37 Antworten

Rackwitzer Zustände – Ein Ausschnitt und ein Nachtrag

95173Am 14.9. fand in Rackwitz (Nordsachsen) eine antirassistische Demonstration statt. 200 Menschen beteiligten sich daran, während die BewohnerInnen des Ortes bis auf wenige Ausnahmen fern blieben. Die Aufrufe von Bürgermeister, GemeinderätInnen, Bürgerinitiative und LVZ zum Boykott der Demo dürften hier das ihre getan haben.

Ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und den Umgang mit Asylsuchenden zu setzen, das war für die überwiegende Mehrheit der BewohnerInnen der nordsächsischen Gemeinde nicht drin. Offensichtlich ebenso wenig wie einen kritischen Umgang mit den xenophoben Erhebungen einiger RackwitzerInnen gegen den Plan des Landkreises eine Unterkunft für Asylsuchende im Ort zu errichten, zu finden. Wie sich vor diesem Hintergrund ein differenziertes Bild über die Meinung(sbildung)en im Ort herstellen soll, ist ein Rätsel. Im Gegenteil erhärtet sich das Bild von relativer Homogenität.
Am Freitag, 13.9. allerdings vollzogen sich Ereignisse, die mich selbst nach massiven Anfeindungen aus Rackwitz (LINK) und einer wahrlichen Hetzkampagne der LVZ (LINK 1 und 2) sprachlos machten. Die BürgerInneninitiative Rackwitz 2.0 – eigens gegründet um gegen die Asylunterkunft vorzugehen – hatte nicht nur in der LVZ ihre Lüge verbreiten können, dass sie mit den OrganisatorInnen der antirassistischen Demo Kontakt aufgenommen hätte, um diese zur Absage ihrer Veranstaltung zu bewegen. Sie hatte sich offensichtlich tatsächlich mit der NPD ins Benehmen gesetzt, so dass diese ihre Kundgebung gegen Asylsuchende absagte.

Am Vo348535rmittag des 13.9. informierte mich das Landratsamtes Nordsachsen über diese neuen Rahmenbedingungen. Wenige Minuten später signalisierte ich, dass die Demo vor diesem Hintergrund die ursprünglich angemeldete Route am Rathaus vorbei nehmen wolle (dies war durch die Erstanmeldung der NPD an jener Stelle eigentlich nicht möglich gewesen). Es dauerte wiederum nur wenige Minuten bis die BürgerInneninitiative Rackwitz 2.0 via Facebook bekundete: „Mit Stolz möchten wir an dieser Stelle verkünden das unsere politischen Gespräche, wenigstens zum Teil, Erfolg hatten. Die Nordsächsische NPD bestätigt, dass sie aus Respekt gegenüber den Rackwitzern ihren für Sonnabend geplanten Infotisch heute abgemeldet hat. Leider war der Linke Flügel nicht so kooperationsbereit, sie halten an ihrer Kundgebung weiterhin fest.“
Es drängt sich die Frage auf woher die BI so schnell über die Demopläne erfahren hat. Ist es verschwörungstheoretisch von einem kurzen und freundschaftlichen Draht zwischen Landratsamt und BürgerInneninitiative und BürgerInneninitiative und NPD auszugehen? Eine Verbindung, die offensichtlich von der LVZ Delitzsch/ Eilenburg und ihrem Chefredakteur befeuert wird. Denn diese(r) stellte AntirassistInnen und RassistInnen nicht nur mit übelstem Vokabular („brauner und roter Abschaum“) auf eine Stufe, sondern übernahm auch noch unhinterfragt die von der BI in die Welt gesetzte Mär von Kommunikationsversuchen zu den VeranstalterInnen der antirassistischen Demonstration.

Es geht in Rackwitz ganz offensichtlich vor allem um die Bewahrung von Homogenität und (falschem) Frieden. Asylsuchende und AntirassistInnen stören diese bittere Harmonie. Der Demonstration wurde dies am 14.9. sehr gut vorgeführt: heruntergelassene Fensterläden, mit Naziaufklebern, NPD-Plakaten und Anti-Asyl-Unterkunft-Aufklebern aus der „bürgerlichen Mitte“ zeichneten ein gespenstisches Bild.r1

Mir geht es darum für ein offene, solidarische und demokratische Gesellschaft zu streiten. Ob die antirassistische Demonstration dafür ein adäquates Mittel war, ist möglicherweise sicherlich streitbar. Fakt ist, dass es den bundesweiten Tendenzen zunehmender hasserfüllter Stimmungsmache gegen Geflüchtete, in die Rackwitz sich einordnet, entgegenzutreten gilt.

Nachtrag (15.9.):

Die von verschiedenen Seiten herangetragene solidarische Kritik am Auftreten der Demonstration nehme ich sehr ernst. Als Fehler würde ich sie an sich an und für sich nicht bezeichnen. Die Gründe dafür sind oben nachzulesen. Nun muss es allerdings darum gehen Bemühungen anzustrengen der möglicherweise in der Gemeinde Rackwitz ankommenden kleineren Zahl von geflüchteten Menschen menschenwürdige Bedingungen zu schaffen und Menschen, die diesem Ansinnen offen gegenüber stehen den Rücken zu stärken.

Nachlesen/ hören:

Appell „Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende entgegentreten!“
Pressemitteilung: Antirassistische Demonstration in Rackwitz (14.9.13)/ Demobilder PM Cheung/ Demobilder Thomas Rassloff
Interview: Rackwitz: Pogrome verhindern, bevor sie passieren! (13.9.13)
– Rackwitzer Gemeinschaft rückt zusammen – NPD gliedert sich ein und sagt Kundgebung ab. Wiederholt falsche Behauptungen in der LVZ und von BürgerInneninitiative (13.9.13)

37 Gedanken zu „Rackwitzer Zustände – Ein Ausschnitt und ein Nachtrag

  1. Rackwitz2.0

    NPD hat Freitag früh Flyer in Rackwitz verteilt! Daher wussten ALLE (nicht nur die BI) von der Demoabsage! Information ist ein hohes Gut!

  2. Sebastian Berger

    Wer verbreitet hier denn Lügen? 200 Menschen? Das ich nicht lache. Maximal 80 von euch machten den letzten schönen sonnigen Tag im Jahr in Rackwitz zu Nichte. Und für was? ? Für nix. Weil eine Stadträtin gegen eine Gemeinde hetzt. Und das Pack aus connewitz ihr folgt. Es wurde vermummte demonstranten befragt was sie in rackwitz wollen, worum es bei dieser lächerlichen Demo geht???!!! Kein der befragten konnte vernünftig argumentieren wieso weshalb und worum es ging. Bleibt das nschstenächste mslmal lieblieber zuhause.

  3. Terrie

    Ach vermummte waren auch da? warum wurden die nicht inhaftiert? gesetzestext dazu: „Das Vermummungsverbot untersagt den Teilnehmern von Demonstrationen, ihr Gesicht zu verdecken oder Gegenstände mitzuführen, die dazu bestimmt sind, das Gesicht zu verdecken und damit die Feststellung der Identität zu verhindern, beispielsweise Sturmhauben. Ein Vermummungsverbot besteht unter anderem in Deutschland, Österreich und in einigen Kantonen der Schweiz. Neben dem Vermummungsverbot gibt es in Deutschland auch ein Uniformverbot und ein Verbot von so genannten Schutzwaffen, wie Hockeyrüstungen oder Helmen.“

  4. Jule Beitragsautor

    @ Rackwitz 2.0. – es geht nicht darum, DASS Leute über NPD Absage bescheid wussten, es geht darum, dass mit der NPD ihrerseits „Politische GEspräche“ geführt wurden. Und nicht nur das: sie lügen schamlos was den Kontakt zu uns betrifft. Aber das passt alles sehr gut zusammen. Gut, dass wir zumindest eine handvoll Leute getroffen haben, die sich von ihnen distanzieren wollen. Immerhin das.
    80 vs. 200 Menschen. Aus der Ferne sieht mensch eben nicht so gut, Herr Berger, Scheffler oder werauch immer.

    @ JN Leipzig/ Alexander Kurth & L.R. – Kommentare werden aus Gründen nicht freigeschalten.

  5. Terrie

    Sie müssen bei den 200 Mann die Polizisten abziehen. Da waren ja viele da. Mich würde mal interessieren, was die gekostet haben.

  6. Terrie

    Sie müssen bei der Zählung die Polizisten abziehen. Waren ja viele da. Was wird dieser Einsatz wohl gekostet haben?

  7. Rackwitzer Bürger

    @jule

    Würde mich auch nicht wundern, wenn die BI keinen Kontakt zu Ihnen aufgenommen hat. Schließlich waren SIE allein diejenige die mit Ihrem Beitrag zu Rackwitz („Bürgermob“,“es wird sich lohnen nach Rackwitz zu fahren“,“rassistische Stimmung“,etc.) die Hetzkampagne auf unsere Gemeinde eröffnet hat!!!

    Lassen Sie es gut sein,bleiben Sie in Connewitz und kommen Sie nie mehr wieder!!!

  8. Jule Beitragsautor

    @ Rackwitzer Bürger.
    Es ist gut, dass ich nicht die einzige war und bin, die über den Tellerrand schaut und sich Sorgen macht, wenn sich die Stimmung negativ auflädt, gegen Asylsuchende. Leipzig ist einen Katzensprung von Rackwitz entfernt, und im vergangenen Jahr hatten wir diesselbe Entwicklung. Dass ich oder andere nicht wiederkommen, kann ich nicht versprechen.

    Wenn ich nicht geschrieben hätte, hätten sich andere zu Wort gemeldet. Nehmen Sie ihren Fokus mal ein bisschen weg. Menschen, die sich für eine solidarische, diskriminierungsfreie GEsellschaft engagieren, sind viel selbstbestimmter als sie hier systematisch darzustellen versuchen. Aber scheinbar brauchen sie einfach einen Sündenbock?

    Zur BI: fragen sie diese doch mal ob und wie sie Kontakt zu uns aufgenommen haben will, warum sie es nötig hat eine solche Lüge zu verbreiten. Und warum sie auf meine Mail, in der ich um eine Einladung zur Darstellung der Situation aus ihrer Sicht keine Antwort bekam.

    Welche Ängste verbinden Sie denn mit einer Unterkunft für Asylsuchende in Rackwitz? Das würde mich wirklich interessieren.

  9. Das bißchen Totschlag...

    Das Satiremagazin Titanic bringt es auf den Punkt:

    „Es geht um 120 arme Schweine, die in einem leerstehenden Lehrlingswohnheim, das unnütz in der Gegend herumsteht, untergebracht werden sollen, bundesweit um vielleicht 80 000 Asylsuchende (= 1 Promill der Gesamtbevölkerung), deren Anträge ohnehin meist abgelehnt werden und die bis dahin in ihren Unterkünften nicht mehr dürfen als vergammeln, weil arbeiten verboten ist und Residenzpflicht herrscht. Für den deutschen Spießbürger geht es auch nicht darum, daß er Kleider spenden müßte, Suppe ausschenken oder Flüchtlingskindern das schlechte Deutsch beibringen, in dem er seinem Haß holpernd Ausdruck verleiht, nein: Er muß sie bloß dulden, hinnehmen, akzeptieren. Nicht einmal das, diese Schwundstufe von Solidarität, ist drin: „… Bürger in Rackwitz … haben ein Flugblatt verteilt: Durch Ausländer werde das Bildungsniveau an ihrer Schule gesenkt. Die Kriminalität werde steigen. Und auf dem Weg zur Bürgerversammlung sagte eine Frau, es werde schon darüber geredet, das Problem zu lösen. Entweder das Haus werde jetzt abgefackelt oder später – dann, wenn es bewohnt ist.““

    http://www.titanic-magazin.de/news/gaertners-kritisches-sonntagsfruehstueck-auslaender-raus-5949/

  10. Terrie

    Mich würde mal das persönliche Engagement der Leute, die sich ja so sehr für die Belange der Flüchtlinge einsetzen, interessieren. Ich meine Solidarität bekunden und 80 Mann für eine Demo zusammentrommeln kann ja nun, mit Verlaub, jeder. Sind sie in Hilfsorganisationen aktiv, sammeln sie Geld? Mieten die LKW an um Hilfsgüter in Krisenregionen zu bringen, wie es andere mutige Unternehmer, Ärzte oder Helfer tun? Haben sie wenigstens ein jahreslos der Aktion Mensch? Warum rufen sie ihre „fans“ nicht jedes jahr vor weihnachten dazu auf, sich an dieser aktion „weihnachten im schuhkarton“ zu beteiligen, wo schul- und Spielsachen für kinder in krisenregionen gesammelt werden und von besagten mutigen leuten dort hingebracht werdem? Ach ich vergaß, dass ist ja eine Aktion der Kirche und mit der wollen sie ja sicher nix zu tun haben. alles so humanistesche dinge, die so einfach sind. Und die frage geht an alle, die hier schlau daher reden und ach so betroffen sind. Unter anderem dieser Autor der Titanic, der ja offenbar die Umstände genau kennt oder weiß, wo und wieviele Immobilien wohl nutzlos in der Gegend rumstehen. Aber solche Sachen, wie ich sie aufzählte, zeugen sicher von einem sehr einfachen Weltbild und dienen ja ihrer Sache nicht.

  11. jojo

    Hallo Terrie,

    Ich lese aus deinem Beitrag heraus, dass du es durchaus gut und richtig findest, Menschen in Not Solidarität zukommen zu lassen. Ich verstehe allerdings nicht, wieso es dir schwerfällt das Engagement der 80/200 (wievieler auch immer) zu verstehen oder zu akzeptieren. Diese Menschen setzen sich dafür ein, dass es für Notleidende weitergeht.
    Namentlich:

    – Aufnahme in Deutschland (wir möchten, dass es leichter für sie wird Asyl zu erhalten bzw. nach Europa zu gelangen)

    – bessere Lebensbedingungen in Deutschland, institutionell (Abschaffung der Residenzpflicht, Arbeitserlaubnis etc. pp.)

    – bessere Lebensbedingungen, gesellschaftlich (keine Belästigung, Stigmatisierung und Bedrohung durch Nazis und „Bürger“)

    Ist das weniger ehrenwert als ein Los der Aktion Mensch?
    Warum ist das für dich ein qualitativer Unterschied? Wo wir doch wohl das selbe Ziel haben, Menschen in Not zu helfen?

  12. Neutraler

    @ jule: keine Ahnung ob sie an dem Samstag selbst dabei waren, aber haben sie sich mal mit den Ausrufen der Demonstranten auseinander gesetzt?
    Ausrufe wie:“Rackwitz ist ein Nazinest“ und „hier wohnen nur Nazis“ ist nicht nur für die Bürger diskriminierend, sondern auch sehr beschämend und niveaulos für ihre „Partei“.
    Mag sein das bei diesem Thema einiges falsch gelaufen ist, aber gleich alle Einwohner über einen Kamm zu scheren, zeugt auch nicht gerade von hoher Intelligenz.
    Sie verlangen von den Bürgern, den Fokus anders zu setzen, oder die „Rackwitz-Brille“ abzunehmen, dann sollten auch sie die Diskusion mal unparteiisch betrachten. Vorher sollte man sich auch von Ihrer Seite aus besser informieren. Bei dem Gefolge was sie haben, hätten sie wissen müssen was sie mit ihren Aufrufen bewirken…

  13. Terrie

    Hallo Jule ,
    Erstmal danke für die Antwort und ich finde es erstmal gut, dass sie diesen kommentar nicht als doof oder rassistisch zurückgewiesen haben. Ihre fragen werde ich gern beantworten.
    Ja, ich finde es ehrenwerter zu spenden oder was zu organisieren wie z.b. Hilfslieferungen. Warum? Es bringt keinen Ärger und kostet den Steuerzahler nichts. Ich finde es befremdlich mit welchen Mitteln sie versuchen sich irgendwie Gehör zu verschaffen. Nämlich indem sie Angst verbreiten und dies führt zu Ablehnung. Was würde ihre Oma denken, wenn schwarz gekleidete, vermummte durch ihr Dorf ziehen und sie mir Parolen beleidigen, welche mit Vollgas unter die Gürtellinie gehen? Würde sie denken, dass sind aber nette Leute und sie treten für eine gute Sache ein? Ich bitte sie! Ältere Bewohner und Kinder könnten glaub ich nicht mal unterscheiden, welche Seite da grad aufgelaufen ist.
    Zweitens fordern sie Dinge, die ja eigentlich völlig unnötig sind. Jeder Krieg ist ja irgendwann mal vorbei ( jeder bis jetzt zumindest). Dann gibt es ja theoretisch nichts mehr, wovor man fliehen muss. Und wieviel Prozent der „Flüchtlinge“ kehrt dann in ihre Heimat zurück?? Ich weiss es nicht aber ich Denk mal nicht viele?
    Drittens hat die BI die Argumente gegen das Wohnheim hervorgebracht. Ausländerfeindlichkeit war nicht unter den gründen. Und keine Sorge: wir hätten uns genauso gegen andere geheime Entscheidungen des Bürgermeisters gewehrt.

  14. Pingback: Blog zu Geschehnissen in Rackwitz | Netzwerk Naunhof

  15. rackwitz2.0

    @jule: Die Lüge war nötig um die Demoveranstalter mal auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Wir sind Rassisten die sich hinter vermeintlich sachlichen Argumenten verstecken? Das ist genauso erstunken und erlogen.
    So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch zurück.
    Die Lüge der Veranstalter war nötig um genug Antifa zu mobilisieren. Unsere, damit sie nicht willkommen waren.
    Wir haben uns als BI nichts vorzuwerfen. Haben niemanden direkt beleidigt, keinen Rackwitzer am Sonnabend in seiner Mittagsruhe gestört (13:00-15:00) und vorallem haben wir uns noch nie gegen Asylbewerber ausgesprochen.

    Aber egal, hier kann man sich ja eh die Finger wundtippen. Rackwitzer=Rassist, diese Gleichung wurde ja sowieso schon in Stein gemeißelt.

  16. 0.0

    Schon der erste Aufruf im Postkasten war klar fremdenfeindlich (wenn ihr nicht Rassisten genannt werden wollt, dann ist es aber das): Indem er eine diffuse Angst im Zusammenhang mit der Grundschule nährte. Er war nur clever genug formuliert, diese nicht explizit auszusprechen. Das macht es nicht besser. Und der Mitschnitt der „gestürmten“ Gemeinderatssitzung und die Kommentare, die sich hier oder bei der LVZ finden, sprechen Bände.
    Übrigens: Ein voran gestelltes „aber wir haben doch ja gar nichts gegen“ entkräftet eben noch kein Vorurteil, auch wenn man vorgibt, human zu sein. Als ob die Konzentration wirklich das Problem wäre oder Rackwitz nie ein rechtes Problem hatte (Stichwort: Jugendclub). Sich hier die Sache wieder schön zu reden, passt da ins Bild: Eine Lüge ist nie nötig, das ist ein albernes Argument. Lächerlich. Und die Übernahme in der LVZ beschämend. Mittagsruhe und Grundstückspreise ebenso, wenn es um das Leben von Menschen geht. Und damit seid nicht ihr „Bürger 2.0“ gemeint. Euch geht es verglichen gut. Sogar sehr gut, so dass ihr euch den Kopf zerbrechen könnt, über Leute die noch nicht einmal da sind, die ihr nicht kennt, aber über die ihr eure Meinung schon abgeschlossen habt.
    Ihr wisst ja schon alles, da kann man ja auch mal lügen. Für die Sache. Unsinn. Es zeigt eher eure Dialogbereitschaft, die keine ist, genau wie anonym die Hatz auf Personen (den Bürgermeister eingeschlossen) zu eröffnen. Das ist kein demokratischer Weg, liebe Bürger, mit Trillerpfeifen den Sitzungssaal zu stürmen, den sonst und bis dahin keiner interessiert – das ist dummdreiste Selbstermächtigung, die sich mit keinem anderen solidarisiert als sich selbst.
    Wenn dafür erst Menschen von außerhalb kommen müssen, um euch zu sagen, was hier grad passiert, dann bin ich um jeden froh, der das tut – und eben nicht duldet, dass es eben auch, neben der Unzufriedenheit mit dem Bürgermeister, eine rassistische Tendenz gab und gibt. Das macht nicht ganz Rackwitz als Dorf zu Rassisten, aber wie auf die braunen Untertöne reagiert wurde, zeugt nun gar nicht von einem souveränen Umgang – sondern eher von Akzeptanz. Totschweigen und der Beißreflex gegen ein angeblich extremistische linke Lager sind genau der Boden, auf dem sich die NSU über Jahre hinweg unerkannt bewegen konnte.

  17. Terrie

    Um mal hier Klarheit zu schaffen: es gab in rackwitz weder ausländerfeindliche Taten noch eine terroristische Aktivität ( Stichwort NSU) sondern ein bürgerbegehren wie es sie wohl Tausende jährlich in Deutschland gibt. Würde die Linke bei jedem so ein Theater veranstalten, dann käme man vor lauter demonstrieren ja gar nicht mehr zum arbeiten.
    Thema Jugendclub : gibt es in unserer „Stadt“ nicht einen einzigen. Kein Geld da- soviel dazu.
    Thema Grundstückspreise: die bestimmen ja leider nicht die Einwohner sondern wohl der Markt. Und da wären wir bei dem Problem. Asylanten aufnehmen will ja jeder angeblich. Neben einem solchen Heim wohnen komischerweise niemand. Seltsam oder? Das gleiche haben übrigens die Armen Atomkraftwerke auch gegen die sie immer so Sturm laufen. Aber man braucht doch Strom, um mit dem Zug zur Demo zu fahren. Oder? Sollen erstmal alle vor ihrer eigenen Haustür kehren und überlegen, bevor hier ein Dorf und dessen Bewohner diffamiert werden.

  18. 0.0

    Wer nur immer vor der eigenen Haustür kehrt, merkt vielleicht am Ende nicht, wenn seine Nachbarn nach und nach verschwinden. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

    Zunächst: Es geht um einfach mal um kein Atomkraftwerk, keine Mastviehanlage, sondern konkret um Hilfe suchende Menschen. Das hier das Fingerspitzengefühl fehlt, diesen Vergleich für absurd zu halten, spricht nicht für „eure“ Sache.
    Und: Ich habe Rackwitz ein Dorf genannt, weil es ein Dorf ist. Diese Provinzposse beweist es. Mit dem Kern im Ortsteil Rackwitz. Auch wenn man Unterschriften natürlich überall sammelt, um die Zahl der Unterstützer aufzubauschen. Dann muss man sich aber auch gegenrechnen lassen, das 1200 von geschätzten 5000, nicht den ca. 3000 im Kern, eben auch noch keine Mehrheit sind. Auch wenn’s die erst schaffen, die Fresse aufzumachen, wenn man sie dann mal „Rassisten“ nennt. (Statt sie die Fresse aufmachen, weil Rassisten unter ihnen sind.)
    Bei den Übergriffen kann man sich fragen, wann das anfängt: Fassaden zuzuschmieren, die „Bürger“steige mit „nationaler Sozialismus jetzt“ zuzupflastern – ist ja nicht so, dass man da nichts zu lesen hatte, was dem einen oder anderen Hohlkopf so einfällt. So als Mensch, mit Augen im Kopf. Kreuze gegen den „alliierten Bombenterror“. Auch schön. Und siehe nun auch die Flugblätter, die ausgehangen haben. Sicher, das muss nicht jeder oder gar einer in der Initiative Zweipunktdoppelnull sein, aber eine Distanzierung sieht eben anders aus. Da pöbelt man nicht gegen eine „extremistische“ Linke, die doch ganz friedlich war. Und ja auch schön ignorant ausgesessen wurde. Prima. Oder sucht den Schulterschluss mit der NPD, die nicht kommt, aber eine Postwurfsendung schicken darf, oder mit Lügen, die’s in LVZ schaffen. Oder ruft anonym zur Hatz. „Nur in der Masse sind wir stark.“ Das ist feige, das ist billig. Und nimmt den braunen Untersatz – sei es nun nur opportun oder wirkliche Gesinnung – in Kauf. Beides ist gleich widerlich. Und dann sollte man es zu Recht so nennen. Das ist nur redlich.

    Und, Terrie, vielleicht bist du da ja auch noch zu jung, aber es gab einen Jugendclub. Bis man irgendwann merkte, von wem der frequentiert wurde (und warum Jugendliche, wie ich zu der Zeit, eben nicht dort waren). „Huch, da sind ja Kennzeichen aus Wurzen!“ Dann wurde er dicht gemacht. Einfache Lösung, es gibt keine Probleme. Nie. (Und im Übrigen braucht es ja auch nicht viel Geld, um sich um Jugendliche zu kümmern – die Wurzener Kennzeichen sind da leider das beste Beispiel. Es braucht nicht immer den Staat, Transferleistungen, um etwas auf die Beine zu stellen. Aufmerksam sein für’s Konkrete – und eben nicht nur für den eigenen Bauchnabel – statt Angstmache und Gepläke wär schon ein Anfang. Und wenn das jemand lautstark auf den Straßen einfordert, dann muss das der National“demokrat“, wie er sich laut Postwurfsendung nun neu nennt, oder nicht eben aushalten. Das ist längst nicht der Skandal. Dass man den Sumpf benennt. Das ist das Mindeste und nur ehrlich.)

  19. Terrie

    Fakt ist, ich bin garantiert nicht zu Jung im den Club zu kennen und Fakt ist auch, dass es keinen mehr gibt. Und wer hier wohl nur in der Masse stark ist, hat man bei der Demo ja gesehen. Da wurden übrigens auch Zahlen aufgebauscht ( von wegen 200 Leute). Alleine stellt sich auch keiner auf die Straße und brüllt „Rackwitzer raus“. Mir geht es darum, dass bei der Demo und generell bei den meisten Leuten, die hier pro asylantenheim schreien, doch nur Leute dabei sind, die es gar nix angeht. Nach Berlin fahren und dort rumschreien kann ich auch. Dann fahre ich wieder Heim und muss mit den folgen nix zu tun haben. Ich habe bereits mal gefragt, wer schon Flüchtlinge bei sich zu Hause aufgenommen hat von den Leuten. Keiner, da geb ich jede Wette drauf. Und von irgendwo kommen und wissen zu müssen, wie wir hier denken und was wir brauchen oder wollen muss auch niemand. Friedlich war es, die Extremisten hatten ja kein Angriffsziel. Das wurde durch den Aufruf der BI genommen. Hier wurde nichts ausgesessen sondern mit Extremisten verfahren, wie man es am besten tut – mit Nichtachtung strafen. Und wenn du dich im Dorf so gut auskenst, warst du ja bestimmt schon mal in der alten Berufsschule. Nicht grad eine Vorstellung von „schöner Wohnen“ finde ich.

  20. Terrie

    Ach um nochmal die Rechenkünstler unter uns anzustrengen: 3000 ist die Bevölkerungszahl. Unterschreiben tun aber nur Wahlberechtigte. Dann sind 1200 schon fast die Mehrzahl wenn man bedenkt, das man in so kurzer zeit wohl kaum alle nach der Meinung befragen kann.

  21. Terrie

    Und weil es mich ankotzt, dass diese Begriffe hier ständig überstrapaziert werden: ein bürgerbegehren, dass aufgrund von nichterfolgter Information entsteht ist kein Rassismus und schon gar kein Faschismus. Und nein, es ist auch kein Pogrom. an alle Sprachwissenschaftler, Geschichtslehrer und soziologieprofessoren hier (Achtung Ironie ;))

  22. Rackwitzer Bürger

    @rackwitz0.0

    Was sind Sie denn für einer?Es ist lächerlich sich an einem Jugendclub hochzuziehen, der schon seit Jahren zu hat. Und da stand mal ein Auto mit Wurzener Kennzeichen,oh mein Gott. Wenn sie es genau wissen wollen, da stand sogar mal eins mit Leipziger Kennzeichen. Schlimm. Ich kenne diesen Jugendclub noch von früher und weis daher das es mit diesen Leuten NIE Probleme gab, keine Schlägereien, keine ausländerfeindlichen Übergriffe. Es kamen sogar Leute aus der Nachbarschaft um im Jugendclub Ihr Bierchen zu trinken. Es gab sogar noch einen zweiten Club im Jugendclub in dem sich sogar „Jugendliche wie Sie“ Jugendliche trafen. Man hat sich gegenseitig toleriert und es gab nie Probleme.

    Also wenn es Ihnen in Rackwitz zu unheimlich ist, dann ziehen Sie ihre Konsequenzen!
    Aber hören Sie auf sich an diesem Club hochzuziehen oder hier gar Vergleiche mit der NSU zu ziehen.
    Das ist lächerlich und shitsophren!

  23. Egal

    Das sie es immer noch nicht begreifen. Es geht nicht um ihren Protest, dass sie zu spät informiert wurden. Es geht um ihre rassistischen Äußerungen, die hier dokumentiert sind:

    https://www.youtube.com/watch?v=qOFg1t-wXLQ

    Die auf den Flugblättern im Ort zu lesen sind (https://linksunten.indymedia.org/de/node/94569). Auf den Aufkleber zum Ausdruck gebracht werden (https://linksunten.indymedia.org/de/node/95195 https://linksunten.indymedia.org/de/node/95196). Und die sie hier (Kommentarspalte) und auch andere RackwitzerInnen z.B. auf den Weg zur Versammlung von sich gegeben haben.

    Wenn sie mal der Demo etwas gelauscht hätten, dann hättenn sie auch erfahren, dass sie sich gerne aufregen können. Aber dann doch bei den richtigen. Warum beschweren sie sich denn nicht mal bei ihren „Gutsherren“?
    http://www.zeit.de/2010/44/S-Landrat

    Nee, den lassen sie schön über Jahre seinen scheiß weitermachen. Das interessiert sie einen Dreck, aber wehe er setzt ihnen „Ausländer“ vor die Tür. Sie haben schon so oft gezeigt was ihnen wirklich im Kopf rumspuckt, da brauchen sie hier gar nicht mehr auf arme kleine überforderte DorfbewohnerInnen machen, denen die Mitbestimmung so wichtig ist.

  24. Egal

    Und Terrie, ne Anwort auf ihre billige Polemik gab es schon längst. Asylsuchende können nicht einfach leben wo sie möchten. Nicht mal bei AntirassistInnen, die sie aufnehmen würden. Warum? Weil es gesetzlich so geregelt ist und sie seit der Wende in Sachsen eine CDU wählen. Einen ganz besonderen Landesverband, der Asylsuchende seit jeher wie Dreck behandelt. Der aber jetzt auch zeigt, dass er auch auf sie (die BürgerInnen) scheißt, was sie für Probleme damit haben.

    Absurd wird es bei einem Lieblingsargument von seiten der herrschenden Politik, Geld. Denn es gibt nicht wenige Studien, die zeigen, dass die Unterbringung von Asylsuchenden in Wohnungen, dem Staat günstiger käme.

    Wird dennoch nicht gemacht, warum? Weil es um eine Asylpolitik geht, die abschrecken soll und nicht helfen.

    Eine Politik die ihnen als BürgerInnen in Rackwitz auch gefällt. Weil es ihnen nämlich schon immer egal war, wie diese Menschen behandelt werden und weil sie auch davon überzeugt sind, dass wenn Asylsuchenden wirklich geholfen würde, dann ganz viele kämen. Was sie noch weniger wollen.

    Also, wie hätten sie es gern? Unwürdige Asylpolitik mit Lagern und Heimen, vor ihrer Haustür oder ihrem Ort? Oder doch eine Politik die sich wirklich um die Menschen kümmert und Chancen gibt ein neues Leben anzufangen?

    Dazu müssten sie mehr machen als nur gegen Heime in ihrem Ort protestieren. Sie müssten für eine ganz andere Asylpolitik in diesem Land kämpfen. Aber das ist wohl auch zu viel verlangt. Andere Menschen sind ihnen ja egal, besonders „Ausländer“.

  25. Terrie

    In der Sitzung wurde übrigens auch die Verteilung der Asylanten auf alle Gemeinden angesprochen. Das wäre dann dezentral und ja nach den Forderungen der Linken auch das Ziel. In einem Artikel wurde ja scho wieder mit Zahlen gespielt, das der Anteil an Asylanten an der Bevölkerung sich im Promille-Bereich bewegt. Dann kann man ja mal Gegenrechnen und stellt fest, das der Anteil in rackwitz dann über 4 PROZENT liegen würde ( wenn man mal nicht von den 5000 Einwohnern ausgeht, wie die schlauen linken, die das schön bei Wikipedia gelesen haben). Das Dorf hat für sich alleine vielleicht 2700 Einwohner. Und schon sieht die Sache ganz anders aus. Das interessiert natürlich niemanden. Wusste auch noch gar nicht, seit wann wir Stadtrecht hätten…

  26. Terrie

    Für sie ist wohl alles billige Polemik was nicht in ihr Weltbild passt? Welches Fremdwort verwenden sie in ihren Kreisen dann für die Parolen der Demonstranten? Ich würde sagen: Diskriminierung. Sie bekämpfen also ( aus ihrer sich) Rassismus mit Diskriminierung. Fabelhaft für Leute, die ja angeblich tolerant, weltoffen sind und keine Vorurteile haben. Sie sind voll mit Vorurteilen, besonders gegen Leute, die einen deutschen Pass besitzen und denen das nicht peinlich ist und die sich nicht dafür entschuldigen. Und sie hassen einen Staat, indem sie selber eine Partei sind uns der gut genug ist, für alle Asylanten zu sorgen. Dafür gibt’s auch ein Wort: Paradox.

  27. Rackwitzer Bürger

    @egal:

    Ich weis leider nicht ob Sie aus Rackwitz kommen und ob Sie es sich daher überhaupt anmaßen sollten hier mitzudiskutieren.

    Fakt ist das es hier weder um Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit geht. Es geht einzig und allein um eine verfehlte Asylpolitik der gesamten Bundesregierung in der es an jeglichen Konzepten fehlt. Und genau darum geht es auch den Bürgern in Rackwitz. 120 oder 180 oder wieviele Menschen auch immer in einen asbestverseuchten Plattenbau zu setzen und eine bereits negativ auffällige Betreibergesellschaft schalten und walten zu lassen; das alles ist kein Konzept. Ein Dorf mit ca. 3000 Einwohnern(keine Ahnung woher die 5000 immer kommen),EINER Grundschule mit Lehrerunterbesetzung(die Asylkinder haben Schulpflicht!),EINEM Allgemeinarzt der schon längst überlastet ist;ein solches Dorf kann einen solch großen Zuwachs an Menschen auf einen Schlag nicht kompensieren. Dies würde in einer Großstadt,in der jedes Jahr Schulen wegen Kindermangel schließen müssen viel besser zu kompensieren. Dort gibt es auch ausreichend Ärzte.
    Und wenn Sie den Youtube beitrag gewissenhaft verfolgt haben gab es dort auch Vorschläge von Ihren sogenannten „Rassisten“,die Asylbewerber auf verschiedene Wohnungen in den nordsächsischen Gemeinden aufzuteilen! Aber das haben Sie sicher überhört!!
    Und falls Sie das auch noch nicht mitbekommen haben: Es ist bereits eine Familie aus Syrien in Rackwitz untergekommen und ich habe keinen Protest von 300 Leuten oder derartiges vernommen.
    Denken Sie mal darüber nach bevor Sie Ihren nächsten Beitrag verfassen.

    MfG
    Jemand der in Rackwitz lebt

    MfG

  28. 0.0

    Paradox ist, wenn Menschen, die ganz offen andere diskriminieren, im Gegenzug dann auch noch Toleranz für diese ihre Haltung einfordern. Die nun mal keine akzeptable ist. Das ist entweder sehr dreist oder dumm, denn das widerspricht sich. Entscheiden Sie sich.

    Und: Ich habe mich nicht an dem Club „hochgezogen“, sondern ihn nur erwähnt als Beispiel für den ganz alltäglichen Rassismus, der über lange Zeit schon präsent und geduldet war. Und die feine, biersselige Kundschaft („Leute aus der Nachbarschaft um im Jugendclub ihr Bierchen zu trinken“) sind ganz sicher nicht Jugendliche wie ich gewesen, sondern eher die, die es für demokratisch halten, den Landrat zusammenzuschreien, „Das kannst du vergessen!“, der ja auch nur erklärt, dass ihm auch die Hände gebunden sind. Das Asylrecht ist nun mal so, die Leute, die es überhaupt hier her schaffen, weil die Welt dort, wo sie leben, nicht mehr sicher ist, auch Dank deutscher Exportleistungen, und die dann nicht gleich an Drittländer wieder abgeschoben werden, werden auf die Länder verteilt (weil zu unserer Demokratie nun mal auch der Föderalismus gehört) und dort leider bevorzugt zentral untergebracht mit Residenzpflicht und Arbeitsverbot.
    Und ob nun Prozent oder im Promillebereich – was ändert das? (Im Übrigen, wenn man nicht nur in Rackwitz Stimmen sammelt, muss dann auch die Gesamtbevölkerung sehen, für die diese 1200 dann stehen. Und Prozentzahlen ist es im übrigen egal, man kann sie zu beiden ins Verhältnis setzen, was in absoluten Zahlen bei den von Ihnen vermuteten 2700 Einwohnern für Rackwitz im Kern sogar noch eine kleinere Zahl bedeuten würde. Auch hat hier niemand Rackwitz eine Stadt genannt. Lesen Sie genau.) Es ist und bleibt dann immer noch eine Minderheit, die ganz offen und vorurteilsbeladen angefeindet wird. Ihr unbekümmerter Gebrauch des eigentlich pejorativen Wortes „Asylant“ zeugt übrigens schon davon. Die Menschen sind noch nicht mal da und sie halten schon eine abstrakte Prozentzahl nicht aus. Das ist absurd.
    Und dem Rackwitzer „Bürger“ kann ich sagen, dass man „Konsequenzen“ nicht wegen ein paar braunen Brüdern zieht, sondern es einen auch aus anderen Gründen aus dem Dorf ziehen kann. Das muss aber nicht heißen, dass man blind wird oder jeden Dreck akzeptieren muss, der sich vor der alten Haustür abspielt.

  29. Terrie

    Da hat o.o ja im ersten Abschnitt seines Textes genau die Zustände bei der Demo erfasst. Erstmal vollste Zustimmung dafür.
    Und warum ist jemand ein Rassist, der dich gegen die massenunterbringung äußert? Macht doch die Linke auch. Wie kann man über Zustände in einem Club reden, wo man selbst nie war und sich danach als vorurteilsfrei hinstellen?
    Wie kann man an ihrer stelle freieillig da wohnen??

  30. egal

    Terrie, sie können oder wollen nicht richtig lesen. O.0 hat am Anfang nicht die Demo gemeint, sondern sie. Denn wer hat denn zu erst angefangen Leute als „Kriminelle“ darzustellen? Das ist doch auf dem Video zu hören und auf den Flugblättern zu lesen. Schön wie sie das gerne verschweigen und vertuschen wollen.

    Auch sehr spannend, dass sich nur Rackwitzer zur Debatte äußern dürfen, peinlich. Tolle Demokraten sind sie.

    Und Terrie, falls sie immer noch nicht verstanden haben, dass 0.0 wohl selber in Rackwitz groß geworden ist und wohl auch in dem Club war, na dann weiß ich auch nicht wie ihnen das noch zu vermitteln ist.

    @Rackwitzer Bürger

    Jaja, sie haben die Probleme alle für sich gepachtet. Mangel an Schulen und Kitas gibt es auch zu genüge in Leipzig. Unterrichtsausfall gibt es in Sachsen auch mehr als genug. Da könnte ich ihnen jetzt unzählige Artikel vorlegen. Auch was die Versorgung mit Ärzten angeht, ja es gibt noch krassere Beispiele im ländlichen Raum, aber tun sie doch nicht so als wenn in der Stadt alles anders wäre.

    Aber nochmal, wo ist denn da ihr Protest? Wo sind sie denn da auf der Straße und schreien und Brüllen? Nichts, gar nichts. Sie bewegen ihren Hintern erst, wenn es um Asylsuchende geht. Vorher reicht es nur zum mosern am Kneipentisch. Das ist das Peinliche. Da steckt der Rassismus. Bei ihnen platzt der Knoten erst an dem Punkt und nicht bei den vielen anderen Stellen wo sie verarscht und im Stich gelassen werden. Wenn sie das nicht verstehen können, dann sollten sie vielleicht anfangen zu schweigen (Rackwitzer Bürger).

    Im übrigen war es ein Gemeinderat in Rackwitz der meinte, dass es noch genug BürgerInnen gäbe, die auch ein Problem damit hätten, wenn eine Gruppe von Asylsuchenden in die Nachbarwohnung einziehen würde. Also tun sie doch nicht so als gäbe es keine Probleme in ihrem Ort.

    Hier mal nur Informationen, die sich auf Pressemeldungen der Polizei berufen, sicher auch sehr unvollständig, aber werden sie ja sicher selber wissen:
    http://www.chronikle.org/ort/rackwitz

  31. Terrie

    @ egal. Vielleicht selber erstmal lesen lernen. Ach ich war gemeint?? Wahnsinn, danke für den Hinweis, schlaubi. . O.0 war im Club? Wo steht das?

  32. egal

    @ Terrie, mit „Sie“ meine ich jene Rackwitzer BürgerInnen, die sich auf dem Video so geäußert haben, die applaudiert haben, als sich der Landrat vom Flugblatt distanziert hat. Und ja, auch sie, der die ganze zeit leugnet, dass es rassistische Wortmeldungen gab und gibt! Daher dürfen sie sich gerne angesprochen fühlen.

    Und da sie ja wirklich nicht lesen können, hier das Zitat von 0.0 (Kommentar 20!):

    „Und, Terrie, vielleicht bist du da ja auch noch zu jung, aber es gab einen Jugendclub. Bis man irgendwann merkte, von wem der frequentiert wurde (und warum Jugendliche, wie ich zu der Zeit, eben nicht dort waren).“

    lesen ist schon richtig schwer, stimmt`s Terrie?

  33. Terrie

    „Und warum jugendliche wie ich zu der zeit nicht dort waren.“ Also weiß er nicht wovon er redet, wenn er nicht dort war? Kann man sicher auch anders verstehen. Meister Großfresse natürlich nicht. Der hat alle Weisheit für sich gepachtet und die rackwitzer alle Probleme.

  34. egal

    Ach, warten wir doch einfach auf das Statement von 0.0. Ich lese aus seinen Texten wohl was anderes als sie, nämlich dass er wegen den Leuten da nicht mehr hin konnte. Aber „Meister Großfresse“ nicht schlecht. Schon so sehr auf der Palme? Naja, beleidigend ist natürlich nur der „rote Abschaum“, sie natürlich nie.

  35. Terrie

    Falls sie sich beleidigt fühlen wissen die ja nun auch, wie sich die Gemeinde seit der Hetzkampagne der Linken vorkommt

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