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Worte zum Angriff auf den Polizeiposten in Connewitz

Am 7.1.2015 in Dessau: 700 Menschen demonstrieren aus Anlass des 10. Todestages von Oury Jalloh, einem Asylsuchenden, der in einer Polizeizelle in Dessau gewaltsam zu Tode kam. Sie fordern die vollständige Aufklärung der Umstände des Todes.

Am Abend des 7.1. in Leipzig: Eine Gruppe Vermummter verübt einen Anschlag auf den Polizeiposten in Connewitz. Mit Steinen und Farbbeuteln attackieren sie die Scheiben des Postens, im Hof wird parallel ein Brandsatz auf ein Polizeifahrzeug geworfen. In der Dienststelle in der Wiederbachpassage befinden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Beamte.

Die Angreifer nehmen in einem Bekennerschreiben Bezug auf den Tod von Oury Jalloh. Sie leiten aus der Verantwortung, die Polizeibeamte für dessen Ableben hatten, die Legitimation ab, jede und jeden Polizisten/ in zu bestrafen.

Am 8.1.2015 schlagen die medialen Welle hoch. Der sächsische Innenminister, der Leipziger Polizeipräsident, der OBM und Vertreter*innen verschiedenster Parteien melden sich zu Wort. Auch ich werde nach meiner Position zu diesem Angriff gefragt. (Nachzulesen im MDR, in der L-iz und in der LVZ Print vom 9.1. sowie zu sehen in MDR Aktuell – ab Min 11:00) . Die Gewerkschaft der Polizei und CDU-Fraktion im Stadtrat zu Leipzig gehen sogar soweit eine Parallele von der Spontandemo zu Silvester (bei der der Posten nicht angegriffen oder beschädigt wurde) bzw. zur Kritik an der Eröffnung des Postens zu schlagen. Auch übelste Beschimpfungen gegen meine Person sind in den Kommentarspalten und Mails in Gang.

Darum an dieser Stelle doch eine Stellungnahme.

Nein. Gewalt ist für mich kein Mittel der Politik. Genau darum melde ich seit vielen Jahren Demonstrationen an, gründe Bündnisse, habe ein offenes Ohr für Problemlagen und versuche diese zu lösen, mache Öffentlichkeitsarbeit für politische Anliegen, engagiere mich für und mit Menschen, die in dieser Gesellschaft keine Stimme haben.

Ja. Kritik an der Polizei halte ich für legitim und einem demokratischen Rechtsstaat angemessen. Darum wirke ich in der Initiative „Für das Politische“ mit, die sich im März 2014 gegründet hat, um die Kritik an der Errichtung des Polizeipostens in demokratische Bahnen zu lenken. Wir haben nach der umstrittenen Satirekundgebung einen Offenen Brief verfasst, der von 27 Initiativen, Läden und Vereinen aus dem Kiez unterzeichnet wurde. Wir haben ein Straßenfest organisiert und uns in die stadtpolitische Debatte eingemischt. Unsere Treffen sind offen. Sie sind offen um Menschen, die etwas auf dem Herzen haben, die Möglichkeit zu geben mitzumachen und mit uns legale und demokratische politische Formen zu finden.

Nein, die Gewaltaktion in Connewitz trägt nichts zur Aufklärung der Umstände des Todes von Oury Jalloh bei. Seit Jahren engagieren sich Initiativen und Angehörige um die Schuld der Polizei zu beweisen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Unterschlagung von Beweismitteln, falsche Aussagen von Polizeibeamt*innen und haarsträubende Gerichtsentscheidungen behindern diesen Aufklärungsprozess.
Mittels Druck auf der Straße, im Gerichtssaal und durch Öffentlichkeitsarbeit konnten kleine Erfolge erzielt werden, denen immer wieder Rückschläge folgten. (Eine lesenswerte Chronologie der Ereignisse findet sich bei der Süddeutschen Zeitung)
Dass die, die am Mittwoch Abend in mittelalterlicher Art und Weise „Vergeltung“ geübt haben, sich in die Lebenslagen von Menschen hineinversetzen können, die im Alltag von rassistischer Diskriminierung und Gewalt betroffen sind, möchte ich stark in Zweifel ziehen. Sich zum Rächer von Oury Jalloh zu machen, ist vermessen und kann wohl nur weißen, testosterongesteuerten Typen einfallen.

Nein, Polizist*innen sind keine homogene Masse. Ihnen de facto das Mensch-Sein abzusprechen ist ist roh und anti-emanzipatorisch – genau so wie es der Umgang der Polizist*innen mit Oury Jalloh war. Aus der offensichtlichen Verantwortung von Polizist*innen für den gewaltsamen Tod des aus Sierra Leone Geflüchteten das Recht auf Vergeltung zu schließen, widerspricht menschenrechtlichen Errungenschaften.
Für Linke ist der Umgang mit der Polizei als die das Gewaltmonopol des Staates ausübende Instanz durchaus ambivalent. Viele Menschen, die sich – insbesondere links – politisch engagieren oder einen erkennbaren Migrationshintergrund haben, haben negative Erfahrungen mit willkürlichem und gewalttätigen polizeilichen Handeln. Beschwerden und Anzeigen führen zumeist in die Sackgasse. Genau darum fordern zivilgesellschaftliche Initiativen beispielsweise die Einführung einer Polizeibeschwerdestelle, mittels derer polizeiliches Fehlverhalten unabhängig untersucht und aufgeklärt werden kann sowie Änderungen in der Polizeiausbildung.

Und zum Schluß:
Die wilden Konstruktionen von CDU-Fraktion und GdP weise ich klar und deutlich zurück. Meinungsstreit und Kritik sind elementarer Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Von einer kleinen Gruppe auf eine ganze politische Szene oder Weltanschauung zu schließen, ist nicht nur absurd, sondern zeugt von autoritärem Denken.

Genau die von mir präferierten Formen der politischen Auseinandersetzung sind durch den Angriff auf den Polizeiposten nachhaltig delegitimiert. Vielen Dank dafür.

+++

PM Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, 9.1.2015

Angriff durch nichts zu rechtfertigen

Die beiden Landtagabgeordneten der LINKEN, Juliane Nagel, Sprecherin für Migrations- und Flüchtlingspolitik und direktgewählte Abgeordnete aus Leipzig-Connewitz, und Enrico Stange, Innenpolitischer Sprecher, haben heute Mittag den am 7. Januar in den Abendstunden von Gewalttätern angegriffenen Polizeiposten im Leipziger Stadtteil Connewitz besucht. Im Ergebnis erklären sie:

Wir haben heute das Bürgerbüro der Polizei in der Connewitzer Wiedebach-Passage besucht und mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort das Gespräch gesucht. Das Ausmaß der Beschädigungen an den Sicherheitsglasscheiben spricht eine deutliche Sprache und lässt auf einen organisierten Übergriff auf den Polizeiposten schließen. Nicht zuletzt durch die persönliche Inaugenscheinnahme können wir auch nachvollziehen, dass die zum Zeitpunkt des Angriffs auf den Polizeiposten anwesenden Beamten aufgrund dieses einschneidenden Erlebnisses krankgeschrieben und nicht dienstfähig sind.

Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten ist illegal, illegitim und nicht hinnehmbar. Der Angriff auf den Polizeiposten in der Wiedebachpassage ist durch nichts zu rechtfertigen – auch nicht durch das Bekennerschreiben, das in zynischer Weise den Angriff auf den Polizeiposten und die anwesenden Polizistinnen und Polizisten mit dem Tod des am 7. Januar 2005 im Dessauer Polizeigewahrsam verbrannten Oury Jalloh zu rechtfertigen sucht. Dieser Angriff konterkariert eher die Bestrebungen, alle Hintergründe und das Verschulden des Todes von Oury Jalloh in Gänze aufzuklären.

Kritik an Rassismus und auch an polizeilichem Handeln müssen in unseren Augen in einer lebendigen Demokratie möglich sein. Gewalt ist für uns jedoch kein Mittel der politischen Auseinandersetzung, im Gegenteil: So wird der demokratische Meinungsstreit gefährdet.

Wir hoffen, dass die beiden Leipziger Beamten schnell genesen und danach ihren Dienst in den Reihen der Polizei wieder aufnehmen können!

25 Gedanken zu „Worte zum Angriff auf den Polizeiposten in Connewitz

  1. Hanna Müller

    So so, 2 Tage später ein Statement, welches keines ist!

    Es ist außerdem rassistisch, wenn Sie von Weißen sprechen!

    Ich, als Connewitzerin, würde mich freuen, wenn der Polizeiposten nicht nur wiederhergestellt, sondern vergrößert wird.

    Wenn es Ihnen nicht paßt, Frau Nagel, dann raus aus unserem schönen Connewitz. Und nehmen Sie Ihre Antifa Schlägertruppe gleich mit.

    Distanzierung von solchen menschenverachtenden Straftaten auch gegen das Leben zweier Beamter kann man von einer gut dotierten Landtagsabgeordneten verlangen, andererseits sind Sie für diesen Posten nicht geeignet und sollten diese Stelle kompetenteren Personen frei machen!

    Schämen Sie sich!

  2. luna Beitragsautor

    Wenn Sie dieses Statement nicht akzeptieren, dann lassen sie es eben. Habe mich gestern gegenüber 4 MEdien erklärt und manchmal haben „gut dotierte Landtagsabgeordnete“ auch anderes zu tun als Texte zu schreiben.
    Was legitimiert sie die Definitionsmacht für Connewitz an sich zu reissen? Warum fällt ihnen nichts besseres ein als in autoritärer Art und Weise mich als quasi Befehlshaberin von Menschen zu machen, die für ihr Tun selbst verantwortlich sind.
    Wo ist ihr Beleg darüber, dass ich mit der Aktion irgend etwas zu tun habe?
    Es ist müssig.
    Ich lade Sie ein direkt ins Gespräch mit mir zu kommen anstatt sich hier hinter Kraftworten zu verstecken.
    Und.. von Rassismus verstehen sie scheinbar nichts.

  3. Thujaner

    Liebe Grüße Luna
    Gewalt wird nie ein Mittel sein aber es ist ein Ausdruck von Wut und Unmacht dieser Menschen und allein das es soweit kommt dafür trägt die Gesellschaft also auch eine Frau Hanna Müller ihren Teil dazu bei..
    Warum weil alles was einen nicht selber unmittelbar betrifft ich entweder nicht sehen will oder ignoriere so auch den Rassismus der klar mit dem Tod von Oury Jalloh einhergeht.
    Übergriffe oder Gewaltansammlungen wird es immer geben solange die Gesellschaft nicht bereit ist gegen die Art von Ungerechtigkeit in einer Gesellschaft auf zu stehen.
    aber solange es (Handys Iphone)gibt oder ich meine Tv Sendungen schauen kann ist ja alles
    gut…und es wird sich nichts ändern

  4. Dr. S. Kling

    Tja Frau Nagel, Sie haben Wind gesät und Sturm geerntet, also warum jetzt geradezu beleidigt auf den Kommentar einer Anwohnerin, gar Wählerin (?) aus Connewitz reagieren?

    Auch ich betrachte Ihr Statement zu dem Überfall in Connewitz als halbherzig, der Diktion nach nicht mal aus eigenem Antrieb, sondern wahrscheinlich unter dem Druck der Öffentlichkeit resp. der eigenen Fraktionskollegen zustande gekommen. mit selbigen Sie ja ganz gern mal uneins sind, oder wie kann man es sich erklären, dass Sie bei der Demo, sorry „spontanen“ Transparent-Aktion in der Silvesternacht auf der einen, Herr Rosenthal gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten aber auf der anderen Seite der „Barrikade“ standen? Hat sich Ihr Parteifreund auch so wie Sie via Twitter über die Bilder zu Silvester am Connewitzer Kreuz gefreut? Das aber nur am Rande.

    Im Grunde ist es ein typisches Juliane-Nagel-Statement, wortgewaltig im Duktus aber ansonsten lediglich ein „Ich-bin-dagegen-aber-die-anderen-haben-angefangen Bulletin“. In diesem Sinne betrachte ich Ihre Einlassungen als ein stückweit unehrlich, Einsicht in eigene Fehler sieht anders aus. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Überfall auf das Polizeirevier in den Abendstunden des Tages stattfand, an dem in Paris zwölf Menschen ermordet wurden, darunter Polizisten, hätte man ein klares Statement von Ihnen ohne Wenn und v. a. ohne Aber gegen jede Art von Extremismus, Gesinnungsterror und Gewalt erwarten können, aber offensichtlich sehen Sie nur auf einem Auge gut.

    Ich gehe mit dem Kommentar von Frau Müller nicht in jeder Hinsicht d‘accord, aber auch ich stelle mir zwischenzeitlich die Frage, ob Sie Ihrem Landtagsmandat überhaupt gerecht werden können, denn Sie reden ja nicht nur der außerparlamentarischen Opposition, dem zivilen Ungehorsam und anderen Aktion einer „emanzipatorischen“ Politik ständig das Wort, sondern Sie leben sie ja auch permanent vor, aktiv und begleitend.

    Steht Ihnen überhaupt der Sinn nach bzw. bleibt Ihnen überhaupt noch Zeit für die eigentliche parlamentarische Arbeit? Die Bilanz Ihres politischen Wirkens der letzten vier Monate sieht bis auf häufige kleine Anfragen im Landtag und eine wacklige Rede, wozu es nicht viel an Aufwand bedarf, doch relativ mager aus. Für das was Sie bisher geleistet haben, wäre aus heutiger Sicht kein Landtagsmandat vonnöten gewesen. Aber Sie haben ja noch ein paar Jahre Zeit, Ihre Wähler eines Besseren zu belehren, so dass Sie nicht noch mehr an Stimmen und Rückhalt verlieren.

    Ich bin also durchaus optimistisch, dass Sie am Ende der laufenden Legislaturperiode nicht immer noch als dauerstudierende, dann Enddreißigerin ohne nennenswerte politische Bilanz dastehen, denn Frau Nagel, im Grunde delegitimieren sich selbst. Vielen Dank dafür.

  5. Diana

    Mal ehrlich, Sie reden davon, das linkspolitisch gerichtete Menschen, Erfahrungen mit gewaltsamen Polizisten gemacht haben?! Wie positionieren sich denn bitte schön viele linksgerichtete Menschen?! Mit Gewalt…merken Sie was?!

  6. Willie Wildgrube

    Besten Dank für die aufrichtigen Worte!

    An die negativ gestimmten Kommentare oben: Wenn Sie „Gewalt ist für mich kein Mittel der Politik“ und „mittelalterliche … „Vergeltung““ nicht verstehen können, ist Ihnen wohl nicht zu helfen.

    Den gelinde gesagt hirnverbrannten Angriff gegen den Polizeiposten – der juristisch und tatsächlich eine Sachbeschädigung ist – jedoch mit den fundamentalistischen Morden in Frankreich in Verbindung zu bringen, zeigt deutlich, wessen Geistes Kind Sie sind. Wir sehen uns am Montag! Ich stehe ganz sicher auf der richtigen Seite und setze mich so gut es geht dafür ein, dass es eine gewaltfreie Demonstration wird. Das wünsche ich mir übrigens auch von der Polizei.

  7. daniel

    „raus aus unseren schönen Connewitz“? Schon mal überlegt warum sie dort so schön leben?… weil es von Menschen wie ihnen, nur gaaaaanz wenige gibt! Von daher haben sie schon gar nicht das Recht zu bestimmen wer gehen kann und wer nicht!
    Mir fallen der Tage nur wenige ein die sich das anmaßen.
    >> Wirr ist fas Volk<<

  8. luna Beitragsautor

    Tja Herr Dr. Kling. Ich habe eben nichts gesät, sondern im Gegenteil mit daran gewirkt legitimer Kritik einen legalen Ausdruck zu verleihen. Das ist genau das, was die AngreiferInnen vom Mittwoch nicht wollen.
    Anderes Bild: wenn eine Gruppe Hooligans bei einem Fussballspiel eskaliert, nehmen sie dann auch die gesamte Fanschaft in Haftung? Oder die SprecherInnen von Fangruppen?
    Ihre Zuschreibungen hinken bzw führen in eine Gesellschaft, die keine Kritik an Missverhältnissen mehr duldet, weil daraus angeblich automatisch gewaltförmiges Handeln gegen diese Missverhältnisse folgen würde. Eine solche Linie ist autoritär und armseelig.

    Mein Statement kommt aus dem Herzen, genau wie mein politisches Engagement.

    Ihre Unaufmerksamkeit in Bezug auf meine Arbeit sehe ich ihnen aber nach. Kein Problem. Sie können sich gern im Landtags-TV über meine 2 weiteren Reden am 17.12. informieren. Sie können auf der Seite der Linksfraktion schauen wer die meisten Pressemitteilungen verfasst, sie können auch mal via Suchmaschine oder anderen Quellen meine Aktivitäten mit denen anderer MdL aus Leipzig, va. denen der CDU, vergleichen. Gerne stelle ich ihnen auch beispielhaft eine Woche meines Terminkalenders zur Verfügung.

    Zur Frage der Verkoppelung von parlamentarischem und außerparlamentarischen, sprich gesellschaftlichem Handeln: Genau weil ich das wie wie sehr wenige der ParlamentarierInnen mache, kann das was ich mit-mache produktiv werden. Genau deswegen bin ich von vielen gewählt worden. Wer nur parlamentarische Vorlagen wälzt, wird Gesellschaft wie sie in ihrer Differenziertheit wirklich ist, kaum erfassen. Wer es sich wie 85 % der CDU MdL einfach im gemachten Nest bequem macht und sich an der konservativen Mehrheit der sächsischen Gesellschaft labt, ohne einen Blick auf Marginalisierte zu richten und deren Interessen auch nur zur Kenntnis zu nehmen, der oder die hat ein leichtes Leben, wie sie sicherlich auch.

    Da sie mich wohl kaum gewählt haben, also am Fortbestand der lethargischen CDU-KollegInnen interessiert sei dürften, muss ich mich mit meiner Antwort kaum weiter verausgaben.

    Ich wünschen ihnen weniger Vergrämung, (subtile) Boshaftigkeit und auch mal positive Impulse.

  9. Michael Rösler

    Hai,
    ich lese mir jetzt nicht diesen ganzen Bullshit durch… wer behauptet, dass die Hervorhebung von Privillegien „rassistisch“ sein soll, soll in seinem Zimmerchen heulen gehen und die Klappe halten! „Weiße“ sind, waren und werden immer scheiße sein, weil sie ihre verkackte Dominanz nach außen kehren und als erste anfangen zu heulen wenn ihnen jemand versucht den Mercedes zu klauen während andernorts millionen Menschen an Hunger, Not und Krieg verrecken! Mehr Polizei in Connewitz, na klar, das sind die großen Weltptrobleme! Gehts noch?
    Jule du bist und bleibts (hoffentlich) großartig und differenziert- im Gegensatz zum Sud der Mehrheitsbevölkerung! Die Partei DIE PARTEI Reudnitz steht hinter Dir!

    Fidel

  10. Dr. Kling

    Nein werte Frau Nagel, Sie müssen sich für mich nicht verausgaben, das wäre wirklich zu viel verlangt, zumal ich wenig Lust verspüre, mich ausgerechnet von einer Mandatsträgerin der SED-Nachfolgepartei über Autoritarismus aufklären zu lassen, die zudem – subtil formuliert :-) – offensichtlich Quantität mit Qualität verwechselt. Ich habe Sie zwar kennen-, aber leider eben nicht schätzen gelernt. Trotzdem Danke für Ihre Philippika.

  11. luna Beitragsautor

    Na dann sind wir ja klar.
    Sie wollen sich ja gar nicht mit meiner Arbeit auseinandersetzen und wenn sie es täten, würden Sie ihre Schublade (SED Nachfolge.., Extremismus etcpp) aufmachen und herumkritteln.
    Btw funktionieren Qualität und Quantität auch zusammen.. Und über das positive Vergleichsbeispiel von MdL und MdB aus Leipzig würde ich mich tatsächlich freuen. Wenn ihnen dies mal unterkommt, gern..

  12. Ali Schwarzer

    @Hanna Müller und andere Clowns: Gäbe es in ganz Leipzig mehr Menschen wie Jule, wäre die Stadt vielleicht auch für nichtweiße Menschen lebenswert.

  13. Max Mustermann

    @dr. kling, hanna müller & konsorten:

    „zwei dinge sind unendlich, das universum und die menschliche dummheit, aber bei dem universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ a.e.

  14. Volker Wirrer

    Frau Nagel wenn Sie (zu Recht) so gegen Rassismus sind, warum bieten Sie dann in diesem Forum rassistischen Sprücheklopfern (Michael Rösler: “Weiße” sind, waren und werden immer scheiße sein,) eine Plattform? Oder ist Rassismus bei Ihren Claqueuren erlaubt und deshalb kommentieren Sie diese Sprücheklopfer nicht, schließlich sind Sie nach eigenem Bekunden ja die Einzige, die über dieses Thema überhaupt eine Deutungshoheit besitzt.

  15. luna Beitragsautor

    Herr Wirrer.
    Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße. Es sind Weiße, die Rassismus gegen Menschen ausüben, die eben nicht-weiss sind.
    Rassismus ist im kolonialen Kontext entstanden und von weißen – zumeist – Männern gegen Menschen anderer Hautfarbe exekutiert und mehrheitsfähig gemacht worden. Nicht-weiße wurden und werden als minderwertig betrachtet, diskriminiert und erniedrigt.
    Rassismus kann nicht unabhängig von Machtpositionen betrachtet werden, die eben nun mal global betrachtet bei Weißen liegt. Schauen Sie sich die jüngsten Auseinandersetzungen in den USA an (Schwarze sind exponentiell öfter -Todes-Opfer von Polizeigewalt), sprechen Sie mit Nicht-Weißen Menschen und fragen sie nach deren Alltagserfahrungen, schauen sie sich die Praxis der Polizei an (Racial Profiling – ein besonders krasses Bsp: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130223276.html). Klar können Weiße… Deutsche.. situativ diskriminiert werden, hierbei ist aber nicht von Rassismus zu sprechen.
    Hier ein Link zu einem leicht lesbaren Überblick: http://www.rassismus.de/. Auch informativ: http://baustein.dgb-bwt.de/PDF/C3-VonRassismusSprechen.pdf
    Sehr lesenswert ist folgendes Buch: http://www.perlentaucher.de/buch/mark-terkessidis/die-banalitaet-des-rassismus.html

  16. brigittebauer

    Hallo frau nagel,

    da sie ja schon von dem volk der steuerzahler leben und auf unsere kosten ihren hintern im dresdner landtag breitsitzen, wäre es auch angebracht, dem volk ein wenig „aufs maul zu schauen“ und als echte volksrepräsentantin mal sehen was das volk (nicht ihre verkifften parteigänger)will und den ganzen tag macht. wir möchten eine polizei, die wahrhaftig volkspolizei ist und recht und gesetz schützt, die dafür sorgt, daß wir arbeiten und auch volksvertreter (sie sind keine) subventionieren können, dass wir unsere kinder (wissen sie wie das ist allein ein kind aufzuziehen????? natürlich nicht gender)erziehen und zu anständigen weltoffenen (das schließt sich nicht aus) menschen erziehen können. ich lebe hier, weil die wohnung billig ist, mein auto ist geklaut worden, an der ecke kann man alle drogen der welt besorgen, die gesellschaft verarmt und verlottert, aber wahrscheinlich ist es das, was sie wollen. rosa luxemburg und clara zetkin hatten einen standpunkt uns sie wollten nicht nur mehr kohle und mehr urlaub sondern waren auch immer auf der suche danach die unteren/arbeiter zu besseren menschen zu machen. solche wie sie arbeiten nicht, machen sich keine gedanken über die menschheit (im auflärerischen sinne) sondern sind unter falscher flagge handlanger der globalisten.
    brigitte bauer

  17. Michael Rösler

    Der_die_jenige welche_r hier satirisch sein darf ist Frau_Herr Rösler von der Partei DIE PARTEI…Leute lest doch mal genau! Mit Fußnoten habt ihr es nicht so genau? Noah Saw: Rassismus ist Ausgrenzung plus Macht. Deshalb kann mensch ja gerade garnicht von Rassismus gegen „Weiße“ reden, wenn ihr das nicht verseht, lasst euch ein critical whiteness Studium von der FDP bezahlen oder lebt mal ein paar Jahre woanders-> relativiert vieles wenn mensch mal die Knüppelschläge andere Polizein der Welt kassiert…
    DIE PARTEI hat immer Recht! Und steht punktuell hinter Frau Nagel, ist aber nicht ihr Presseorgan – noch nicht.

    F.

  18. Lothar S.

    Wenn man mal etwas genauer recherchiert, wird man feststellen, dass Leipzig seit Monaten mit Linker Gewalt konfrontiert wurde und vll. auch noch wird.

    PM Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, 9.1.2015
    Zitat: „Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten ist illegal, illegitim und nicht hinnehmbar“.

    Bedeutet diese Aussage im Umkehrschluss, dass Gewalt gegen andere Teile der Bevölkerung legitim ist?

  19. luna Beitragsautor

    Lieber „Lothar S.“
    auf den Einwand mit dem Umkehrschluss antworte ich einfach mal nicht. Es gibt Einwände, die einfach zu dumm sind.. Sorri.
    Zur Behauptung der monatelangen linken Gewalt erwarte ich seriöse Quellen.

  20. Dr. A. Otto

    Sehr geehrte Frau Nagel,
    ich möchte mich bei ihnen für ihre bisher geleistete Arbeit bedanken. Oftmals verfolge ich ihre Aktionen, Reden und Kommentare. Ohne Sie wäre hier und in Sachsen sicher einiges anders. Dafür möchte ich mich rechtherzlich bedanken, und bitte sie darum, so und nicht anders weiterzumachen! Denn ohne sie, hätte ihre Partei wahrscheinlich ein besseres Bild und eine Zukunft!

  21. Lothar S.

    Liebe Frau Nagel,

    Sie wissen bestimmt selbst, dass das Internet voll von seriösen Quellen ist. Natürlich kommt es darauf an, was Sie unter „seriös“ verstehen. Als Anhaltspunkt gebe ich Ihnen die Quelle vor: http://www.verfassungsschutz.sachsen.de/1522.htm

    Und noch etwas. Mit einigen Sachen, die Sie auf die politische Bühne bringen, gehe ich sogar konform. Leider wird Ihre Arbeit von einigen Anhängern offensichtlich Mißverstanden.

  22. luna Beitragsautor

    Sehr geehrter Herr Dr. Otto,

    komisch, dass ich bei den Stadtratswahlen die meisten Stimmen aller KandidatInnen bekommen habe.. und als einzige LINKE in Sachsen ein Direktmandat gewonnen habe. Die Welt ist doch vielfältiger und pluraler ist, als sie sich das vorstellen können,

  23. Pingback: *multiples Kawumm* & welcome to my Connewitz 2015 | Connewitz

  24. Dr. A. Otto

    Sehr geehrte Frau Nagel, nein es ist mir nicht entgangen, wie sie bei den Stadtratswahlen abgeschnitten haben! Nur ist der Unterschied, das ich über Leipzig und Sachsen hinausschauen kann. Und wenn ich mir die „Linke“ gesamt betrachte, dann gibt es einige gute Ansätze und auch fähiges Personal. Aber in meinen Augen gehören sie nicht dazu. Und das ist nicht nur meine Meinung, auch die von einigen ihrer Kollegen. Wenn man sich ihre Arbeit betrachtet, was haben sie bisher geleistet? Nicht viel. Eine Demo nach der anderen zu beantragen, gegen einen Polizeiposten zu wettern und Ausländerpolitik… Sollte ihre Arbeit nicht etwas breiter aufgestellt sein, dann hätten sie auch Stimmen aus anderen Stadtteilen. Wenn sie ihre Politik nicht ändern, haben sie keine Politische Zukunft! Und was machen sie wenn sie scheitern? Keine Berufsausbildung und das Studium ist laut Wikipedia auch noch nicht abgeschlossen. Soll man der Jugend nicht Vorbild sein? Sicher sind sie eine Politikerin die polarisiert, aber nicht wegen sehr guter Arbeit. Sie polarisieren weil sie links von links stehen. Man muss aber auch mal nach rechts schauen können ohne rechts zu sein. Und ja Frau Nagel, in meinen Augen haben sie eine Mitverantwortung für den Übergriff auf diesen Polizeiposten! Warum? Sie zeigen das auch Politik (ihre) gegen diesen Polizeiposten ist und zeigen Gewalttätern das sie nicht alleine mit ihrer Meinung sind! JA ich nehme ihnen ab das sie Gewalt ablehnen, verhindert haben sie aber diese nicht. Aber ich will nicht nur negativ zu ihnen sein! Dieses Land braucht auch Politiker wie sie! Probleme klar und deutlich ansprechen, Finger in Wunden zu stecken und nah am Bürger zu sein! Aber gemäßigt und offen nach allen Seiten, mit einen möglichst breites Spektrum.

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