im Stadtrat soll nun endlich ein kinder- und jugendpsychatrischer Dienst etabliert werden, besetzt mit einer Fachärztin, Sozialarbeiterin und Psychologin und zuständig für Clearing. Krisenintervention, Beratung und Behandlung.</p>
<p class="western">Doch für solche Leuchtturmprojekte fehlt vielerorts der politische Wille und vor allem das Geld.</p>
<p class="western">Darum plädieren wir heute dafür das Problem der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen endlich ernst zu nehmen. Statt immer neuer Studien, die die immer selben erschütternden Befunde und betroffenen Reaktion zu Tage bringen, müssen wir endlich die notwendigen Stellschrauben drehen.</p>
<p class="western">1) Machen wir im Bund Druck, dass die angekündigte gesonderte Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen nicht weiter ausgesessen wird.</p>
<p class="western">2) Stärken wir die Schulen: der Druck muss raus, und wir brauchen eine stabile Schulsozialarbeit und mehr Schulpsycholog*innen.</p>
<p class="western">3) Sorgen wir für eine starke Jugendhilfe für starke junge Menschen: Viele Angebote und Maßnahmen sind schon jetzt am Limit, weitere Sparrunden und die Aushebelung von Rechtsansprüchen lassen das System kollabieren.</p>
<p class="western">4) Wir brauchen niedrigschwellige und vertrauliche Anlaufstellen, wie das Leipziger Beispiel oder das Früherkennungszentrum FEZ „Früh dran“ am Uniklinikum Dresden</p>
<p class="western">und</p>
<p class="western">5) Echte finanzielle Entlastungen für Familien, denn soziale Sicherheit stärkt auch das seelische Wohlbefinden</p>
<p class="western">und last but not least:</p>
<p class="western">Hören wir auch mit den fruchtlosen Debatten über Erziehungsmaßnahmen aus der Mottenkiste wie die geschlossene Unterbringung &#8211; Problematisches und delinquentes Verhalten wird nicht durch Einschluss und Repression dauerhaft verändert, die jungen Leute höchstens gebrochen. Für die Stärkung der psychischen Gesundheit junger Menschen braucht es Zeit, Vertrauen und vielseitige Unterstützung.</p>
<p>Juni 2026</p>
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		<title>Mit „Sicherheit“ zum Polizeistaat? Sachsens Polizeigesetz soll erneut verschärft werden</title>
		<link>https://jule.linxxnet.de/mit-sicherheit-zum-polizeistaat-sachsens-polizeigesetz-soll-erneut-verschaerft-werden-17-06-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[luna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 18:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheitsrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
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					<description><![CDATA[Die sächsische Regierung will das Landespolizeigesetz – seit 2019 Polizeivollzugsdienstgesetz (PVDG) – neu regeln. Dazu ist sie durch ein Urteil des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs aus dem Jahr 2024 gezwungen. Linke und Grüne hatten gegen Teile des Gesetzes geklagt und Recht bekommen. Nach dem Gericht sei das Verhältnis von Eingriffsbefugnissen und Eingriffsschwellen in etlichen Fällen nicht nur &#8230; <a href="https://jule.linxxnet.de/mit-sicherheit-zum-polizeistaat-sachsens-polizeigesetz-soll-erneut-verschaerft-werden-17-06-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mit „Sicherheit“ zum Polizeistaat? Sachsens Polizeigesetz soll erneut verschärft werden“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><a href="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25637" src="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254-300x200.jpg 300w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254-1024x683.jpg 1024w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254-768x512.jpg 768w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254-1200x800.jpg 1200w, https://jule.linxxnet.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-jakubzerdzicki-33988254.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Die sächsische Regierung will das Landespolizeigesetz – seit 2019 Polizeivollzugsdienstgesetz (PVDG) – neu regeln. Dazu ist sie durch ein Urteil des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs aus dem Jahr 2024 gezwungen. Linke und Grüne hatten gegen Teile des Gesetzes geklagt und Recht bekommen. Nach dem Gericht sei das Verhältnis von Eingriffsbefugnissen und Eingriffsschwellen in etlichen Fällen nicht nur schief, sondern verfassungswidrig. Die Polizei darf also „zu früh“ schon „zu viel“ machen, zum Beispiel viel zu schnell Handys abhören, Personen observieren oder auch V-Leute einsetzen – auch wenn noch gar keine Gefahr erkennbar war.<strong><br />
</strong>Bis zum 30. Juni dieses Jahres muss das Gesetz neu geregelt werden.</p>
<p class="western">Doch anstatt das Gesetz wieder auf den Boden der Grund- und Freiheitsrechte zurückzuholen, nutzt die Staatsregierung die notwendige Novellierung für neue Verschärfungen. Zusätzliche Überwachungsbefugnisse und neue Waffen für die Polizei bilden die zentralen Konfliktpunkte des Entwurfs, der die Landespolitik bereits seit Ende vergangenen Jahres beschäftigt. Es ist das BSW, dass das Gesetz mit CDU und SPD über die Schwelle heben und damit massive Eingriffe in Grund- und Freiheitsrechte vor allem durch neue Möglichkeiten der Überwachung und Datensammlung auf den Weg bringen will. <span id="more-25636"></span></p>
<p class="western">Mit Blick auf das Polizeivollzugsdienstgesetz reden wir über Gefahrenabwehr, also über präventive Maßnahmen, die bereits im Vorfeld von Straftaten zum Einsatz kommen. Seit Jahren, ja Jahrzehnten, erleben wir eine stetige Verlagerung polizeilicher Kompetenzen in dieses Vorfeld. Nicht mehr konkrete Gefahren legitimieren Eingriffe, sondern der bloße Verdacht, dass etwas passieren kann<strong>. </strong>Staatliches Handeln verschiebt sich damit immer weiter von der Reaktion auf tatsächliche Gefahren hin zur Kontrolle potenziell verdächtiger Personen und Gruppen. Auch die Konstruktion sogenannter „gefährlicher Orte“, die Ausweitung von Videoüberwachung oder das Profiling bestimmter Bevölkerungsgruppen sind Ausdruck dieser Entwicklung.</p>
<p class="western">Der nun vorliegende Gesetzentwurf will nicht nur bestehende Befugnisse erweitern, sondern zugleich die Tür für algorithmische Polizeiarbeit öffnen. Auch die Polizei soll künftig stärker auf Instrumente der Künstlichen Intelligenz zurückgreifen dürfen.</p>
<p class="western">Im Einzelnen geht es um Ermächtigungen zu:</p>
<p class="western"><strong>Intelligenter Videoüberwachung:</strong> Mittels bestehender Videoüberwachung soll eine softwaregestützte Live-Auswertung mit Mustererkennung ermöglicht werden. Erfasst werden können bestimmte Verhaltensweisen oder Gegenstände. Hinzu kommen das Markieren von Personen, automatisches Tracking, die Identifizierung markierter Personen durch Abgleich mit Fahndungsdaten sowie die Suche nach Personen innerhalb laufender Videoübertragungen.</p>
<p class="western"><strong>Biometrischer Online-Identifizierung</strong> (dem sogenannten „Daniela-Klette-Paragrafen“): Anhand biometrischer Fahndungsdaten soll das Internet nach Personen durchsucht werden, um diese zu identifizieren oder Hinweise auf ihren Aufenthaltsort zu gewinnen.</p>
<p class="western"><strong>Automatisierter Datenanalyse:</strong> Hier sollen nahezu sämtliche verfügbaren Polizeidaten in einer selbstlernenden Analyseplattform zusammengeführt werden, um daraus neue Erkenntnisse über Personen und Zusammenhänge zu gewinnen. Die vorgesehenen Beschränkungen bleiben dabei äußerst vage.</p>
<p class="western"><strong>Entwicklung von KI-Modellen:</strong> Polizeidaten sollen genutzt werden können, um KI-Modelle zu entwickeln oder entwickeln zu lassen. Dafür dürfen die Daten an private Unternehmen weitergegeben werden, die die entwickelten Modelle anschließend unter Umständen auch für andere kommerzielle Zwecke verwenden könnten.</p>
<p class="western">Gemeinsam ist diesen Instrumenten, dass sie auf die möglichst umfassende Erfassung, Verknüpfung und Auswertung von Datenbeständen abzielen. Damit könnten Personen, soziale Beziehungen, Bewegungen und Verhaltensmuster analysierbar gemacht werden und das häufig unabhängig davon, ob die Betroffenen überhaupt einer Straftat verdächtig sind. Die Logik lautet nicht mehr: Es gibt einen Verdacht, also werden Daten erhoben. Vielmehr werden Daten massenhaft gesammelt, um daraus erst Verdachtsmomente zu erzeugen.</p>
<p class="western">Es geht unterm Strich um eine Softwarearchitektur, die personenbezogene Polizeidaten in großem Umfang aufbereitet und analysiert. Damit entstünde eine Überwachungs- und Datensammelinfrastruktur, die zahlreiche Unbeteiligte erfasst, Bewegungsprofile ermöglicht, sensible Informationen dauerhaft verfügbar macht und Menschen aufgrund statistischer Muster ins Visier nimmt. Zugleich droht die Weitergabe sensibler polizeilicher Daten an private Dritte.</p>
<p class="western">„Millionen Datenhäppchen über Menschen, die mit der Polizei irgendwann Kontakt hatten, fließen in diese Schattendatenbanken hinein. Oft diskriminierte Gruppen sind besonders betroffen und selbst Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Journalisten oder Ärzte werden nicht verschont und können mitgerastert werden“, schreibt die CCC-Sprecherin und Informatikerin Constanze Kurz, die im März auf Einladung der Linksfraktion in Leipzig zum Thema referierte.</p>
<p class="western">Nicht ohne Grund wird die Einführung solcher KI-Befugnisse häufig im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Softwareunternehmen Palantir diskutiert. Mit Gotham betreibt Palantir eine der weltweit bedeutendsten Datenanalyse- und Ermittlungsplattformen, die insbesondere für militärische und polizeiliche Zwecke eingesetzt wird. Die US-Einwanderungsbehörde ICE nutzt die Software unter anderem zur Identifizierung und Abschiebung von Migrant*innen.</p>
<p class="western">Auch in Deutschland hat Palantir längst Einzug gehalten. Den Anfang machte bereits 2018 Hessen mit „Hessendata“. Es folgten Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Berlin.</p>
<p class="western">Palantir ist eng mit Militär-, Geheimdienst- und Sicherheitsapparaten sowie mit dem politischen Umfeld der Trump-Administration verbunden und verdient sein Geld mit Technologien zur Überwachung, Analyse und Kontrolle von Bevölkerungen. Dass ein US-Unternehmen Zugriff auf zentrale polizeiliche Dateninfrastrukturen erhalten könnte, lehnen wir ab. Ob Datenschutz, Transparenz und demokratische Kontrolle unter diesen Bedingungen tatsächlich gewährleistet werden können, erscheint mehr als fraglich.</p>
<p class="western">Parallel zu Sachsen wird auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen über die Schaffung vergleichbarer KI-Ermächtigungen diskutiert. Offiziell lehnen alle Länder den Einsatz von Palantir ab.</p>
<p class="western">Ob diese Ablehnung in der Praxis Bestand haben wird, erscheint jedoch fraglich. Der von Bayern abgeschlossene Rahmenvertrag mit dem US-Unternehmen ermöglicht es auch anderen Bundesländern sowie dem Bund, ohne erneutes Vergabeverfahren beizutreten.</p>
<p class="western">Die eigentliche Gefahr liegt jedoch tiefer: Systeme wie Palantir verschieben den Fokus polizeilicher Arbeit weg von konkreten Verdachtsmomenten hin zur permanenten Suche nach statistischen Auffälligkeiten und vermeintlichen Risikoprofilen. Damit droht eine weitere Entgrenzung staatlicher Datensammlung und Überwachung.</p>
<p class="western">Unterm Strich sollen mit dem neuen Polizeigesetz rechtliche Grundlagen für Formen der Datenverknüpfung und Datenanalyse geschaffen werden, die unabhängig davon, wer sie einsetzt, erhebliche Eingriffe in Grundrechte bedeuten.</p>
<p class="western">Die weiteren geplanten Änderungen – der flächendeckende Einsatz von Elektroimpulsgeräten, die Ermächtigung zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung, die automatische Kennzeichenerfassung oder neue Befugnisse zur Drohnenabwehr – wirken daneben beinahe kleinteilig. Im Hinblick auf die damit verbundenen Grundrechtseingriffe wiegen sie jedoch keineswegs leichter.</p>
<p class="western">So handelt es sich beim Elektroimpulsgerät um eine nicht-tödliche Waffe, die bislang dem SEK vorbehalten ist. Für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen kann ihr Einsatz lebensgefährlich sein. Ihre deeskalierende Wirkung ist wissenschaftlich umstritten. Künftig sollen solche Geräte jedoch auch regulären Polizeieinheiten zur Verfügung stehen und damit beispielsweise bei Versammlungen eingesetzt werden können.</p>
<p class="western">Mit der Quellen-TKÜ nutzt der Staat mittels des Bundestrojaners Sicherheitslücken, um Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation zu erhalten. Der Übergang zur in Sachsen bislang nicht zulässigen Online-Durchsuchung ist dabei fließend.</p>
<p class="western">Es versteht sich von selbst, dass wir als Linke diesen Gesetzesvorstoß ablehnen.</p>
<p class="western">Die permanente Ausweitung polizeilicher Befugnisse hat bislang nicht nachweisbar zu mehr Sicherheit geführt, wohl aber zur Kriminalisierung und Stigmatisierung gesellschaftlicher Gruppen – seien es Migrantinnen und Migranten, Fußballfans oder von Armut betroffene Menschen. Zugleich stellt eine immer mächtigere Polizei selbst ein gesellschaftliches Risiko dar.</p>
<p class="western">Die Geschichte der Sicherheitsgesetzgebung zeigt, dass einmal geschaffene Befugnisse kaum jemals wieder zurückgenommen werden. Jede neue Überwachungsmöglichkeit wird zur Normalität, jede abgesenkte Eingriffsschwelle zum Ausgangspunkt der nächsten Verschärfung. Und nicht zuletzt müssen wir uns fragen, welche Folgen diese Befugnisse hätten, wenn sie künftig von einer autoritären oder extrem rechten Regierung genutzt würden.</p>
<p class="western">Dass es am Ende wahrscheinlich das BSW sein wird, das CDU und SPD im Landtag zu einer Mehrheit für diesen Gesetzentwurf verhilft, bleibt ein bitterer Treppenwitz der Geschichte.</p>
<p>Juni 2026</p>
<p><strong>&gt;&gt;&gt; <a href="https://linksfraktionsachsen.de/themen/polizeigesetz/">FAQ der Linksfraktion Sachsen zum neuen Gesetz</a></strong></p>
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