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In Leipzig nichts Neues: Wiederitzscher*innen formieren sich gegen mögliche Asylunterkunft

wiederitzsch-rassismiusIm beschaulichen Wiederitzsch wird opponiert. Aufgrund einer von der LVZ veröffentlichten Information über die Prüfung (nicht mehr und nicht weniger!) der Nutzung des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses als temporäre Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende braut sich in dem nördlichen Ortsteil etwas zusammen. 

Am Montag, 20.10.2014 versammelten sich auf dem hiesigen Hugo-Krone-Platz bis zu 400 Menschen. Diese waren einem Aufruf gefolgt, der diffuse Informationen, auf jeden Fall aber Ablehnung gegenüber diesem möglichen Vorhaben äußert. Der Aufruf weiß zu berichten, dass die temporäre Aufnahme von Asylsuchenden für den potentiellen Betreiber „äußerst profitabel“ sein wird. Was eigentlich das Problem daran sein könnte, Asylsuchenden einen begrenzten Zeitraum ein Dach über dem Kopf zu verschaffen, wird nicht benannt.
Seit Tagen wird auf im online-Stadtmagazin www.wiederitzsch-im-blick.de gegen den möglichen Plan Stimmung gemacht. Wie auf der Kundgebung am Montag distanzieren sich die WortführerInnen von „extremen“ Positionen. Den Ruch von Rassismus will mensch sich scheinbar nicht einhandeln. Doch die verschwiegenen Ressentiments gegen Asylsuchende sind fast schlimmer als deutlich ausgesprochene. Die OrganisatorInnen der Stimmungsmache können sich auf die tief sitzende Ablehnung von Asylsuchenden verlassen, ohne diese mit deutlichen Worten anheizen zu müssen. In Wiederitzsch scheint sich dieselbe Szenerie wie in Wahren, Portitz, Schönefeld oder jüngst Probstheida zu wiederholen. Die „not in my backyard“-Ideologie kommt allerdings in Wiederitzsch ohne Zuschreibungen von erhöhter Kriminalität, Unsicherheit für Kinder und Frauen oder Drogenproblemen aus. Einig ist die sich die Gemeinschaft allerdings im „hier nicht“. In der Ortschaftsratssitzung am 8.10.2014 wird zudem bekundet: „Eine Integration der Flüchtlinge ist nicht möglich.“ Und da wären ja noch die negativen Auswirkungen auf die Grundstückspreise.
Um die ablehnende Position zu bestärken wird sogar kolportiert, dass die Stadt Leipzig die Unterkunft des Landes nach der Interimsphase weiterführen will.

Doch wie ist eigentlich die Faktenlage?
Der Freistaat Sachsen plant aufgrund der zunehmenden Flüchtlingszahlen und der Überfüllung der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz zwei neue Außenstellen in Dresden und Leipzig zu eröffnen. Bis Ende 2016 sollen im Hammerweg in Dresden und in der Max-Liebermann-Straße in Leipzig-Gohlis Unterkünfte für jeweils mehr als 500 Menschen entstehen.
Im August äußerte Ministerpräsident Tillich (CDU) , dass bis zur Fertigstellung dieser Einrichtungen in beiden Städten Wohncontainer aufgestellt werden sollen, um die Situation in Chemnitz schon jetzt zu entspannen. In Chemnitz musste bereits einen Sporthalle der Bereitschaftspolizei als Unterkunft umgenutzt werden.
Anfang Oktober „enthüllte“ die LVZ, dass das ehemalige BW-Krankenhaus in Wiederitzsch als ein potentieller Standort von ingesamt 20 für ein Interim ins Auge gefasst wird. Nicht mehr, und nicht weniger. Einen Tag nach dieser „Enthüllung“ wurde die Insolvenz des Eigentümers des Objektes öffentlich. Die „Golden Gate GmbH“ (!) trug sich wohl schon länger mit der Idee eines Vermarktungskonzeptes als Asyl-Unterkunft. Offensichtlich  nicht erfolgreich.
Allein dies müsste die, die in Wiederitzsch so laut schreien, zum Nachdenken bringen.
Ich habe mich Anfang November  mit einer Kleinen Anfrage an die Sächsische Staatsregierung gewandt, um rauszubekommen was der CDU-geführte Freistaat eigentlich plant. Anstatt eine subtil rassistische Stimmung zu schüren, wie es in Wiederitzsch gerade in Gang ist, geht es mir allerdings um Transparenz, die eine sachliche Debatte ermöglicht. Es muss darum gehen Asylsuchende gut aufzunehmen und ihnen einen stressfreien Aufenthalt zu gewährleisten. Denn das ist unsere verdammte Pflicht!

26 Gedanken zu „In Leipzig nichts Neues: Wiederitzscher*innen formieren sich gegen mögliche Asylunterkunft

  1. Dirk Neumann

    Hallo Frau Nagel,

    Eine subtil rassistische Stimmung habe ich gestern nicht bemerkt.
    Ich empfehle eine bessere Recherche.
    1. was sind die 20 Objekte?
    2. wie sind die Bewertungskriterien?
    3. google.de/Maps um sich das Objekt und die Umgebung anzusehen
    4. Integration in einem EAE ist seitens Land nicht angedacht. Hier geht es ja eben darum zu klären welcher Anteil der ankommenden Flüchtlinge sind und somit ein Asylverfahren eröffnet werden kann.
    5. Wieviel öffentlichen Raum haben die Bewohner des Objektes zur Verfügung? es gibt im Umkreis von 800m keine Bank zum hinsetzen, keinen Park, keinen Spielplatz, kein Geschäft.

    Ich persönlich denke, das Integration nur funktioniert, wenn die Bedingungen stimmen und die Anwohner das unterstützen.
    Dezentrale Asylunterkünfte mit geeigneter städtischem Charakter und einer Infrastruktur scheinen mir ideal.
    Erstaufnahmelagern in Eigenheimsiedlungen mit einem Einwohnerverhaeltnis von 1:1 scheinen mir es nicht.
    Ich glaube eher, das die traumatisierten Fluechtlinge zur Ruhe kommen müssen und schnellstmöglich eine sichere Entscheidung für ihre Zukunft brauchen (Integration oder Abschiebung). ich halte es für eine Stresssituation auf „glückliche Eigenheimbewohner“ mit spielenden Kindern im Garten zu blicken, vor dem Tor des Objektes womöglich angegangen zu werden, und nirgends hinzukönnen!

  2. Fichtner

    Hallo Frau Nagel,
    ich freue mich sehr, dass Sie gestern Abend – wie die über 500 anderen friedlichen Stadtteilinteressierten – mit auf dem Hugo-Krone-Platz anwesend waren. Auch finde ich es gut, dass Sie sich zum Gehörten positionieren.

    Ziel der Veranstaltung war es, die Wiederitzscher zu sensibilisieren, welche Mühlen gerade im Hintergrund mahlen und dass es wichtig ist um Transparenz und Aufklärung zu bitten. Ebenso wie eine aktive Bürgerbeteiligung zum Geschehen. Denn anders als bei denen von Ihnen gegenüber gestellten Einrichtungen in Wahren, Portitz, Schönefeld und Probstheida geht es ja hier um die Erstaufnahmeeinrichtung mit mindestens 500 Flüchtlingen – und dies ist ja wie Sie ja auf jeden Fall wissen in der Tat von Struktur und Dimension ein gewaltiger Unterschied.
    Hier geht es eben nicht um ein zu Hause von Flüchtlingen nach dem dezentralen Konzept der Stadt Leipzig (an dem Sie sicherlich dankenswerter Weise mit an der Umsetzung beteiligt waren), welches im Übrigen in meinen Augen gut durchdacht war und offensichtlich in den kleinen Einrichtungen auch gut anläuft.
    Es ist natürlich fatal, wenn bei dem ein oder anderen der Eindruck entstanden ist, dass wir die Veranstaltung genutzt haben um Gerüchte zu schüren. Verwirrt bin ich, dass Sie als Mitglied der Linksfraktion im Sächsischen Landtag (Asyl/ Migration) noch nicht in die Entwicklung eingebunden sind. (Aber nach meinem Kenntnisstand werden ja auch soeben erst die Arbeitskreise/Gremien gebildet.)
    Wir haben vom Innenminister auf Nachfrage kein Dementi erhalten, sondern die Aussage: Land und Insolvenzverwalter sitzen am Tisch und verhandeln in der Tat die Konditionen und diese sind fast unterschriftsreif. Andere 19 Objekte wurden uns nicht benannt.
    In diesem Fall werden Sie als parlamentarische Vertreterin uns Anwohnern sicherlich zugestehen um Aufklärung und Mitarbeit zu bitten – wie es sich in einer ordentlichen Demokratie gehört.
    Das wir als Stadtteil mit ländlicher Infrastruktur natürlich gehörigen Respekt vor einem solchen Vorhaben besitzen und Angst vor Überforderung sich breit macht, hat sicherlich nichts mit Ruch von Rassismus zu tun. Ebenso die Unterstellung einer tiefsitzenden Ablehnung gegenüber Hilfebedürftiger.
    Im Gegenteil, selbstverständlich werden wir wie alle anderen Stadtteile, die aufgefordert sind kleinere oder größere Gruppen von Flüchtlingen zu integrieren, auch unseren gesellschaftlichen Pflichten nachkommen. Fakt ist: Wenn die Erstaufnahmeeinrichtung nach Wiederitzsch kommt brauchen wir Unterstützung. Von Vereinen, der Stadt Leipzig, von sämtlichen Gremien, die sich in diesem Bereich engagieren. Und natürlich von Ihnen, Frau Nagel.
    Sie wissen sicherlich am besten, welche Hilfe diese Menschen vor Ort benötigen und welche Ressourcen man bündeln kann um ein gutes Miteinander zu erreichen.
    Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich vor Ort in Dresden noch einmal umhören können und auch vielleicht die Stadt Leipzig zu einer Stellungnahme bewegen können – Sie sind ja viel näher dran als wir. Über eine zeitnahe Antwort – in die eine oder andere Richtung sind wir Ihnen sehr dankbar. Denn wie Sie schon richtig bemerkt haben gehen die derzeitigen Diskussionen eben nicht in Richtung Ängste schüren (und so soll es auch bleiben) – sondern einfach gegen diese Informationspolitik.

  3. Mühlichen Simone

    Hallo Frau Nagel,
    als Wiederitzscherin fühle ich mich durch Ihren Artikel fast schon persönlich angegriffen. Die VA am Montag war gut und richtig. Wenn sie hinter den Wiederitzscher Bürgern verdächtige und auch schon unterstellte Ausländerfeindlichkeit sehen, dann frage ich mich besorgt, mit was für einem Recht urteilen Sie so reaktionär über uns? Sie als gewählte Bürgervertreterin geben sich bitte erst einmal Mühe JEDEM Menschen vorbehaltslos gegenüberzutreten und Ihre Informationspflicht uns gegenüber gerecht zu werden. Bitte nicht nur austeilen, sondern auch bürgernah arbeiten und uns in Dresden vertreten, denn sie sind gewählt worden, oder? Selbstverwirklichen können Sie sich in Ihrer Freizeit.

  4. Sylvia

    Sehr geehrte Frau Nagel,
    ein Teil der Familie unseres Bekannten wohnt in Damaskus. Wir können also die traurigen Zustände, unter denen die Menschen in Syrien zu leiden haben, durch seine detaillierten Schilderungen mitverfolgen. Auch wir waren auf der Veranstaltung am 20.10.14. Ihre bewusste Fehldarstellung ist für uns ein Schlag unter die Gürtellinie und erfordert aus meiner Sicht eine Entschuldigung bzw. schon auf Grund Ihrer politischen Funktion ein aktives Einbringen ins aktuelle Geschehen. Wiederitzscher, die die räumlichen Gegebenheiten kennen, äußern arge Bedenken, wie man im BWK 500 Flüchtlinge unterbringen will! Und wir Wiederitzscher, die wir die örtlichen Gegebenheiten rings um das BWK kennen, äußern arge Bedenken hinsichtlich fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten und Infrastruktur. Wie von Fr. Fichtner schon erwähnt, ist Ihr Vergleich mit Eutritzsch, Wahren usw. schon auf Grund der Anzahl der unterzubringenden Flüchtlinge unpassend.

  5. Jule Nagel Artikelautor

    Hallo Herr Neumann.
    Richtig, Erstaufnahmeeinrichtungen sind nicht zur Integration gedacht. Die Sächsische staatsregierung findet sowieso, dass Asylsuchenden keine Integrationsmöglichkeiten zukommen sollen. Die stadt Leipzig sieht das glücklicherweise anders bzw wurde das politisch auch erkämpft: die kleinteiligen, in der Stadt verteilten Unterkünfte, soziale Betreuung, Deutschkurse.. das ist der richtige Ansatz.
    Die Erstaufnahmeeinrichtungen sind aber Einrichtungen des Freistaates, in denen die Flüchtlinge, die in Sachsen ankommen erstmal max 3 Monate bleiben, Auskünfte über den Fluchthergang und -gründe geben müssen und sich orientieren. Dann werden sie abgeschoben oder zum überwiegenden Teil auf die Kreise und Städte verteilt. Dezentrale Unterbringung geht hier nicht..
    Zu den restlichen Fragen kann ich nix sagen .. der Freistaat hüllt sich in Schweigen. DArum habe ich die Anfrage gestellt, die Anfang November beantwortet sein sollte.
    Wenn die Wahl auf das Krankehaus fällt, werden wir alles daran setzen, die Umgebung wohnlich und akzeptabel für die Betroffenen zu machen. Dass dann viel Kommunikation mit den AnwohnerInnen aus Wiederitzsch nötig ist, versteht sich von selbst. Für Ende November plant die Landesdirektion wohl eine Info-Veranstaltung zu dem Vorhaben.

  6. Jule Nagel Artikelautor

    Liebe Frau Fichtner,
    danke auch für ihre Reaktion.
    Und verstehen sie auch meine Situation: ich beobachte seit ein paar Jahren in Leipzig immer wieder denselben Hergang: es gibt die Information über die Errichtung von Asylunterkünften (wie gross die sind, spielt dabei i.d.R. keine Rolle) und es beginnt sich ein Sturm der Entrüstung zu erheben. Menschen, die sich noch nie für politische Fragen interessiert haben, beginnen sich einzumischen und zu erheben. Aber im Kern eben dagegen, dass Menschen in ihrer Nachbarschaft Zuflucht bekommen. Und genau das macht mich wütend.
    Die Stimmung am Montag war doch schon ziemlich angeheizt, der eine CDU-Vertreter, der darauf hinwies, dass der Stadt hier die Hände gebunden sind, wurde ausgepfiffen. Ich sehe vor Augen immer die Menschen, die hier ankommen, aus Bürgerkriegsgebieten, aus Situationen der Verfolgung und Folter und sehe die Menschen, die protestieren als GegnerInnen genau dieser Schutzsuchenden.

    Aufgrund der diffusen Informationslage habe ich die Kleine Anfrage gestellt, Anfang November wird die Antwort vorliegen, ich hoffe aussichtsreich.
    Alles in allem geht es um eine Zwischenlösung, bis Ende 2016. Die eigentliche EAE soll in der Max-Liebermann-Straße entstehen, das wissen Sie sicher.

    In Bezug auf die Situation in den Erstaufnahmeeinrichtngen ist dem Land leider vorzuwerfen, zu der angespannten situation beigetragen zu haben. Es war abzusehen, dass die Zahlen von Geflüchteten aufgrund internationaler Konflikte steigen werden. Die Situation in der Zentralen EAE in Chemnitz ist unhaltbar, darum ist es vor zirka einem Jahr auch eskaliert. Weiterhin gibt es in den Einrichtungen des Landes kaum Sozialarbeit. Auch Rechtsberatung, die das Prozedere der Asylverfahren unterstützen und erleichtern würde, wird vom Land verhindert. Das könnte alles viel besser laufen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden. Hier sind Vereine, Initiativen und die Opposition im Landtag schon lange dran, scheitert aber immer wieder an der Härte des SMI.

    Sobald ich Erkenntnisse habe, melde ich mich.

  7. Dirk Neumann

    Hallo Frau Nagel,

    danke für ihre nachvollziehbaren und konstruktiven Antworten an mich und Frau Fichtner.
    Auch ich bin wütend, wenn ich sehe daß Solidarität nur dann funktioniert, wenn ich keine spürbaren/dauerhaften Nachteile habe – z.B. bei Spenden etc. Andererseits ist dies durchaus menschlich und ich denke nur deutlich unter 1% der Menschen gehen in ihrer Solidarität darüber hinaus.
    Gerade daher ist der dezentrale Ansatz mit kleinen Personengruppen und persönlichem Kontakt der richtige Weg.
    Das ist für EAEs wirtschaftlich schwierig (da ab 500 Personen der Bund die Kosten für die Bearbeitung der Asylanträge übernimmt!). Ich denke die Integration darf erst nach der Entscheidung über die Aufnahme eines Asylverfahrens beginnen => nach Verlassen des EAE und Zuweisung in eine dezentrale Anlage und der Chance mehrere Jahre in Deutschland zu verbringen und/oder dauerhaft hier ansässig zu werden. Daher sollten EAEs meiner Meinung nach NICHT in besiedeltem Gebiet liegen. Die dort eintreffenden, tlw. traumatisierten Flüchtlinge, tlw. auch Mitläufer (sprich Personen, die kein Asyl benötigen) sollten den kulturellen Unterschied zur deutschen Bevölkerung nicht sofort – und meist negativ besetzt – spüren. Sie sollten a) auf Bedarf geprüft und b) psychologisch und kulturuell betreut/geschult werden – keine Großstadt.

  8. Thomas Hoffmann

    Guten Tag Frau Nagel,

    nur eine Frage an Sie. Aus welchen Gründen hat das Antifa-Lager, insbesondere in Connewitz, noch nie ein Angebot unterbreitet Flüchtlinge bei euch dort zu beherbergen. Auch in euren Wohnungen sind bestimmt noch einige Quadratmeter Platz. Lebt uns wirkliche Integration vor, wir können es noch nicht, ja wir benötigen Vorbilder. Also, lasst uns von euch lernen und bitte, meldet Herrn Fabian, so schnell als möglich, in welchem Haus Ihr hunderte von Flüchtlingen aufnehmen möchtet. Zeigt uns, das wir zu kleinbürgerlich und schwach sind (Kompromisse in anderen Umfängen liegen vor, werden jedoch ignoriert von den politisch Verantwortlichen) für eine große Aufgabe aller, auch der Bürger bei denen das Herz links schlägt, meines schon länger, ais Ihres Frau Nagel, übrigens auch links. solidarische Grüße T.H.

  9. Jule Nagel Artikelautor

    Hallo Simone Mühlichen,
    ich vertrete Interessen, ja, aber natürlich nicht alle, sonst wäre ich nicht für die LINKE angetreten und dabei vor allem auch für eine offene Gesellschaft und für die Verbesserung der Lebenssituation und Teilhabemöglichkeiten für MigrantInnen.
    Ich habe mich auch für Asylsuchende und deren Lebensbedingungen interessiert und stark gemacht ohne dass ich mit ihnen als „Gefahr“ in meiner eigenen Nachbarschaft konfrontiert gewesen wäre. Ich habe eine Anfrage an die Staatsregierung gestellt zur EAE in Leipzig bevor Wiederitzsch im Gespräch war.
    Glauben sie mir, ich habe in den letzten Jahren soviel erlebt in diesem Bereich, siehe Kommentar 8.
    Für mich hören sich manche Anmerkungen, die aus der Perspektive der Asylsuchenden zu denken vorgeben (fehlende Parkbänke, Kinderspielmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten etc), falsch an. Denn all dies wäre zu lösen. Warum wird nicht in diese Richtung diskutiert?

    Insofern: ich weiss wofür ich stehe und dafür bin ich auch gewählt worden. Sicher nicht dafür Unterkünfte für Asylsuchende zu verhindern.

  10. Jule Nagel Artikelautor

    Hallo Sylvia.

    danke für den Kommentar, und entschuldigung, dass er wie ein Schlag ins GEsicht wirkt.
    Gerne komme ich vor Ort und bringe mich ein. Natürlich. Dazu müsste ich weitere Gelegenheiten kennen,.
    Der Vergleich mit Wahren, Portitz etc.. ok.. es sind andere Zahlen. Es handelt sich bei der Krankenhausvariante aber nur um ein Interim. Aus dem Umfeld der Max-Liebermann-Straße, wo die dauerhafte EAE entstehen soll, sind mir vergleichbare Initiativen wie in Wiederitzsch nicht bekannt. Warum nur?
    Für mich ist frappierend, dass sich die Reaktions- und Argumentationsmuster stark ähneln. Es wird informiert, dann erheben sich auf einmal Menschen, die sich z.T. noch nie für das Gemeinwesen interessiert haben und zumeist wird der Teufel an die Wand gemalt.
    Wenn sie Menschen kennen, die in Syrien leben, dann wissen sie doch ganz genau, dass es sich um ganz normale Menschen handelt, die auch hier her kommen. Stress und Frust entsteht, wenn die Einrichtungen überfüllt sind, wenn die Bedingungen in der Einrichtung schlecht sind (Mehrpersonenzimmer), wenn Frauen und Kinder in Stresssituationen geraten, wenn es keine adäquate soziale Betreuung gibt, wenn es keine Rechtsberatungsmöglichkeiten gibt etcpp.
    Soweit.

  11. Michael Meyer

    Frau Nagel,
    Könnten sie bitte dem Thomas antworten ich finde das was er geschrieben hat ist eine gute Anmerkung! Den Connewitz ist doch eigentlich dafür das die Ausländer integriert werden. Aber warum machen die den nichts und nehmen welche auf?

  12. Michael Meyer

    Ich bin mal ganz ehrlich in Connewitz leben die, die links sind das heißt sie sind dafür das Ausländer in unser Land kommen, aber dafür tut dort so gut wie keiner was. Wenn was über Connewitz kommt dann immer nur Randale hier Randale da nix anderes. Man sollte sich überlegen ob dies wirklich das Linken Viertel ist.

  13. Fichtner

    Hallo Frau Nagel,
    danke für Ihre Überlegungen.

    Sicher ist bei der Vielzahl der in der Vergangenheit aufgekommenen Bürgerbewegungen nicht immer gleich durchschaubar, um was es den einzelnen geht und wer der Initiator ist. Da wollen wir uns auf keinen Fall einreihen – denn hier geht es um die Sonderform der Erstaufnahme. Und die Ungewissheit – wie setzt das Innenministerium dies hier um.

    Einigkeit herrscht auf jeden Fall im Bezug auf das Diffuse – hektische Handeln der Verantwortlichen, bei dem Weitsichtigkeit in meinen Augen ein Fremdwort ist. Ich gehe davon aus, dass Sie die angebotene Unterstützung im Falle des Falles auch in die Tat umsetzen. Danke dafür.

    Auch freue ich mich, wenn Sie aufklären helfen, was der gravierenden Unterschieden zwischen Erstaufnahme und Flüchtlingswohnheime ist – auch die Presse unterscheidet hier leider nicht. Es geht – wie Sie schon sagen – eben leider nicht darum 40-100 Flüchtlinge mit Bleiberecht in unseren Stadtteil zu integrieren.
    Sondern um 500 Hilfsbedürftige – welche auf die wichtigste Entscheidung Ihres Lebens warten und wenn es so läuft wie in den anderen EAE: OHNE das Integration erfolgen soll, OHNE unsere Kultur vermittelt zu bekommen, OHNE ein sinnvolles Beschäftigungskonzept.

    Zu Ihrem Kommentar

    „Aus dem Umfeld der Max-Liebermann-Straße, wo die dauerhafte EAE entstehen soll, sind mir vergleichbare Initiativen wie in Wiederitzsch nicht bekannt. Warum nur?“

    Dieser macht wieder deutlich, dass Sie und auch sicher viele andere, die Struktur unseres Stadtteils nicht kennen. Kommen Sie vorbei – schauen Sie sich bitte vor Ort um (ich sende Ihnen dazu noch ein aktuelles Luftbild). Lernen Sie uns hier kennen, eh Sie urteilen.

    Der Unterschied ist: es ist eine EFH-Siedlung und KEINE Blockbebauung!

    Den meisten Menschen im Mehrfamilienhaus steht es frei, wenn Ihnen Ihre Nachbarschaft nicht mehr zusagt, sie sich nicht sicher fühlen, der Nachbar zu laute Musik hört etc. – einfach umzuziehen. Dies ist für fast alle hier niemals möglich.

    Menschen haben sich hier bewusst für ein eher konservatives, ein dörfliches Wohnen (teilweise gänzlich ohne jeden Zaun) entschieden. Eine Lebensweise die denke ich mal zu tolerieren ist. Hier stehen die Fahrräder unangeschlossen im Vorgarten. Wir haben uns bewusst dazu entschieden im Hinblick auf Lebensqualität und Altersvorsorge einen Großteil unseres Gehaltes zum schnöden Kreditabzahlen zu verwenden.

    Und dieses Konzept ist erhaltenswert – deswegen ist das Interesse hier so groß und die Meinungen so emotional! Auch wenn es „nur“ um eine Übergangslösung gehen sollte und wir uns – in den Augen einiger : Nicht so haben sollen.

    Es gibt Befürchtungen, dass diese Erstaufnahmeeinrichtung in unserem Zuhause ein Risiko ist, dass KEINER einschätzen kann (Sie etwa?), u.a. auch aus den von Ihnen angebrachten Zweifeln zu den unwürdigen langwierigen Verfahren mit den Flüchtlingen.

    – Emotional sollen wir uns möglichst nicht äußern, dann haben wir was gegen Flüchtlinge,
    – pragmatische Bedenken anbringen – dann sind wir nur Kapitalisten
    – andere Einrichtungen (Chemnitz,Schneeberg) als Vergleich heranziehen – dann sind wir Panikmacher;
    – rational geäußerte Bedenken im Sinne der Flüchtlinge – in Ihren Augen heuchlerisch
    – konkrete Befürchtungen zu Infrastrukur und Integration – weggewischt weil einfach zu klären

    Dann wäre jetzt ein Tipp angebracht, wie wir mit der auf uns zukommenden Situation aus Ihrer Sicht umgehen sollen.

    Viele Grüße – und schauen Sie doch mal im Kamillenweg vorbei – wenn´s auch nur bei Google ist

  14. Sylvia

    Hallo Frau Nagel, danke für die schnelle Antwort. Auch ich teile die Einschätzung von Fr. Fichtner, daß sich die örtlichen Gegebenheiten zwischen BWK und Max-Liebermann-Str. nicht gering unterscheiden. Von den räumlichen Unterschieden kann ich nicht sprechen, da ich die Unterbringung in der Max-L.-Str. nicht beurteilen kann. Ich habe keine Angst vor den Flüchtlingen, die hierher kommen, sondern vor den Zuständen, denen sie ausgesetzt sind.Gerade durch unseren Bekannten wissen wir, daß diese Menschen jetzt schon aus Platznot zusammengepfercht leben müssen. Demzufolge werden sie hoffen, hier bessere Unterbringungs- und Beschäftigungsbedingungen vorzufinden. Aber dazu gibt es ja mit Sicherheit ausreichende Antworten von den verantwortlichen Personen. Wenn Sie uns sagen können, wo bei so einer großen Anzahl untergebrachter Flüchtlinge ein gutes und für alle Beteiligten zufriedenstellendes Miteinander gelebt wird, wäre das für eine Vielzahl schon weitaus beruhigender. Leider sind aus Presse und Berichten von Personen, die berufsbedingt in solchen Einrichtungen tätig sind, gegenteilige Erfahrungen bekannt. Dies lässt vermuten, daß eher die „Auflagen“ erfüllt werden.

  15. Thomas Hoffmann

    Guten Abend Frau Nagel,
    hier meldet sich wieder der ältere Linke. Wir setzen uns doch für eine bessere Gesellschaft ein. Dann bitte ich auch die Banken an ihre Solidarität zu erinnern. Oder gehören die nicht zur Gesellschaft? Haben nicht gerade die Banken viel Solidarität in Zeiten der akuten Finanzkrise erfahren. Hier könnten Sie Flagge zeigen. Zum Beispiel für die Erarbeitung eines Gesetzes, was Banken verbietet Grundstücke und Häuser in Ihrem Wert herunterzustufen. Wieso überhaupt? Weil der Marktwert angeblich singt, wenn dieses Vorgehen beendet wird, verschwinden schon einige Vorbehalte und Befürchtungen, dies wäre doch ein echter Auftrag für Sie, oder? Wenn dieses Szenario hier im Umfeld vom Bundeswehrkrankenhaus eintritt, wird es mit Integration ganz, ganz schwer, wir sind in Deutschland und es werden immer Schuldige gesucht, nur leider meist die Falschen. Die traumatisierten Flüchtlinge können nicht dafür. Diese Gesellschaftspolitik betreiben die Banken und diese Marktpolitik wir von den politisch Verantwortlichen geduldet oder sogar unterstützt. Weil so eine 60.000,- bis 80.000,- Spende aufgezwungen zubekommen, da haben viele schwer zu verdauen, zumal dies ein Teil der Altersvorsorge ist , die ja bekanntlich von der Gesellschaft gefordert wird. Mit solidarischem Gruß T.H.

  16. Jule Nagel Artikelautor

    Hallo Herr Hoffmann,

    leider sind unter den linken Aktiven in Leipzig Connewitz die wenigsten bis keine ImmobilienbesitzerInnen.
    Überlegen sie doch mal. Die Lösung ist doch nicht, dass Menschen in ihre Wohnungen Asylsuchende aufnehmen, sondern, dass es Wohnraum für Asylsuchende gibt. Zunächst wenn diese ankommen in GEmeinschaftsunterkünften und dann schnell in Wohnungen. Seien sie sich sicher, dass linke Menschen mehr Kontakte zu MigrantInnen pflegen und Unterstützung leisten, als die, die jetzt solchen Popanz aufbauen.
    Btw wird im Süden auf Antrag der LINKEN der Standort Dölitzer Straße für 60-70 Plätze doch in Betrieb genommen. ausserdem soll eine Unterkunft für max 200 Menschen in Connewitz gebaut werden.
    Sicher geben aber antirassistisch engagierte gern Support bei der Unterstützung von Asylsuchenden in Wiederitzsch, wenn es so kommen wird.
    Und zur anderen Anregung: alles schön und gut. Aber woher nehmen sie die Behauptung, dass Grundstückspreise sinken. Wo ist auch nur ein Beleg dafür, ein Beispiel? Handelt es sich nicht eher um eine irrationale Angst, die immer wieder unhinterfragt kolpotiert wird? Bez den Bankhypotheken: das regeln mglweise ihre individuellen Verträge/ Kreditvereinbarungen.

  17. Jule Nagel Artikelautor

    PS. auch noch an Michael:
    waren sie schon mal in Connewitz? Oder lesen sie nur schlechte Presse? Dann seien sie gern eingeladen.
    Und haben sie sich schon mal mit der Asylgesetzgebung und den Regularien zur Unterbringung von asylsuchenden auseinandergesetzt? Haben sie schon mal überlegt, dass Menschen Raum für PRivatsphäre brauchen (zb ein Zimmer, was in den meisten Gemeinschaftsunterkünften nicht gewährleistet ist, in Zimmer bei Privatpersonen einquartiert aber erst recht nicht). vielleicht erstmal nachdenken, bevor solche absurden und recht langweiligen Gedanken rausgehauen werden.

  18. Thomas Hoffmann

    Guten Tag Frau Nagel,
    schade, genau das, ist das Problem der Linken, immer wieder. Und deshalb sinkt auch die Akzeptanz (siehe die letzten Wahlen), weil Politik ohne die Bürger gemacht wird.Wir lassen mal Wiedritzsch außen vor, weil alles eine Frage der Perspektive ist und solange du nicht bereit bist auch nur ansatzweise, dich mit der sichtweise der anderen zu befassen sind weiter kooperative Überlegungen nicht fruchtbringend. Es gehört schon Größe und Reife dazu.Nur noch eins, ich habe die Befürchtung die Linke macht sich zum Lakaien oder sagen wir, zur Blockflöte der Mächtigen in Politik und Wirtschaft,weil neben der aktiven Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge noch die Lösung der Demografie und des Fachkräftemangels vorangetrieben wird.Schwierig wird es,wenn Politik, egal in welcher Form auch immer, an einem Großteil der Bevölkerung vorbei gemacht wird. Siehe Politikverdrossenheit und Radikalisierung der Rechten mit den Hooligans. Im Nachfolgendem erlaube ich mir Juliane meinen offenen Brief anzuhängen der offenkundig Kooperationsbereitschaft signalisiert, die ja bekanntlich mit fruchtbringender Kommunikation möglich ist. Noch eine Bitte an dich. Ist es dir möglich etwas in Erfahrung zubringen über die Liste der 20 zu prüfenden oder geprüften Objekte von Erstaufnahmeeinrichtungen hier in Leipzig zu erfahren. Vielen Dank! Mit solidarischem Gruß Thomas H.

    (Diese Schreiben habe ich in Wiedritzsch persönlich verteilt und an die LVZ geschickt)

    Offener Brief: Pro gutgeführte Flüchtlingsunterbringung, Kontra Erstaufnahmelager!

    Aus aktuellem Anlass, siehe LVZ vom 18./19.10.14, S.17 (Bürgerbündnis zeigt Moschee-Gegner an )
    Liebe Wiederitzscher Anwohner und Bürger!
    Bevor wir uns am Montag 18:00 Uhr auf dem Hugo-Krone-Platz treffen und unseren Unmut sowie unser Unverständnis über das Versagen der meisten politischen Vertreter und deren Informationsverhalten äußern, möchte ich einen neuen Aspekt (Vorschlag) einbringen, der zur sachlichen Diskussion anregen soll.
    Ich glaube, ich spreche nach vielen Begegnungen nicht nur für mich, sondern auch für zahlreiche andere Wiederitzscher.
    Wir sind nicht gegen Flüchtlinge aus terrorisierten Regionen dieser Welt: insbesondere von gezeichneten und traumatisierten Familien aus Syrien oder dem Nordirak, die vor radikaler Kriegsführung des Islamischen Staates (IS) fliehend ihre Heimat verlassen mussten.
    Mein Vorschlag: Ich möchte kein Erstaufnahmelager im Bundeswehrkrankenhaus Wiederitzsch mit den verschiedenen religiösen Anschauungen und verfeindeten ethnischen Gruppen, wo Toleranz, trotz gleichen Schicksals, nicht gegeben ist.
    Ich sage Ja zur Hilfe für geflüchtete Familien aus Syrien und dem Nordirak:
    Einer Flüchtlingsunterbringung mit z.B. 80 Flüchtlingsfamilien, die ordentlich betreut werden; mit Spiel- und Sportplatz für Kinder; Deutschkurse im Objekt; mit Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf; mit Arzt, psychologischer Betreuung und Sozialarbeit; mit verbesserter Verkehrsanbindung ; ordentliche Müllberäumung; mit einem praktikablen Sicherheitskonzept sowie einem Ansprechpartner von Stadt oder Land vor Ort, der sich bei Problemstellungen als Mediator der Sorgen und Nöte der Anwohner annimmt und schlichtend bzw. vermittelnd wirkt.
    Meine Familie ist gern bereit, hier eine Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie zu übernehmen. So könnten wir Unterstützung geben im Alltagsdeutsch, beim Ausfüllen von Behördenformularen, uns über Kulturen austauschen und wirkliche Integration leben.
    Liebe Wiederitzscher Anwohner und Bürger, ich finde, dies ist gelebte Unterstützung, Solidarität und Nächstenliebe durch aktives Handeln.
    Ich bitte um sachliche Meinungsäußerung und eröffne somit die Diskussion im Forum Wiederitzsch-im- Blick de.
    Thomas Hoffmann
    L.-Wiederitzsch

  19. Sylvia

    Hallo Thomas, die Idee mit der Patenschaft finde ich sehr praktikabel, lobenswert und sicher auch für etliche andere Wiederitzscher durchführbar!

    Frau Nagel, an Sie die Frage: An wen kann man sich wenden bei Kleider- oder Spielzeugspenden? Wendet man sich in dem Fall direkt an die Asyleinrichtungen oder gibt es zentrale Anlaufstellen?

    Vielen Grüße
    Sylvia

  20. Dirk Neumann

    Hallo Sylvia,

    Das ist ein der Fragen, die dem Innenministerium seit zwei Wochen zur Prüfung/Umsetzung/Beantwortung vorliegen. In Karlsruhe wurde dies von den Bürgern organisiert, in Chemnitz wir ein Zutritt nicht erlaubt – es gibt hier seitens der Länder und der Politik keine professionelle und organisierte Vorgehensweise…. Dies ist ja einer der Gründe für Grüs übt der IG-Wiederitzsch – damit außer Reden auch mal was passiert :)

  21. Jule Artikelautor

    Hallo Sylvia.

    Spenden entweder direkt bei den Einrichtungen oder in der Riebeckstraße, dort ist eine Sammelstelle.

    Hier die Übersicht, vielleicht finden Sie eine in ihrer Nähe. Und danke!

    – Grünau: Liliensteinstraße 15a
    – Heiterblick: Torgauer Straße 290
    – Reudnitz: Riebeckstraße 63
    – Eutritzsch: Eythstraße 17
    – Lindenau: Georg-Schwarz-Straße 31
    – Gohlis: Georg-Schumann-Straße 121
    – Plagwitz: Markranstädter Straße 16/18
    – Wahren: Pittlerstraße 5/7
    (ab 2015 Blücherstr 47/47 a
    ab 2015 Stöckelstraße 62)

    ab November/ Dezember:
    – Notunterkunft Zschortauer 44-46, Eutritzsch
    – Notunterkunft Riesaer Str 100, Paunsdorf
    – Notunterkunft Johannisgasse 26, Zentrum

  22. Matthias Rabe

    Sehr geehrte Frau Nagel,

    ich habe diese Seite verfolgt und warte immer noch auf das Ergebnis Ihrer Anfrage. Wie ist hier der Stand?

    Grüße
    M. Rabe

  23. Peter Scholz

    Als ehemaliger Wiederitzscher der vor der Wende die ehem.DDR verlassen hat,sehe hin und wieder immer mal in die LVZ (online)um mich zu informieren.“Wir im Westen“ haben es täglich vor Augen was es heisst Asylanten,Emigranten,Wirtschaftsflüchtlingen oder wie auch immer eine Bleibe zu geben.Ich kann nur jedem raten nicht blauäugig zu sein wenn es um die Anzahl der Zuwanderer geht,es wird sich wie von Geisterhand über Nacht die Anzahl verdoppeln wenn nicht sogar verdreifachen.Keiner der Anwohner wird ab da auch nur eine einzige ruhige Nacht haben.Ich bin mal gespannt wie sich das in Wiederitzsch weiter entwickeln wird.Wir hier im Westen haben die Nase gestrichen voll ….

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