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NPD-Demonstration gegen Asylnotunterkunft am 7.12. in Leipzig-Schönefeld – Drohgebärde gegen ankommende Flüchtlinge

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Für Samstag, 7.12.2013 hat sich die NPD ein weiteres Mal in kurzer Zeit und diesmal mit einer Demonstration in Leipzig angesagt. Ab Stannebeinplatz in Schönfeld will die Nazipartei gemeinsam mit einer ominösen „Elterninitiative“ an diesem Tag ab 12 Uhr unter dem Motto „Kinderschutz vor Asylrecht“ aufmarschieren. Update: Hard facts zum Protest am 7.12.2012

Hintergrund der Versammlung ist eine von der Stadt Leipzig geplante Notunterkunft für Asylsuchende, die in der unweit des Kundgebungsortes gelegenen ehemaligen Fechner-Schule in der Löbauerstraße für maximal 4 Monate eingerichtet werden soll. Am 4.12. werden die ersten Flüchtlinge erwartet.

„Das Vorgehen der NPD ist unsäglich und menschenverachtend. Die Partei schürt offensiv Hass gegen Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und anderen Notlagen aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten. Dass die Kundgebung drei Tage nach dem Einzug der ersten asylsuchenden Menschen stattfindet, kann nur als Drohgebärde bezeichnet werden.“ so Juliane Nagel, Stadträtin in Leipzig.

Bereits am 18.11.2013 veranstaltete die NPD eine rassistische Kundgebung direkt an der besagten Schule und zog Protest von über 500 Menschen auf sich.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Stadt am 25.11.2013 schürte sie zudem lauthals Hass und versuchte Menschen, die sich solidarisch mit Asylsuchenden erklären, einzuschüchtern.

„Die NPD macht Politik auf dem Rücken von schutzsuchenden Menschen, auch von Kindern. Denn auch in der Fechner-Schule werden Kinder wohnen, denen Schutz genauso zusteht wie in Deutschland geborenen Kindern.

Ich bin davon überzeugt, dass viele AnwohnerInnen ihre Ängste und Sorgen überwinden, sich den ankommenden Asylsuchenden öffnen und der NPD nicht nur am 7.12. eine klare Absage erteilen werden.“

Hard facts zum Protest am 7.12.2013 (Quelle: Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz)

Wir rufen dazu auf sich den Nazis am 7.​12.​2013 mit Mit­teln des zi­vi­len Um­ge­hor­sams zu wi­der­set­zen. Ziel muss es sein ihnen den Weg ab­zu­schnei­den, bevor sie in die Nähe der Not­un­ter­kunft ge­lan­gen! Wir dür­fen nicht zu­las­sen, dass sie ihre ras­sis­ti­sche Pro­pa­gan­da auch nur an­nä­hernd in der Nähe der Asyl­un­ter­kunft ver­brei­ten. So­li­da­risch und ge­walt­frei!

* Als An­lauf­punkt fun­giert an die­sem Sams­tag die Kund­ge­bung der Will­kom­mens­in­itia­ti­ve Schö­ne­feld, die ab 11 Uhr in der Löb­au­er Stra­ße Ecke Volks­gar­ten­stra­ße statt­fin­den wird.

* Die An­rei­se kann ge­mein­sam mit der Stra­ßen­bahn 3 er­fol­gen, Treff: 10:20 Uhr Hal­te­stel­le Go­er­del­er­ring (Ab­fahrt 10:33 Uhr) / 10:30 Uhr Tor­gau­er Platz (Ab­fahrt 10:45 Uhr)

* In­for­ma­tio­nen gibt es am 7.​12.​13 u.a. via Twit­ter @platz­neh­men/ #platz­neh­men
sowie Twit­ter: @re­fu­gee­s­wl­cm_­le und WAP: Demoticker.​org

* Au­ßer­dem ist der Er­mitt­lungs­aus­schuss ge­schal­ten: (EA)-​Num­mer: 0341 – 2119313

Hal­tet euch auf dem Lau­fen­den! Ge­mein­sam und so­li­da­risch gegen Ras­sis­mus! Re­fu­gees wel­co­me!

* zur Mo­bi­li­sie­rung des Bünd­nis­ses „Re­fu­gees wel­co­me“ hier kli­cken

7 Gedanken zu „NPD-Demonstration gegen Asylnotunterkunft am 7.12. in Leipzig-Schönefeld – Drohgebärde gegen ankommende Flüchtlinge

  1. Thoams

    Die NPD nutzt nur die Unfähigkeit der ethablierten Parteien aus.
    Wer hat denn die Gesetze beschlossen, auf Grund dessen Asylantenheime eingerichtet werden? Die NDP war das nicht. Das waren CDU, FDP, SPD, Grüne und Linkspartei.
    Mir ist die NPD zu extrem und zu aggressiv, aber die Aslypolitik halte ich für total verfehlt.
    Als normaler Bürger weiß man nicht, wo man sich anschließen soll. Die NPD ist das eine Extrem, die NPD-Gegner sind aber auch nur Extremisten mit fantischem Deutschlandhass.
    „Refugees Welcome“ ist genauso unsinnig
    wie „Ausländer raus“.

  2. Thomas

    Noch was: Die LVZ berichtete von dieser komischen Compakt-Veranstaltung in Schkeuditz.
    Egal was man von dem Veranstalter hält: Es ist völlig inakzeptabel die Teilnehmer so aggressiv zu belästigen oder gar die Veranstaltung zu stören. Das geht eindeutig zu weit!! :(

    Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, wo irgendwelche Demonstranten ihre persönliche Meinung zum Standart erheben und diese anderen Menschen aufzwingen. Dies ist eine Krankheit der Linken und damit werden sie von der Bevölkerung gehasst.

    Man kann nicht auf der einen Seite Humantät fordern und auf der anderen Seite andere Veranstaltungen stören, nur weil dessen Inhalte einem nicht in den Kram passen.

  3. Jule Beitragsautor

    @ Thomas,
    falsch.
    1. Heisst es nicht „Asylanten“. Dieser Begriff ist abwertend und wurde in den 1980ern vor allem von konservativen und Nazis geprägt.
    2. haben weder Linke noch Grünen den Bau von Gemeinschaftsunterkünften bzw solche Gesetze beschlossen. Das war ganz klar SPD und CDU (siehe hier: http://jule.linxxnet.de/index.php/2013/05/20-jahre-faktische-abschaffung-des-grundrechtes-auf-asyl-und-kein-ende/): DIE LINKE kämpft auch in Leipzig für das REcht für Asylsuchende in eigenen Wohnungen zu leben, Das dürfen sie nämlich laut Gesetzeslage nicht. Und wer macht die Gesetze in Bund und Land, na…?
    3. Die NPD-GegnerInnen kämpfen gegen eine antidemokratische, eine menschenfeindliche Ideologie. Genau die vertritt die NPD in aller Aggressivität. Wer Nazis und die, die für eine offene, vielfältige GEsellschaft stehen, gleich setzt, bei dem liegt doch was schief oder? Der Spruch „Refugees welcome“ steht für die Offenheit gegenüber Menschen die das humanitäre und in internationalen Verträgen festgeschriebene Recht auf Schutz und Zuflucht wahrnehmen wollen bzw müssen.
    Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber finden sie es ok, wenn Menschen bedroht werden, einzig und allein weil sie nicht aus Deutschland kommen? Dass sie qua Herkunft pauschal als kriminell, bedrohlich .. bezeichnet und bekämpft werden? Finden sie es ok, wenn Homosexualität als Krankheit bezeichnet wird… Auf schwache Gruppen, auf Menschen, die von Staat und einer Mehrheit ausgegrenzt werden, zu spucken und zu treten.. das geht ziemlich gut. Und das ist bitter.

    Dass solche Positionen in dieser Gesellschaft existieren, ist klar, aber genau dies fordert heraus, eine Gegenposition zu formulieren und ja, menschenrechtliche Standards, zb die Menschenwürde, zu verteidigen.

    Mir fällt eigentlich zu ihrer Position nur ein: wer schweigt, stimmt zu. Eine Gesellschaft ohne Widerspruch wird es nie geben.
    Eine Gesellschaft, in der Widerspruch verfolgt wurde und auch Menschenwürde mit Füßen getreten, gab es zwischen 1933 und 1945 schon mal.

  4. gegen ego

    Armes Deutschland. ..ich schäme mich zutiefst ! Gegen asylbewerberheim -Zum Schutz der Kinder… so ein puatsch…man sollte sie vor solchen Menschen wie euch schützen,ihr würdet scheinbar alles tun, um hass zu verbreiten !!!

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